Battlefield 3: DICE lässt die Spieler nicht auf Zivilisten schießen

Weil sie es tun würden

In Battlefield 3 lässt euch Entwickler DICE nicht auf Zivilisten schießen, weil man glaubt, die Spieler würden zu "schlimmen Dingen" tendieren.

"Wenn man den Spieler vor die Wahl stellt, ob er gute oder schlechte Sachen tun kann, wird er schlimme Dinge tun, auf die dunkle Seite gehen - weil die Leute glauben, dass es cool ist, bösartig zu sein und nicht erwischt zu werden", erklärt Executive Producer Patrick Bach im Gespräch mit Rock, Paper, Shotgun.

"Ich persönliche versuche, mich in Spielen wie Battlefield von Zivilisten fernzuhalten, weil ich glaube, die Leute werden schlimme Dinge anstelle. Ich möchte keine Videos im Internet sehen, in denen sie Zivilisten erschießen. Und das vermeide ich, indem ich das Feature aus dem Spiel entferne."

Bach stellte die rhetorische Frage, was in einem "realistischeren" Kriegsspiel passieren würde, wenn der Spieler eine Waffe hat und von einem Kind konfrontiert wird. "Nun, der Spieler würde vermutlich das Kind erschießen", sagt er. Und in dem Fall würde man seiner Ansicht nach DICE "die Schuld daran geben".

"Wir müssen unsere Spielerlebnisse so aufbauen, dass wir den Spieler nicht in Situationen bringen, in denen er schlimme Dinge tun kan."

Bach glaubt, dass Spiele sich an einem Punkt befinden, an dem Filme in den 30er oder 40 Jahren waren und man entdeckt, dass sie politisch sein können. Er glaubt, dass Battlefield 3 ein Spiel ist, das einen Blick auf die Schrecken des Krieges bietet.

"Erwachsen ist nicht gleichbedeutend mit Gore", stellt er klar. "Mehr Blut zu wollen, ist eher kindisch."

Seiner Meinung nach müssen Spiele noch "ein wenig erwachsener werden", was sie aber gemeinsam mit ihrer Zielgruppe und den Machern tun würden.

Battlefield 3 - Gameplay-Trailer

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