Black Isle startet Crowdfunding-Aktion zur 'Wiederbelebung' des Studios

Will PV13 - ehemals das "Fallout-MMO" - weiterführen.

Ehemalige Mitglieder von Fallout- und Planescape-Torment-Entwickler Black Isle wollen das Studio per Crowdfunding wiederbeleben. Dazu startete man ein humoriges Pitch-Video auf der Black-Isle-Seite, in dem man die Maya-Apokalypse abwenden wolle, indem man sie durch eine virtuelle Ersetze.

Hierbei ist natürlich von einem postapokalyptischen Videospiel die Rede, das zum ersten Projekt des Studios werden soll, wenn genug Erlöse eingefahren werden. Den Titel nennen Chris Taylor, Chip Bumgardner und Mark O'Green und Jeff Clendenning in dem Video mehrfach PV13 - unter diesem Arbeitstitel war zeitweise das für Interplay geplante Fallout-MMO bekannt, von dem man nach einem verlorenen Rechtsstreit mit Jetzt-Rechteinhaber Bethesda nichts mehr hörte.

Allerdings greift das Studio nicht auf Kickstarter zurück und zugleich spendet man auf der Black-Isle-Seite nicht direkt für die Realisierung des Spiels. Das Geld geht anscheinend mehr oder weniger direkt in die Neubegründung des Entwicklers. Wie viel Geld die Organisatoren zu erzielen versuchen, ist bislang nicht bekannt. Belohnungen für Zahlungen umfassen aktuell Forenzugang und Posting-Rechte auf der Community-Seite, (virtuelle) Maya-Apokalypse-Abwender Medaillen und ein Helden-Zertifikat. Es ist nicht die Sorte Crowdfunding-Pitch, die man alle Tage zu sehen bekommt …

Über PV13 steht auf dem Blog zu lesen:

"Project V13 ist der erste geplante Black Isle Studios Release seit Jahren, ein postapokalyptisches Strategie-Rollenspiel. Du erschaffst einen Charakter, der dich in der Spielwelt repräsentiert. Dein Charakter wird ein gestählter Abenteurer mit einer Reihe möglicher Herkünften sein. Einer der letzten verbleibenden Menschen, eine neue Art Mutant oder ein technologisch fortschrittlicher Cyborg. Die Wahl ist dein."

"Hast du dich für einen Charakter-Background entschieden, gründest du deine 'Kolonie'. Von einer verlassenen Stadt, einer heruntergekommenen Militärbasis bis hin zu den Ruinen einer Ölbohrstation - es ist an dir, die Kolonie zu kontrollieren und wiederaufzubauen. Du ziehst NPCs als Wachen, Arbeiter, Wissenschaftler oder für andere Aktivitäten an. Oder du schanghaist sie einfach, wenn das dein Ding ist. Lasse sie arbeiten, um deine Gesellschaft wieder aufzubauen und deine Kolonie zu verbessern."

Weiterhin ist von großen Abenteuern die Rede, während man Ressourcen und uralte Technologien birgt und "Horden von Gegnern" bekämpft. Skills und Talente kommen natürlich auch zur Sprache.

Dies ist definitiv einer der ungewöhnlichsten Crowdfunding-Aufrufe bisher. Der Gegenwert, der Spielern geboten wird, liegt hauptsächlich im Versprechen, eines der großen, alten Studios wieder auf der Spiele-Bühne zu erleben. Alles andere sind lediglich die Grundakkorde einer schönen Zukunftsmusik.

Wie seht ihr das? Können solche Arten von Crowdfunding Erfolg haben? Bisher wurde meistens ein Spiel als Gegenwert geboten. Reicht purer Idealismus, um einen Entwickler ins Leben zurück zu holen?

Quelle: eurogamer.net.

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