Avellone erteilt Nachfolger zu Planescape: Torment von inXile seinen Segen

Verantwortlich dafür ist sein Freund Colin McComb, der schon am ersten Teil arbeitete.

Eine Fortsetzung zu Planescape: Torment soll es definitiv gegeben. Project Eternity ist es nicht und es kommt auch nicht direkt von Chris Avellone, stattdessen aber von Colin McComb (Ebenfalls an Planescape: Torment beteiligt) und inXile, die gerade an Wasteland 2 arbeiten. Avellone hat dem Ganzen bereits seinen Segen erteilt.

„Wir ihr euch vielleicht erinnert, hat Chris in diesem Sommer regelmäßig über seine Ideen für eine spirituelle Fortsetzung zu Torment gesprochen. Die entstammten (Zumindest in Teilen) Diskussionen zwischen mir und ihm im Hinblick auf die Möglichkeit einer Wiederbelebung der Marke. Und das führte auch dazu, dass ich Wizards of the Coast ansprach. Das trug zwar keine Früchte, aber brauchte uns dazu, über das zu sprechen, was wir gerne sehen würden. Außerdem kamen wir zu dem Schluss, dass Planescape sowieso nicht der beste Weg für uns wäre, einerseits im Hinblick auf die handwerkliche Seite und andererseits wegen er Kontrolle, die WotC haben wollen würde“, so McComb gegenüber Eurogamer.

„Die Kickstarter-Kampagne zu Project Eternity führte sie von einem direkten Nachfolger weg in eine andere Richtung. Ich sagte Chris, dass ich nicht ohne seine Zustimmung an einer Torment-Fortsetzung arbeiten würde. Wir sprachen eine Weile darüber und er sagte, er fühle sich absolut wohl dabei, wenn ich das Torment-Spiel ohne ihn voranbringe. Und er gab mir ausdrücklich seinen Segen dafür.“

„Aktuell ist er sehr mit Project Eternity beschäftigt und ich möchte ihn nicht davon ablenken, da es sehr wichtig für sein Unternehmen ist. Nichtsdestotrotz wäre ich natürlich froh - nein, warte, ich wäre überglücklich -, wenn er in irgendeiner Form daran beteiligt wäre.“

Das Projekt befindet sich McComb zufolge in einer sehr, sehr frühen Pre-Production-Phase, in der man nach wie vor das Team zusammenstellt.

Ob es über Kickstarter finanziert wird? „Kein Kommentar“, sagt McComb dazu. Unwahrscheinlich ist es aber eher nicht.

McComb ist mit seinen Arbeiten an Wasteland 2, für die er eingestellt wurde, so gut wie fertig. Über eine Torment-Fortsetzung sprach er zuletzt in einem Blogeintrag: „Die Sache ist, dass ich bei all den Spielen, die ich geschrieben habe, immer wieder zu Torment zurückkomme. Und nun, da der Hauptteil meiner Arbeit an Wasteland 2 komplett ist, kann ich damit anfangen, ernsthaft über Torment nachzudenken.“

„Der erste Schritt beim Entwurf einer neuen Torment-Story ist, sich die wichtigste Frage zu stellen. Ich bin älter als damals, als ich an Torment arbeitete. Und meine Fragen unterscheiden sich heutzutage. Ich habe jetzt Kinder, ich sehe die Welt durch ihre und durch meine Augen und das hat mich verändert. Tatsächlich haben mich die Jahre so verändert, dass ich heute neue Antworten auf die zentrale Story im ursprünglichen Torment habe. Ich weiß jetzt, was die Natur eines Mannes verändern kann und frage: Was spielt ein Leben für eine Rolle? Und spielt es überhaupt eine?“, so McComb.

„Ich habe viele Ideen im Hinblick darauf, was ich in ein neues Torment-Spiel stecken würde“, schreibt er. „Aber mein primäres Ziel besteht darin, dem Spieler dabei zu helfen, eine Geschichte zu erzählen, die an das ursprüngliche Torment erinnert, ohne es nachzuäffen. Es soll der Odyssee des Namenlosen gerecht werden und anerkennen, dass diese zu einem Ende kam, die Geschichten von Torment aber weitergehen.“

Interessant ist in dem Zusammenhang sicher auch, dass sich inXile die Rechte am Namen Torment gesichert hat.

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