Neue Studie: 'Killerspiele' beeinflussen nicht die Einstellung zum Krieg

Und auch nicht zur Gewalt

Das Spielen der sogenannten "Killerspiele" beeinflusst einer neuen Studie der Stuttgarter Universität Hohenheim zufolge nicht die Einstellung zur Gewalt oder zum Krieg.

Ausschlaggebend für die Einstellung zum Militär seien demnach vielmehr Alter, Bildung und Autoritätshörigkeit.

Insgesamt hat Kommunikationswissenschaftler Thorsten Quandt zu diesem Zweck 5.000 Menschen befragt, darunter 4.500 Spieler und eine repräsentative Kontrollgruppe von 500 Nicht-Spielern. Den Teilnehmern legte man Aussagen zum Thema Militarismus und zum Umgang mit kriegerischen Bedrohungen und Terrorismus vor, die dann bewertet werden sollten.

Dabei konnte man wiederum keine Unterschiede erkennen: "Im Durchschnitt wurden bei beiden Gruppen die Aussagen gleich bewertet", so Quandt.

Bei verschiedenen Gesellschaftsgruppen gebe es allerdings schon Differenzen. Besonders ältere Menschen, solche mit einer niedrigeren Bildung, aggressivere und autoritätsorientierte Menschen hätten demnach deutlich mehr übrig für Militär und Soldaten.

Laut der Studie beruht fast die Hälfte von 166 analysierten Spielen auf realen Konflikten, die meisten davon auf dem Zweiten Weltkrieg oder dem Vietnamkrieg. Jüngere Konflikte wie im Irak oder Afghanisten würden zumeist durch fiktive Szenarien ersetzt.

Kommentare (9) Latest comment vor 9 Monaten

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  • KleinerMrDerb #1 vor 9 Monaten

    Und kein Politiker wird diese Studie ernst nehmen denn wer will schon seinen Kreuzzug freiwillig beenden und eingestehen, dass er falsch lag....

  • xXDonReneXx #2 vor 9 Monaten

    Captain Obvious schlägt wieder zu ;)
  • S-Markt #3 vor 9 Monaten

    och nö. soll das etwa bedeuten, daß die ganzen gezockten stunden egoshooter gar nichts bringen. ich wollte endlich mal ein bischen gewalttätiger werden. mein leben war bisher so gewalttätig wie ne folge unsere kleine farm. und jetzt das. mist. muß ich wohl doch versuchen mich wütend zu saufen. oder ich schau mir einfach meinen letzten gehaltszettel an.
  • Bongstar #4 vor 9 Monaten

    nicht nur den letzten gehaltszettel angucken. auch schön den reallohnvergleich der letzten 20 jahre. da gehste an die decke ;)
  • Braincrack #5 vor 9 Monaten

    " Besonders ältere Menschen, solche mit einer niedrigeren Bildung, aggressivere und autoritätsorientierte Menschen hätten demnach deutlich mehr übrig für Militär und Soldaten."

    Politiker?
  • aporo #6 vor 9 Monaten

    Mit "autoritätsorientiert" sind in diesem Zusammenhang Charaktere gemeint, die eher auf andere hören und sich unterordnen, oder wie?
    Das ist doch eher ein anderer Menschenschlag als der aggressive Typus, hätte ich so vermutet.
    Editiert von aporo um 15/08/11 @ 14:50
  • KleinerMrDerb #7 vor 9 Monaten

    "die eher auf andere hören und sich unterordnen, oder wie?"

    Joa klar..... bis es BOOM macht und sie durchticken und alle bestrafen wollen die sie immer unterdrückt, bevormundet und ausgelacht haben.

  • Samurai_Zoso #8 vor 9 Monaten

    @S-Markt: Schlimmer noch, aktuelle Studien legen den Verdacht nahe, daß Videospiele sogar den Aggressionspegel senken bzw. negative Emotionen in ungefährliche, weil virtuelle Form kanalisieren (z.B. in Form des Anbrüllens des Bildschirms oder Verwünschen des nervigen minderjährigen Scharfschützen vom anderen Ende der Welt, der einen in kürzester Zeit zum wiederholten Male via Kopfschuß ausgeknipst hat) und den Rezipienten im Endeffekt gelassener in der "realen" Welt agieren lassen.

    Wenn du deine Gewaltphantasien in naher Zukunft tatsächlich ausleben willst, mußtest du wohl das Computerspielen einstellen und dich nach einer anderweitigen Beschäftigung mit hohem Aggressionspotential umsehen. Tut mir ja schrecklich leid.
  • A-Moll #9 vor 9 Monaten

    oh man da hast du ja mal richtig in die scheiße gegriffen S-Markt XD tja kleine kinder vor der schule verprügeln is wohl nich mehr wenn du so weiter machst ;)

    egal wer will schon vor die tür gehen wenn er saufen und zocken kann, oder?

    naja auf alle fälle wieder mal schön nen bericht zu lesen der besagt das wir alle hir doch nich so abartig sind wie alle tun.Danke HerrQuandt!!!!!