Spionagevorwürfe: Zwei Mitarbeiter von Bohemia Interactive in Griechenland verhaftet

Update: Statement von Bohemia, Mitarbeiter befanden sich demnach im Urlaub.

Update: Die beiden in Griechenland festgenommenen Mitarbeiter von Bohemia Interactive befanden sich nach Angaben des Studios im Urlaub auf der griechischen Insel Lemnos, bevor sie verhaftet wurden.

Bohemia-Chef Marek Spanel gab gegenüber Eurogamer folgendes Statement dazu ab:

"Wir können bestätigen, dass zwei Mitarbeiter von Bohemia Interactive, unsere Kollegen und Freunde, während ihres Urlaubs auf Lemnos verhaftet wurden. Sie haben die Insel einzig und alleine zu dem Zweck besucht, um die wundervolle Landschaft zu genießen."

"Seit seiner Gründung im Jahr 1999 hat Bohemia Interactive seine Spiele nur auf Basis öffentlich erhältlicher Informationen erstellt. Wir respektieren stets das Gesetz und haben niemals jemanden angewiesen, die Gesetze eines Landes zu missachten. Das Gleiche gilt auch für ArmA 3."

"All unsere Anstrengungen sind derzeit darauf gerichtet, unsere Jungs, ihre Freunde und die Familien in dieser schwierigen Situation zu unterstützen. Wir hoffen aufrichtig, dass es sich dabei um ein unglückliches Missverständnis im Hinblick auf ihre Leidenschaft als Künstler und Erschaffer virtueller Welten handelt."

Nach Angaben der tschechischen Botschaft wurden beide auf die Insel Lesbos gebracht, wo ein Staatsanwalt heute oder morgen entscheiden soll, ob die beiden der Spionage angeklagt werden.

Originalmeldung: Zwei Mitarbeiter des tschechischen Entwicklerstudios Bohemia Interactive sind in Griechenland wegen des Vorwurfs der Spionage verhaftet worden.

Zwecks Nachforschungen für das kommende ArmA 3 machten die beiden Mitarbeiter im Alter von 28 und 33 Jahren Fotos von militärischen Einrichtungen auf der Insel Lemnos. Dass die Insel im Spiel auftaucht, ist bereits bekannt.

Nach Angaben der griechischen Webseite News247 haben sie Foto- und Videoaufnahmen militärischer Gebäude gemacht. Ihre Erklärung war, dass dies den Nachforschungen für die Entwicklung von ArmA 3 diene.

Bohemia Interactives Chef Marek Spanel hat das Ganze zwischenzeitlich im offiziellen Forum bestätigt.

"Es ist wahr", schrieb er. "Wir würden es aber bevorzugen, wenn das Thema derzeit nicht in unseren Foren diskutiert wird, zumindest nicht bis wir mehr Details zu diesem speziellen Fall haben."

Kommentare (5)

Die Kommentare sind nun geschlossen. Vielen Dank für deine Beiträge!