XCOM: Enemy Unknown mit Multiplayer, neue Details zur PC-Version

Schlachtfeld-Raster auf dem Boden, mehr Zoom-Optionen und schnelle Abfangmanöver.

Firaxis' XCOM: Enemy Unknown bekommt einen Multiplayer-Modus. Bevor ihr jetzt geschockt vom Stuhl fallt, solltet ihr bedenken, dass das Spiel dadurch nicht großartig umgekrempelt wird, wie Firaxis' Jake Solomon versichert.

"Man sollte erwarten, die Leute wären begeistert davon", so Solomon im Gespräch mit Eurogamer. "Aber manchmal denken sie sich, es ist ein Singleplayer-Spiel, warum müssen sie es mit einem Multiplayer ruinieren? Manchmal hört man das und denkt sich, nun..." Alles fing laut Solomon mit einer Multiplayer-Mod namens UFO2000 für das ursprüngliche XCOM an, die auch heute noch gespielt wird.

Der Multiplayer-Modus in XCOM: Enemy Unknown soll jedenfalls relativ simpel ausfallen: Es wird ein klassisches Deathmatch. Solomon zufolge treten zwei Squads gegeneinander an. Die können auch gemischt sein, sie sind also nicht nur auf Aliens vs. Menschen beschränkt.

Auch beim spielerischen Ablauf orientiert man sich weitestgehend am normalen Gameplay. Man beginnt das Match mit einer gewissen Zahl an Punkten, mit denen man wiederum Einheiten kaufen und aufs Schlachtfeld schicken kann. Dabei stehen sämtliche Typen von Beginn an zur Verfügung und mächtigere Einheiten sind entsprechend teurer. Auch bei den einzelnen Typen gibt es nochmal Unterschiede. Während ein Sectoid etwa für eine Runde die Kontrolle über eine feindliche Einheit übernehmen kann, ist ein Sectoid Commander in der Lage, das mit den gesamten Squad zu tun - und natürlich ist er alles andere als günstig zu haben. Eure Punkte investiert ihr ebenso in Medkits, Rüstungen und verschiedene Waffen, wobei ihr stets eure begrenzte Punktzahl im Auge behalten solltet.

Wie bereits eben erwähnt, wagt man hier keine großen Experimente und auch der Multiplayer ist daher rundenbasiert. Wie lange eine Runde dauert, könnt ihr (gemeinsam mit der Zahl der investierbaren Punkte) vor dem Match festlegen. Währenddessen bewegt ihr eure Einheiten, schießt vielleicht oder nutzt eine ihrer Fähigkeiten. Auch hier greifen selbstverständlich die üblichen Mechanismen. Scharfschützen sollte man zu erhöhten Stellungen schicken, damit sie mehr vom Schlachtfeld im Blick haben und so weiter.

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Dabei ist die Deckung ein entscheidender Faktor. Es wäre unklug, seine Einheiten ungeschützt mitten im Areal herumstehen zu lassen, während der Gegner am Zug ist. Besonders wenn einen jemand von außerhalb des eigenen Sichtbereichs erwischt. Das Zeitlimit soll dabei wiederum für Spannung und schnelle Entscheidungen sorgen - was ja bekanntlich hin und wieder auch mal zu Fehlern führt. Ihr könnt euch also nicht erst mal eine halbe Stunde Zeit nehmen, um in Ruhe über eure nächsten Schritte nachzudenken.

"In mancher Hinsicht ist es sehr direkt, dann aber - auf eine gute Art und Weise - auch endlos komplex", sagt Solomon. "Ihr müsst einfach die feindlichen Einheiten töten. Aber wie diese Einheiten aussehen, unterscheidet sich stets. Das Tolle daran ist, dass es daher keine perfekte Strategie gibt. Es gibt keine Strategie, gegen die man nicht ankommt, weil man nicht weiß, womit man es zu tun bekommt."

"Wenn der Spieler also ein paar kräftige Mutonen aufs Schlachtfeld schickt, ist das in Ordnung, diese Jungs haben ordentlich was drauf. Aber ein Sectoid Commander könnte das gesamte Squad übernehmen. Und wenn jemand einen Sectoid Commander hat, ist das auch okay, dann schickt man einfach seine Cyberdisc voran, die dagegen immun ist. Es gibt also endlose Einheitenkombinationen, wenn man gegeneinander antritt."

Darüber hinaus verriet Firaxis auch noch einige neue Details zur PC-Version von XCOM: Enemy Unknown, die mit einem einzigartigen Interface ausgestattet wird, das sich von den Konsolen-Fassungen unterscheidet. Es gibt hier etwa ein Schlachtfeld-Raster auf dem Boden, das euch genau anzeigt, wie der Grund eure Bewegung beeinflusst.

Des Weiteren gibt es eine andere Kameraperspektive, mit der PC-Spieler zum Beispiel weiter herauszoomen können und so eine etwas bessere Übersicht über das Schlachtfeld bekommen als auf den Konsolen.

"Es ist interessant", sagt Solomon. "Mit Maus und Keyboard zu spielen, ist ein anderes Erlebnis. Alleine schon der Look des UI unterscheidet sich. Das Raster wird in der PC-Version auf den Boden gelegt und es gibt diese kleine Extra-Hilfe, wenn man die Maustaste gedrückt hält. Solche kleinen Dinge eben. Natürlich haben wir auch viele neue Buttons und ähnliches. Es fühlt sich gut an mit Maus und Tastatur, was es auch sollte. Es ist XCOM."

Laut Solomon ist der PC für Firaxis "unglaublich wichtig", da man selbst auch in der Vergangenheit als Entwickler viel damit zu tun hatte. Man war auch ein wenig dazu gezwungen, das das Gamepad-System, das man sich für die Konsolen ausdachte, mit Maus und Tastatur nicht so recht funktionierte.

"Es so ähnlich wie möglich zu halten, ist auf jeden Fall wichtig, denn je mehr es sich unterscheidet, desto mehr Bugs entstehen. Das lenkt ab und sorgt für eine Menge Arbeit, zumindest unserer Erfahrung nach. Es ist also gut, dass sich die Dinge in vielerlei Hinsicht ähneln."

Weitere Infos gibt es ebenfalls zu den Abfangmanövern im Spiel, zu denen man bislang noch keine näheren Einzelheiten verraten hatte. Wie im Original müsst ihr die UFOs also erst mal vom Himmel holen, wobei der Ablauf auch relativ ähnlich bleibt. Aber: Wenn ihr nicht genügend Jäger habt, die später auch entsprechend hochgerüstet und um den Globus verteilt sind, können die Feinde ebenso entkommen.

"Die Leute fragten, warum ist es nicht diese Art von großem Luftkampfspiel?", so Solomon. "Der Grund ist ehrlich gesagt, dass XCOM im Grunde schon aus zwei verschiedenen Spielen besteht. Man hat bereits das Strategie- und das Taktik-Spiel. Das sind zwei völlig eigenständige Spielerlebnisse. Ich wollte nicht noch ein Drittes hinzufügen, weil es irgendwann auch einfach zu viel wird. Außerdem dauert das Abfangen gerade mal fünf bis zehn Sekunden. Ich möchte nicht, dass in fünf bis zehn Sekunden Gameplay Stunden an strategischer Planung ruiniert werden."

Zu Beginn verfügt man über den Interceptor, das beste Stück Technik, das das Militär momentan zu bieten hat. Diese Einheit hat aber wiederum Probleme mit größeren, fortschrittlicheren UFOs, also könnt ihr eure Jäger mit besseren Waffen oder "consumables" ausstatten. Ebenso lässt sich Alien-Technologie verwenden und auch der Firestorm aus dem Original kehrt zurück.

"Eines der witzigen Dinge an XCOM ist, dass die KI nach ihrem eigenen Ablauf arbeitet", erklärt Solomon. "Die Aliens interessiert es nicht, was der Spieler macht. Sie machen mit ihrer Invasion der Welt weiter. Sie spielen ihr eigenes Spiel. Es kümmert sie nicht, wie weit der Spieler mit seiner Forschung ist."

"Man muss sicherstellen, dass man am Ball bleibt. Man muss sicherstellen, Firestorms in die Luft zu bekommen, denn bald werden große Schiffe auftauchen, die auf kleine Abfangjäger nicht reagieren. Wenn man da den Anschluss verpasst, ist man total am Arsch."

XCOM: Enemy Unknown - Trailer

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