Diablo III - Vorschau

Handwerker rein, Townportale raus

Höllisches Handwerk: Blizzards Lead Designer Jay Wilson hat auf der gamescom 2010 erste Details zum Crafting, Sockeln und dem Verzaubern von Items in Diablo III bekannt gegeben und nebenbei das Townportal beerdigt.

Vorweg sei verraten: Wilson ließ sich bei der Frage nach einem Releasedatum nur ein geschmunzeltes "When it's done" entlocken. Dafür war er später im Interview mit uns sehr auskunftsfreudig hinsichtlich der drei neuen NPC-Handwerker (Artisans), die den Spielern bei ihren Abenteuern zur Seite stehen werden. Zwar muss man sich das Vertrauen des Schmieds (Blacksmith), Mystikers (Mystic) und Juweliers (Jeweler) erst über Quests verdienen, dann aber folgen die Gesellen dem Spieler brav von Stadt zu Stadt und stellen ihm dort ihre Dienste zur Verfügung.

Der Schmied hämmert euch neue Waffen, Schilde und Rüstungen zusammen, repariert Items und versieht sie mit einem oder mehreren Sockeln für Edelsteine (je nach Itemlevel). Vom Mystiker erhaltet ihr magische Gegenstände (Zauberstäbe, spezielle Rüstungen und so weiter), dürft unbekannte Items identifizieren und könnt Gegenstände verzaubern (enchanten) lassen, um ihnen bessere Eigenschaften zu verleihen. Bei letzterem ist immer nur ein Zauber gleichzeitig erlaubt. Ihr könnt die alten Verzauberungen aber später jederzeit durch neue "überschreiben".

'Diablo III' Screenshot 1

Solche Verbesserungen beschränken sich übrigens nicht nur auf normale Gegenstände - auch zuvor gesockelte Items dürfen zusätzlich noch verzaubert werden.

Der Juwelier ist für Ringe, Amulette und ähnliche Geschmeide zuständig und verbessert Edelsteine - ähnlich dem Horadrimwürfel aus Diablo II. Die fünf Edelstein-Qualitätsstufen, die Ihr unterwegs findet, veredelt der Juwelier durch Kombinieren bis zum optimalen Level 14. Von Runen oder gar Runenwörtern ist laut Wilson bislang nicht die Rede. Aber es sind beispielsweise Sockelgegenstände angedacht, die man direkt auf seine Skills anwenden kann - näheres wird die Zukunft zeigen.

Damit man ohne Reue die Sockel seiner Gegenstände mit den Klunkern füllen kann, pult der Juwelier auf Wunsch auch bereits eingesetzte Edelsteine aus Items heraus. Vorbei also die Zeiten, in denen man einen Sockel lieber leer verkommen ließ, weil man den hochgepäppelten Edelstein für sein Traumschwert aufsparen wollte.

Für all diese Dienste verlangt das Handwerker-Trio neben Gold verschiedene Rohstoffe, die der Spieler entweder bei Gegnern abstaubt oder aus nicht mehr benötigten Gegenständen gewinnt (salvaging). Zu diesem Zweck wirft man seine alten Schwerter, Schilde, Rüstungen und anderen Loot einfach in eine Art Würfel und bekommt dafür - je nach Itemqualität - mehr oder weniger wertvolle Rohstoffe zurück. Mülltrennung á la Diablo...

'Diablo III' Screenshot 2

Praktischer Nebeneffekt: Da die Ressourcen stapelbar sind und bislang jeweils nur ein Feld im Inventar zu belegen scheinen, kann man unterwegs elegant Platz im Rucksack schaffen. Außerdem wird ansonsten unnütze Beute einem sinnvollen Zweck zugeführt. Aus diesen Zutaten bastelt dann zum Beispiel der Schmied gegen Gold verzauberte Waffen, die neben einigen fixen Werten noch zufällige Eigenschaften besitzen. Wilson betont, dass ein Quäntchen Ungewissheit beim Craften ausdrücklich von Blizzard gewünscht wird.

Besonders mächtige Items gibt es "nur auf Rezept" - mittels Blaupausen, die manche Bossgegner nach ihrem Ableben hinterlassen oder die euch anderweitig bei euren Abenteuern in die Hände fallen. Die genaue Anzahl der vorkommenden Ressourcen steht zwar noch nicht fest, solche Deluxe-Rezepte dürften aber exquisitere Rohstoffe benötigen und das Recyclen von hochwertigen Gegenständen attraktiv machen.

Damit nicht genug: Der Spieler kann "seine" Artisans gegen Gold und Rohstoffe im Level aufwerten. Das ermöglicht nicht nur bessere Rezepte und höherwertige Waffen, sondern möbelt zudem die Werkstätten der NPCs grafisch auf. So wird aus einem Minizelt mit Amboss in kurzer Zeit eine voll ausgestattete Luxusschmiede mit allen Schikanen.

Kommentare (14) Latest comment vor 9 Monaten

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  • Heavy_Rain #1 vor 1 Jahr

    Keine TP's hmmm. Das war in Sacred 2 schon so nervig, immer und überall zu Fuß bzw. auf den lahmen Pferden hinzu gelangen. Auf die Alternative bin ich gespannt.
  • Bongstar #2 vor 1 Jahr

    find ich immer ganz wichtig ingamewährungen stabil zu halten. aber blizzard wird spätesten nach der jahrelangen erfahrung mit wow wissen wie man das hinbekommt...
  • gigsen #3 vor 1 Jahr

    bastelstunde/n mit diablo.. wenns spaß macht ! :)

    ...keine TP's mehr.. naja.. wenns trozdem spaß macht ^^
  • KleinerMrDerb #4 vor 1 Jahr

    "Auf die Alternative bin ich gespannt"

    Steht doch im Text :-)

    Anstelle der Portale will Blizzard mehr Wegpunkt-Teleporter auf den Karten verteilen. Damit sich Spieler in einer Gruppe auch ohne Townportale finden, darf man sich außerdem direkt aus der Stadt zu seinen Partymitgliedern teleportieren lassen.
  • Heavy_Rain #5 vor 1 Jahr

    Ich habe es gelesen.
    Ich meine aber die Alternative, die dann letztendlich den Weg ins Spiel findet. Solange wie es bis zum Release wahrscheinlich noch ist, würde es mich nicht wundern, wenn am Schluss doch wieder TP's drin sind.
  • MrAnDeRsOnV6 #6 vor 1 Jahr

    Im Singleplayer könnten die die Teile ruhig drin lassen. Zum flüchten war das immer sehr praktisch. Oder gerade wenn man nen After voll Gegenstände verkaufen wollte. Bei Sacred 2 war das obernervig und hat mich zum Ende hin mehr als nur genervt.

  • BathiBoi #7 vor 1 Jahr

    recht hat der gute mann über mir
    Editiert von 1 um 19/08/10 @ 19:39
  • KleinerMrDerb #8 vor 1 Jahr

    Eigentlich hätte man es ganz einfach lösen können indem man dem Spiel erkennen lässt ob sich der Spieler in einem Kampf befindet oder nicht. (wie bei WoW)

    Ist man nicht im Kampf kann man die Portale nutzen wie immer.... die flucht mitten im Kampf wäre aber nicht möglich.
  • BathiBoi #9 vor 1 Jahr

    war doch gut das man mitten im kampf die düse machen konnte
  • OtaQ #10 vor 1 Jahr

    Fällt keinem auf dass die Grafik recht mittelprächtig ist?

    Siehe Dungeon Siege 3 ...
  • KleinerMrDerb #11 vor 1 Jahr

    "Fällt keinem auf dass die Grafik recht mittelprächtig ist?´"


    Es ist von BLIZZARD.... HALLOOOO jemand Zuhause ?? :-P

    Muss man das bei jedem Spiel von denen immer wieder durchkauen.
  • Heavy_Rain #12 vor 1 Jahr

    Wobei ich auch das Problem nicht sehe, die bewegten Bilder von D3 sehen doch schick aus.

    @OtaQ

    Vergrößere mal die Dungeon Siege Screens, dann sieht das auf einmal auch nicht mehr so prickelnd aus, Matsch-Texturen lassen grüßen.
  • Waldhonig #13 vor 9 Monaten

    klingt ziemlich cool, auch wenn keine TPs gewöhnungsbedürftig sein werden ^^^Muss ich meine Taktik halt bisschen umstellen. Bin echt gespannt, wie's final aussehen wird. Grafik ist okay, könnte ja eventuell vielleicht ncoh ein bisschen nachpoliert werden... stört mich aber cniht sonderlich. Werde es dennoch zocken, genauso wie Dungeon Siege 3 - als alter Fan beider! :D
  • Vortex1337 #14 vor 9 Monaten

    Also ich muss gestehen, dass mich D3 grafisch auch nicht sonderlich rollig macht...Es ist immer noch die Grafik, die sie auf der Gamescom 2010 präsentiert haben. Ich dachte, dass sich da noch mehr ändert. Na ja mal abwarten!
    @ Waldhonig
    Ich freu mich jetzt auch erstmal auf Dungeon Siege 3^^