Lara Croft and the Guardian of Light

Wie Tomb Raider, nur anders

"Weisst du, das ist nicht Tomb Raider", hieß es vor einigen Monaten auf der Facebook-Seite von Entwickler Crystal Dynamics. Nun, zumindest was den Umfang eines großen Tomb-Raider-Titels anbelangt, dürfte man damit wohl nicht falsch liegen, aber davon abgesehen steckt in Lara Croft and the Guardian of Light, dem ersten Download-Abenteuer der Archäologin, jede Menge von dem drin, was Tomb Raider ausmacht.

Damit meine ich natürlich allen voran die Rätsel. Wer bislang gedacht hat, dass in diesem Spiel hauptsächlich geballert wird, liegt falsch. Kämpfe und Rätsel halten sich im Großen und Ganzen die Waage, was wiederum in einem abwechlungsreichen Spielablauf resultiert. Natürlich wird hier im Vergleich mit einem normalen Tomb Raider etwas mehr geschossen und es sind mehr Gegner unterwegs, doch schnelle und ruhigere Passagen, in denen eure grauen Zellen etwas gefordert werden, wechseln sich ständig ab. Von beidem wird man nie wirklich übersättigt.

Die Lösung der Puzzles ist manchmal gleich auf den ersten Blick ersichtlich, hin und wieder braucht ihr aber auch einen kurzen Moment und müsst euch erstmal ein wenig genauer umschauen, um auf die richtige Vorgehensweise zu kommen. Die eine oder andere kniffligere Aufgabe erwartet euch in den optionalen Bonusabschnitten, die ihr in jedem Level findet - erkennbar anhand der brennenden Fackeln vor dem jeweiligen Eingang.

Auf jeden Fall bietet Lara Croft and the Guardian of Light ein cleveres und durchdachtes Rätseldesign, bei dem ihr mitunter verschiedene Aktionen miteinander kombinieren müsst. Beispielsweise kann man über einen Schalter, der auf Beschuss reagiert, einige Plattformen ausfahren. Anders kommt man auch nicht zu einer Steinsäule, die ihrerseits wiederum ein Stück nach unten fährt und euch letztendlich zu einem in der Luft schwebenden Powerup für die Gesundheit befördern kann.

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Da hat jemand Hunger.

Nun platziert ihr am besten einen Speer in eben jener Säule, damit ihr auf diesen springen könnt, sobald ihr wieder den Schalter auslöst - mit einer zuvor platzierten Sprengladung, denn direkter Beschuss ist von der Sprungposition aus nicht möglich -, bevor ihr in den sicheren Tod stürzt. Oben angekommen habt ihr dann wieder freie Bahn für einen Schuss auf den Schalter und gelangt ohne Probleme nach unten.

Insgesamt gibt es viele verschiedene Arten an Puzzles. Mal müsst ihr, wie eben erwähnt, Schalter umlegen, dann Plattformen betätigen, Fallen umgehen, große Steinkugeln zu bestimmten Plätzen befördern, um damit einen Durchgang zu öffnen, oder euch zur rechten Zeit mit eurem bewährten Enterhaken über Abgründe hangeln. Über mangelnde Abwechslung braucht man sich hier definitiv nicht zu beschweren.

Was den Kampf anbelangt, spielt sich der Titel wie ein Top-Down-Shooter á la Shadowgrounds. Ihr lenkt Lara mit dem linken Stick durch die Areale, zieht die Waffen und zielt mit dem rechten Stick und feuert mit dem rechten Trigger. Zusätzlich könnt ihr die Sprengsätze mit einem simplen Tastendruck ablegen und mit erneuter Betätigung des gleichen Buttons zünden, wann immer ihr wollt. Bei einem speziellen Gegnertyp ist das etwa auch zwingend notwendig, denn die setzen sich ansonsten immer wieder zusammen und machen euch das Leben schwer.

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Ich hasse Spinnen!

Taktisch gesehen teilen sich die Feinde in Nah- und Fernkämpfer auf. Ihr müsst im Grunde nichts weiter tun als sie niederzuschießen und etwaigen Geschossen auszuweichen. Anders sieht es da schon bei den großen Wächtern aus, die einen Schild mit sich führen.

Hier benötigt ihr erst etwas Explosives, zum Beispiel einen Granatwerfer, um ihren Schutz aus den Händen zu sprengen. Erst danach sind sie wirklich angreifbar. Neben ihren obligatorischen und hier mit unendlicher Munition gesegneten Pistolen und dem eben erwähnten Granatwerfer stehen Lara noch allerlei weitere Schießeisen zur Verfügung, darunter Maschinengewehre, Raketenwerfer, Flammenwerfer oder Mini-Gun, die ihr jedoch erst einsammeln oder euch verdienen müsst. Alle davon stehen in verschiedenen Varianten - je besser, desto tödlicher - und mit unterschiedlichen Werten hinsichtlich Schaden und Munitionsverbrauch zur Vefügung - letzteres gilt für alle Waffen außer Speer, Pistolen und den Sprengsätzen.

Die eigentliche Aufgabe in den einzelnen Abschnitten besteht jeweils darin, deren Ende zu erreichen. Durch die normalen Rätsel und Kämpfe ist das schon spannend und teilweise nervenaufreibend genug, aber zusätzlich bietet man noch pro Level eine Reihe an Nebenzielen an - sammelt zehn rote Schädel, überquert einen Fluss, ohne das Wasser zu berühren und dergleichen -, die euch zusätzliche Boni bescheren können, etwas Upgrades für Gesundheit und Munition, Reliquien oder Artefakte.

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