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Brink

Men vs. Machine

Ich bin ein Brink-Fan. Ehrlich. Gleich im ersten Moment habe ich mich in den Titel verliebt, dank des Art-Style, dem erforderlichen Teamplay und dem wirklich innovative SMART-Bewegungssystem. Ein Spiel praktisch wie für mich gemacht. Doch so sehr ich auch auf den Titel stehe, die Häppchen-Präsentationen von Splash Damage sind ein wenig anstrengend.

Beim letzten Vorschau-Event bekam ich zum vierten Mal den Container-Level zu sehen. Und auch das zweite Szenario direkt auf der Ark wurde schon bei einer anderen Präsentation vorgeführt. Okay, diesmal durfte ich mich selbst durch das Areal ballern und auch die Charakter-Konfiguration fiel diesmal umfangreicher aus, trotzdem will ich endlich mehr sehen. Neue Level, neue Cutscenes und mal etwas länger spielen als eine dreiviertel Stunde.

Einen weiteren Vorteil hatte aber das letzte Setup. Erstmals ging es gegen die KI, die bei Brink ja eine wichtige Rolle übernimmt. Statt einer normalen Singleplayer-Kampagne soll sich die Offline-Variante eins zu eins wie ein Multiplayer-Gefecht spielen. Auf die gleiche Art und Weise wird auch der Koop-Modus geregelt. Bis zu acht Leute gemeinsam gegen die KI. Niemals leere Server und niemals das Gefühl, gegen den Computer zu spielen. Ein hehres Versprechen, das überraschenderweise schon jetzt fast erfüllt wird. Wir traten in London mit acht Redakteuren gegen acht KI-Krieger an und erlebten eine beinharte, richtig taktische Auseinandersetzung.

Doch bevor es in die Details geht, hier nochmal eine kurze Zusammenfassung der Hintergrundgeschichte: Wir schreiben das Jahr 2045. Der Ernstfall ist eingetreten. Die Klimaerwärmung hat die Polkappen geschmolzen und Millionen Menschen wurden aus ihrer Heimat vertrieben. Ein Teil der Flüchtlinge ist auf der Arche gelandet, einer gigantischen, schwimmenden Stadt, die unter der Last der vielen Menschen zu versinken droht.

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Ein ganz normaler Tag in Brink: Rutschen, ballern, sterben.

Zwei Parteien kämpfen um die letzten Ressourcen. Auf der einen Seite die Sicherheitskräfte der Arche, eingesetzt von den Erbauern und wohlhabenden Finanziers. Auf der anderen Seite der Widerstand der Flüchtlinge, der nicht mehr in dreckigen Containern und Baracken hausen möchte. Ein Bürgerkrieg bricht aus, der alles zu zerstören droht, und ihr seid mittendrin.

Doch bevor wir uns vollgepumpt mit Adrenalin in die Schlacht um die Arche stürzten, ging es erstmal in die Charakter-Konfiguration. Am Aussehen der hübsch-hässlichen Figur mit ihren Narben, seltsamen Tatoos und der Hakennase durften wir nicht herumfummeln, dafür aber an der Kleidung. Diese ist natürlich rein optischer Natur. Wer mit einem Bombenentschärfungs-Outfit herumläuft, ist nicht besser gepanzert als ein halbnackter Kollege. Allein der Körpertyp macht einen spielerischen Unterschied aus.

Es gibt leichte, mittelschwere und schwere Kämpfer. Schmale Figuren sind deutlich agiler und können damit höher gelegene Orte erreichen, dürfen aber nur leichte Waffen tragen und besitzen etwas weniger Lebensenergie. Als Muskelprotz kann man dagegen mit einem Maschinengewehr, einem Granatwerfer oder sogar mit einer Mini-Gun herumlaufen, man hält mehr aus und ist gleichzeitig deutlich langsamer. Die mittlere Variante ist dementsprechend irgendetwas dazwischen.

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Ahhhhhhhhhh.

Ebenso aufwändig fällt auch die Waffen-Konfiguration aus, die man mit steigendem Level freischaltet. Hier gibt es neben schicken Tarnmustern auch jede Menge Anbauteile, die die Werte zum Teil dramatisch verändern. Mit einer Waffenstütze steigt zum Beispiel die Genauigkeit, mit einem Zielfernrohr die zu bekämpfende Entfernung und wer mit einem Schalldämpfer durch die Gegend ballert, hat zwar das Überraschungsmoment auf seiner Seite, muss aber mit weniger Schaden leben.

Interessant sind ungewöhnliche Kombinationen wie ein dicker 45er Colt mit Laufverlängerung und Zielfernrohr. Mit diesem Ding kann man Gegner auf große Entfernung bekämpfen und im Gegensatz zu normalen Scharfschützengewehren im ungebufften Zustand (dazu später mehr) mit einem einzelnen Schuss über den Jordan schicken. Spezilell wenn man bedenkt, wie viele Treffer man normalerweise braucht, ein echter Vorteil.

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