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Nintendo Switch Speicher erweiten: Die besten microSD-Karten

So verschafft ihr der neuen Konsole mehr Speicherplatz.

Es dauert nicht mehr lange, bis Nintendo sein neues Zugpferd, die Switch, vom Stapel lässt. Habt ihr euch über die neue Konsole schon etwas schlau gemacht, wisst ihr bestimmt auch schon, dass die Switch (wie schon die Wii U) "nur" mit 32GB internen Speicher daher kommt. Das ist nicht gerade viel, wenn man bedenkt, dass Spiele wie The Legend of Zelda: Breath of the Wild in ihrer Grundversion schon 13,4GB an Speicherplatz verbraten, sofern sie nicht von einer entsprechenden Gamecard aus laufen. Doch selbst dann sind Day-One-Patches, DLC und Savegames noch nicht mitgerechnet.

Der Standardspeicherplatz wird bei aktivier Nutzung also schnell knapp werden. Glücklicherweise (oder eher absichtlich) macht es euch Nintendo recht leicht, den Speicher mittels microSD-Karten zu vergrößern - Selbige kennt man ja bereits von Smartphones, Kameras und so weiter. Heutige Kartenmodelle sind auf der technischen Seite schon seit Jahren schnell und groß genug, sodass ihr auch beim Spielen mit der Switch keine Einschränkungen bekommen werdet.

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Welche Karten unterstützt Nintendos Switch? Worauf kommt es an?

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Um diese Frage beantworten zu können, müssen wir als Erstes wissen, was die Switch auf der technischen Seite unterstützt, und wofür die Karte vom System verwendet wird. Leider sind in diesem Punkt noch nicht alle Details geklärt. Bislang ist nur bekannt, dass offiziell microSD, microSDHC und microSDXC bis zu einer Größe von 2TB unterstützt werden. Damit ist die neue Konsole der Zeit sogar ein Stück voraus, da erst letzten September die SanDisk Extreme Pro mit "nur" 1 Terabyte als bislang größte Karte vorgestellt wurde. Selbige ist aber noch nicht erhältlich und selbst wenn, wird sich der Preist in astronomischen Sphären bewegen (man rechnet über 700€).

Die Frage, die bislang offen bleibt, ist, ob die Switch auch den UHS-2 Standard unterstützt. Entsprechende Karten sind zwar abwärts kompatibel und würden bei der Switch funktionieren, allerdings sind diese auch recht teuer. Für den Fall, dass die Switch nicht das entsprechende Bus Interface verwendet, würde man beim Kauf einer solchen Karte sein Geld für nicht nutzbare Geschwindigkeit rauswerfen.

Bis wir genauere Angaben dazu aufspüren, gehen wir erst einmal davon aus, dass UHS-2 nicht unterstützt wird. Dafür sprechen mehrere Gründe: Zum einen wurde der Standard nie irgendwo spezifisch erwähnt (was immerhin ein Verkaufsargument wäre). Auf der anderen Seite sind diese Standards für hochauflösende Videos mit 4K/8K mit 60/120 fps gedacht, und selbst bei den neuesten Kameras kaum zu finden - eine Spielkonsole wäre damit völlig überdimensioniert. Nicht zu vergessen, dass für UHS-2 ein neues Bus-Interface mit mehr Kontakten nötig ist, das die Kosten der Switch noch weiter hochgetrieben hätte.

Welche Karte ist geeignet und bietet das beste Preis-/Leistungsverhältnis?

Grundsätzlich unterstützt die Switch alle aktuellen Karten. UHS-2 lassen wir aufgrund der offenen Geschwindigkeitsfrage und dem damit verbundenen hohen Preis erst einmal raus. Als unterstes Minimum sollte die Karte der Geschwindigkeitsklasse "Class 10" (auch "C10", "U1" oder "V10") entsprechen. Das ist heutzutage kein Problem mehr, da so gut wie alle aktuellen Karten bereits deutlich schnellere Standards wie U3, V30, V60, V90 und UHS-1 erfüllen.

Bei der Größe des Speicherplatzes kommt es vor allem auf euer Portemonnaie und eure Vorstellungen an. Das beste Preis-/Leistungsverhältnis im Sinne von GB pro Euro findet ihr derzeit bei Karten mit 128GB Speicherplatz, die für um die 40 Euro zu haben sind. Karten mit 200GB sind aufs GB gerechnet nur minimal teurer und für Nutzer mit höherem Speicherbedarf genauso empfehlenswert. 256GB-Karten sind derzeit das obere Ende der empfehlenswerten Karten. Hier finden sich sehr viele Modelle, die UHS-2 unterstützen, und dementsprechend teuer ausfallen - ein drei bis vier Mal so hoher Preis einer 128GB Karte ist keine Seltenheit. Karten mit 512 GB sind mit Preisen jenseits der 300 Euro sehr teuer und für die Switch wohl auch überdimensioniert. Hier unsere Empfehlungen:

SanDisk Ultra (128GB)

SanDisk_Ultra_128_GB

Die "Ultra" gehört zur Mittelklasse von SanDisk und bietet euch mit 128 GB Speicherplatz und einem Preisverhältnis von rund 31,2 Cent pro GB einen der besten Kompromisse aus Preis und Speicherplatz. Mit bis zu 80 MB/Sek beim Lesen erfüllt sie den UHS-I Standard und verschafft damit der Switch schnellen zusätzlichen Raum. Die Schreibgeschwindigkeit rückt SanDisk übrigens - wie viele andere Hersteller in dieser Klasse auch - nicht gerne heraus, da sie nicht besonders gut ausfällt (je nach Test zwischen 20MB und 30MB pro Sekunde). Für die Switch sollte das aber trotzdem leicht ausreichen, zumal mehr Daten gelesen als geschrieben werden. Wer mehr Schreibgeschwindigkeit will, sollte zur teureren "Extreme"-Baureihe greifen. Zur Karte selbst bekommt ihr noch einen SD-Adapter obendrauf.

SanDisk Ultra (128GB) - rund 40 Euro

Samsung 128GB EVO Plus (128GB)

Samsung_Evo_Plus_128GB

Samsungs 128 GB große EVO Plus lässt sich gut mit der SanDisk 128GB Mittelklasse-Karte vergleichen. Beim Lesen schafft sie ebenfalls bis zu 80 MB/Sek. und schreibend bis zu 20 MB/Sek, was für den UHS-1 Standard reicht. Wer mehr Schreibgeschwindigkeit will, sollte sich die SanDisk Extrem Plus überlegen. Die Samsung EVO Plus ist mit rund 30,4 Cent pro GB minimal günstiger, als die Konkurrenz von SanDisk. Alles in allem bietet sie derzeit einen der besten Kompromisse aus Preis, Leistung und Speicherplatz. Zur microSD-Karte selbst bekommt ihr noch einen SD-Adapter obendrauf.

Samsung 128GB EVO Plus (128GB) - rund 39 Euro

SanDisk Extreme Plus (128GB)

SanDisk_Exptreme_Plus_128_GB

Die "Extrem Plus"-Baureihe ist SanDisks Oberklasse. Das macht sich vor allem bei der Geschwindigkeit bemerkbar: 95MB/Sek. beim Lesen und 90MB/Sek. beim Schreiben. Das sind Spitzenwerte beim UHS-1 Standard und lassen die "Ultra"-Mittelklassekarte spielend im Regen stehen. Allerdings gibt es dieses Tempoplus nicht umsonst. Mit rund 60 Cent pro GB fällt der Preis fast doppelt so teuer aus, wie bei der Ultra-Variante. Zur microSD-Karte selbst bekommt ihr wie üblich einen SD-Adapter dazu.

SanDisk Extreme Plus (128GB) - rund 77 Euro

SanDisk Ultra (200GB)

SanDisk_Ultra_200GB

Die SanDisk Ultra mit 200GB Speicherplatz ist der größere Bruder der 128GB Variante. Mit rund 38,5 Cent pro GB ist sie nur minimal teurer, dafür bietet sie mehr Platz und ist mit bis zu 90 MB/Sek beim Lesen auch noch etwas schneller. Leider spricht SanDisk mal wieder nicht über die Schreibgeschwindigkeit. Laut diverser Tests bewegt sie sich um die 40MB bis 50MB pro Sekunde, was eher durchschnittlich ist. Den UHS-I Standard erfüllt sie damit jedenfalls damit aber trotzdem und der Switch sollte das auch genügen. Schnellere Alternativen sind nur schwer zu finden, da es nicht allzu viele 200GB-Modelle gibt. Zur microSD-Karte selbst bekommt ihr wie immer einen SD-Adapter obendrauf.

SanDisk Ultra Android microSDXC 200GB - rund 77 Euro

Samsung EVO Plus (256GB)

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Samsung_Evo_Plus_256GB

Die Samsung EVO Plus mit 256 GB schafft bis zu 95 MB/s beim Lesen und 90 MB/s beim Schreiben und gehört damit zu den schnellsten UHS-1 microSD-Karten, die derzeit auf dem Mark verfügbar sind. Der enorme Speicherplatz und die hohe Geschwindigkeit hat mit rund 64,4 Cent pro GB allerdings auch ihren Preis. Sofern ihr mit dem Gedanken spielt, euch die Karte nicht nur für die Switch, sondern beispielsweise auch für eine digitale Spiegelreflexkamera zuzulegen, könnt ihr mit dieser Karten nichts falsch machen. Wie üblich gehört ein SD-Adapter mit zum Lieferumfang.

SanDisk Ultra Android microSDXC 200GB - rund 160 Euro

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