Interaktiver Thriller Alt-Minds auf der gamescom

Lexis Numérique zeigt sein neuestes Projekt, das im Netz und der realen Welt spielt.

Der französische Entwickler Lexis Numérique zeigt in diesem Jahr auf der gamescom sein neues Projekt Alt-Minds, eine interaktive Story, die sich in Social Networks und in der realen Welt abspielt und euch zu leibhaftigen Ermittlern in einem paranormalen Thriller machen will. Ähnliches hat der Entwickler schon zuvor mit In Memoriam gestemmt.

Mit einer speziellen App für PC und iPad sowie im Browser und auf Facebook könnt ihr dem Stand der Ermittlungen folgen, euch mit anderen Spielern und den Darstellern beraten und gemeinsam Fotos und Videos nach Hinweisen sezieren. Außerdem sollt ihr SMS-Nachrichten, E-Mails und sogar Anrufe erhalten - je nachdem, wie weit ihr euch beteiligen wollt. Gleichzeitig fahndet ihr im Internet und der realen Welt nach Hinweisen mittels Geocoaching und sollt sogar in extrem seltenen Fällen die Schauspieler höchstpersönlich treffen. Transmedia nennt sich das Konzept und wurde in Zusammenarbeit mit dem Netz-Provider Orange realisiert.

Im Gespräch offenbarte Marketing- und Business Developement Director Djamil Kernal von Lexis Numérique natürlich keine Details zur Story, die über die Infos aus den Trailern hinausgegangen wären. Dafür erklärte er, dass die Geschichte in ihren Grundzügen vorgegeben ist, sich in ganz Europa abspielt und schon vor zwei Jahren damit begonnen wurde, Facebook-Profile und Fake-Seiten für das Spiel zu verbreiten. Es wird auch mit realen Institutionen wie zum Beispiel den Internetseiten oder Blogs von Universitäten zusammengearbeitet, um den Meldungen einen authentischen Touch zu verleihen. Gleichzeitig solle aber immer irgendwo klargestellt werden, dass es sich um reine Fiktion handele.

Die Story beginnt am 5. November und läuft acht Wochen lang mit täglichen Missionen. Zum Beispiel könnte ein "Ermittler" im Haus eines Mafiapaten festsitzen und per Videostream die Community um Mithilfe bitten, da der Bösewicht in ein paar Stunden zurückkommt. Wegen Spoilern oder ähnlichem macht sich Kernal weniger Sorgen. Die Missionen finden in Echtzeit statt und daher bliebe zu wenig Vorlaufzeit, um wichtige Story-Elemente auszuplaudern. Außerdem will Lexis Numérique ein Tool bereit tellen, mit dem man aktiv Spoiler ausfiltern kann, um sich die Überraschung zu bewahren.

Wer sich besonders reinhängt, wird nicht nur von den Schauspielern während der regelmäßigen Video-Briefings lobend erwähnt und auf einer Hall-of-Fame-Seite verewigt, man hat sogar die Chance, in einem potentiellen Sequel als Held mitzuwirken.

Das Spiel soll kostenpflichtig werden und diverse Zahlungsmodelle anbieten. Eine Woche gibt es gratis, danach werdet ihr individuell zur Kasse gebeten - je nachdem, ob ihr euch nur eine Woche für drei Euro oder bis zum Schluss beteiligen wollt.

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