Call of Duty: Ghosts läuft auf Xbox One und PS4 in 1080p und mit 60 FPS

Nutzt aber keine Always-on-Funktionen.

Call of Duty: Ghosts wird auf Xbox One und PlayStation 4 in einer Auflösung von 1080p laufen, sagt Infinity Ward.

Dabei behält man ebenfalls das Markenzeichen der Reihe bei, nämlich die super-geschmeidigen 60 Frames pro Sekunde.

Wie Infinity Wards Executive Producer Mark Rubin gegenüber Eurogamer angab, bestand das primäre Ziel bei Ghosts - das auf einer verbesserten Version von Infinity Wards vorhandener Engine basiert - darin, dass es auf allen Plattformen mit 60 Frames pro Sekunde läuft, um dann darauf aufzubauen.

"Wir konzentrieren uns sowieso immer so sehr darauf. Vielleicht war es keine so große Herausforderung wie für andere Leute. Für uns gehört das einfach so sehr zu unseren Spielen, dass es schlicht passiert. Wir haben ein Spiel, das mit 60 Frames pro Sekunde läuft. Dann fangen wir an, Sachen zu integrieren und wenn irgendetwas das beeinflusst, arbeiten wir entweder daran oder werfen es raus."

"An den Konsolen-Versionen wird noch immer in vollem Umfang gearbeitet, aber bis jetzt sieht es gut aus. Tatsächlich haben wir einen 4K-Fernseher im Büro und lassen das Spiel darauf laufen. Es sieht phänomenal aus. Die 4K-Fernseher haben ein Limit von 30 Hertz, also reizen wir sie aus. Es sieht fantastisch aus!"

Und obwohl man auf den Next-Gen-Konsolen die 1080p und 60 FPS erreicht hat, liegt der Fokus von Ghosts laut Rubin doch auf dem "Spaß" und nicht auf irgendwelchen technischen Features. Infinity Ward hat bereits darüber gesprochen, wie die zusätzliche Rechenleistung der Next-Gen-Konsolen für eine bessere Grafik sorgt, aber im Hinblick auf die KI scheint das Studio zum Beispiel einen allgemeineren Ansatz zu verfolgen.

"Es gibt mehr Rechenleistung", sagt Rubin. "Die Next-Gen-Konsolen haben definitiv technische Vorteile, aber unsere größte Sorge im Hinblick auf die Story war - besonders wenn es um die KI geht -, eine gute Geschichte zu erzählen."

"Als Studio haben wir uns immer - und dabei blicke ich zurück auf CoD 2 oder CoD 4 - von Filmen inspirieren lassen, nicht von anderen Spielen. Es ist allgemein bekannt, dass Call of Duty dieses filmreife Erlebnis bietet. Und genau darauf haben wir uns stets mehr konzentriert. Das gilt auch für dieses Spiel."

"Aber die Next-Gen-Konsolen erlauben es uns, einige Dinge mit der KI anzustellen. Es ist mehr situationsbezogen anstatt im Allgemeinen von einer KI zu sprechen - das ist so ein pauschaler Begriff. Wir waren in der Lage, mehr neue und interessante Situationen zu erschaffen, die wir zuvor vielleicht nicht gesehen haben."

Während einer Präsentation von Ghosts hinter verschlossenen Türen zeigte uns Rubin einen Stealth-orientierten Level namens "Federation Day", der in Caracas, Venezuela spielt. Darin seilen sich der Spielercharakter und zwei seiner Kameraden von einem Hochaus ab, während unter ihnen in den hell beleuchteten Straßen hunderte Menschen eine Party feiern. Bevor man sich ins Innere des Gebäudes begibt, um auf einen Computer zuzugreifen, erschießt man noch einige überraschte Soldaten von außerhalb. Dann gibt es - wenig überraschend - Explosionen und das Hochhaus bricht mit euch und euren Kameraden im Inneren zusammen.

Rubin bestätigte, dass der mysteriöse Feind in Ghosts ein Kollektiv aus südamerikanischen Ländern ist, wie der Name "Federation Day" bereits andeutet. In der Geschichte, die in der nahen Zukunft spielt, geht es darum, dass Südamerika durch die Ölreserven in der Region zu einer neuen Supermacht geworden ist, während sich die USA und andere vormals mächtige Länder auf dem absteigenden Ast befinden. In Folge eines katastrophalen Events führt der Spieler als Teil des speziell ausgebildeten Ghosts-Teams den Kampf gegen die Föderation an.

Spiele so schlecht, dass man es nicht glauben will. Aber gesehen müsst ihr sie haben! Spiele so schlecht, dass man es nicht glauben will.

Neben der verbesserten Leistung von Xbox One und PS4 gegenüber ihren Vorgängern haben sowohl Microsoft als auch Sony Always-on-Funktionen für ihre Next-Gen-Konsolen vorgestellt. Einige Entwickler, etwa Ubisoft Montreal (Assassin's Creed 4) nutzen diese ständige Verbindung bereits zu ihrem Vorteil, um ihren Spielen bestimmte Mechaniken und Features hinzuzufügen. Laut Rubin will Infinity Ward hier aber erst einmal abwarten und er bestätigte, dass Ghosts keine solchen Features nutzt.

"Es ist nicht wirklich etwas, das wir uns jetzt schon näher anschauen würden. Ich wäre der Erste, der zugibt, dass wir uns nicht auf die Technologie konzentrieren. Wir waren nie diejenigen mit der fortschrittlichten, besten Grafik. Der Spaß steht bei uns an erster Stelle. Und wenn die Technik dabei hilft, diesen Spaß noch zu vergrößern, dann ist das großartig. Aber falls nicht, brauchen wir es nicht unbedingt."

"Es gibt da einige interessante Sachen", so Rubin weiter. "Als Entwickler beschäftige ich mich natürlich damit, was wir tun könnten. Aber wir gehen auf Nummer sicher und stellen erst einmal sicher, dass das Spiel tatsächlich davon profitiert, bevor wir es umsetzen."

Darüber hinaus deutete er an, dass Ghosts auch für die Wii U erscheint, obwohl die Plattform bislang nicht genannt wurde. "Stay tuned", sagt er.

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