Am Ende: Eurocom stellt Betrieb ein

Britisches Entwicklerstudio hat nun auch den Rest seiner Mitarbeiter entlassen.

Das britische Entwicklerstudio Eurocom hat heute seinen Betrieb eingestellt und die restlichen Mitarbeiter entlassen.

Bereits im letzten Monat mussten 150 Mitarbeiter Eurocom verlassen, nun sind auch die restlichen knapp unter 50 Beschäftigen betroffen und haben heute Morgen davon erfahren.

„Heute wurde Dean Nelson von Smith Cooper als Insolvenzverwalter für Eurocom Developments Limited benannt, die aufgrund von Verzögerungen bei erwarteten Verträgen in finanzielle Schwierigkeiten gerieten, was zu massiven Engpässen beim Kapitalfluss führte“, heißt es in einem Statement.

„Seit 2008 gab es einen ständigen Rückgang der Verkaufszahlen von Konsolen- und PC-Spielen, der zu einem deutlichen Rückgang der Zahl neuer Spiele führte, die von den weltweit agierenden Publishern von Unterhaltungssoftware in Auftrag gegeben wurden. Ebenso hatte das Unternehmen mit starker Konkurrenz durch Entwickler in Ländern mit niedrigen Kosten oder denen mit großzügigen Steuererleichterungen zu kämpfen.“

„Als Resultat daraus mussten die verbleibenden 42 Mitarbeiter heute entlassen werden und der Betrieb wurde nach 25 Jahren eingestellt, in denen man zu einem der größten und erfolgreichsten unabhängigen Spieleentwickler weltweit wurde.“

„Der Vorstand von Eurocom möchte sich herzlich bei all den Mitarbeitern bedanken, die in dieser schwierigen Zeit entlassen werden mussten und weiß all ihre harte Arbeit in Form des konstanten Ablieferns außergewöhnlicher Spiele sehr zu schätzen.“

„Es scheint, als wären sie nicht in der Lage gewesen, die Firma zu retten“, so ein früherer Mitarbeiter gegenüber Eurogamer. „Ein trauriges Ende nach 25 Jahren.“

Zuvor hatte man bei der ersten Entlassungswelle angegeben, sich künftig auf den mobilen Bereich konzentrieren zu wollen, was offensichtlich wenig Früchte trug.

Zuletzt hat Eurocom beispielsweise GoldenEye 007 für die Wii oder GoldenEye 007: Reloaded veröffentlicht. In diesem Jahr folgte das wenig überzeugende 007 Legends.

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