Hackerangriff auf Gameware.at

Vollständige Datenbank kopiert

Der eine oder andere deutsche Spieler wird sicherlich schon mal etwas bei Gameware.at bestellt haben. Wie der österreichische Händler heute verkündete, gab es einen Hackerangriff auf das Unternehmen.

Demnach stellte man auf dem eigenen Webserver "einen nicht authorisierten Zugriff fest".

"Unsere Sicherheits-Experten haben ihre Nachforschungen abgeschlossen und die Lücke geschlossen. Der Hacker konnte eine vollständige Datenbank, mit den von Ihnen in Ihrem Kundenkonto hinterlegten Daten, kopieren. Alle ermittlungsrelevanten Daten wurde bereits dem Bundeskriminalamt übergeben", heißt es in einer Mail an Kunden.

"Wir empfehlen Ihnen, sollten Sie dasselbe Kennwort auf anderen Webseiten einsetzen, auch diese zu ändern. Hacker versuchen, einmal erspähte Daten auch auf anderen Webseiten zu verwenden. Wir empfehlen Ihnen ebenso, Ihr Konto in den nächsten Tagen regelmäßig zu überprüfen, um zu gewährleisten, dass der Hacker sich keinen Zugriff verschuf."

"Wir möchten uns für dieses Geschehen entschuldigen. Wir versichern Ihnen, alle nötigen Schritte für Ihre aktuelle und zukünftige Datensicherheit unternommen zu haben. Wir garantieren Ihnen, keine Kosten und Mühen zu scheuen, um die Sicherheit Ihrer Daten zu gewährleisten."

Allen Kunden rät man außerdem, ihr Passwort so schnell wie möglich zu ändern, was man über diesen Link tun kann.

Mittlerweile hat man auch eine Pressemitteilung zu dem Thema veröffentlicht, die ihr nachfolgend lest:

Innsbruck, 25. August 2011. Ein Hacker-Angriff überschattet das Tiroler Unternehmen Gameware. In der Nacht von 23. auf 24. August wurde ein Webserver des Fachhändlers von einem Hacker über mehrere Stunden attackiert. Dabei wurden die Daten von etwa 100.000 Kunden gestohlen.

Der in Innsbruck ansässige mittelständische Händler für Computer- und Videospiele vertreibt seine Waren im gesamten deutschsprachigen Raum über das Internet. Einer der Server, auf dem die Webpräsenz liegt, wurde intensiv von einem Hacker angegriffen. Der bisher unbekannte Täter griff über einen Anschluss eines Internetanbieters im südosteuropäischen Raum auf den Server zu. Trotz nachgewiesener Verschleierungsmethoden des Angreifers konnten viele Beweise gesichert und den Behörden übergeben werden.

Ein von Gameware beauftragtes Team von Sicherheits-Experten hat die entstandene Lücke im System bereits geschlossen und die Infrastruktur zusätzlich abgesichert. Es wurden zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen seitens des Unternehmens ergriffen, um die Kunden möglichst schadlos zu halten.

Auf diesem Wege möchte sich Gameware bei seinen Kunden nochmals für die entstandenen Umstände entschuldigen.

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