Paradox-CEO: Nächste Konsolengeneration wird vermutlich die letzte sein

Sieht digitalen Vertrieb im Aufwind

Die nächste Konsolengeneration wird nach Ansicht von Paradox Interactives CEO Fredrik Wester vemutlich die letzte sein.

"Die nächste Generation der Konsolenhardware wird vermutlich die letzte sein", sagt er. "Ich wäre überrascht, wenn wir danach noch eine Generation sehen."

Das begründet er mit dem stetigen Wachstum der digitalen Distribution und entsprechender Plattformen.

Ebenso werde der Handel noch mehr in den Hintergrund rücken, während "offene" Plattformen wie PCs, Handys oder auch soziale Netzwerke weiter zulegen sollen.

Auch Paradox selbst konnte seinen Umsatz im digitalen Bereich im Vergleich zu 2010 um 75 Prozent steigern, die Profite kletterten gar um 250 Prozent.

Kommentare (13) Latest comment vor 4 Monaten

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  • paradino #1 vor 4 Monaten

    Das wird eine arme Spielewelt, wo einige den anderen diktieren was sie zu machen und zu verkaufen haben (Höhe und Umfang). Dann höre ich definitif auf zu spielen und widme mich den Kinderkriegen oder Weltreisen - mal sehen was mehr spaß macht:biggrin:!
    Editiert von paradino um 20/01/12 @ 08:57
  • TheEducatedFool #2 vor 4 Monaten

    Alles klar, und Abends läuft Herr Wester dann mit einem selbstgebauten "Das Ende ist Nah!" Schild durch die Straßen ...
  • sokrates28 #3 vor 4 Monaten

    Das würde dann dem Untergang des Abendlandes gleich kommen, wenn dies eintrifft.

    Wenn Spiele nicht mehr über den Handel vertrieben werden, dann fallen hundertausende Jobs; es gibt keinen Preispluralismus mehr sondern einen Einzigen der vom Publisher diktiert wird; keine billigen UK-Importe; kein Konkurrenzkampf zwischen Sony und MS etc. usw.

    Nein Danke!
  • Waldfrucht #4 vor 4 Monaten

    Ich befürchte da könnte was dran sein (ich mag eben einfach meine physischen Datenträger die man so dekorativ ins Regal stellen kann ). Kurzfristig würde ich die Aussage nicht unterschreiben, so plump wie sich manche Plattformen in Sachen digitalem Vertrieb anstellen (ja, XBox Live ich schaue dich an, mit deinen überteuerten Games on Demand).

    Die Konsolenhersteller wissen das denke ich auch, man schaue sich nur das neue Xbox Dashboard an das ja von der Aufteilung nahe legt das Microsoft den Fokus mehr auf Home Entertaining Center setzen will und weniger darauf primär als Spieleplattform gesehen zu werden.

    Wenn die passende Telekommunikationsinfrastruktur innerhalb des nächsten Konsolenzyklus entsprechend besser ausgebaut wird könnten Services wie Onlive wirklich eine Gefahr für das traditionelle Geschäftsmodell werden. Dann wird die Konsole zur neuen Armbanduhr, also zu einem Gerät dessen hauptsächliche Funktion (also Spiele zocken bzw. Zeit anzeigen) von komfortableren Alternativen abgelöst wird.

    Hoffen wir mal das uns die physischen Datenträger noch ein wenig erhalten bleiben und nicht alles nur noch über eine Handvoll Plattformen abgewickelt wird, sonst befürchte ich das der preisliche Wettbewerb doch arg in die Knie geht.
    Editiert von Waldfrucht um 20/01/12 @ 09:09
  • m_coaster #5 vor 4 Monaten

    Er wäre überrascht wenn wir noch eine Generation sehen werden?! Tja schön für ihn, dann kann er sich schon jetzt auf seine Überraschung freuen. Und Digitale Distribution und Hardware schließen sich ja eigentlich auch nicht aus.
  • --shady-- #6 vor 4 Monaten

    dann wird die nächstekonsolen generation auch meine letzte sein..(wenn überhaupt..werd mir die neuen konsolen erst mal genau angucken und auch beobachten wohin der weg gehn wird)..
  • Apollyon #7 vor 4 Monaten

    Wusste bislang nicht, dass sich Konsolen und digitale Distribution gegenseitig ausschließen. Ich glaube die ganzen Games on Demand über Xbox Live habe ich mir daher bislang wohl nur eingebildet.
  • Boxman #8 vor 4 Monaten

    Facebook-Spiele kann man vergessen. Spiele für iSmartphones fesseln mich auch nur für kurze Zeit. Wenn der PC wieder wächst hätte ich kein Problem damit.
    Und wenn die nächste Konsolengeneration die letzte ist, dann hab ich wenigstens genug Zeit ältere Spiele zu spielen, die mich interessieren.
  • inthehouse #9 vor 4 Monaten

  • UNSCHULDIG #10 vor 4 Monaten

    Also wenn dazu die plattformanbieter mehr werden und das ganze über internet fähigen ``Next Gen TV `` läuft, kann es sein das endlich mal hochqualitative abwechslungsreiche Games zu haben sind und die jetztigen Big Player nur eine unter vielen sind und nicht ständig den Markt mit ihren einfallslosenn AAA Games blockieren können.....denke das Steam mit seinem gigantischen Angebot erst der Anfang sein wird...
  • SoSchautsAus #11 vor 4 Monaten

    keine billigen UK-Importe
    Nicht nur die billigen Importe fallen weg. Dann gibts für deutsche Spieler nur noch Horrorspiele ohne Blut, WW2-Spiele ohne Nazis, Multiplayerspiele ohne Friendly Fire und selbstverständlich inkompatibel mit ausländischen Versionen, kein Mortal Kombat, kein Dead Rising, kein Prototype. Die USK als ultimatives Kontrollorgan, totale Abhängigkeit vom Anbieter was Preisgestaltung und Verfügbarkeit betrifft, das Ende der Anonymität, die Internetleitung als Flaschenhals. Ein Horrorszenario wie ich es mir schlimmer nicht vorstellen kann.

    SSA
  • drSchiwago #12 vor 4 Monaten

    @sokrates28 Du siehst das leider sehr richtig. Die faktisch totale Machtverschiebung zu Anbietern bei ("only online") Geschäftsmodellen ist wirklich ein Verbraucher-Alptraum, m.E. wird das aber noch eine ganze Zeit dauern (Bandbreiten, Netzausbau etc.).

    Es könnten auch neue Preismodelle entstehen, z.B. Spielen am Sonntag Abend kostet deutlich mehr als unter der Woche. Ein weiteren unschönes Beispiel war, als Amazon Usern gekaufte e-books entzog, weil Amazon Probleme mit dem Anbieter hatten.

    Ob z.B. Gaming Hardware-Hersteller (Grafikarten, etc.) dann weiter gut leben können, ist fraglich.

    Ich glaube nicht, dass allen klar ist, welche Folgen es haben wird, wenn mal alles in der Wolke sein sollte. Auch Windows wäre z.B. kein offenes System mehr -> Programme laufen nur noch nach Online-Zertifizierung, falls sie überhaupt noch lokal laufen. Wer in eine solche Welt aber langsam hineinwächst, wird evtl. kein Problem sehen.

    Auf die politische Dimension (Effektivät z.B. von Überwachung, Zenzur, Ausspähung), will ich erst garnicht weiter eingehen.
    Editiert von drSchiwago um 23/01/12 @ 22:34
  • derspochtsfreund #13 vor 4 Monaten

    Es wird immer einen Markt für dezidierte Gaming Hardware geben. So schnell auch Services wie OnLive an Attraktivität gewinnen und vermutlich auch attraktiver werden, so schnell wird es auch umso potentere neue Hardware und Software, die dieses ausnutzt, geben. Anders gesagt wird es immer Kunden geben, die die Games auf allerhöchstem technischen Niveau spielen wollen und sich entsprechende Hardware ins Wohnzimmer stellen. Und solange es diese Kunden gibt, wird es auch Hersteller geben, die diese Kunden mit entsprechenden Produkten beliefern.

    Meiner Ansicht nach funktionieren solche Services wie OnLive nur, weil der Konsolenzyklus im Moment so ewig dauert und die Hardwareanforderungen nur langsam steigen. Somit kann man momentan eben leicht die Games auf Servern laufen lassen. Wenn die neuen Konsolen nur viermal so leistungsfähig werden, dann brauchen OnLive und Konsorten auch die vierfache Serverpower und das wird wieder teurer...