Dark Souls

Ein Licht am Ende des Dungeons

Hinweis: Dark Souls ist kein Zuckerschlecken, deswegen bekommt ihr bei uns die passenden Hilfestellungen. Werft einen Blick in die Komplettlösung zu Dark Souls mit allen Bosskämpfen und erfahrt mehr über Gegenstände, Händler, Karten und Gegner in unseren Tipps und Tricks zu Dark Souls.

Nur um das von Anfang an klarzustellen: Ich liebe schwere Spiele. Das Verbeißen in einzelne Situationen, die Auseinandersetzung mit der Steuerung, künstlichen und menschlichen Gegnern. Selbst die tausend Tode gehen in Ordnung, wenn es ein vernünftiges Speichersystem gibt. Und genau hier lag mein Problem mit Demon's Souls. Es hat From Software nicht gereicht, die Kämpfe brutal und unnachgiebig zu gestalten, nein, sie verzichteten auf jede Form von Sicherung innerhalb eines Levels.

Das mag bei einer Spielzeit von 15 bis 20 Minuten noch gerade so in Ordnung gehen, aber gleich eine halbe oder dreiviertel Stunde verlieren? Ja, ich weiß, dieses Gefühl der Sterblichkeit, die Angst, wieder von vorne zu beginnen, sind starke Motivationsfaktoren und steigern die Spannung. Doch sie sorgen auch für Frust, was mich trotz der wirklich erstklassigen spielerischen Qualitäten zum Boykott des Titels bewegte.

Entsprechend geschockt war ich, als Entwickler Hidetaka Miyazaki uns verkündete, dass Dark Souls noch schwerer werden soll. Jeder einzelne Gegner soll eine echte Herausforderung, jede Situation eine harte, aber lösbare Aufgabe werden. Neu ist allerdings ein Element, das dieser Ankündigung etwas die Schärfe nimmt. Denn ein Hub-System mit Nexus, wie beim Vorgänger, gibt es diesmal nicht. Das Spiel setzt sich aus einer übergangslosen Welt zusammen. Es wird komplett gestreamt und jagt euch damit nicht mehr ständig in einen Ladebildschirm.

Um diesem neuen Aufbau Tribut zu zollen und den Frust zumindest etwas zu reduzieren, könnt ihr an fest definierten Stellen ein Lagerfeuer aufstellen, das euch heilt und an dem ihr speichern könnt. Die Abstände sind dabei natürlich groß genug, um das Spiel nicht zu einfach zu gestalten. Ihr seid immer noch eine ganze Weile unterwegs, bevor ihr durchatmen könnt. Doch wenn dadurch die Länge der sich wiederholenden Phasen gekürzt wird, macht diese eine Funktion den Unterschied aus. Ein Motivationsfaktor, der genügen könnte, mich an Dark Souls heranzuwagen und es diesmal zu besiegen.

Dark Souls - Trailer

Mit der neuen und zum Teil oberirdischen Welt hält noch ein weiteres Feature Einzug, das für einen grafischen Qualitätssprung sorgt: Licht. Und damit meine ich nicht das diffuse Halbdunkel von Demon's Souls, sondern strahlenden Sonnenschein, der die überraschend detaillierte Spielwelt und die wunderschönen Charaktere deutlich aufhübscht. Außerdem könnt ihr in den Außenarealen blühende Landschaften, massive Berge und dichten Wald bestaunen. Die Spielwelt bekommt so viel mehr Stringenz, ohne die intimen Dungeon-Erfahrungen komplett über den Haufen zu werfen.

In der Demo ging es nämlich auch in düstere Gemäuer, die in Form einer Burg das gleiche, mit Fallen gespickte und kampflastige Gameplay bieten. Ihr trefft auf Eidechsen-Menschen, die bösartigerweise hinter Ecken auf eure Ankunft warten, balanciert über mit schwingenden Sensen gespickte Stege und müsst die Lücke zwischen herabrollenden Steinkugeln finden. Wie es sich für einen Nachfolger zu Demon's Souls gehört, könnt ihr noch nicht mal einem Fahrstuhl vertrauen. Bleibt ihr zu lange auf ihm stehen und steigt nicht rechtzeitig aus, jagt er euch beim nächsten Stop direkt in eine mit Dornen gespickte Decke. Oder eine Gold und Gegenstände verheißende Schatzkiste springt auf einmal in die Luft, fährt Arme und Beine aus und schnappt mit einem gewaltigen Maul nach eurem Schwert. Trial-and-Error ist auch diesmal ein wichtiger Bestandteil der Spielerfahrung.

Doch all die Mordinstrumente sind nicht nur ein hartes Hindernis für euren schwergepanzerten und relativ schwerfälligen Helden, sondern können auch als Waffe fungieren. Besonders starke Feinde lassen sich zum Beispiel in einen Hinterhalt locken. Statt euch werden dann Eidechsen-Menschen und finstere Skelette von Pfeilen durchlöchert, von schweren Pendeln von einem Sims in den Abgrund geworfen oder von den fiesen Steinkugeln zerquetscht. Doch so interessant diese bekannte an Tomb Raider erinnernde Spielmechanik auch ist, den spielerischen Höhepunkt markiert erneut das Kampfsystem.

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