Jensen über Moebius: Gabriel-Knight-Fans werden jede Minute lieben

Auch ohne Lizenz soll das neue Adventure die Fans des Klassikers begeistern.

Eine „offizielle" Fortsetzung zu Gabriel Knight kann Jane Jensen aufgrund der mangelnden Lizenz vielleicht nicht entwickeln, aber das hindert sie nicht daran, mit Moebius an einem spirituellen Nachfolger zu arbeiten, von dem Gabriel-Knight-Fans jede Minute lieben sollen.

Gemeinsam mit Cesar Bittar, CEO von Entwickler Phoenix Online, sprach Jensen gegenüber VG247 ein wenig über das Projekt.

„Moebius läuft sehr gut. Wir haben im September die Produktion mit Phoenix Online als Entwickler begonnen und bereits eine Menge Fortschritte erzielt. Ich denke, der Grafikstil ist sehr frisch und die Story ist wirklich großartig geworden", so Jensen. „Es hat in der gleichen Art und Weise Ähnlichkeiten mit Gabriel Knight wie das bei Gray Matter der Fall war - es ist das gleiche Genre und ein Mystery-Thriller mit einigen paranormalen Elementen. Aber das war es auch schon."

„Um aus einer anderen Perspektive zu sprechen... ich habe die Story gelesen und kann sagen, dass das Mysterium des Spiels etwas ist, das sich extrem frisch und aufregend fühlt", fügt Bittar hinzu. „Gabriel-Knight-Fans werden definitiv jede Minute davon lieben."

Moebius basiert auf einem Konzept, das Jensen bereits seit einer Weile aufgreifen wollte. Das Spiel dreht sich um den Antiquitätenhändler Malachi Rector, der von einem Milliardär engagiert wird, um eine Reihe mysteriöser Vorkommnisse und die Ermordung einer jungen Frau zu untersuchen.

„Es ist eine Idee, mit der ich schon seit rund einem Jahr spielte. Wir ließen unsere Unterstützer über das Spiel abstimmen, das sie zuerst haben wollen und Moebius wurde gewählt. Außerdem waren Gray Matter 2 und ein 'English romance game' auf der Liste."

Weiterhin sprach Jensen ein wenig über die Qualität der Storys in der Spieleindustrie. Ihrer Ansicht nach steigen die Standards zwar, Hochqualitatives habe es aber immer schon gegeben: „Diese 'Sache' gibt es schon, seit ich vor 20 Jahren mit Spielen anfing. Alle paar Jahre begeistern sich die Leute dafür, dass das Schreiben und die Storys in Spielen 'möglicherweise wichtig werden'", sagt sie.

„Ehrlich gesagt gibt es schon seit langer Zeit einige großartige Autoren im Spiele-Bereich, seit den Infocom-Tagen. Und es passieren auch weiterhin wirklich innovative Dinge, wie man etwa anhand von The Walking Dead oder Heavy Rain sieht. Ich betrachte das also nicht so sehr als neue Entwicklung. Ich glaube nicht, dass sich die Industrie als Ganzes verändert. Die meisten Spielefirmen unterschätzen nur die Story-Aspekte eines Spiels. Und ich mache einfach weiter mein Ding."

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