Mass Effect 3: Aus der Asche - Test

Verstärkung für das Team

Wer sich die Collector's Edition von Mass Effect 3 gekauft hat, bekam mit "Aus der Asche" einen Download-Inhalt als Bonus dazu, den Käufer der Standard-Edition des Spiels sich für knapp zehn Euro auch noch separat dazukaufen können. Die große Frage ist natürlich - abseits der Diskussion rund um Day-One-DLC, das muss jeder mit sich selbst ausmachen -, inwiefern sich der Inhalt in das Spiel einfügt oder ob er gar integral wichtig für die Geschichte ist?

Um Letzteres kurz und schmerzlos zu beantworten: Nein. Fakt ist zwar, dass man den protheanischen Charakter, den ihr mit diesem DLC bekommt, mit Dialogen und so weiter sinnvoll in die Story eingebunden hat, zum Beispiel gibt es eine entsprechende Konversation mit Liara nach einer Mission auf der Asari-Heimatwelt Thessia, allerdings wird euch ohne ihn auch nicht viel entgehen. Was er bietet, sind hier und da interessante Hintergrundinformationen zu den Spezies des Mass-Effect-Universums und den Protheanern, was das Ganze für Fans sicherlich interessant macht, aber alles in allem braucht man ihn nicht zwingend für die Hauptstory.

Verknüpft ist der Charakter mit einer neuen Mission auf Eden Prime, ihr kehrt also dahin zurück, wo vor fünf Jahren alles begonnen hat. Der Planet wirkt friedlich, idyllisch, ganz im Gegensatz zur verwüsteten Umgebung und dem düsteren, feuerroten Himmel, den man noch aus dem ersten Mass Effect in Erinnerung hat. Mit dem Frieden hat man es hier aber dennoch nicht so. Cerberus ist hinter der Stasiskapsel des Protheaners her - so eine, wie man schon auf Ilos an den riesigen Wänden sehen konnte -, greift die Kolonie an und ihr müsst sie natürlich davon abhalten, den letzten Überlebenden der Spezies in die Finger zu bekommen.

Die Mission selbst ist nicht allzu lang - 30 bis 45 Minuten in etwa - und kann auch inhaltlich leider nicht ganz mit den anderen, gut ausgearbeiteten Nebenmissionen aus Mass Effect 3 mithalten. Zusammen mit Eden Prime wird übrigens auch ein neuer Cluster mit zwei Systemen auf der Galaxiekarte freigeschaltet. Hier findet ihr dann noch eine Reihe von Aktivposten für den Krieg, die eure militärische Stärke erhöhen.

Was den DLC daher allen voran interessant macht, sind natürlich die Einblicke des Protheaners, die Dialoge mit ihm und auch die Visionen der Vergangenheit. Ihr könnt die Mission direkt nach dem Anfang des Spiels absolvieren, sobald ihr die volle Kontrolle über die Normandy habt, und der Protheaner steht euch dann permanent als Squadmitglied zur Verfügung - mitsamt eigenen Skills.

Gleichzeitig erhaltet ihr noch ein neues Outfit für jedes eurer verfügbaren Gruppenmitglieder und zudem ein wirklich gutes Sturmgewehr für euer Arsenal

Wie ich bereits angesprochen habe: Ihr braucht diesen DLC nicht unbedingt, falls ihr glaubt, dass euch dadurch irgendetwas in der Hauptstory entgeht. Wenn ihr aber an mehr Hintergrundinfos interessiert seid, ein neues Squadmitglied, eine frische Waffe, weitere Aktivposten für den Krieg gegen die Reaper und zusätzliche Outfits haben wollt, bekommt ihr hier genau das geboten. Im Grunde ist es vergleichbar mit Zaeed und Kasumi in Mass Effect 2: Neuer Charakter mitsamt überschaubarer Mission. Bei künftigen Download-Inhalten darf man sich dann aber gerne wieder an Lair of the Shadow Broker orientieren.

6 / 10

Unsere Wertungsphilosophie Mass Effect 3: Aus der Asche - Test Benjamin Jakobs Verstärkung für das Team 2012-03-14T09:03:00+01:00 6 10

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