Wargaming-Chef: Westliche Publisher bezeichneten World of Tanks als 'billiges asiatisches Zeug'

Spricht über 'arrogante' Publisher und den unglaublichen Erfolg des Titels.

Wie wir mittlerweile wissen, ist Wargamings World of Tanks über alle Maßen erfolgreich und mit World of Warplanes und World of Warships arbeitet man derzeit bereits an weiteren free-to-play-Ablegern.

Westliche Publisher waren allerdings weniger vom Erfolg des Spiels überzeugt, wie Wargaming-Chef Victor Kislyi heute im Rahmen eines Vortrags auf der GDC Europe verriet.

"Sie waren sehr arrogant", sagt er und erinnert sich an die Zeit, in der man das heute 35 Millionen Accounts starke World of Tanks erstmals größeren Publishern präsentierte. "Sie fanden viele mögliche Bezeichnungen dafür."

"Es wurde als billiges asiatisches Zeug betitelt", verrät er. "Und noch schlimmere Sachen als das."

"Wenn dieses Geschäft mit verpackter Ware stirbt, wisst ihr, wer dann für eure Werbung zahlt? Wir", war seine Antwort.

Kislyi zufolge spielen weltweit rund 800.000 Spieler zu jeder Zeit gleichzeitig World of Tanks. Ein Erfolg, der sich dementsprechend auch auf das Unternehmen selbst auswirkte. Von 120 Mitarbeitern wuchs man innerhalb von zwei Jahren auf 1.000 Mitarbeiter, verteilt auf elf Büros rund um die Welt.

"Es sind keineswegs genug Leute", sagt Kislyi. "Wir sind voll ausgelastet und stellen wie verrückt ein."

Bei der Entwicklung verließ man sich dabei auf keine feste Formel. "Wir verfuhren nicht strikt nach Schema F. Es gibt derzeit noch gar keine Formel dafür."

Eine der größten Herausforderungen für Wargaming bestand darin, eine gute Balance zu finden. Nicht nur im Spiel selbst, sondern auch bei den Mikrotransaktionen. Einerseits wollte man die Spieler nicht ausschöpfen, andererseits aber auch nicht zu viele Inhalte umsonst anbieten.

"Es ist eine Raketenwissenschaft", sagt Kislyi.

World of Warplanes - Trailer

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