Ken Levine: "First-Person ist die direkteste Art, um den Spieler zu fesseln"

Schlägt eine Brücke zur Kindheit

Ken Levine, Kopf hinter SystemShock 2 und BioShock, hat sich in einem Interview über Immersion in Spielen geäußert und darüber, warum seine Games immer die Ego-Sicht nutzen. Er findet, dass die Ego-Sicht den intensiven Kindheitsspielereien am nahesten kommen.

"Für mich ist dies der direkteste Weg, den Spieler zu fesseln", sagt er im Gespräch mit Industry Gamers. "Es ist eine Barriere weniger zwischen mit und dem Erlebnis."

"Es ist seltsam in den Schuhen von jemand anderem zu stecken. Das ist etwas, das wir als Kinder ganz selbstverständlich tun, für Erwachsene ist das aber sehr viel schwieriger. Ich glaube, dass Videospiele uns eine Art Schubser in die richtige Richtung geben, wieder dies Sorte Spielerlebnis zu empfinden, die wir aus der Kindheit kennen."

Es gehe nicht nur um den Spaß, sondern darum, seine Identität auf die von jemand anderem zu übertragen. Dies sei als Kind ein unglaublich mächtiges Erlebnis. "Das verliert man einfach als Erwachsener, weil man sich so sehr seiner selbst bewusst wird", fügt er hinzu.

"Videospiele erlauben uns gewissermaßen, die Schicht zu durchbrechen und wieder diesen Spielraum zu erreichen. Ich halte das für wirklich eindringlich."

Was das ohne viele Worte bedeutet, will euch Levine mit BioShock Infinite (siehe Gameplay-Trailer unten) näherbringen – das erscheint allerdings erst 2012. Vielleicht spielt ihr bis dahin einfach noch einmal den ersten Teil durch.

BioShock Infinite - Gameplay-Trailer

Kommentare (12) Latest comment vor 1 Jahr

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  • C.h.a.o.Z #1 vor 1 Jahr

    ich mag 1st person
    aber mir persönlich haben games in 3rd person oder mit fixed camera etc mehr fesselnde spielerlebnisse beschert
    als es auch nur 1 spiel in der ego perspektive bisher hat
  • m_coaster #2 vor 1 Jahr

    Wichtig für mich, ich sehe mich in Egoshootern - also den Körper und Füße beim runtergucken, zweitens muss das Spiel auch emotionen rüberbringen. Gut gemacht hat das The Darkness... die meisten Ego-Shooter sind leider einfach zu Actionbetont als das Sie darüber hinaus fesseln.

    Bei Rollenspielen mag ich die Ego Ansicht aber nicht. Da geht es ja auch um Items, um Rüstungen, Auren etc. - da geht irgendwie die Atmosphäre flöten.
    Editiert von m_coaster um 24/02/11 @ 10:46
  • S-Markt #3 vor 1 Jahr

    der hat sein eigenes spiel nicht verstanden. third person kann das genauso, siehe mass effect. und man braucht nichtmal die, das haben resident evil und silent hill bewiesen. das storytelling ist wichtig, nicht die perspektive.
  • p1ng001n #4 vor 1 Jahr

    @S-Markt: Wieso hat er deswegen sein eigenes Spiel nicht verstanden? Zumal er nur sagt, dass es (für den Entwickler) am einfachsten ist, den Spieler per Egoperspektive für das Spiel zu fesseln. Dass es auch anders geht, wird doch von ihm nirgends bezweifelt!

    ...aber hauptsache meckern, ne?
  • Heavy_Rain #5 vor 1 Jahr

    @S-Markt

    Genau, einer der besten Gamedesigner der Branche hat sein eigenes Spiel nicht verstanden. Wo du offenbar nicht mal den Unterschied zwischen "Narrative" und "Story" kennst.
    Die Spiele die du aufgezählt hast, orientieren sich an Filmen und imitieren sie. Sie erzählen die Geschichte von Figuren auf dem Bildschirm. Während Spiele wie Deus Ex und Bioshock (Immersive Sims) die Geschichte des Spielers vor dem Bildschirm sind.
  • crackajack #6 vor 1 Jahr

    Ergibt imo nur eingeschränkt Sinn was er sagt. Klar, eine Egosicht (oder auch keine Sprachausgabe des Helden) verbessert mögliche Immersion, weil da eben nichts bereits den eigenen Platz vorreserviert.

    Aber wichtig für eine echte Immersion ist imo einfach nur das die Handlungen des von mir gesteuerten Protagonisten Sinn für dessen Fähigkeiten ergeben. Ganz egal ob real realistisch oder nur realistisch für die Spielwelt.

    Wenn ich als eig. einfacher Mensch Dutzende Splicer platt machen kann, ist das halt das übliche Shootergedöns. Das ist imo wenig immersiv, völlig egal ob ich da noch eine interessante Idee mit freiem Wille reinklatsche. Wenn ich aber als Batman in 3rd person hingegen genau das machen kann was ich von einer Batmanfigur erwarte, dann kann ich sehr wohl ein bisschen Batmans Schuhe anziehen. System Shock 2 kenne ich nicht mehr wirklich, aber Bioshock war imo kein Paradebeispiel für Immersion. Selbst Bioshock 2 bekommt das, soweit ich derweil bin, besser hin.
  • S-Markt #7 vor 1 Jahr

    @pinguin und schwerer regen
    ihr habt ihn nicht verstanden.
    Ken Levine: "First-Person ist die direkteste Art, um den Spieler zu fesseln"
    das nennt man ein zitat. das ist die nachschrift einer aussage, in diesem fall von ken levine gemacht.
    und er hat sein spiel nicht verstanden, weil er den blickwinkel des spiels in den vordergrund rückt. das würde aber bedeuten, daß jeder egoshooter direkter fesselt, als andere arten. und das ist definitiv nicht der fall. die story von bioshock hätte genauso packend in der 3rd oder der cinematischen ansicht nahe gebracht werden können. so, jetzt sollte wohl der letzte pfeifenkopf verstanden haben.
  • Heavy_Rain #8 vor 1 Jahr

    Du versuchst mich über Zitate zu belehren, zitierst aber nicht einmal richtig. Vielleicht solltest du auch vorher mal nach der Shift-Taste ausschaue halten, dann wirkt es etwas überzeugender.
    "Für mich ist dies der direkteste Weg, den Spieler zu fesseln". Was einen gravierenden Unterschied macht.

    Niemand versteht ein Spiel so gut wie sein Desiger. Punkt.
    Der Unterschied ist das es einmal Commander Shephard passiert und bei der anderen Variante dir selbst, dem Spieler.
    In Mass Effect wird dir andauernd die Kontrolle des Charakters aus der Hand genommen. Der Twist in BioShock funktioniert nur, weil du dort immer die volle Kontrolle hast, bis zu diesem einen Punkt. Da wird nicht irgendeine Figur auf dem Bildschirm von jemand anderem gesteuert sondern du.
    Nicht die Geschichte die du siehst fesselt dich (ME), sondern was dir passiert (DX).
  • S-Markt #9 vor 1 Jahr

    @heavy rain
    seit wann hat die shifttaste etwas mit dem inhalt des postings zu tun. das ist dämliches geschwafel von einem der sieht, daß ihm die fälle wegschwimmen.

    das zitat, und das schreibe ich jetzt für ALLE deppen, die es nicht kapiert haben, steht in der überschrift des artikels. wenn also jemand falsch zitiert hat, dann bestenfalls der ersteller des artikels. davon abgesehen besteht keine einschränkung zu meiner aussage, selbst wenn man das zitat nimmt, das du anführst. tatsächlich ist dein verständnisfehler darin zu sehen, daß du das zitat aus dem zusammenhang reißt.

    -"Für mich ist dies der direkteste Weg, den Spieler zu fesseln", sagt er im Gespräch mit Industry Gamers. "Es ist eine Barriere weniger zwischen mit und dem Erlebnis."-

    der unkehrschluß ist, daß bei cinematischen und 3rd-person spielen eine barriere besteht. das ist aber bei einem fesselnden storytelling, wie bei bioshock, nicht der fall.

    du mußt darauf nicht antworten, es gibt auf diesem board noch andere threads, in denen du dich zum trottel machen kannst.
    Editiert von S-Markt um 24/02/11 @ 18:54
  • Heavy_Rain #10 vor 1 Jahr

    Der einzige Grund nicht weiter darauf zu antworten ist der, dass du mit Beleidigungen um dich wirfst wie ein Sonderschüler und auch genauso schreibst.
    Editiert von Heavy_Rain um 24/02/11 @ 19:45
  • Kinta #11 vor 1 Jahr

    Leute, kommt mal wieder runter, bitte, als nächstes haltet ihr euch noch eure Rechtschreibfehler vor.

    Zum Thema:
    Ich hatte bei Spielen aus der 1st-Person Perspektive bisher noch nicht das Gefühl, die agierende und erlebende Person zu sein, da es sich bei den Figuren immernoch um Charaktere handelte. Beispiel Bioshock: Im Intro sieht man die Figur rauchen und ne Zeitung lesen. Ab diesem Zeitpunkt stand für mich schon fest, dass ich das nicht bin, das ist jemand, den ich spiele, in dessen Rolle ich schlüpfe.
    Auf der anderen Seite ist es allein durch die Tatsache, dass ich viel näher am Geschehen bin, schon sehr viel immersiver. Wird meine Figur in einem 3rd-Person Spiel geschlagen, nehme ich das zur Kenntnis und reagiere. Werde ich jedoch in einem 1st-Person Titel geschlagen, kann es bei der entsprechenden Präsentation sein, dass ich selbst vor dem Spiel entweder mich erschrecke oder für einen kurzen Moment versuche, dem Schlag auszuweichen. Ein gutes Beispiel dafür ist das Spiel Condemned, indem man sich häufig mit Schlagwaffen oder den Fäusten wehren muss.

    Ganz gleich, was nun letztendlich immersiver ist und das intensivere Spielgefühl bietet, ich spiele gerne mit Charakteren, die auch Charakter haben. Avatare finde ich meist langweilig.

    Kinta
  • daSimma #12 vor 1 Jahr

    @Heavy_Rain
    Bitte beleidige die Sonderschüler nicht!

    @S-Markt
    Arrogant und anmaßend.
    Ansonsten nur Luft in der Birne!!! Du hast zu jedem Sche... deine festgefahrene Meinung.
    Aber wehe einer behauptet was anderes, dann ist er gleich n Depp.
    Du musst verdammt einsam sein..........