Ron Gilbert wünscht sich mehr Arbeitsspeicher von den Next-Gen-Konsolen

Außerdem sollte man den Download-Markt und kleinere Entwickler mehr unterstützen.

Entwicklerlegende Ron Gilbert (Monkey Island) wünscht sich von der nächsten Konsolengeneration allen voran mehr Arbeitsspeicher. Gleichermaßen sollten sowohl der Download-Markt als auch kleinere Entwickler mehr unterstützt werden.

Auf einem Presse-Event in dieser Woche antwortete Gilbert im Gespräch mit Eurogamer.de wie folgt auf die Frage, was er sich von den Next-Gen-Konsolen wünscht - zum Beispiel Dinge, die man jetzt auf den aktuellen Geräten noch nicht haben könnte: „Es gibt nicht wirklich etwas, von dem ich mir wünschte, dass ich es jetzt tun könnte. Ich denke, dass das, was ich mir am meisten von den Next-Gen-Konsolen wünschen würde, mehr Arbeitsspeicher ist.“

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Ron Gilbert

„Einfach mehr Arbeitsspeicher, weil es schwierig ist, Spiele mit großen Streaming-Welten zu machen, da man ständig Dinge auf die Festplatte hin- und herschieben muss.“

„Aber brauchen wir höhere Auflösungen?“, fragt Gilbert. „Ich denke nicht, dass wir höhere Auflösungen brauchen. Es ist schwierig für mich, mir vorzustellen, wie die Next-Gen-Konsolen wirklich aussehen werden.“

„Microsoft wird vermutlich Kinect in seine nächste Konsole integrieren, aber ist das wirklich so interessant? Ich weiß es nicht. Also gebt mir einfach mehr Arbeitsspeicher. Das ist alles, was ich wirklich will“, sagt er und lacht.

Meinem Kommentar, dass mir persönlich eigentlich schon eine bessere Technik ausreichen würde, um etwa 60 FPS zu erreichen, stimmte er zu: „Richtig. Ich glaube nicht, dass sie großartige Sprünge nach vorne machen müssen. Ich kann mir einfach viele kleine Verbesserungen vorstellen.“

„Eine Sache, auf die ich bei den Next-Gen-Konsolen wirklich hoffe, ist, dass sie den Download-Markt mit offeneren Armen begrüßen und es auch kleineren Entwicklern erlauben, auf die Konsolen zu kommen, da sie das bislang nur den EAs und Activisions dieser Welt ermöglichen. Das hilft uns wirklich überhaupt nicht. Hoffentlich gewähren sie einfach weit mehr Leuten den Zugang dazu.“

Im Grunde also ähnlich wie bei Apple?

„Ja, ich mag das, was Apple tut, wirklich sehr“, so Gilbert. „Eine Menge Leute hassen sie, weil es ungefähr 120.000 Spiele in ihrem App Store gibt und die Leute glauben, dass es dort so viele lästige Dinge gibt.“

„Aber ich hätte lieber das als eine Situation, in der nur einige ausgewählte und privilegierte Leute auf den Konsolen sein können. Denn zumindest im App Store kann man, wenn man ein tolles Spiel entwickelt und etwas von der Vermarktung versteht, erfolgreich sein. Es gibt keine wirklichen Barrieren beim App Store oder beim Android Store. Sie sind einfach völlig offen. Ich denke, das ist eine gute Sache.“

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Mehr von Ron Gilbert lest ihr in der kommenden Woche bei uns, einerseits in unserem Interview und andererseits in der Vorschau zu seinem neuen Adventure-Projekt The Cave.

The Cave - Trailer

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