Transformers 3

Altmetall statt High-End-Action

Eigentlich könnte alles so schön sein: Die High Moon Studios haben nicht nur Erfahrung mit der Transformers-Lizenz und gleich ein dazu passendes Grundgerüst, nein das Spiel zu Transformers 3 muss noch nicht einmal die Geschichte des Films erzählen, sondern kann sich ganz auf ein Prequel konzentrieren. Dazu passend noch der bewährte Multiplayer aus dem Vorgänger War for Cybertron und fertig ist die wohl beste Filmumsetzung der Spielegeschichte. Oder eben nicht.

Denn auch wenn das Spiel optisch einen guten Eindruck macht und bei der schon vorhandenen Grundmechanik kaum patzt, merkt man auch dieser Filmumsetzung den Druck an, pünktlich zum Kinostart fertig zu werden. Doch bevor wir uns in die Untiefen der Probleme stürzen, erst einmal ein paar positive Punkte. Zum einen wäre da die Umstellung von den Plastikmodellen hin zu den Film-Transformern.

Die Figuren haben einfach deutlich mehr Details und sehen für meinen Geschmack auch deutlich schnittiger aus. Klar, Fans der Originale werden bei so viel Klimper-Kram eher mit dem Kopf schütteln, für meinen Geschmack transportieren sie einfach besser die Wucht, die hinter diesen Riesenrobotern steckt.

Und auch die restliche Grafik hat einen gehörigen Schritt nach vorne gemacht. Die High Moon Studios haben seit War of Cybertron dazugelernt und bieten optisch deutlich mehr Abwechslung, knackigere Texturen und einige wirklich erstklassige Effekte. Ihr kämpft euch durch Großstädte, über lauschige Südseeinseln, bis hin zu einem brodelnden Vulkan, vor dessen Lava-Massen ihr fliehen müsst.

Transformers: Dark of the Moon - Trailer

Das sieht nicht nur prächtig aus, sondern bringt auch sieben Level voller spielerischer Abwechslung mit sich. Zumindest theoretisch verfolgt jeder Abschnitt dank der Steuerung eines neuen Transformers einen anderen Gameplay-Ansatz. Mal geht es um simples Ballern mit individuellen Waffen und Spezialfähigkeiten, mal müsst ihr im Fahrzeug-Modus euren Gegnern entkommen und mal mit einem Flug-Transformer feindliche Jäger ausschalten.

Noch dazu wurden die Endgegnerkämpfe mit mit ihren unterschiedlichen Phasen und wechselnden Partnern hervorragend inszeniert und liefern gerade auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad eine echte Herausforderung, eindeutig das Beste an Transformers 3. Insbesondere dann, wenn ihr euch eben nicht auf Leicht durchballert, kommt hier sogar richtiger Spaß auf.

Auf dem Papier ist Transformers 3 also eine kompetente Spielerfahrung, die dank Call-of-Duty-ähnlicher Multiplayer-Mechanik wochenlangen Spielspaß garantiert. Doch der Teufel steckt wie immer im Detail. Denn so unterschiedlich sich einzelne Gameplay-Elemente auch spielen, so schlecht wurden sie zum Teil umgesetzt. Ganz oben auf der Liste der schlimmsten Verfehlungen steht das Level-Design beziehungsweise das Fehlen desselben.

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