Diablo 3: Echtgeld-Auktionshaus startet nun offenbar Mitte Juni

Blizzard spricht außerdem über Feedback, Inferno-Modus und veröffentlicht neuen Patch und Statistiken.

Bislang hatte Blizzard den Start des Echtgeld-Auktionshauses bereits mehrmals nach hinten verschoben. Im Spiel selbst sieht man aktuell aber eine neue Einschätzung, wann es denn nun soweit sein könnte.

"Das Echtgeld-Auktionshaus wird erst zu einem späteren Zeitpunkt zur Verfügung stehen. Verfügbarkeit wird am 13.06.12 erwartet", heißt es dort in einer Nachricht. Einen Screenshot davon findet ihr neben diesen Zeilen.

Das muss nun natürlich nicht heißen, dass es auch zwingend am 13. Juni startet. Warten wir einfach ab und betrachten das vorerst mal als ungefähren Zeitraum.

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Auf der offiziellen Webseite sprach man unterdessen auch über das Spieldesign, den Inferno-Modus und das erhaltene Feedback.

"Jetzt wo immer mehr Spieler ihre Charakterbuilds perfektionieren und die höheren Schwierigkeitsstufen von Diablo III erkunden, ist das meiste Feedback, das wir erhalten haben, hinsichtlich der Spielbalance und des Spieldesigns - zwei Aspekte, zu denen wir uns hier äußern möchten. Wie bei jedem neuen Spiel sind einige Probleme unvermeidbar und wir rechnen mit Hinweisen zur Balance und allen Arten weiterer Rückmeldungen. Da wir kürzlich die Entscheidung getroffen haben, einige Klassenfertigkeiten anzupassen (bzw. ganz unverblümt abzuschwächen), möchten wir unsere Philosophie hinsichtlich der Designänderungen erläutern und einige anstehende Aktualisierungen besprechen", schreibt man.

Dabei möchte Blizzard so schnell wie möglich auf schwerwiegende Probleme durch Hotfixes reagieren, weniger dringliche Dinge hebt man sich für größere Patches auf.

"Ganz allgemein möchten wir auf schwerwiegende Design- und Balanceprobleme, Bugs oder nicht beabsichtigte Entwicklungen des Spiels und seiner Systeme so schnell wie möglich mit Hotfixes reagieren. Weniger dringlichen Komplikationen wird von uns mit Patches entgegengewirkt."

"Die ersten über Hotfixes hinausgehenden Änderungen der Spielbalance, werden voraussichtlich mit Patch 1.0.3 durchgeführt. Da es sich bei Diablo 3 um ein neues Spiel handelt, rechnen wir damit, dass andere Probleme auftauchen werden, die direkt über Hotfixes behoben werden müssen. Generell dürften die meisten Änderungen allerdings im Rahmen normaler Patches erfolgen."

Mittlerweile erhältlich ist beispielsweise Patch 1.0.2, der einige Veränderungen an der Mönch-Klasse vornimmt und weitere Fehler behebt. Darüber hinaus achtet man besonders auf den Inferno-Modus.

"Dazu möchten wir euch wissen lassen, dass wir Inferno auf jeden Fall genau im Auge behalten werden. Der Plan ist, dass das Erleiden von Schaden zu einer beständigen Verringerung eures Lebens führen sollte - und ein großer Teil der Schwierigkeit des Inferno-Modus ergibt sich aus den Versuchen, diese Verringerung abzuschwächen. Momentan finden wesentlich mehr Schadensspitzen statt, als wir es für angemessen halten. Dies ist ein wichtiger Bereich, mit dessen Anpassung wir uns in Patch 1.0.3 befassen wollen. Wir können zwar noch nichts Genaues sagen, haben allerdings das Ziel, vielfältige Charakterbuilds zu unterstützen und zu fördern."

Scheinbar scheinen sich auch viele Spieler etwas zu überschätzen, wie man weiterhin angibt: "Wir haben manche Spieler sagen hören, dass unsere Absicht bei Inferno nur darin besteht, euch mit einem Schlag zu erledigen, um für einen hohen Schwierigkeitsgrad zu sorgen. Doch obwohl der Schaden ein wenig mehr Spitzen hat als von uns gedacht, beobachten wir eine wesentliche Anzahl an Spielern, die versuchen Inferno mit unzureichender Ausrüstung zu bewältigen."

"Es besteht eine gute Möglichkeit, dass eine Rückkehr zum vorherigen Akt, um dort Verbesserungen zu sammeln, am meisten beim Überleben hilft. Damit sei gesagt, wir wollen ein bisschen vom Fokus auf das Überleben mehr hin zur Nutzung einer Vielfalt offensiver Taktiken verlagern, um Erfolg zu haben. Das Überleben wird weiterhin einen wichtigen Teil einnehmen, aber spannender ist es, Wege zu finden, wie ihr euren Schaden erhöhen könnt, während ihr versucht, am Leben zu bleiben. Uns geht es nicht so sehr darum, ob ein Boss "besiegbar" ist oder nicht, obwohl es natürlich eine Herausforderung sein sollte, ihn zu erledigen. Wir möchten vielmehr sicherstellen, dass es herausfordernd und befriedigend bleibt, fünf Stacks von Mut der Nephalem zu erhalten und gegen möglichst viele seltene Gegner und Champions zu kämpfen."

Ebenso viel Feedback erhielt man zu den legendären Gegenständen, die laut Blizzard allerdings "nicht unbedingt als die Besten im Spiel gedacht" sind.

"Nun noch ein paar Sätze zu Gegenständen! Sehr viele Rückmeldungen zu diesem Thema haben wir bezüglich der relativen Macht legendärer Gegenstände erhalten. Hierbei handelt es sich um kein einfach zu behebendes Problem, da dieses Thema einige gewollte Designentscheidungen sowie durch andere Spiele aufgebauter Erwartungen beinhaltet. Zuallererst sind legendäre Gegenstände in Diablo III nicht unbedingt als die Besten im Spiel gedacht. Es handelt sich hierbei nur um einen weiteren Gegenstandstyp beim Erreichen höherer Stufen und es ist nicht beabsichtigt, dass ihr in der Endphase des Spiels vorrangig Jagd auf diese Gegenstände macht. Es kann und sollte aufregend sein, sie zu finden, allerdings sollten sie nicht der einziger Grund für die Suche nach neuen Gegenständen sein. Seltene Gegenstände haben beispielsweise die Möglichkeit, mit "perfekten" Werten generiert zu werden, mit denen ihr im Glücksfall legendäre Gegenstände in den Schatten stellen können. Dies ist Teil ihres Designs."

Außerdem veröffentliche man einige Statistiken zum Spiel, die man seit der Veröffentlichung gesammelt hat:

  • Spieler haben im Durchschnitt drei Charaktere erstellt
  • 80% der Charaktere befinden sich zwischen Stufe 1 und 30
  • 1,9% der Charaktere haben Inferno freigeschaltet
  • 54% der Hardcore-Spieler haben sich für einen weiblichen Charakter entschieden
  • Der Großteil (35%) der Hardcore-Charaktere stirbt in Akt I auf der Schwierigkeitsstufe "Normal"
  • Der geläufigste Build auf Stufe 60 wird nur von 0,7% der Charaktere der jeweiligen Klasse genutzt (das berücksichtigt nicht die passiven Unterschiede)
  • Die am meisten genutzten Runen für die verschiedenen Klassen auf Stufe 60 sind: Barbar: Kalt serviert, Dämonenjäger: Andauernder Nebel, Zauberer: Spiegelhaut, Mönch: Friedliche Rast, Hexendoktor: Betäubender Pfeil

Eurogamer TV: Diablo 3 angespielt - Der Beginn eines Dämonenjägers

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