EA: 'Wir haben kein Problem mit Gebrauchtspielen, wie es sie heute gibt'

EA strebt eine für die Spieler positive Lösung an.

Update (13.06.2013): Im Rahmen einer Telefonkonferenz mit Investoren hat EAs Frank Gibeau bestätigt, dass man sich derzeit noch nicht für eine Vorgehensweise entschieden hat.

“Wir gestalten unsere Strategie auf Basis der Informationen, die sie veröffentlicht haben“, sagt er.

“Im Allgemeinen schauen wir uns aber definitiv eine Lösung an, bei der die Spieler an erster Stelle stehen, damit wir weiterhin positive Erfahrungen mit Nutzern gebrauchter Spiele machen können.“

Originalmeldung: Microsofts Ansatz im Hinblick auf Gebrauchtspiele kennen wir mittlerweile: Es bleibt den Publishern überlassen, ob sie das unterstützen wollen oder nicht. Sony verspricht hingegen keinerlei Einschränkungen. Was machen also die Publisher?

Die meisten schweigen aktuell zu dem Thema. Andere gaben gegenüber Eurogamer an, die jüngsten Ankündigungen hätten sie überrascht - auch die von Sony. Viele arbeiten auch noch an ihren Plänen diesbezüglich, darunter Electronic Arts. Aber dennoch gibt es allen Grund, optimistisch zu sein.

„Wir haben angekündigt, dass wir den Online-Pass aufgeben", sagt EAs Patrick Söderlund auf der E3 gegenüber Eurogamer. „Wir machen das nicht mehr. Und zwar aus dem Grund, weil wir mit den Leuten, unseren Fans und Spielern kommuniziert haben. Sie sagten: 'Hört zu, wir wollen unsere Spiele so nicht spielen.' Wir müssen auf sie hören und haben es entfernt. So einfach ist das."

„Wir haben kein Problem mit Gebrauchtspielen, wie es sie heute gibt", erklärt er. „Wir haben unsere Haltung dazu klar verdeutlicht, als wir den Online-Pass aufgaben."

Aber wie sieht es in der nächsten Generation aus? „Wir müssen uns natürlich anschauen, was die Plattformhersteller machen und womöglich einige Regeln befolgen, aber nach diesen Konferenzen geht es wieder darum, dass wir das tun, was unserer Ansicht nach richtig ist."

„Aber nochmal: Unser allgemeiner Ansatz ist, dass wir den Fans das geben, was sie wollen." Und viele Spieler sagen, sie wollen ihre Spiele eintauschen oder verkaufen. „Dann schauen wir uns das genauer an", versichert er. „Und wenn sie das wollen, werden wir es vermutlich erlauben."

Was letzten Endes wirklich passiert und was die Unternehmen machen, werden wohl erst die kommenden Monate zeigen.

Mirror's Edge - E3-Trailer

Electronic Arts' Peter Moore gab unterdessen im Gespräch mit Polygon an, dass der Publisher im Hinblick auf die DRM-Maßnahmen von Microsoft keinerlei Lobbyarbeit betrieben habe.

„Als Chief Operating Officer von Electronic Arts kann ich euch sagen, dass EA bei den Plattformherstellern keine aggressive Lobbyarbeit betrieben hat, damit sie irgendeine Funktion einbauen, um Gebrauchtspiele zu erlauben oder zu verbieten", so Moore.

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„Es ist bekannt, dass ich ein Befürworter von Gebrauchtspielen bin. Ich mag dieses System. Mir gefällt die Tatsache, dass es die Preise acht Jahre lang auf einem guten Niveau gehalten hat. Ich mag es, dass jemand ein physisches Exemplar eines Spiels kaufen und es als Eigenkapital betrachten kann. Das wiederum hält GameStop lebendig und sie sind für uns ein toller Launch- und Marketing-Partner."

„EA hatte nie ein Gespräch - und ich war bei allen dabei - mit den Herstellern gehabt und gefordert, dass es ein System geben muss, mit dem wir unseren Anteil bekommen oder mit dem es gestoppt wird. Das ist absolut falsch."

Auch Moore bestätigte, dass man noch keine Entscheidung getroffen hat, wie man in Zukunft vorgeht.

„Selbst intern haben wir uns noch nicht einmal hingesetzt und diese Fragen beantwortet", sagt Moore. „Wir werden herausfinden, was wir tun müssen. Das Ganze ist gerade erst passiert und wir müssen erst einmal wieder zusammenkommen, uns anhören, was die Leute denken und mit unseren Handels- und First-Party-Partnern sprechen. Wir hatten keine Ahnung, was Sony ankündigen würde. Nächste Woche treffen wir uns wieder und sprechen darüber."

Spiele so schlecht, dass man es nicht glauben will. Aber gesehen müsst ihr sie haben! Spiele so schlecht, dass man es nicht glauben will.

Zum Online-Pass sagte er, dass er einfach „nicht kundenfreundlich" war, deswegen hat man sich nun davon verabschiedet. „Der Online-Pass bereitete den Kunden mehr Probleme als das Ganze wert war. Es war ein Fehler. Das Feedback der Kunden besagte, dass dieses Ding einem guten Spielerlebnis im Weg steht, also lassen wir es weg."

Dragon Age: Inquisition - E3-Trailer

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