Alice: Madness Returns - Test

Neues aus der Anstalt

Wer hätte gedacht, dass sich ein Spiel vor dem Hintergrund eines zum Albtraum gewordenen Wunderlandes - loooose nach Lewis Carroll (und ich bin mir nicht einmal sicher, ob das genug O's sind) - dermaßen uninspiriert und fantasielos anfühlen könnte? Dabei ist es nicht einmal so, dass im Nachfolger des mittlerweile elf Jahre alten PC-Hits keine Kreativität steckte.

Einzelne Ortschaften, Gegner und vor allem Charakter-Desings dieses Spicy-Horse-Titels sehen so düster und teilweise dreckig-abstoßend aus, dass es einem unter der Haut kribbelt, man sich nur noch waschen möchte. Und das ist in diesem Kontext zur Abwechslung mal genau so, wie es sein sollte. Nein, es ist in erster Linie der Ablauf dieser geradezu bemerkenswert eintönigen Mischung aus 3D-Jump'n'Run und Slasher, der das Erlebnis zu einer extrem einschläfernden Angelegenheit macht.

Alice' Wahnsinn ist zurück, eine Tatsache, auf die euch der Namenszusatz des Spiels zweifelsohne schon vorbereitet hatte. Dieses Mal dreht sich alles darum, wie es eigentlich zu dem schicksalhaften Brand kam, in dem vor Jahren ihre gesamte Familie umkam und der dafür sorgte, dass sie ihre Jugend in einer Irrenanstalt zubringen musste. Vehikel dafür ist der Wechsel der Titelfigur zwischen einem viktorianischen London, wie Tim Burton es am Volkstrauertag inszeniert hätte, und eben dem Wunderland.

Letzteres findet natürlich nur im Kopf des Mädchens statt. Es ist ein Ort, an den sich Alice' Geist während ihrer unzähligen Blackouts flüchtet. 95 Prozent - vielleicht mehr - des Spiels erlebt ihr in der fragmentierten Scheinrealität. Die Passagen in London dienen nur als Überbrückung und wirken ein wenig zusammengeschustert. Eigentlich kann Alice mit nichts und niemandem interagieren, sie folgt nur dem einzigen Weg bis zum nächsten Ort, an dem sie ohnmächtig werden kann, und findet ab und an mal ein Objekt, das ihr auf Druck der Quadrat-Taste einen geschriebenen Kommentar entlockt.

Alice' Geschichte wird dabei durch animierte Comic-Sequenzen untermalt, während Erinnerungsfragmente die Lücken dazwischen füllen. Dabei handelt es sich um kurze bis sehr kurze Dialogpassagen, meist nur einen Satz lang, die allüberall im Wunderland "versteckt" sind. "Versteckt" in Anführungszeichen deshalb, weil das Spiel all seine Geheimnisse direkt am Revers spazieren trägt, euch bei der Hand nimmt und euch mit seiner ganz bestimmten Bildsprache direkt darauf polt, die Goodies auf Anhieb zu entdecken. Oder zumindest unverhohlen die Mittel aufzuzeigen, die zum Erreichen dieser nötig sind. Das machen andere, bessere Spiele auch, aber nicht in dem Ausmaß, wie es hier der Erkundung dieser ingesamt angemessen strange wirkenden Umgebungen beinahe komplett den Spaß raubt.

In Alice: Madness Returns erkennt man schon aus der Ferne das Schlüsselloch, durch das sich unsere gestörte Protagonistin dank Verkleinerungsfähigkeit in einen mit Sammelgegenständen ausgestatteten Nebenraum quetscht oder entdeckt wie von selbst den Hebel, den es auf eine am Anfang des jeweiligen Spielabschnittes etablierte Art zu betätigen gilt - mal per Beschuss, mal durch die Interaktionstaste, mal durch Beschweren einer Bodenplatte.

Ähnliches gilt für die unsichtbaren Plattformen: Wann immer diese gründlichen Spielern einen Weg abseits des vom Spiel vorgegebenen Pfads durch die lange, aber lineare Geschichte bieten könnten, platziert Spicy Horse in deren Nähe eine der heilsamen Blütenknospen. Der Trick der Designer: Will der Spieler sich von einer der Wunderblumen aufpäppeln lassen, muss er sich verkleinern. Und in Alice' Mini-Form werden unsichtbare Wegweiser an Wänden oder eben Plattformen und Stege offenbart. Versteckte Wege findet ihr demnach also nicht nur beinahe automatisch, die Geister-Graffittis zeigen euch meistens sogar, was am anderen Ende des Umweges zu finden ist. Der Entwickler kann es einfach nicht lassen und telegrafiert dem Spieler an jeder Ecke, 'hier solltest du noch einmal genauer nachsehen'.

Das nimmt solche Ausmaße an, dass ihr euch in den zur Überlänge neigenden Leveln häufig zweimal überlegt, ob ihr den zusätzlichen Weg überhaupt einschlagen sollt. Seht ihr, es ist nämlich so, dass die zahlreichen Sammelgegenstände, die euch am Ende eines der abseitigen, "geheimen" Sackgassen erwarten, andere als attraktiv sind.

Kommentare (29) Latest comment vor 10 Monaten

Die Kommentare sind nun geschlossen. Vielen Dank für deine Beiträge!

  • Nekator #1 vor 11 Monaten

    Habe ich mir schon vor einiger Zeit gedacht, dass es an den ersten Teil nicht rankommen wird. Schade drum.
  • mikrowelle #2 vor 11 Monaten

    wirklich schade, dabei sah der trailer so vielversprechend aus!

    vielleicht mal als low-budget-kauf...
  • JohnDonson #3 vor 11 Monaten

    Ist der erste Teil denn nun dabei?Also auch auf Konsole?
  • p1ng001n #4 vor 11 Monaten

    @Mikrowelle: japp...sowohl als auch
  • BathiBoi #5 vor 11 Monaten

    schade drum. hatte mich darauf gefreut
  • schmalzimohr #6 vor 11 Monaten

    Wirklich sehr schade.Dann zock ich lieber Teil 1 nochmal durch.
  • Ultrasonic #7 vor 11 Monaten

    Hmm, gar nicht schön das zu hören. War einer meiner Most-Wanted Titel.
  • ohoh-mon #8 vor 11 Monaten

    Find das game durchaus gelungen!! 5/10 ist schon sehr hart, aber hauptsache ein absolut mülliges Homefront bekommt auf jeder Seite, und jeder Zeitschrift min. 80%

    Bin ca. bei der hälfte von Alice, hab mich kein einziges mal gelangweilt, oder gefrustet wie es überall steht.

  • AKMing #9 vor 11 Monaten

    Schade sah eigentlich ganz gut aus von den Trailern her...
  • Meredy #10 vor 11 Monaten

    Ich finde das Spiel nach wie vor interessant!

    Irgendwie steht der Test im Kontrast zu dem, was ich alles gesehen habe, da ich mir durch diesen Test noch mehrere Gameplay Videos ansehen musste, um mir ein besseres Bild darüber machen zu können. Nur mit dem Test war mir das nicht möglich.
    Es liest sich so, als würde man das Spiel extra schlecht machen und ich denke nicht, dass das Spiel es verdient hat :/
    Also ich werde dem Spiel definitiv eine Chance geben!
  • Riruka #11 vor 11 Monaten

    Das Game hole ich mir 100%ig! Würde ich mich immer auf Tests verlassen hätte ich schon viele Perlen verpasst.
    Da traue ich meiner Eingebung mehr und wurde bis jetzt noch nicht entäuscht.
  • Sevens #12 vor 11 Monaten

    'Dass auch technisch lange nicht alles stimmt, ist da nur das Tüpfelchen auf dem "i".'

    EA sollte endlich mehr Wert auf QA anstatt auf beschleunigte Veröffentlichungen legen.
  • Reaver_411 #13 vor 11 Monaten

    Zocke es gerade (Spielegrotte sei dank) und mir gefällt es sehr gut. Allein schon der Look macht eine ganze Menge aus. Und dass der geniale erste Teil noch dabei ist ist für mich das Sahnehäubchen auf dem Paket. =)
  • olgro #14 vor 11 Monaten

    das Spiel ist nun mal eine Geschmacksfrage, mir hat teil eins schon gut gefallen und teil zwei gefällt mir auch sehr gut. Die Bewertung ist nach meinem Erachtens nicht objektiv. Das Spiel hat in meinen Augen auf jeden Fall eine 7 verdient und ein Fan von Alice würde sicherlich noch ein bis zwei Punkte draufsetzen. Ich bin mit dem Spiel auf jeden Fall zufrieden . Es ist halt nicht der Standartallerelikram , den es oft genug gibt, es ist halt mal etwas anderes Spiel und wie Duke vielleicht ein bisschen Altmodisch.
  • Bohnsen #15 vor 11 Monaten

    @olgro:

    Ich würde dagegen weiterhin argumentieren, dass der Stil sicherlich eine Geschmacksfrage ist (ich mag ihn, steht ja auch im Text), während der Ablauf unzweifelhaft doch sehr der "Standartallerelikram" ist, den du hier partout nicht sehen möchtest. Aber da rede ich vermutlich gegen eine Wand. :)

    Ich find es halt arg durchschnittlich und im Ablauf zu uninspiriert. Für mich war das der Punkt, warum ich nicht höher gehen konnte: Ich habe mich nach einer Weile regelmäßig gelangweilt, und diese Langeweile setzte immer nur dann aus, wenn ich ein neues Grafikset präsentiert kam - bis ich mich auch daran gewöhnt hatte. Zu sagen, "Ein Fan von Alice schlägt mindestens noch ein bis zwei Punkte drauf", ist übrigens auch nicht gerade objektiv. ;)

    Überhaupt: Thema Objektivität. Die Leute haben, was Spieletests angeht, unterschiedliche Definitionen von Objektivität. Für mich und die meisten meiner Kollegen hier bedeutet sie, dass man informiert und unvoreingenommen in ein Spiel gehen muss und seine Wertung mit Argumenten stützen können sollte. Nicht mehr. Aber auch nicht weniger. Objektivität heißt (vor allem hier) nicht, möglichst wenig eigene Meinung in der Kritik unterzubringen - denn eine Kritik IST nunmal eine Meinung (die man im Übrigen nicht teilen muss, sieht man ja etwa auch beim Film und bei Büchern).

    Bitte diese Antwort nicht übel nehmen, ich diskutiere wirklich gerne kontrovers über Spiele. Aber wenn auf drei Seiten Text mit Gründen und Erläuterungen als Gegenbegründung nur kommt, "der Text spiegelt das Spiel nicht wieder, weil ich es mag", dann fühle ich mich ein bisschen verpflichtet, nochmal nachzuhaken. :)

    Alex
  • olgro #16 vor 11 Monaten

    @Ales Bohnsen

    du fährst sicher nicht mit deiner Meinung bei mir gegen die Wand. Natürlich ist das Spiel schon irgendwie Standard, ich persönlich fand das Setting des Spiels nicht Standard. Aber wenn wir ehrlich sind, ist es nun mal so, das die meisten Spiele heute irgendwie "Standard" sind . Wenn man schon jetzt wieder an Call of Duty denkt das im Herbst erscheinen wird, weiß man doch schon, was kommt und wieviele Punkte bekommt es. Lasst mich raten 9 oder schlimmstens 8 Punkte. Natürlich ist es schwierig objektiv zu sein. Du gehst bestimmt mit einer anderen Objektivität in ein Spiel Names Call of Duty, Drake , Battlefield usw.(wer anderes behauptet lügt) Uninspiriert sind diese Spiele auch. Jedesmal das gleiche nur in einer etwas anderen Verpackung(Setting). Ich finde Alice eben nicht 5 Punkte schlecht oder gut, ich finde es besser aufgrund eines nicht alltäglichen Settings, und wenn man wie ein Leser hier auch schreibt, auf alle Tests hören würde, hätte
    man schon einige Perlen verpasst. Deine Antwort nehme ich dir bestimmt nicht übel, jeder hat halt seine eigene Meinung.
    gruß olgro

    schon einige Perlen verpasst.
  • Koltoroc #17 vor 11 Monaten

    ich hab es schon lange aufgegeben mir spiele nach wertungen in magazinen ,internetseiten und so zu holen , wenn ich mich für ein spiel interessiere leih ich es mir für einen tag und probiere es aus, is es nicht ganz so mein fall bleibt es nen tag länger daheim und wird durchgespielt,oder auch 2,3 tage......ich denke wertungen in magazinen können nur entscheidungshilfen sein.....aber soll jeder machen wie er denkt und kein spiel kaufen das anstatt 80 nur 79 prozent oder statt 8 nur 7 punkte .....
    im Fall von alice war das jetzt so:geliehen 2 stunden gespielt gleich zur videothek bringen dann city spiel kaufen ;-)
    Editiert von Koltoroc um 17/06/11 @ 14:19
  • YoriMFX #18 vor 11 Monaten

    der test ist müll... das spiel ist hammer... habs angezockt und wenig später für 360 und pc gekauft ....ja zwei mal.....
  • SIRDAN #19 vor 11 Monaten

    "Objektivität heißt (vor allem hier) nicht, möglichst wenig eigene Meinung in der Kritik unterzubringen - denn eine Kritik IST nunmal eine Meinung (die man im Übrigen nicht teilen muss, sieht man ja etwa auch beim Film und bei Büchern)." ( von Alex Bohnsen )
    "Objektivität; die, - (Sachlichkeit; Vorurteilslosigkeit)" ( aus Duden Die deutsche Rechtschreibung 23. Auflage )
    Tut mir leid, aber irgendwie glaub ich dem Duden mehr als dir Bohnsen ;)
    Klar kann man nie einen vollkommen obektiven Test verfassen, man sollte sich aber darum bemühen.
    Besonders wichtig hierbei finde ich eine Sache:
    1. Man versucht das Spiel zu mögen, denn das wird der Käufer auch tun ( Und wenn man den Usern glauben darf gibt es bei Alice Madness Returns viel zu mögen )

    Natürlich gibt es weitere Aspekte die berücksichtigt werden müssen, aber das ist der wichtigste. Versuch's doch mal, dann ist das Ergebnis auch gehaltvoller, denn dieser Test sagt weniger aus als der aus der Gamesaktuell, der übrigens nur eine halbe Seite lang ist.
  • Bohnsen #20 vor 11 Monaten

    @Sirdan

    "Objektivität heißt (vor allem hier) nicht, möglichst wenig eigene Meinung in der Kritik unterzubringen - denn eine Kritik IST nunmal eine Meinung (die man im Übrigen nicht teilen muss, sieht man ja etwa auch beim Film und bei Büchern)." ( von Alex Bohnsen )

    "Objektivität; die, - (Sachlichkeit; Vorurteilslosigkeit)" ( aus Duden Die deutsche Rechtschreibung 23. Auflage )
    Tut mir leid, aber irgendwie glaub ich dem Duden mehr als dir Bohnsen ;)


    Nur, dass du den entscheidenden Passus meiner Definition abgeschnitten hast. :) Ich habe Sachlichkeit und Vorurteilslosigkeit in "meiner" Definition ebenfalls drinnen. Siehe Post: "Für mich und die meisten meiner Kollegen hier bedeutet sie, dass man informiert und unvoreingenommen in ein Spiel gehen muss und seine Wertung mit Argumenten stützen können sollte." Spaß ist keine objektive Größe, keine sachliche Angelegenheit. Daher schließen sich Sachlichkeit und eine eigene Meinung über ein Unterhaltungsprodukt, nicht grundsätzlich gegenseitig aus. Sie sind durchaus vereinbar.

    1. Man versucht das Spiel zu mögen, denn das wird der Käufer auch tun (Und wenn man den Usern glauben darf gibt es bei Alice Madness Returns viel zu mögen )

    Oha, da geht dann die vorhin geforderte Objektivität/Unvoreingenommenheit wieder plötzlich aus dem Fenster, non?

    Trotzdem ein paar Worte zu diesem speziellen Argument: Natürlich gibt es Einiges zu mögen. Ein Spiel, das man nicht mögen kann, kriegt keine fünf Punkte, sondern zwei oder weniger. Zweitens: Ich versuche niemals ein Spiel schlecht zu finden. Trotzdem ist eine Seite für Spielekritiken der denkbar schlechteste Ort, von den Autoren zu verlangen, einen Titel schönzureden. Wenn man so an die Sache herangeht, kann fast jedes Spiel auf eine 7/10 hochkomplimentieren. Problemlos. So kommt es ja zu sogenannten "Fanboy-Wertungen". Ebenso kann man natürlich jedes Spiel schlechtreden, aber das könnte mir nicht ferner liegen. Ich bilde mir ein, dass meine Begeisterung für dieses Medium noch ziemlich intakt ist. Aber wenn mir ein Spiel eben nicht uneingeschränkt Spaß macht, ist es mein Job, in Worte zu fassen, woran das lag.

    Natürlich gibt es weitere Aspekte die berücksichtigt werden müssen, aber das ist der wichtigste. Versuch's doch mal, dann ist das Ergebnis auch gehaltvoller, denn dieser Test sagt weniger aus als der aus der Gamesaktuell, der übrigens nur eine halbe Seite lang ist.

    Wow. Ich werd jetzt nicht den Artikel in Stichpunkten zusammenfassen. Aber da steht beinahe eine Seite lang, allein warum mich die Welt des Titels nicht gefangen nehmen konnte und was ich am Aufbau des Spieles nicht gut fand. In diesem Umfang (ein Drittel des Tests) steht das dort, weil Welt- und Leveldesign (auf spielerischer, nicht gestalterischer Ebene) der Hauptgrund dafür war, warum ich mich beim Spielen regelmäßig langweilte. Dann steht da noch ausgiebig, warum die Plattform-Elemente für mich nicht klicken, usw.

    Ihr könnt mir gerne sagen, wenn ihr mit meiner Meinung nicht d'accord geht, denn wie gesagt jeder hat eine andere Meinung über Spiele. Aber sagt mir bitte, bitte nicht, ich hätte meinen Job nicht gemacht, nur weil sich meine Auffassung nicht mit der euren deckt. Die Diskussion, ob wir hier versuchen müssen, bei Metacritic in die Mitte zu schiessen oder zu raten, was die Mehrheit wohl über den Titel denken wird, haben wir doch vor mindestens drei Jahren zu den Akten gelegt.

    Muss man am Ende immer noch dem Leser das Denken abnehmen, indem man Sätze dranhängt, wie "Wenn euch der Grafikstil gefällt und ihr mit dem standardmäßigen Ablauf Leben könnt, haut X Punkte auf die Wertung drauf?" Das ist doch Käse. Ich bilde mir ein, dass nach zwanzig ++ Jahren Spielkultur die Leser erwachsen genug sind, auch aus einer negativen Kritik herauslesen zu können, ob sie mit den angeführten Kritikpunkten nun ien Problem haben oder nicht.

    Cheers,

    Alex
    Editiert von Bohnsen um 18/06/11 @ 08:15
  • Bohnsen #21 vor 11 Monaten

    Und an dieser Stelle erneut der Aufruf:

    Liebe Leute,

    Hört bitte auf, das Karma-System einzusetzen, um unliebsame Meinungen negativ zu bewerten. Das ist für Trolle gedacht und nicht für Leute, die in einer Diskussion nicht euren Standpunkt vertreten. Wenn das alle machen würden, dann gäb es bald keine Diskussion mehr.

    Alex
  • Meredy #22 vor 11 Monaten

    Warum schaltet man dieses "Karma"-System dann nicht einfach ab?
  • BathiBoi #23 vor 11 Monaten

  • SIRDAN #24 vor 11 Monaten

    Ich glaube die meisten unserer Diskussionsthemen sind durch unterschiedliche Wertungsauffassungen und mehrdeutiger Ausdrucksweise entstanden.
    Beginn ich bei der Wertungsauffassung: Wenn für Sie 5 Punkte ein atmosphärisches, aber belangloses Spiel kennzeichnet, dann ist das ok für mich. Da ich bisher aber keine Wertungsphilosophie ausfindig machen konnte, bin ich von dem Standardsystem ausgegangen, bei dem 5 Punkte ein schlechtes bis maximal schwach ausreichendes Spiel kennzeichnen ( Bei Spieletipps haben zum Beispiel The Lost Godess und Kehrmaschinen Simulator um die 5 Punkte erhalten ). Das Weglassen einer Punktewertung würde sicherlich die ein oder andere Diskussion vermeiden.

    Zur Ausdrucksweise: Es mag sein, dass ich auch im Test die ein oder andere Passage, ebenso wie ihren Kommentar bezüglich Objektivität, fehlgedeutet habe, aber ich habe lediglich einen positiven Aspekt in dem ganzen Test finden können.
    Daher sagte ich: "1. Man versucht das Spiel zu mögen, denn das wird der Käufer auch tun (Und wenn man den Usern glauben darf gibt es bei Alice Madness Returns viel zu mögen )"
    Damit ist aber nicht gemeint, dass Sie alle Spiele in den Himmel loben sollen, wie Sie es gedeutet haben, aber dass man nach Möglichkeit alle positiven Aspekte ausführlich darlegt und kleinere, kaum störende Schwächen zwar nennt, aber nicht in die Wertung ( bzw. zu stark ins Fazit ) einfliessen lässt und im besten Falle auch alle potentiellen Fans des Spiels adressiert.

    "Ich bilde mir ein, dass nach zwanzig ++ Jahren Spielkultur die Leser erwachsen genug sind, auch aus einer negativen Kritik herauslesen zu können, ob sie mit den angeführten Kritikpunkten nun ien Problem haben oder nicht."
    Nun bei einem Spiel ab 16 macht das noch einigermaßen Sinn, aber bei Spielen ab 12 und jünger könnte das Problematisch sein, denn einige jüngere Spieler/Leser haben vielleicht noch nicht die Fähigkeit bestimmte Informationen gezielt herauszufiltern und verlassen sich daher auf das Fazit bzw. die Wertung am Ende des Tests. Von daher ist es vielleicht keine schlechte Idee die Zielgruppe auch im Fazit zu erwähnen.

    Zu guter letzt kann ich ihne noch ein positiv-Beispiel aus der EG-Redaktion nennen: Der White Knight Chronicles 2 Test von Thomas Nickel.
    Dieser spiegelt zwar nicht meine Meinung wieder ( siehe Kommentar ) , ist aber gut Begründet und beleuchtet beide Seiten des Produkts.

    Ach ja übrigens ich dachte die Karmafunktion wäre dazu da gewesen die Meinung der Mehrheit zu repräsentieren, dass sie nur für Trolle gedacht ist wusste ich nicht. Ich denke anderen geht es genauso. Deshalb teile ich Merodi's Ansicht, denn dann ist es besser, dass die Kommentare der Trolle von den Moderatoren gelöscht werden.
  • Bohnsen #25 vor 11 Monaten

    Unsere Wertungsphilosophie - Fünf heißt bei uns nicht schlecht, sondern unter anderem, dass vieles sehr viel besser gegangen wäre, oder dass einige Elemente austauschbar und beliebig sind. Es ist kein inhärent kaputtes Spiel vor dem man schreiend weglaufen müsste.

    Insofern relativiert das sicher schon einige deiner Bedenken (das "Sie" können wir uns hier doch sparen, wir wären damit auf dieser Seite doch sehr in der Minderheit).

    Was die Gewichtung angeht: Auf Eurogamer kauen die Autoren für gewöhnlich nicht jedes Detail, angefangen bei der Tastenbelegung, durch, sondern versuchen meistens, mithilfe der nach Ansicht des Testers relevanten Punkte ein Gesamtbild vom Spiel zu zeichnen.

    Wir wollen ja keinen Wikipedia-Eintrag schreiben, sondern das Spiel charakterisieren. Wenn also die Steuerung des Spieles dem Tester nicht negativ auffällt, so kann man davon ausgehen, dass sie zumindest zufriedenstellend gelöst ist. Sticht ein Aspekt besonders hervor, wird er auch positiv erwähnt. Hier etwa Grafik-Design, grundlegender Kampfablauf und allgemeiner Einfallsreichtum, wenngleich der meiner Meinung nach "auf zu viel Spiel" verteilt wurde.

    Wenn ich eine 5/10 vergebe, werden die unzufriedenstellenden Aspekte aber in aller Regel überwiegen. Es gibt zuviele Spiele, die einige Schlüsseldinge besser gestalten.

    Das liegt nun mal in der Natur der Sache.

    Beste Grüße,

    Alex

    P.S.: Was das Karma-System angeht: Diese Änderung obliegt unserer britischen Zentrale. Da die Seite aber demnächst ohnehin in neuem Glanz erscheint (von dem dieses Punktesystem zumindest in dieser Form nicht bestandteil sein wird), möchte ich die Eingeweihten bis dahin noch bitten, sie so zu nutzen, wie sie gedacht war. :)
    Editiert von Bohnsen um 18/06/11 @ 15:07
  • SIRDAN #26 vor 11 Monaten

    So etwas wollte ich hören. Danke! :)
    Folglich hat sich unsere Diskussion in Wohlgefallen aufgelöst.
    Außerdem wirkt Alice jetzt richtig beliebt ;)
  • olgro #27 vor 11 Monaten

    @Bohnsen

    ich bin trotzdem deine 5 Punkte Philosophie nicht ganz einverstanden. Sicherlich hat das SPiel einige negative Elemente , aber sie überwiegen nicht, wie du behauptest. Das SPiel mit einem Terminator - Spiel auf eine Stufe (5 Punkte) zu stellen, ist schon sehr verwunderlich.Ich bin Alice jetzt schon einige Stunden am Spielen und finde es wirklich gut.Die Bewertung finde ich schon unglücklich. Weil sie selbst, wenn man andere Spieletests zu rate zieht nicht so schlecht sind.
  • Bohnsen #28 vor 11 Monaten

    @olgro

    Das Ding ist - und versteh das bitte nicht falsch - du musst mit meiner Note auch nicht einverstanden sein, sondern ich. :) Und das aus dem einfachen Grund, weil ich hier versuche, meine ehrliche Meinung (die eine Kritik immer ist) in Worte und am Ende in eine Zahl zu fassen.

    Ich kann schlecht versuchen, die Note zu geben, die andere dem Titel geben würden. Und das ist auch nicht der Sinn dieser Seite. Wir versuchen, offen und ehrlich über Spiele zu sprechen. Mit den angeführten Kritikpunkten kann man einverstanden sein oder aber an sagt, 'ich finde dieses oder jenes gar nicht so schlimm'. Jeder gewichtet anders, dass ich aber die Probleme damit hatte, kann ich nicht einfach ausblenden, damit meine Note anderen gefällt.

    Ich kann von niemandem verlangen, dass er meine Auffassung von fesselndem Weltendesign teilt. Mir aber reicht es heutzutage nicht mehr, wenn die Spielwelt hübsch und fantasievoll aussieht. Ich möchte auch interessante Dinge zu entdecken haben (und zwar ohne, dass jedes Secret aus hundert Metern Entfernung schon winkt und ruft 'hierhin, hierhin, hier gibt es was zu finden'). Aber ich bin mir sicher, einigen geht es ähnlich und mit meiner ehrlichen Meinung ist der Seite und den Lesern mehr gedient als mit einem Schuss in die blaue Metacritic-Mitte hinein.

    Bezeichnend ist in solchen Diskussionen übrigens immer wieder, dass über die Note gesprochen wird, nicht aber auf angeführte Kritikpunkte eingegangen. Das kann als Redakteur schon mal ziemlich frustrierend sein. Auch besteht glaub ich ein Missverständnis darüber, warum wir die Note unter den Text schreiben. So eine Wertung ist ja nicht absolut und auch keine exakte Wissenschaft, die präzise Vergleiche von Spielen untereinander ermöglicht. 5 Punkte bedeuten nicht, dass Alice genau so viel Spaß macht wie der Cover-Shooter Terminator Salvation (die Zahl und Note waren zudem MEINUNG eines anderen Testers). Das soll die 5 nicht sagen. Sondern das, was in unserer Wertungsphilosophie steht.

    Abschließend (zumindest von meiner Seite, alle anderen diskutieren gerne weiter über dieses Spiel) bleibt mir nur zu sagen, dass es schon ziemlich schade wäre, wenn wir hier eine Community hätten, die sich über alles einig ist, wenn doch einzig Einigkeit darüber herrschen sollte, dass eine Meinung - sofern sie durch Argumente gestützt und untermauert wird - nie verkehrt sein kann. Schlimmer ist es, wenn man sich unter dem Vorwand der Objektivität nicht traut, sie zu äußern.

    In diesem Sinne: Ein verspieltes Restwochenende zusammen!

    Alex
    Editiert von Bohnsen um 19/06/11 @ 10:12
  • DJLiMiT #29 vor 10 Monaten

    Jippi Jippi Yeah Yeah

    Endlich habsch Alice Madness Returns durch :)

    Fazit: auf jeden Fall mal eine sehr interessante und teilweise verstöhrte Erfahrung, aber manchmal an einigen Ecken wirklich Schlachlevelartig und trocken... aber es gab die ein oder anderen stellen wo ich echt schmunzeln musste :) zum Beispiel die im Bild gefangene Mario-artige-Erfahrung oder auch die als Super Riesen Alice im Godzilla Style ;)

    Grafiktechnisch dachte ich erst OHHH aber irgendwie im Gesamtpaket wiederum AHHHHH :) fetzt schon wie es ist :)

    mfg DJLiMiT

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