Noch ein Abgang beim Last-Guardian-Team? Producer geht

Was ist da los?

Nachdem in der letzten Woche Gerüchte die Runde machten, der Schöpfer von Shadow of the Colossus und Ico, Fumito Ueda, habe Sony verlassen, gibt es nun den bestätigten Abgang einer weiteren Schlüsselfigur des Last-Guardian-Entwicklers.

Der Executive Producer Yoshifusa Hayama hat Sony zugunsten eines Creative-Director-Postens bei der Londoner Social-Games-Firma Bossa den Rücken gekehrt. Die Zukunft des Gamings lege definitiv online, so Hayama in einer Stellungnahme.

Seit Flash 11 gebe es keinen Grund mehr, dass Social Games schlechtere Grafik hätten als "große Konsolentitel."

"Zusammen bei Bossa haben wir Pläne, eine Vielzahl an Spielen auf Facebook und später auch in andere angemessene Social-Media-Kanäle zu integrieren, die 3D-Elemente bieten und von allen Alters- und Interessengruppen genossen werden können."

Letzte Woche munkelte man bereits, dass Fumito Ueda nur noch als Freelancer an The Last Guardian arbeite. In einer Stellungnahme hatte der kreative Kopf nämlich zwar gesagt, dass seine Arbeiten an dem Titel andauerten, nicht aber zu seinem kolportierten Abgang Stellung bezogen.

Kommentare (4) Latest comment vor 6 Monaten

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  • Jahsoldier #1 vor 6 Monaten

    Social-Games und Social-Gaming sind definitiv die Unwörter des Jahrzehnts ;-)
  • dingens #2 vor 6 Monaten

    "Was ist da los?" - ich sehe das nicht so dramatisch, man will sich einfach neu verwirklichen. Schließt sich eine Tür, öffnet sich eine andere.
  • Boxman #3 vor 6 Monaten

    Wenn die Zukunft der Branche im Social Bereich liegt, möchte ich nicht mehr auf diesem Planeten leben!
  • Jahellos #4 vor 6 Monaten

    @Boxman
    Und weil du nur einer von Hunderttausenden sein wirst, der das genauso fühlt, ist die Einschätzung da eher unrealistisch, bzw. kurzsichtig. Ich gehe weiter und finde diese Aussagen sogar durchaus bedenklich, denn damit sagt er nichts anderes als das schnelle Geld mit Billigtiteln verdienen wollen zu können - und das ist verdammt schade, schließt er sich doch einem Las Vegaischen High-Tech-Ruinen-Gebrabbel an.

    Was er dabei scheinbar nicht besonders bedacht hat ist, dass der Videospielbranche nicht nur ein finanzielles, sondern eben auch prinzipiell schon immer ein ideelles Fundament inhärent war. Dass bspw. der Handymarkt so boomt, liegt am schnelllebigen Konsumverhalten vieler Leute und dieses Konsumverhalten kann sich binnen weniger Jahre wandeln - eben so wie die flirrenden Modeerscheinungen unserer Zeit -, zum andere hat Fast-Food/Gaming sogar schon seinen Umschwung (oder die kräftige Alternative) mitgebracht: Die Sehnsucht und den Wunsch nach traditionsbewusstem "Künstlertum" (häufig noch mit dem Ansatz "Retro" verklärt). Letzteres wird nicht sterben, dass liegt einfach in der Natur der Meisterschaft und ihrer Rezeption.

    Solche Aussagen über eine so unstete Zukunft zu treffen, die sich mittlerweile sogar zeitweise Tag für Tag neu zu definieren scheint, ist vorne wie hinten sehr fragwürdig. Wenn man so tief in dieser Multimilliarden-Geschäftswelt steckt, hat mans wohl schwer den Überblick zu behalten und sich gleichzeitig durchzusetzen mit den eigenen Interessen. Vielleicht handelt es sich bei dieser Aussage also auch eher um eine offiziell gemachte Flucht nach vorne, die geschickt verpackt wurde.

    P.S.: Social-Media Kanäle sind Pfui von aller Menschenwürde ... sagte mal jemand, und nicht nur so dahin.