USA: Supreme Court entscheidet gegen Verkaufsverbot gewalthaltiger Spiele

Meinungsfreiheit vor Jugendschutz

Der oberste Gerichtshof der USA hat die vom Staat Kalifornien angestrebte Gesetztesinitiative zum Verkaufs- und Verleihverbot von gewalthaltigen Spielen an Minderjährige zurückgewiesen.

Mit 7:2 Stimmen fiel die Entscheidung dabei recht deutlich aus und zugleich unterstützt man somit die Entscheidung des Circuit Court of Appeals in Sacramento, der das Vorhaben bereits im Hinblick auf eine Verletzung des ersten Verfassungszusatzes zurückgewiesen hatte.

Kurz gesagt: Für den obersten Gerichtshof kommt die Meinungsfreiheit in diesem Fall vor dem Jugendschutz. Durch das Gesetz wäre der Verkauf und Verleih von gewalthaltigen Spielen an Minderjährige mit einer Geldstrafe von bis zu 1.000 Dollar pro Fall bestraft worden.

Laut Richter Antonin Scalia gebe es in den USA keinerlei Tradition, Minderjährigen den Zugriff auf etwaige gewalthaltige Inhalte zu verbieten. Zudem würden auch Kindergeschichten wie Hänsel und Gretel oder Schneewittchen oftmals sehr erwachsene Themen behandeln und im Grunde auch recht brutale Szenen beinhalten.

Kommentare (49) Latest comment vor 11 Monaten

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  • fallingskyline #1 vor 11 Monaten

    Wäre hierzulande schlichtweg unmöglich. Das Bsp. mit den Märchen gefällt mir, heißt aber im Umkehrschluss, dass Märchen auch geprüft werden müssten. Hänsel und Grätel landen dann auf dem Index weil die beiden eine arme alte Frau in den Backofen schmeissen und sie bei lebendigem Leib verbrennen lassen....
  • S-Markt #2 vor 11 Monaten

    nicht zu vergessen die bibel mit massenmord, steinigungen, verbrennungen bei lebendigem leibe und was die noch so alles fiese drauf hat.
  • Bohnsen #3 vor 11 Monaten

    Ich glaube, es herrscht vielleicht ein Missverständnis darüber, was mit diesem Gesetz eigentlich erreicht werden sollte. Es ist in Amerika so, dass zwar hübsche R- oder M-Stempel auf Shootern prangen, diese aber nur lose und unverbindliche Ratgeber sind. Ein Achtjähriger kann also problemlos das neue Duty aus dem Gamestop abholen. Mit dem neuen Gesetz sollten diese Kennzeichnungen mehr oder weniger verbindlich gemacht werden. Das ist im Grunde unser Jugendschutzmodell. Und ehrlich gesagt sehe ich nicht, wie der Meinungsfreiheit ein Nachteil daraus erwächst, wenn man die vorhandenen Einstufungen tatsächlich für Verkäufer verpflichtend macht. Vor gewissen Meinungen sollte man Kinder imo durchaus schützen.

    Und wir müssen uns hoffenltihc nicht erst darüber unterhalten, dass in der Darstellungsweise von Gewalt zwischen Call of Duty und Hänsel und Gretel ein gewaltiger Unterschied besteht.

    Alex

    Editiert von Bohnsen um 28/06/11 @ 08:31
  • KleinerMrDerb #4 vor 11 Monaten

    "Und ehrlich gesagt sehe ich nicht, wie der Meinungsfreiheit ein Nachteil daraus erwächst wenn man die vorhandenen Einstufungen tatsächlich für Verkäufer verpflichtend macht"

    Naja.... siehe DE

    Auf dem Papier ist das alles schön und gut aber mit einer verbindlichen Einstufung reduziert man seinen Hauptkundenkreis erheblich.... das führt dazu, dass die Entwickler selbst unschöne Zensuren an ihren Spielen durchführen um eine geringere Einstufung zu erhalten.
    Und selbst DAS klappt nicht immer... selbst ohne Blut und zerstückelung erhalten einige Spiele noch den Roten Sticker..... aber immerhin bewahrt sie das oft vor dem Index.

    ERGEBNISS
    Der Jugendliche darf es eh nicht kaufen... der Erwachsene will es dann nicht kaufen....der Entwickler verdient nichts....
    Jede Seite hat also Verloren

    Im schlimmsten Fall erscheint das Spiel also garnicht erst in unserem Land.

    "dass in der Darstellungsweise von Gewalt zwischen Call of Duty und Hänsel und Gretel ein gewaltiger Unterschied besteht."

    Das mag ja stimmen nur ist die Einstufung bei uns zum teil einer Willkür unterlegen die einen nur den Kopf schütteln lässt.

    Das Blutleere Modern Warfare ist ab 18.... das blutige Assassins Creed in dem es einzug und allein um das Ermorden geht ist ab 16... und grad die Konterkills sind nicht ohne... mit beiden HiddenBlades in die Augen stechen... den Hals aufschneiden oder einen auf dem Boden liegenden Gegner mit nem Streitkolben den Schädel einschlagen etc.pp
    Mass Effect ist ebenfalls ab 16 und ein vom Setting her ähnliches Halo bei dem man mit lustigen bunten Knarren auf merkwürdig kreischende Aliens ballert ist ab 18..

    Meinen Kindern würd ich jedenfall eher ein CoD in die Hand drücken als ein Assassins Creed... am besten aber ein Halo wenn es schon ein Shooter sein muss denn dieser ist schön Bunt und hat so lustige Aliens welche direkt aus einem Pixar Film stammen könnten.... was dort der Rote Sticker zu suchen hat versteht wohl niemand.

    Noch schlimmer is es nur noch bei Filmen...
    Bestes Beispiel ist die Miniserie Band of Brothers... 9 von 10 Folgen sind ab 16... eine ist ab 18
    Ergibt überhaupt keinen Sinn denn Thematik und Gewaltgrad sind in allen Folgen Identisch

    Noch besser sind nur noch die Neuprüfungen von älteren Sachen...
    Predator und Das Ding aus einer anderen Welt lagen 25 Jahre lang auf dem Index und nu schmückt ein schöner ab 16 Aufkleber meine BluRays dieser Filme.

    Lächerlich... mehr nicht.

    Jugendschutz ist gut... aber sicherlich nicht auf diese heuchlerische weise wie wir es in DE haben.

    Überall besoffene, Rauchende und vollgedröhnte Kinder aber hauptsache ich muss mir meine Spiele ausm Ausland besorgen...
    Editiert von KleinerMrDerb um 28/06/11 @ 09:44
  • Bohnsen #5 vor 11 Monaten

    "Auf dem Papier ist das alles schön und gut aber mit einer verbindlichen Einstufung reduziert man seinen Hauptkundenkreis erheblich.... "

    Was auch schon das Problem des Gerichtshofes mit dem Entwurf zusammenfasst. Hier wird mal wieder eine Entscheidung für die Industrie als eine "für Meinungsfreiheit" maskiert.

    Ich bleibe dabei, dass ich es in Ordnung finde, wenn an der Kasse des Saturns nach dem Personalausweis gefragt wird. Natürlich gibt es Extremfälle - Dinge wie die Ab-16-Einstufung eines AC muss man tatsächlich nicht verstehen.

    Dennoch hab ich auch mit einem anderen Punkt deiner Argumentation so meine Probleme: Man muss auch sehen, dass eine Gesetzesänderung in Amerika, also dort, wo viele der Spiele entstehen, sicherlich nicht zur Folge haben wird, dass die Entwickler ihre Spiele wie gehabt entwickeln, um die gewaltinhalte dann nachträglich zu schneiden, wie es hier zwangsläufig der Fall ist.

    Stattdessen legen diese vielleicht von vorneherein in der Entwicklung einen reflektierteren Umgang mit Gewalt an den Tag.

    Wäre doch auch mal was.

    Alex
  • KleinerMrDerb #6 vor 11 Monaten

    Naja weniger Gewalt... in Modern Warfare fließt überhaupt kein Blut... ändert nichts am roten Sticker.

    Du weißt doch genauso gut wie ich, dass in deutschland EgoShooter quasi automatisch ab 18 sind.
    Ob mit Blut oder ohne... ob gegen Menschen oder Aliens... ob Realistisch oder völlig überzogen.

    In CS mussten sich die getroffenen Kopfschüttelnd auf den Boden setzen und das hat grad mal für ne ab 16 gereicht.

    In deutschland gelten Videospiele als hauptgrund für gewalttätige Amokläufe.... da wird sich garnichts dran ändern solange die Panikmacher und beinahe Renter nicht das Zeitliche gesegnet haben und die Generation welche mit Videospielen aufgewachsen ist das Sagen hat.
  • coxi #7 vor 11 Monaten

    ich habe selbst mal im Verkauf gearbeitet als Aushilfe, das war allerdings ein Fachgeschäft. Und ich bin ehrlich gesagt sehr froh, dass wir generell Altersgrenzen haben. Auch wenn ich diese bei vielen Spielen besonders im Vergleich zu Filmen wirklich nicht nachvollziehen kann, aber einem kleinen Kind ein Gears of War in die Hand zu drücken, das würde ich wirklich nicht wollen.

    Letztendlich kommt es aber sowieso auf eine einzige Sache an: Die Eltern. Denn auch wenn der Handel noch so hinterher ist, wenn ein Kind sich ein GTA besorgen will, dann schafft es das. Es schickt den großen Bruder, erzählt der Mutter es wäre ein Autorennspiel oder gibt einem Obdachlosen ein paar Euro wenn der es kauft - alles schon gehabt. Solange die Eltern sich nicht mit dem beschäftigen, was das Kind so treibt, bringen alle Einstufungen, Jugendschutz usw. überhaupt gar nichts.

    Nachdem ich dann der ahnungslosen Mutter erzählt habe, dass GTA für ihren 10jährigen doch kein Rennspiel ist, sondern man vielmehr darauf aus ist, eine Gangsterkarriere aufzubauen mit allem was dazu gehört (Mord, Drogen, Raub, Nutten), ist sie ohne Worte mit ihrem kleinen Rennfahrer abgezogen. Ich hoffe inständig, dass sie zu Hause noch darüber geredet haben.

    Ich bin echt gespannt, wenn ich selbst mal Kinder habe, wie ich damit umgehen werden. Vor allem das zusammen spielen und zusammen aufarbeiten ist wichtig - egal welches Medium. Und wenn wir alle mal ganz ehrlich sind: Als wir klein waren, haben wir auch Duke, Wolfenstein, Jedi Knight usw. gespielt - und es ist doch irgendwie was aus uns geworden. Allerdings haben die Spiele heute und die von vor 20 Jahren auch deutliche Unterschiede. Die Gewaltdarstellung ist heutzutage schon wesentlich deutlicher, auch durch die bessere Grafik bedingt.

    Ich hoffe wirklich dass ich später den Charakter meiner späteren Kinder gut einschätzen kann und merke, ab wann sie bereit sind, welche Spiele mit mir zusammen zu spielen. Aber das hat noch ein paar Jährchen Zeit ;-)
  • Bohnsen #8 vor 11 Monaten

    Du definierst Gewalt nur über den Blutgehalt. Wenn ich sehe, wie in Modern Warfare schlafende Leute abgestochen und/oder ein Gefangener zu Brei geprügelt wird, dann ist das für mich vom Gewaltgrad her sehr extrem. Das hat doch nicht alleine etwas mit fliegenden Körperteilen zu tun.

    Alex
  • KleinerMrDerb #9 vor 11 Monaten

    Egal wie man es definiert.... unterm Strich bleibt die Deutsche Einteilung pure Willkür... mal ist es das Blut... mal die Motivation... mal irgendwas anderes und oft sogar garnichts davon wie bei Halo welches weder rotes Blut, Menschengegner noch brutale und verstörende Misshandlungen von irgendwas hat.

    Heute wird etwas mit 16 Bewertet und morgen von einem anderen Prüfer ab 18 und übermorgen hat ein Dritter gute Laune und haut ne 12 drauf wie bei 007 Casino Royale wo in den ersten 5 min irgend ein Typ brutalst zusammen geschlagen wird und letzendlich tot mit dem Gesicht in einem Pisspecken endet. (passt gut zu deinem MW Beispiel)

    Das ist genauso bekloppt wie die Freigabe von Bier ab 16 und Schnaps ab 18.
    Sich komplett aus dem Leben schiessen kann man sich auch mit Bier... also was soll der Quatsch.
    Editiert von KleinerMrDerb um 28/06/11 @ 11:26
  • Heavy_Rain #10 vor 11 Monaten

    Nur das dann die ganzen großen Läden wie Wal Mart und Co. diese 18er-Spiele, die dann auf einer Stufe mit Pornos gestanden hätten, einfach aus dem Regal geworfen hätten.

    Vor gewissen Meinungen sollte man Kinder imo durchaus schützen.

    Ach ja, die ganzen armen elternlosen Waisenkinder. Und vor was sollen sie "geschützt" werden, vor den Regenbögen und Einhörner in der Welt?

    Jedesmal wenn ein Politiker damit beginnt, von "den Kindern" zu reden, sollte man ein Auge auf seine Geldbörse und das andere auf die Freiheit richten.
  • Bohnsen #11 vor 11 Monaten

    @Heavy Rain

    Irre ich mich oder war ein Ausstellungs- und Werbeverbot (hier Index Liste A) überhaupt nicht Gegenstand der Gesetzesinitiative? Warum sollte Walmart die Dinger nicht auch wieder jeder Real-Markt einfach stehen lassen können?

    Alex
    Editiert von Bohnsen um 28/06/11 @ 12:47
  • SoSchautsAus #12 vor 11 Monaten

    @Bohnsen

    Es ist in Amerika so, dass zwar hübsche R- oder M-Stempel auf Shootern prangen, diese aber nur lose und unverbindliche Ratgeber sind. Ein Achtjähriger kann also problemlos das neue Duty aus dem Gamestop abholen.

    Nein, weil sich die meisten Händler, insbesondere die großen Ketten (und dazu gehört mWn auch Gamestop) freiwillig dazu verpflichtet haben, sich an die ESRB-Ratings zu halten. Produkte mit R-Rating werden bei Walmart nicht mal ins Sortiment aufgenommen. Nintendo weigert sich sogar, Spiele mit R-Rating überhaupt auf seinen Plattformen zu veröffentlichen bzw Drittherstellen eine Lizenz dafür zu geben. Deswegen musste auch Manhunt 2 noch vor dem Release von Rockstar zensiert werden, damit es noch das M-Rating bekommt.

    Ob es nun eine Verbindlichkeit braucht oder nicht sei dahingestellt. In der Praxis funktioniert der Jugendschutz in den USA jedenfalls auch nicht anders, besser oder schlechter als bei uns.

    Die Begründung mit der Meinungsfreiheit finde ich allerdings schon ein wenig abenteuerlich. Ich würde mich selbst als extrem liberal eingestellten Menschen bezeichnen, aber in den USA nimmt das teilweise ganz schön absurde Züge an. The land of the free, und so. Das ist auch der Grund, warum viele US-Amerikaner die Gesundheitsreform von Obama ablehnen. Durch die Sozialversicherung sehen sie ihre Freiheit und Unabhängigkeit gefährdert. Das Gleiche ist es mit dem Waffengesetz. Das Recht selbst eine Waffe zu tragen ist ihnen wichtiger als zu vermeiden, dass jeder dahergelaufen Psycho auch eine kriegt. Als aufgeklärter Europäer schüttelt man da nur den Kopf.

    SSA
  • Bohnsen #13 vor 11 Monaten

    Hm. Für Walmart kann ich nicht sprechen, als ich aber kürzlich drüben war, hat sich ein ca. Zehnjähriger in einem kleinen Laden über Brink beraten lassen. Der hätte das ohne weiteres mitnehmen können. Der Verkäufer hat ihn nur darauf hingewiesen, dass es online noch nicht so gut laufe, woraufhin der Junge sich dagegen entschied.

    Aber wenn die großen Ketten sich daran halten, umso besser.

    Alex
  • KleinerMrDerb #14 vor 11 Monaten

    Letzendlich lassen wir hier genau das raus was unsere Eltern damals gemacht haben und deren Eltern davor.

    Und ich Wette dass auch ein Alex sich als kleiner Döppken bei brutalen Filmen/Spielen köstlich amüsiert hat und trotzdem (noch) nicht Amok gelaufen ist.
  • Bohnsen #15 vor 11 Monaten

    Och, nicht schon wieder das "Ich hab mit soundsoviel Jahren diese oder jene Spiele bis zum Umfallen gespielt und tue trotzdem niemanden was". Es geht hier nicht um monokausele Ursachenforschung, sondern darum, ob Medien im Allgemeinen und Spiele im Speziellen in der Lage sind, bei Heranwachsenden eine Wirkung zu erzeugen - in diesem Fall ein verschobenes Bild von Konfliktbewältigung und der Beendigung von Leben zu zeichnen.

    Und wer dann mit der Ausrede kommt, "hey, es sind doch nur Spiele", der wirft unser Medium direkt in die Achtziger zurück. Man kann nicht hergehen und mehr Akzeptanz für Games as Kulturgut fordern und gleichzeitig ihre Wirkung herunterspielen.

    Genauso wenig wie ich einem Kind einschlägige Hard-Boiled-Literatur oder gar Dinge Kafkas vorlesen würde, sollten meiner Meinung nach Kinder uneingeschränkten Zugang zu Spielen bestimmter Gattungen haben.

    Cheers,

    Alex
  • KleinerMrDerb #16 vor 11 Monaten

    "sondern darum, ob Medien im Allgemeinen und Spiele im Speziellen in der Lage sind, bei Heranwachsenden eine Wirkung zu erzeugen "

    Und sind sie in der Lage???

    Das weiß keiner also lieber nen Dicken Schwarzen Balken drüber.. ist natürlich viel intelligenter denn was der Bauer nicht kennt das frisst er nicht.

    Früher wars der Heavy Metal schuld wenn ein Irrer mal durchgetickt ist... davor der Rockn Roll und die Mini Röcke und heute sinds halt Videospiele.

    Jeder Generation hat ihren Sündenbock und immer gibts die ewig gestrigen die in etwas neuem sofort den TOD sehen

    Meine erfahrung hat mir gezeigt, dass Videospiele bei mir und bei 100% der Menschen in meinem Umfeld keine nennenswerten Auswirkungen haben.
    Editiert von KleinerMrDerb um 28/06/11 @ 14:25
  • BathiBoi #17 vor 11 Monaten

    na ja das mit nier und schnaps stimmt so nicht ganz. du kannst von bioer einfach nicht so schnell besoffen werden. vorher pennst du aber weg weil do un kurzer zeit einfach nicht die gleiche alk menge zu dir nehmen kannst. bügel aber mal ne flasche 40er schnaps weg und da hast bevor du es merkst ne alk vergiftung.
  • KleinerMrDerb #18 vor 11 Monaten

    Bathi hast gesoffen :-D

    Das kann man ja kaum verstehen was du da zusammengeschrieben hast
  • Bohnsen #19 vor 11 Monaten

    Also, ich bilde mir ein, dass Bücher und Filme und auch Spiele (wenn auch meist in deutlich niedrigerem Umfang) bei mir eine emotionale / psychologische Wirkung erzielen. "Wirkung" dabei natürlich erstmal komplett wertfrei. Es wäre daher ein bisschen seltsam anzunehmen, dass sie das nicht auch bei Kindern hinbekommen. Ebenso ist es seltsam anzunehmen, dass Impulse, die von externen Einflüssen ausgehen, grundsätzlich einen positiven Effekt haben.

    Ich bin natürlich trotzdem gegen Verbote und Zensur, gleichzeitig plädiere ich aber auch für einen reflektierteren Umgang mit Gewalt: Der Tag, an dem der Shooter erscheint, in dem das lebendige Gefangennehmen seines Gegners deutlich stärker belohnt wird als der Abschuss, wird ein wichtiger für dieses Medium sein.

    Alex
  • Heavy_Rain #20 vor 11 Monaten

    @Bohnsen
    Und gerade dazu, dass Spiele schädlicher oder weniger schädlich sind gibt es eben keine gesicherten Erkenntnisse. Bis jetzt ist afaik nur eine ähnliche Wirkung die Rede wie bei anderen Medien und solange das so ist, gibt es keinen Grund mit der dicken Gesetzeskeule um sich zu schlagen.

    Ansonsten kann ich nur wiederholen: Eltern sind für ihre Kinder verantwortlich, nicht der Staat. Zumal man ja bei uns auch sieht wo diese Zensur hinführt, zur Bevormundung Erwachsener.

    Edit: Mit deinem zweiten Abschnitt stimme ich voll überein (übrigens, SWAT4). Spiele müssen noch wesentlich erwachsener werden. Erwachsener nicht in Litern Blut gemessen die im Spiel fließen.
    Editiert von Heavy_Rain um 28/06/11 @ 14:43
  • KleinerMrDerb #21 vor 11 Monaten

    Wenn mich meine Erinnerung nicht trübt war dies bei SWAT 3 so.

    Hat man zuviele (2-3 von durchaus 15-20) Gegnern in einem level getötet folgte das Game Over.
    Man musste diese durch Gas, Bedrohung mit der Waffe bzw. durch Worte etc. zum aufgeben zwingen und dann in Handschellen legen.

    Das war mal ein Taktikshooter nach meinem Geschmack
  • Bohnsen #22 vor 11 Monaten

    @Heavy Rain

    Mir geht es hier auch um die Begründung der Richterin, die arg nach Lobby-Entscheidung riecht. Zum Thema Eltern und Erziehung: Es gibt genügend Leute, die damit überfordert sind, ihre Kinder bezüglich ihres Medienkonsums zu schulen.

    Mir geht es nur darum, dass ich gut verstehen kann, dass der Verkauf an Minderjährige untersagt wird. Dass bei der Umsetzung eines solchen Entwurfes gerade in Deutschland noch viel Verbesserungsbedarf herrscht, ist mir schon klar. Schneller Edit: Auch finde ich, dass insofern ein deutlicher Unterschied besteht, ob nun der Staat die Schere ansetzt oder die Hersteller selbst.

    Alex
    Editiert von Bohnsen um 28/06/11 @ 16:22
  • KleinerMrDerb #23 vor 11 Monaten

    "Auch finde ich, dass insofern ein deutlicher Unterschied besteht, ob nun der Staat die Schere ansetzt oder die Hersteller selbst. "

    Haarspalterei... wenns der Hersteller nicht macht dann macht es der Staat... jedenfalls ist dies bei uns...

    Wer die Zensur durchführt ist doch irrelevant ... letzendlich hat sie aber der Staat zu verschulden

    Krass gesagt kann man nach dem Motto auch sagen, dass in China sicherlich alle Glücklich sind weil sie nicht das Maul aufmachen... nur wieso machen sie es nicht??? genau weil sonst der Staat die Schere ansetzt.. und zwar am Hals... also lieber vorher von selbst kürzer treten.
    Editiert von KleinerMrDerb um 28/06/11 @ 16:42
  • BathiBoi #24 vor 11 Monaten

    hihi ups. da war ich hektik. musst natürlich gerade bei dem thema passieren ;-)
  • Heavy_Rain #25 vor 11 Monaten

    Das "schneiden" selbst macht ja letztendlich immer der Hersteller (im Westen).

    Was dann auch gleich wieder dazukommt (bei uns) ist der vorauseilende Gehorsam. In der Beziehung besonderes Negativbeispiel ist Valve. Die ja ihre Spiele dann direkt vorneweg schneiden, damit sie gar nicht erst Probleme mit der USK/BPjM bekommen.
    Besonderes Highlight: Die Gegner in Episode 2 die sich in grauen Rauch auflösen bevor sie noch auf dem Boden aufschlagen.

    Es gibt genügend Leute, die damit überfordert sind, ihre Kinder bezüglich ihres Medienkonsums zu schulen.

    Sicherlich. Nur kannst du die Liste der Leute die in was-auch-immer-für-einer-Hinsicht unfähig sind endlos weiterführen. Wenn man das alles über Gesetze regulieren wollte, könntest du nicht mehr einkaufen gehen ohne gegen ein Gesetz zu verstoßen.
    Läuft alles immer nur auf eines raus, mangelnde Bildung. Darin sollte (in jeder Hinsicht) investiert werden.
    Editiert von Heavy_Rain um 28/06/11 @ 18:16
  • Boxman #26 vor 11 Monaten

    Kekse für alle!
  • Sevens #27 vor 11 Monaten

    Ich sehe diese Haltung ebenfalls kritisch. Dass Gewaltdarstellung einen Effekt auf Personen hat entspricht auch ohne wissenschaftliche Ergebnisse der Lebenserfahrung. Dass solche Effekte bei Kindern größer sind ist - meine ich - auch recht unbestritten. Es macht durchaus Sinn Barrieren aufzubauen, die verhindern bzw. erschweren, dass Kinder drastischeren Gewaltdarstellungen ausgesetzt werden. Welche exakten Altersstufen man hierbei setzt ist nicht zwangsläufig klar.

    Ich halte die 12er, 16er und 18er Schritte für gar nicht schlecht. Allerdings wäre ich bei der Indizierung und der Einstufung dessen was als menschen(würde)verachtend (und damit strafrechtsrelevant) gelten soll tendentiell zurückhaltend(er). Im Zuge dessen könnte noch eine weitere Stufe (ab 21) eingeführt werden.

    Was wiederum die USA anbelangt, pornographische oder auch nur sexuelle Inhalte als geradezu inakzeptabel zu behandeln steht zum Umgang mit Gewalt in bizzarem Gegensatz, was wohl auch in einer Mindermeinung anklingt.


    P.S.:

    KleinerMr: "Meine erfahrung hat mir gezeigt, dass Videospiele bei mir und bei 100% der Menschen in meinem Umfeld keine nennenswerten Auswirkungen haben."

    Naja, wenn ihr halt alle nur LEGO Batman spielt ist das ebensowenig verwunderlich wie relevant. - Was nun das (relativ gesteigerte) Gefährdungspotential von Spielen anbelangt, ist eine Vermutung in diese Richtung nicht von der Hand zu weisen. Eine solche Vermutung erlaubt für Schutzmaßnahmen mit einem gewissen Einschneidungsgrad, je wahrscheinlicher der Eintritt eines Schadens und je größer dieser Schaden, desto einschneidender dürfen Maßnahmen sein -- offensichtlich eine Frage der Verhältnismäßigkeit bei der dem Gesetzgeber regelmäßig eine gewisse Einschätzungsprärogative zugestanden wird. Siehe nur die Behandlung der Atomenergie(gewinnung).

    P.P.S.:

    "Noch besser sind nur noch die Neuprüfungen von älteren Sachen...
    Predator und Das Ding aus einer anderen Welt lagen 25 Jahre lang auf dem Index und nu schmückt ein schöner ab 16 Aufkleber meine BluRays dieser Filme.

    Lächerlich... mehr nicht."

    Leugnest du da gesellschaftlichen Wandel oder beschwerst dich über eine angemessene Berücksichtung solchen Wandels?

    Editiert von Sevens um 29/06/11 @ 00:39
  • KleinerMrDerb #28 vor 11 Monaten

    "Leugnest du da gesellschaftlichen Wandel oder beschwerst dich über eine angemessene Berücksichtung solchen Wandels?"

    Ich beschwerte mich über die abschiebung eines Machwerks für 25 JAHRE!!!!

    Vorallem ein Predator war schon zum Release nicht so heftig, dass er indiziert gehört und spät. nach 5 Jahren hat man über das bisschen Blut und Brutalität bei dem Film nur müde gelacht.... aber man hat ihn für 25 Jahre ad akta gelegt.

    Unser Jugendschutz is in diesem Punkt vollkommen fürn Arsch weil er eben nicht die Jugend schützt sondern nur den erwachsenen Schadet.
    Geschnittene und zerstückelte Filme/Spiele die trotzdem ab 18 sind gibt es in Deutschland massenweise... was das mit Jugendschutz zutun hat weiß wohl niemand.

    Wir sind ja schon soweit, dass Filme die ab 6 oder 12 sind für eine Nachmittagsübertragen von den großen Privaten Sendern komplett Zensiert werden damit sich bloß niemand irgendwie beschweren kann....
    Denn anstelle von Aufklärung gibts bei uns ja nur HETZKAMPAGNEN.... und dann steht wieder ne unwissende alte Bekannte meiner Eltern in meinem Zimmer und sieht mich GTA zocken und lässt ein Spruch ab wie.... ist das nicht dieses KillerSpiel aus den Nachrichten von dem man aggressive Mordgedanken bekomment...
    Editiert von KleinerMrDerb um 29/06/11 @ 06:35
  • Bohnsen #29 vor 11 Monaten

    @KleinerMrDerb

    Es leugnet ja keiner, dass man das alles (viel) besser umsetzen kann. Filme werden wirklich schlimm massakriert hierzulande, und die Praktik, unliebsame Medien per Indexlisten unter den Teppich zu kehren, hat auch nichts mit erwachsener oder gar sachdienlicher Auseinandersetzung mit dem Thema zu tun. Gar keine Frage.

    Dennoch finde ich es ein bisschen bedenklich, wenn einige - insbesondere Videospieler - immer gegen jegliche Form von Jugendschutz wettern und dabei implizieren, das Recht, sich gewalttätige Inhalte zur Unterhaltung anzusehen, stehe automatisch über dem Schutz beeinflussbarer Menschen, die Kinder nun mal sind. Denn das ist durchaus ein Thema, dass ich bei aller Liebe zum Splatter-Film (davon stehen bei mir genügend im Regal) und auch dem gelegentlichen Shooter ziemlich kritisch sehe.

    Nur mal ganz abseits von der Frage, ob man den Staat braucht, um bei dieser Regelung nachzuhelfen.

    cheers,

    Alex
  • Tom00 #30 vor 11 Monaten

    @Bohnsen

    Und wir müssen uns hoffenltihc nicht erst darüber unterhalten, dass in der Darstellungsweise von Gewalt zwischen Call of Duty und Hänsel und Gretel ein gewaltiger Unterschied besteht.
    -----------------

    Man muss aber auch berechnen das Computerspiele, künstlich erstellte Bilder sind, und alles was in diesen Bildern dargestellt wird nicht existieren tut. Der erste un Realismus ist schon, wenn man erschossen ist und man steht schon gleich wieder auf, und kann dan weiterkämpfen, was in der Realität nicht so wäre.
    Hänsel und Gretel könnte in echt geschehen da es Kannibalismus wirklich geben tut.
    Es ist nicht unwahrscheinlich dass eine Frau oder Mann dich Gefangen nehmen tut, um dich in den Ofen zu stecken, um dich denn zu verspeisen zu können.
  • KleinerMrDerb #31 vor 11 Monaten

    Klar sollte es Jugendschutz geben... aber er sollte auch funktionieren :-D

    Unser System ist wie diese Bild... [link url=http://www.my-sauerland.de/pics/artikel/schranke.jpg
    ]http://www.my-sauerland.de/pics/artikel/...[/link]

    Man achte auf die Reifenspuren.
    Editiert von KleinerMrDerb um 29/06/11 @ 08:10
  • SoSchautsAus #32 vor 11 Monaten

    @Sevens

    Im Zuge dessen könnte noch eine weitere Stufe (ab 21) eingeführt werden.

    Eine ab-21-Einstufung ist kompletter Schwachsinn.

    Der Sinn einer Indizierung ist es (zumindest in der Theorie) nicht, Volljährigen den Zugang zu einem Spiel zu erschweren, sondern Minderjährigen den Zugang zu erschweren. Idealerweise in dem sie nicht mal von der Existenz dieses Spiels wissen. Dafür ist das Werbeverbot gedacht. Durch eine weitere Stufe auf der USK-Treppe würde der einzige Sinn einer Indizierung zunichte gemacht.

    Fazit: Der Jugendschutz würde darunter leiden, weil die Spiele beworben werden dürften. Der Handel würde darunter leiden, weil der Käuferkreis noch mehr eingeschränkt wird. Und der Gamer würde darunter leiden, weil plötzlich sogar Volljährige gewisse Titel nicht mehr kaufen/spielen dürften. Eine lose-lose-lose-Situation.

    Abgesehen davon ist man mit Vollendung des 18. Lebensjahres volljährig. Punkt. Einem 18-Jährigen vorschreiben zu wollen welche Medien er konsumieren darf ist absurd. Der Gesetzgeber traut es einem 18-Jährigen zu, in der Wahlkabine über die Zukunft des Landes mitzubestimmen, hinter dem Steuer eines Autos die öffentliche Sicherheit nicht zu gefährden und im Getränkemarkt gekaufte harte, legale Drogen verantwortungsvoll zu konsumieren. Aber wenn es um Computerspiele geht soll er plötzlich selber nicht richtig einschätzen können was gut für ihn ist?

    @ Bohnsen

    Dennoch finde ich es ein bisschen bedenklich, wenn einige - insbesondere Videospieler - immer gegen jegliche Form von Jugendschutz wettern und dabei implizieren, das Recht, sich gewalttätige Inhalte zur Unterhaltung anzusehen, stehe automatisch über dem Schutz beeinflussbarer Menschen, die Kinder nun mal sind.

    Es geht um die Verhältnismäßigkeit, wie Heavy_Rain in seinem letzten Posting schon angedeutet hat. Wenn man jeden vor allem schützen will, dann muss man jedem alles verbieten. Irgendwo muss also ein Strich gezogen und ein Kompromiss eingegangen werden. Das beste Beispiel in so einer Diskussion ist immer wieder der Alkohol. Warum ist der freie Konsum von Alkohol erlaubt? Er dient nur dem eigenen persönlichen Vergnügen, zieht aber eine ungeheuerliche Spur negativer Koseqenzen nach sich. Wenn ich gegen Jugenschutz wettere, dann nicht gegen Jugenschutz an sich, sondern gegen dessen scheinheilige, inkonsequente und realitätsfremde Umsetzung in unserem Land.

    SSA
  • m_coaster #33 vor 11 Monaten

    Wer von euch hat eigentlich Kinder?

    Meinungsfreiheit vor Jugendschutz - da kriege ich das kotzen. Alleine die Bedeutung Meinungsfreiheit in dem Zusammenhang zu nennen, ist doch völliger Irrsinn. Meinungsfreihet, damit kann man ja nun fast alles rechtfertigen.

    Ansonsten - habe mir jeden Kommentar durchgelesen - ihr seid doch eigentlich alle einer Meinung :) Das Bild von KLeinerMrDerb ist gut :D
  • Sevens #34 vor 11 Monaten

    "Eine ab-21-Einstufung ist kompletter Schwachsinn.

    Der Sinn einer Indizierung ist es (zumindest in der Theorie) nicht, Volljährigen den Zugang zu einem Spiel zu erschweren, sondern Minderjährigen den Zugang zu erschweren. Idealerweise in dem sie nicht mal von der Existenz dieses Spiels wissen. Dafür ist das Werbeverbot gedacht. Durch eine weitere Stufe auf der USK-Treppe würde der einzige Sinn einer Indizierung zunichte gemacht."

    Wie würde dadurch der Sinn einer Indizierung zunichte gemacht?


    "Abgesehen davon ist man mit Vollendung des 18. Lebensjahres volljährig. Punkt. Einem 18-Jährigen vorschreiben zu wollen welche Medien er konsumieren darf ist absurd."

    Das Alter von 21 spielt in mehreren Bestimmungen - auch in Deutschland (z.b. Jugendstrafe) - durchaus eine Rolle. Ich habe nicht gesagt, dass die Altersgrenze von 18 in konkreten Zusammenhängen (Alkohol) sonst angemessen ist. Der letzte Aspekt deiner "Argumentation" ist dann der des status quo: "ab 18 ist man (...)". Amüsanterweise scheinst du in anderen Dingen mit dem status quo nicht zufrieden zu sein, wo dann gilt "es ist zwar, soll aber nicht sein".
  • Heavy_Rain #35 vor 11 Monaten

    Jugendschutz vor Meinungsfreiheit. Da kriege ich das kotzen.
    Außerdem habe ich jetzt schon zigmal wiederholt. Eltern sind für ihre Kinder und das was sie konsumieren verantwortlich.
  • m_coaster #36 vor 11 Monaten

    Hast du Kinder?

    Es braucht Gesetze, Kontrollen und vor allem da stimme ich Dir zu, die Eltern. Finde ich zumindest, wenn mein Kind mit 14 meint den dicksten Horrorslasher spielen zu müssen, soll er a) wissen, das er das heimlich tun muss, weil ich es ihm nicht erlauben würde, b) es gesetzlich verboten ist und c) vor allem durch Aufklärung weiß was er da tut, weil ich denke, das diese Faktoren dazu beitragen, das selbst ein 14jähriger das gebotene richtig einzuordnen vermag, auch moralisch. Wenn ich meinem Kind alles erlaube und der Staat sagt, ach soll doch jeder mit der virtuellen Axt Leute zerhacken, dann kann das nicht gut sein! Und so traurig das auch ist, aber viele Eltern kümmern sich eben nicht drum, dann ist es gut zu wissen das es da noch eine Instanz gibt die das versucht zu regeln - wenn auch zugegeben das in Deutschland nicht gerade gut funktioniert!
    Editiert von m_coaster um 29/06/11 @ 16:08
  • gigsen #37 vor 11 Monaten

    heheh.. derbs bild ist witzig :)
  • Heavy_Rain #38 vor 11 Monaten

    Der Staat ist nicht dazu Eltern aus ihrer Pflicht zu nehmen auch nicht in zweiter Instanz. Oder sagen wir er sollte es nicht sein, bei uns ist es ja sogar schlimmer als das.
    Genauso ist der Staat nicht für die Dummheiten von Kindern und Jugendlichen verantwortlich, denn Dummheiten machen diese Altersgruppen seit Anbeginn der Menschheit.
    Ich sehe auch nicht was es da überhaupt zu beschützen gibt. Es laufen nur Kinder/Jugendliche/Erwachsene Amok die einen Knacks haben und den haben sie nicht vom Computerspielen, Fernsehen oder Lesen. Und obengenannte Dummheiten gehören zum Erwachsenwerden dazu, die hat jeder gemacht. Da sind irgendwelche heimlich angeschauten Horrorfilme oder Spiele noch das harmloseste.
    Die Menschheitsgeschichte ist auch schon immer von Gewalt geprägt und die Welt ist voll davon - gerade im Moment. Wovor willst du die Kinder beschützen, vorm Leben?
  • Bongstar #39 vor 11 Monaten

    Ich bin auch der meinung, dass ein kind nicht jedes brutale spiel spielen muss und auch nicht jeden brutalen film gucken muss. es gibt medien, die vor kindern bis zu einem bestimmten alter verborgen bleiben sollten. wenn ich mit einem 8 jährigen einen splätter gucken sollte, reicht es nicht dem kind zu sagen, das sei alles unecht. sollte das kind in seinem kurzen leben etwas moralischen anstand erlernt haben, wird es nach dem film völlig verstört sein. und ja ich hatte echt schiss als ich mit 10 die borks geguckt habe. diese filme erzeugen durchaus angst im kind. edward mit den scherenhänden hatte mich mit 5 völlig verstört, obwohl es eher ein kinderfilm ist. zu sagen: ein computerspiel löst in einem kind nichts aus, solange man ihm erklärt hat, das es unecht sei ist völliger humbug.
  • Sevens #40 vor 11 Monaten

    "Der Staat ist nicht dazu Eltern aus ihrer Pflicht zu nehmen auch nicht in zweiter Instanz. Oder sagen wir er sollte es nicht sein, bei uns ist es ja sogar schlimmer als das.
    Genauso ist der Staat nicht für die Dummheiten von Kindern und Jugendlichen verantwortlich, denn Dummheiten machen diese Altersgruppen seit Anbeginn der Menschheit."

    Pflichten und Rechte der Eltern bleiben bestehen. Deren inhalticher Umfang so wie Schranken stehen natürlich zur Debatte und Bestimmung. Dass der Staat (ersatzweise) eingreift wenn bestehende Pflichten nicht erfüllt werden kann eigentlich nicht durchwegs entsetzen. Es liegt im Interesse der Allgemeinheit, dass bestimmte Werte vermittelt und beschützt werden. Der Staat hat sowohl die Pflicht zu leisten, als auch die eingreifend zu schützen.
  • SoSchautsAus #41 vor 11 Monaten

    @Sevens

    Wie würde dadurch der Sinn einer Indizierung zunichte gemacht?

    Wie ich bereits erklärt habe: Der einzige Unterschied zwischen einer Indizierung und einer 18er-Einstufung ist das Werbeverbot. Durch eine 21er-Einstufung würde das Werbeverbot wegfallen.

    Das Alter von 21 spielt in mehreren Bestimmungen - auch in Deutschland (z.b. Jugendstrafe) - durchaus eine Rolle.

    Man kann auch mit 25 noch nach dem Jugendstrafrecht verurteilt werden. Das liegt im Ermessen des Richters und hat nicht zwangsläufig etwas mit dem konkreten Alter zu tun. Auch bestimmte Führerscheine darf man erst mit 21 machen, z.B. Omnibusse. Das spielt aber in diesem Zusammenhang keine Rolle. Die Frage ist, ob man einem Volljährigen (Vollendung des 18. Lebensjahres) noch vorschreiben soll, welche Medien er konsumieren darf. Durch die Volljährigkeit räumt mir der Staat weitaus schwerwiegendere und verantwortungsvollere Freiheiten und Rechte ein als das Spielen bestimmter Spiele. Dass wir überhaupt darüber diskutieren zeigt doch wieder wie dieses Thema in unserem Land hochgeschaukelt wird. Wer mit 18 noch nicht die geistige Reife besitzt um mit der Uncut-Version des neuesten Medal of Duty klarzukommen, der wird sie höchstwahrscheinlich auch mit 21 nicht besitzen.

    Der letzte Aspekt deiner "Argumentation" ist dann der des status quo: "ab 18 ist man (...)". Amüsanterweise scheinst du in anderen Dingen mit dem status quo nicht zufrieden zu sein, wo dann gilt "es ist zwar, soll aber nicht sein".

    Versteh nicht ganz wie du das meinst. Beziehst du das auf meine aufgezählten Beispiele? Tatsache ist nun mal, dass die geistige Entwicklung jedes Menschen individuell verläuft. Es gibt genügend 18-Jährige, die auf dem geistigen Niveau eines 14-Jährigen sind, und umgekehrt. Man kann aber schlecht in der Wahlkabine, der Fahrschule, dem Schnapsladen oder der Media Markt-Kasse von jedem Einzelnen einen Persönlichkeitstest verlangen. Deswegen muss es einen gesetzlich festgelegten Richtwert geben. Bei uns ist das die Volljährigkeit mit Vollendung des 18. Lebensjahres.

    @ m_coaster

    Wer von euch hat eigentlich Kinder?
    ...
    Hast du Kinder?


    Warum fragst du das immer wieder? Ich hoffe du willst damit nicht andeuten, dass man, nur weil man selber Kinder hat, automatisch das Recht und die Kompetenz hat, bei diesem Thema besser urteilen zu können. So denkt vielleicht eine Ursula von der Leyen, die sich selber für die ultimative Koryphäe auf diesem Gebiet hält, nur weil sie schon siebenmal geworfen hat, und meint, sich deshalb nicht mehr groß mit der Materie auseinandersetzen zu müssen. Von Frau Von der Leyen lasse ich mir gerne erklären wie man Windeln wechselt oder Konfliktbewältigung im Kinderzimmer aussieht, aber bei einem allgemeinen Thema wie Jugendschutz reicht die bloße Existenz von Nachwuchs noch lange nicht aus um mitreden zu können. Ein kleiner Pluspunkt ist es vielleicht schon aber die Erfahrung mit dem eigenen Sprössling lässt sich schlecht auf die restlichen 10 Mio. Kinder in Deutschland hochrechnen, dafür büßt man Distanz und im schlimmsten Fall Objektivität ein.

    SSA
  • Sevens #42 vor 11 Monaten

    "Durch eine 21er-Einstufung würde das Werbeverbot wegfallen."

    Kaum. Es sei denn du formulierst das Ganze als Alternative, was ich nicht getan habe. - Was das Jugendstrafrecht angeht meine ich, dass es höchstens noch Heranwachesenden (jünger als 21 Jahre) Anwendung finden kann. Für weiterführende gegenteilige Hinweise bin ich offen. Wie dem auch sei, dass Fähigkeiten ("Reife") im Alter grundsätzlich zunehmen ist unbestritten. In diesen Zusammenhang gehören dann auch im weitesten Führerscheinregelungen, dies im Hinblick auf Verwantwortungsfähigkeit und Erfahrung.

    Was du stellenweise übersiehst, ist das wir darüber sprechen wie Dinge (geregelt) sein sollten. Wie sie (geregelt) sind (z.b. Volljährigkeit ab 18) spielt da nur inzident eine Rolle (sicherlich macht es Sinn Bezug zu nehmen), wenn überhaupt.

    "Die Frage ist, ob man einem Volljährigen (Vollendung des 18. Lebensjahres) noch vorschreiben soll, welche Medien er konsumieren darf."

    Nope. Das ist nicht "die" Frage. Deine Frage mag es sein, was auch völlig zulässig ist. Wenn du allerdings bei Stellungnahmen anderer unbesehener- und dann unzutreffenderweise deine/diese Fragestellung zugrundelegst macht das eher weniger Sinn. - Wenn du Zeit und Interesse hast, könntest du ausführen wie/ob du Altersgrenzen für den (freien) Konsum von Alkohol, Zigaretten, Medien, Waffenbesitz, Lenken von KFZ und LKW, Wahlrecht etc. setzen würdest - unabhängig von gegenwärtigen Regelungen. Auch interessant wäre ob du sämtliche Darstellungen zulassen würdest (Menschenwürde).
  • SoSchautsAus #43 vor 11 Monaten

    Kaum. Es sei denn du formulierst das Ganze als Alternative, was ich nicht getan habe.

    Du meinst also, dass bei einer Indizierung das Alter zusätzlich auf 21 angehoben werden sollte? Das wäre dann eine Verschärfung der gegenwärtigen Regelung. Ursprünglich hast du geschrieben: "Allerdings wäre ich bei der Indizierung und der Einstufung [..] tendentiell zurückhaltend(er)." Ziemlich widersprüchlich.

    Was das Jugendstrafrecht angeht meine ich, dass es höchstens noch Heranwachesenden (jünger als 21 Jahre) Anwendung finden kann. Für weiterführende gegenteilige Hinweise bin ich offen.

    Das Jugendstrafrecht kann dann noch für Erwachsene Anwendung finden, wenn die Anklage mehrer Straftaten umfasst, von denen einige bereits begangen wurden als der Angeklagte noch Jugendlicher war. Ich kenne Leute, die als Erwachsene noch nach Jugendstrafrecht verurteilt wurden. Aber das nur am Rande.

    Der Rest deines Postings ist mir ehrlich gesagt etwas zu kryptisch formuliert.

    Und was deine Frage nach den Freigaben und Altersbegrenzungen betrifft: Spontan fällt mir keine aktuelle Regelung ein mit der ich mich nicht arrangieren könnte - abgesehen von der bezüglich des Medienkonsums. Meiner bescheidenen Meinung nach sollte die BPjM abgeschafft werden. Komplett. Indizierung und Beschlagnahme sind Formen von Zensur, die in einem aufgeklärten Rechtsstaat nichts zu suchen haben. Besonders dann nicht,wenn sie auf einer so schwammigen Grundlage wie diesem § 131 des StGB basieren. Das würde zwar bedeuten, dass es keine Rechtsgrundlage mehr gäbe um verfassungsfreindliche und hetzerische Inhalte sowie anderes gefährliches Gedankengut in die Schranken zu weisen, aber die Effizienz von Indizierungen darf in diesem Zusammenhang sowieso bezweifelt werden, vor allem im Zeitalter des Internets. Das Geld was man in die USK und die BPjM pumpt, sollte man lieber in Aufklärung, Prävention und Information investieren. Solange der Jugenschutz ausreichend gewährleistet ist, selbst wenn es wie in den USA nicht mal eine verbindliche Gesetzesgrundlage dafür gibt, sind solche Organe wie die BPjM nur Instrumente für Zensurfreunde und Jugenschutzhysteriker. Näher will ich darauf jetzt auch nicht eingehen.

    SSA
  • Andreas2402 #44 vor 11 Monaten

    also ob's jetzt ab 16 oder 18 ist ist eh egal, aber manche Zensuren aus Deutschland finde ich schon kurios. Erst kürzlich Half Life auf englisch gezockt (also unzensiert) und ich muss mich schon sehr wundern, dass Menschen durch Roboter und Leichen mit flennenden Lebenden in der dt. Version ausgetauscht wurden.

    Wenn mir jemand weißmachen möchte, es wäre nicht nötig, in Fallout 3 so viel Blut zu haben, dann denk ich mir immer: dann spiel's doch von mir aus nicht. Zwingt dich keiner dazu. Wieso sollen andere darauf verzichten? Schlechte Laune? Doppelmoral?

    Abgesehen davon gibt es Länder mit Kindersoldaten und Länder wo Kinder als Müllsammler/Müllaussortierer (und das ist nicht nur harmloser Kompost) fungieren und das sind nicht gerade wenig. Dass das andere Verhältnisse sind ist klar, nur heißt das auch, dass man 12 Jährigen auf jeden Fall mehr zutrauen kann als es scheint.

    Dass das jetzt etwas am Thema vorbei geht ist mir egal, für mich rangiert das Motto "keine Gewalt" in etwa auf dem Niveau von "keine Sexualität/kein Sex/keine Aufklärung". Man muss ja nicht mit 5 mit Fallout/Manhunt und Konsorten anfangen, aber Scheinheiligkeit siegt eben.

    Anscheinend ist in den USA die Altersangabe eine Empfehlung und keine Verbindlichkeit. Immer noch besser als Altersausweis ins Geschäft mitnehmen zu müssen, lächerliche Verkehrsschilder, die als "Warnung" dienen sollen, groß und fett auf der Verpackung haben zu müssen. Abgesehen davon ist wie oben schon erwähnt die Altersfreigabe sowieso fürn Hugo, weil wenn Spiele wie Assassins Creed und Mass Effect ab 16 freigegeben werden - da kann ich nur darüber schmunzeln.
    Ein unzensiertes GTA/Dead Space ab 16 oder 18 lass ich mir einreden, aber die meisten Entscheidungen sind wirklich nur zum Schmunzeln gut.
    Editiert von Andreas2402 um 30/06/11 @ 13:27
  • Bongstar #45 vor 11 Monaten

    @SSA: die BPjM beschlagnahmt ja nicht nur irgendwelche spiele. Konkret
    Nach § 18 Absatz 1 JuSchG bedeutet jugendgefährdend, dass „die Entwicklung von Kindern oder Jugendlichen oder ihre Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit” in Gefahr ist. Beispielhaft werden Medien genannt, die „unsittlich sind, verrohend wirken, oder zu Gewalttätigkeit, Verbrechen oder Rassenhass anreizen”.

    Grade was Raasenhass anbelangt,handelt es sich hier nicht um jegendschutz, sondern um Gesellschaftsschutz. Ein Spiel, welches Rassismus glorifiziert erhält ja nicht nur ein werbeverbot, sondern ein vollständiges verbot. Ein spiel das zu Mord aufruft erhält keine Werbeverbot, sondern ein vollständiges verbot. und ich denke, dass das richtig so ist. Soetwas hat in unterhaltungsmedien nichts verloren. nicht in büchern, nicht in filmen, nicht in spielen. nicht zugängich für 8,18 oder 80 jähirge.

    wir können nicht gesetzte untergraben mit der begründung es sei ein spiel. spiele können meinungsmanipulierend sein und wenn ein spiel es sich zur aufgabe macht und als schlimm, schlecht und böse dazustellen dann hört das spiel ab einem bestimmten punkt auf. und wenn jetzt jemand hier mit meinungsfreiheit kommt: in deutschland zählt diskriminierung nicht als meinungsfreiheit. und das ist wirklich hart erkämpft.

    und aus diesem grund macht eine BPjM sinn. ob sie derzeit etwas zu hart durchgreift sei dahingestellt.

    @andreas: wir sind uns einig, dass die vergleiche mit kinderarbeit/soldaten hinkt? das hat nichts mit zutrauen zu tun, sondern mit: dafür werden kinder nicht umsonst massiv geschützt. das ist eine begründung wie: komm, lass uns scheiße bauen, andere bauen noch viel mehr. wo kämen wir denn da hin?
    Editiert von Bongstar um 30/06/11 @ 13:30
  • KleinerMrDerb #46 vor 11 Monaten

    "in deutschland zählt diskriminierung nicht als meinungsfreiheit"

    Mir ist aber kein einziges Spiel bekannt welches auch nur ansatzweise eine bestimmte Gruppe absichtlich Diskriminiert.

    Ja es gibt einige Spiele die gern alles und jeden Satirisch verarschen und irgendwer mit nem fetten Stock im arsch fühlt sich immer diskriminiert.

    Alica Schwarzer z.B. sieht nach wie vor in jedem Bikini eine Frauendiskriminierung.

    "das hat nichts mit zutrauen zu tun, sondern mit: dafür werden kinder nicht umsonst massiv geschützt."

    Glaub du hast da was falsch verstanden.
    Es geht ihm wohl eher darum, dass Kinder/Jugend nich so hilflos und dumm sind wie man sie immer glauben lassen will.

    Neulich war der frisch gebackene Mio. Küblböck bei einem Wirtschaftsmagazin.
    Dort hat ihm ein ach so intelligenter alter Sack doch tasächlich wirtschaftliche naivität vorgeworfen.
    Daniel konterte lässig, dass es von den "ALTEN" Naiv wäre der Jugend ständig Naivität zu unterstellen.
    Editiert von KleinerMrDerb um 30/06/11 @ 13:55
  • Bongstar #47 vor 11 Monaten

    Nein, mir fällt kein spiel ein, dass aktiv rassismus bestärkt. vll sind die rassisten einfach zu blöd zum programmieren. aber vll funktioniert hier ja auch nur die bpjm. bei musik jedenfalls funktioniert sie recht gut.

    wenn jedesmal ein massivbeispiel kommt, wie in deinem fall alice schwarzer brauchen wir uns über verbale tätigkeiten aber nicht merh unterhalten. dann ist halt alles erlaubt. bei mobbing stellen sich die opfer ja auch nur an (und das ist ein ganz gutes beispiel dafür das besonders kinder sehr hilflos sein können, was erwachsene in ähnlichen situationen dann meist auch sind und es ist zudem gänzlich falsch anzunehmen, dass eh nur die opfer sind, die in sich eingekehrt sind. opfer sind meist die sozialen kinder, die nicht verstehen warum man sich ständig gegenseitig fertig macht, die moralisch wirklich gut erzogenen. die sind dann das opfer, aber können wenigstens gewalltspiele spielen und es auch moralisch einordnen und für ein spiel halten).

    sind wir uns einig, dass es dinge gibt, welche ethisch verwerflich sind? wir sind uns größtenteils einig, dass computerspiele im allgemeinen nicht verwerflich sind, weil wir wissen, dass es irreal ist?
    wir sind uns aber uneinig, ob ein kind den unterschied zwischen real und irreal realisieren kann, auch wenn ihm zuvor gesagt wurde, dass es irreal ist?

    bei diesen bildertests, in denen bewiesen werden soll, dass gewaltätige spiele den spieler abstumpfen gibt es beispielsweise einen entscheidenen knackpunkt:

    aus ethischen gründen müssen die bilder gestellt sein. es darf keine echte leiche gezeigt werden. das wissen die testpersonen. trotzdem fühlt sich jemand, der mit diesen bildern noch nicht konfrontiert war unbehaglich beim anschauen, weil der verstand zwar weiß: gestellt, das gefühl es aber noch nicht konkret differenzeirt. dabei ist es sogar unerheblich ob der zuschauende 8 oder 58 ist. trotzdem kann die unbehaglichkeit bei einer echten leiche bei dem spielenden größer sein, da hier das: es ist ein spiel gefühl abgecshaltet wird.

    jetzt kann das kind natürlcih erlernen, dass es unecht ist und später kein problem mehr mit diesen bildern haben. die frage stellt sich aber: was ist mit dem kind los in der phase in der es noch nicht unterscheiden kann?

    wenn es so einfach wäre zu wissen was richtig ist als kind, warum ist es dann häufig so, dass kinder gewalltätig eltern häufig selbst gewaltätig werden, obwohl es doch ausreichen müsste ihnen zu sagen: hey gewalltätig sein ist falsch. das reicht aber nicht. lasse ich also ein kind gewalltspiele spielen und sage einfach: du weißt ja, gewallt ist scheiße in der realität, kann ich mir sicher sein, dass dieser appell auch im kind ankommt?
  • Sevens #48 vor 11 Monaten

    'Du meinst also, dass bei einer Indizierung das Alter zusätzlich auf 21 angehoben werden sollte? Das wäre dann eine Verschärfung der gegenwärtigen Regelung. Ursprünglich hast du geschrieben: "Allerdings wäre ich bei der Indizierung und der Einstufung [..] tendentiell zurückhaltend(er)." Ziemlich widersprüchlich.'

    Ich meine, dass bei dem Punkt der Gewaltverherrlichung Altersgrenzen eine Rolle spielen. Letztlich geht es hierbei um den Effekt auf Konsumenten und die Gesellschaft. Unter gewissen Einschränkungen gilt "je älter desto vernünftiger und weniger leicht beeinflussbar". Daher ist im Durchschnitt bei Personen ab 21 das Risiko einer negativen Beeinflussung durch gewaltverherrlichende Inhalte reduziert, was bedeutet, dass extremere Inhalte tolerabel sein können. Dabei ist natürlich das Gesamtwerk in Betracht zu ziehen: Gewaltverherrlichung plus Kunst- und Meinungsinhalte können hinnehmbar sein, die letzteren kompensierend wirken.
  • KleinerMrDerb #49 vor 11 Monaten

    "wenn es so einfach wäre zu wissen was richtig ist als kind, warum ist es dann häufig so, dass kinder gewalltätig eltern häufig selbst gewaltätig werden, obwohl es doch ausreichen müsste ihnen zu sagen: hey gewalltätig sein ist falsch"

    Genau so einfach ist es aber in den meisten Fällen.... nur werden gewaltätige Eltern wohl kaum gewalt verurteilen... wie denn auch wenn sie es dem Kind vorleben bzw. es selbst misshandeln???