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Die besten Gamepads und Controller für PS4, PC und Xbox One

Mit diesen Controllern werdet ihr deutlich besser spielen.

PC-Zocker sind gesegnet (oder verflucht) mit einer gigantischen Auswahl an Eingabegeräten, aus denen sie sich nach ihrem Gusto das Beste herauspicken können. Selbst bei Gamepads, an denen man dank Konsolen-Portierungen für den PC kaum noch herumkommt, ist die Auswahl recht groß, da so ziemlich alles funktioniert. Ja, den PC-Zockern geht's in dem Punkt sehr gut. Leider sieht es auf der Konsolen-Seite bei Weitem nicht so rosig aus. Der DualShock 4-Controller der PS4 mag ja nicht schlecht sein, allerdings ist er auch nicht der goldene Wurf, als den man ihn angepriesen hat. Nicht jeder kommt mit dem Controller zurecht - sei es wegen der anfangs bemängelten Material- und Verarbeitungsqualität, der Abmaße, die die Gelenke nach einigen Stunden schmerzen lassen, fehlender individueller Tastenbelegungen und Profile oder speziellen Anforderungen von bestimmten Genres.

Auch wenn man es sich als PlayStation-Zocker vielleicht nicht eingestehen will, einen großen Vorteil hatte Xbox One Abteilung bislang immer noch: den deutlich besser verarbeiteten und frei konfigurierbaren Elite-Controller. Jetzt, über drei Jahre nach dem Startschuss der PS4, kommen so langsam wirklich brauchbare und bessere Alternativen zum Standard-PS4-Controller auf dem Markt. Da fragt man sich natürlich: Wieso hat das so lange gedauert? Vielleicht hat man bei Sony keinen großen Sinn in einem "Elite-Modell" gesehen, da ja der Standardcontroller das Wunschlos-Glücklich-Paket hätte sein sollen. Eventuell hat man einem solchen Controller auch die gleichen niedrigen Verkaufschancen gegeben, wie Microsoft zu Beginn seinem Überraschungshit. Auf jeden Fall spielen für Dritthersteller die Spezialeigenschaften des DualShock 4 (Touchpad, Lampe, Sicherheits-Chip und so weiter) eine Rolle, die sich nicht so einfach einbauen kann.

Wie dem auch sei, kürzlich ist eine neue Generation von PS4-Controller aus ihren Startlöchern geschossen, die nun endlich auch den ambitionierten PlayStation-Zockern die Möglichkeit auf einen höherwertigen Controller bietet. Auf dieser Seite wollen wir euch eine Übersicht über die besten Controller für die PS4, den PC und - in diesem Zusammenhang - auch für die Xbox zeigen. Da unter dem Begriff "Controller" so einiges zusammenkommt (Gamepads, Arcade Controller, Joysticks, Sensorleisten, Tanzmatten, Lenkräder etc.), nehmen wir uns auf dieser Seite die klassischen und zumeist verwendeten Gamepads vor. Seid ihr eher auf der Suche nach einem Lenkrad, einem Spezialcontroller für ein bestimmten Genre oder wollt PC-Hardware an der PS4 betreiben, werdet ihr auf den Seiten Die besten Lenkräder für PS4 und PC und Die besten Spezial-Controller und Maus-/Tastatur-Konverter für PS4 fündig.

Und da ein optimales Spielerlebnis nicht nur vom Controller abhängt, interessiert ihr euch vielleicht auch für Die besten Fernseher für PS4 Pro und Xbox One oder Die besten Headsets für PS4 Pro, Xbox One S und PC respektive Die besten Soundbars für PS4 Pro, Xbox One S und TV. Wollt ihr mit der PlayStation 4 in die virtuelle Realität eintauchen, verraten wir euch, was ihr Alles für PlayStation VR braucht. Nicht zu vergessen: das Zubehör. Egal, ob Ladestation, Zusatzakku oder Chatpad, auf die Seite Das beste Zubehör für PS4 zeigen wir euch, was es alles für die Konsole gibt. Sollte euch das Schnäppchenfieber packen, haben wir für euch auf der Seite Die besten Schnäppchen und Sonderangebote für PS4, Xbox One und PC akutelle Preisknaller aus allen Sparten herausgepickt.

Highend für PS4: Nacon Revolution Pro

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NACON_Revolution_Pro

Der Nacon Revolution Pro ist einer der wenigen neuen Highend-Controller für die PS4 und erst kürzlich in den Verkaufsregalen gelandet. Er richtet sich vor allem an wettbewerbsorientierte Zocker und bietet dementsprechende Vorzüge: So lässt sich das Gewicht anpassen (2 x 10 g, 2 x 14 g, 2 x 17 g), sämtliche Tasten und Sticks programmieren und einstellen (PC erforderlich), Makro-Sequenzen auf vier Shortcut-Tasten legen, Beleuchtungsparameter (Intensität, Pulsation) und Vibrationsparameter (Stufenloses Einstellen der Vibrationsstärke, An/Aus) individualisieren und so weiter - hier bleiben kaum wünsche offen.

Die Verarbeitung an sich macht einen ausgezeichneten Eindruck und die Anordnung der extrem präzisen Dual-Analog-Sticks mit 46° Amplitude und Dual-Analog-Trigger ist ein Traum für alle Xbox-Pad-Fanatiker, die an der PS4 spielen wollen. Natürlich findet man am Revolution auch sämtliche Ausstattungsmerkmale, die der Standard-PS4-Controller bietet (Touchpad, Kopfhöreranschluss, 8-Wege-Steuerkreuz, PS-/Share-/Options-Taste), nur eben eine Qualitätsstufe höher.

Leider gibt es auch ein paar Mankos: Darunter eine fehlende Einschaltmöglichkeit der PS4 per Pad und ein Wireless-Betrieb. Der ist aus "Kostengründen" und, um nicht den kleinsten Lag zuzulassen, gestrichen worden. Somit müssen drei Meter stabiles Textilkabel reichen, das am Controller fest verschraubt wird. Hinzu kommt, dass der Revolution Pro bislang offiziell am PC nicht unterstützt wird und es keine Treiber von Nacon selbst gibt. Im Gleichen Zug ist aber ein PC zwingend notwendig, um die Konfiguration zu ändern. Wenn ihr mehr über den Nacon Revolution Pro Controller wissen wollt, findet ihr unseren ausführlichen Test auf der Seite Nacon Revolution Pro PS4 Controller - Test.

Nacon Revolution Pro - rund 108 Euro

Highend für PS4 und PC: Razer Raiju

Razer_Raiju

Der Razer Raiju Controller ist der zweite im Bunde der neuen Highend-Pads für die Playstation 4. Wie sein Konkurrent, der Nacon Revolution Pro, wurde auch das Donnerbiest in erster Linie für E-Sportler entwickelt. Deswegen kommen auch hochwertige Materialien wie Aluminium in Luftfahrtfertigungsqualität und Carbon zum Einsatz. Zusammen mit einer Top-Verarbeitungsqualität sollen für eine lange Lebensdauer sorgen. Die Bauform, die in die Seitengriffe eingelassene Gummibeschichtung und das ideale Gewicht von 349g wurden in Zusammenarbeit mit renommierten E-Sportlern ausgetüftelt und sollen auch lange Zockersessions ermöglichen.

Bei der Ausstattung und dem Tastenlayout orientiert man sich mehr oder weniger am bekannten Design des PS4-Standard-Controllers. Zu den zwei hochpräzisen Sticks, dem D-Pad, den vier mechanische Hyperesponse-Aktionstasten, den beiden Schulter und Triggertasten und der Share-, Option- und PS-Taste gesellen sich noch insgesamt vier voll programmierbare Multifunktionstasten - zwei Bumper-Tasten auf der Rückseite sowie zwei abnehmbare Trigger-Tasten an der Unterseite. Des Weiteren kommt ein sogenanntes "Quick Control Panel" mit vier Tasten an der unteren Controllerkante hinzu, mit dem sich sofortige Anpassungen der Lautstärke, Mikrofons, Profile und anderer Funktionen vornehmen lasen.

Der Razer Raiju hat mehrere programmierbare Tasten, die sich entgegen der Konkurrenz direkt an der PS4 vornehmen anpassen lassen. Alternativ geht's auch am PC. Für Experten gibt es einen Hair-Trigger modus (R2 muss nur wenig angetippt werden, um zu feuern), einen optionalen Trigger-Stopp-Schalter für Schnellfeuer und einen Stecher-Modus für ultra schnelle Reaktionen. Leider findet ihr auch beim Raiju keine Wireless-Funktion. Wie bei der Konkurrenz gibt's aus Lag- und Kostengründen nur ein stabiles drei Meter langes Faserkabel mit Micro-USB-Anschluss, das sich für den Transport abnehmen lässt.

Razer Raiju - rund 170 Euro

Highend für Xbox One und PC: Xbox Elite Wireless Controller

Elite

Zweifelsohne war und ist der Xbox Elite Wireless Controller bislang das beste Gamepad, das man als PC-Nutzer haben konnte und immer noch haben kann - sofern man dem Microsoft-Layout nicht generell abgeneigt ist. Das liegt zum einen daran, dass bisherige Controller noch auf dem alten 360-Design basierten und die Hersteller nichts Neues nachgeschoben haben, bis schließlich die PS4/Xbox One neue Vorgaben beim Controllerlayout lieferten. Erst nach und nach kommen nun endlich neue Kontroller von Drittanbietern auf den Markt, die auf dem Entwurf der neuen Konsolen-Controller basieren.

Auf der anderen Seite sprechen die Qualitäten des Elite Controllers für sich. Der Elite hat alles, was man sich nur vorstellen kann: Austauschbare Komponenten, Wireless und Kabelbetrieb, Top Verarbeitungsqualität dank hochwertiger Materialien und Elektronik, die eine lange Haltbarkeit und höchste Präzision versprechen. So sind die Sticks, Steuerkreuze und Paddles aus Edelstahl gefertigt und die neuen reibungsarmen Ringe an den Sticks nutzen sich weniger ab. Die gummierte Diamond Grip-Fläche sorgt für angenehmere Haptik und mehr Stabilität. Dank der verbesserten Griffigkeit liegt der Controller auch nach längerer Zeit noch bequem in der Hand. Das Soft-Touch-Finish der Oberseite ist komfortabel und rutschfest.

Auch die Ausstattung kann sich sehen lassen. Zu den üblichen Merkmalen des ohnehin schon sehr guten Vorbilds (Xbox One Standard-Controller) kommen vier austauschbare und frei programmierbare Paddles auf der Rückseite, arretierbare Trigger und eine App, mit der sich alle möglichen Dinge feinjustieren lassen (Min.-/Max.-Werte der Trigger, Stick-Empfindlichkeit, Stärke der Vibrationsmotoren etc.). Es lassen sich Makros und Profile anlegen und jede der 14 Eingaben den ABXY-Tasten, den Paddles, dem Steuerkreuz, den Triggern und den Stickklicks zuweisen. Auch der Lieferumfang weiß zu überzeugen. Der Xbox Elite Wireless Controller kommt mit einem eigenen Schutz-Case, 4 Paddles, 6 Sticks (2x Standard, 2x groß, 2x gewölbt), zwei Steuerkreuzen (mehrflächig und herkömmlich), USB-Kabel (2,7m), Batterien, Kurzanleitung und Produkthandbuch daher.

Kurzum: Selbst die neu erscheinenden Controller kommen bislang nur mit Müh und Not gerade so an den Elite heran, wobei häufig das eine oder andere Ausstattungsmerkmal auf der Strecke bleibt. Wenn ihr mehr über den Xbox Elite wissen wollt, findet ihr unseren ausführlichen Test auf der Seite Xbox Elite Wireless Controller - Test

Xbox One Elite Wireless Controller - rund 128 Euro

Oberklasse für PS4 und PC: Sony DualShock 4

DualShock_4

Der DualShock darf mittlerweile auf fast 20 Jahre Entwicklung zurückblicken, in denen sich die generelle Form nur wenig veränderte. Die beiden Griffhörnchen wurden deutlich schlanker und etwas länger, was gerade bei größeren Händen für mehr Bequemlichkeit sorgt. Auf der linken Seite sitzt das Steuerkreuz immer noch oben und der Analogstick parallel zum rechten Gegenstück - anders etwa als bei den Xbox-Sticks. Hinzu kommen zwölf digitale Tasten, zwei analoge Trigger und Schultertasten und sechs Achsen für Bewegungserkennung, Neigung und Beschleunigung. Hinzu kommt als Besonderheit das Touch-Feld, das als Maus fungiert und Richtungsbewegungen sowie Zwei-Punkt-Gesten erkennt, sowie die Lampe auf der Rückseite, die Bewegungen verschiedener Spieler für die PS4-Kamera erkennbar macht. Ein weiteres Feature ist der eingebaute Mono-Lautsprecher, der für manch atmosphärische Sound-Features in Spielen genutzt wird.

Ein großer Vorteil des DS4 ist, dass von Haus aus mit oder ohne Kabel gespielt werden kann - das bietet bei Weitem nicht jeder Controller. Der 1000 mA Akku ist - wie üblich - fest verbaut und hält je nach Spiel und Nutzung der Spezial-Features rund acht bis zehn Stunden durch (mehr wenn man die Rumble-Funktion deaktiviert oder Leuchtkraft reduziert), ehe er per Micro-USB wieder aufgeladen werden muss. Am Ladekabel hängend kann natürlich direkt weiter gespielt werden.

Die Verarbeitungsqualität des DualShock 4 war anfangs recht umstritten. Man hörte von brechenden Sticks, sich schnell auflösender Anti-Rutsch-Beschichtung, knarzendem Kunststoff, wenn man zu fest zupackt, und noch anderen Kritikpunkten. Mittlerweile scheinen diese Probleme aber behoben zu sein. Sogar am PC verrichtet er nun kabellos oder per Bluetooth seinen Dienst. Wahrscheinlich ist es eher eine generelle Frage, ob man den DS4 liebt oder eher hasst. Solltet ihr damit jedoch nicht auf Kriegsfuß stehen und keinen spezialisierten Controller für ein bestimmtes Genre suchen, ist es Preis/Leistungstechnisch immer noch die beste Wahl.

DualShock 4 Wireless Controller 2016, verschiedene Farben: Schwarz, Weiß, Silber, Gold, Blau, Rot, Camouflage, Crystal, grau-blau (Uncharted 4: A Thief's End Design), Steel Black (Batman Arkham Knight) - ab rund 54 Euro

DualShock 4 Wireless Controller, Darth Vader Edition - rund 120 Euro

DualShock 4 Wireless Controller 20th Anniversary Edition (grau) - rund 107 Euro

Oberklasse für Xbox One und PC: Xbox One Wireless Controller

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Xbox_One_Controller

Wer ein aktuelles Gamepad haben will und auf die technischen Spielereien wie Touchpad oder LED-Leuchte des PS4 Controllers verzichten kann, kommt am Xbox One Controller kaum vorbei. Schon der Vorgänger zählte zu den beliebtesten Controllern und konnte dank guter Qualität und angenehmer Ergonomie die meisten Spieler auf dem PC-Sektor von sich überzeugen. Wenig überraschend ist es daher, dass sich an der groben Formgebung des Xbox One Controllers nur wenig verändert hat. Einzige die Stellen, die beim Vorgänger immer wieder bemängelt wurden, wurden überarbeitet und verbessert.

Am deutlichsten ist das beim Batteriefach zu spüren, das nun vollständig ins Gehäuse integriert wurde. Auch die Innenseite der Griffhörnchen wurde etwas angepasst und kommt nun kantiger und mit steiler angestellter Haltefläche daher. Die Schultertasten fallen hinsichtlich der etwas größeren Kopfform ergonomischer aus. Ach ja, der Einschaltknopf wurde ans obere Ende verschoben. Ansonsten bleibt bei der Anordnung der Bedienelemente und der Formgebung alles beim Gewohnten. Unterm Strich liegt das Pad genauso gut in der Hand, wie sein Vorgänger, nur, dass die Störfaktoren entfernt wurden. Gerade bei größeren Händen sorgt das für eine angenehme und wenig ermüdende Haltung.

Deutlichere Änderungen gab es dafür bei den verbauten Materialien und Komponenten. Microsoft hat einerseits an den Stärken der letzten Generation weiteres Feintuning betrieben. So erlauben die minimal kleineren und etwas leichtgängigeren Analogsticks - die dank rauer Strukturierung am Rand und glatter Innenfläche für bessere Griffigkeit sorgen - schnellere und präzisere Bewegungen. Auf der anderen Seite konnten auch einige Schwachstellen des 360-Pads ausgemerzt werden - insbesondere das extrem ungenaue und schwammige D-Pad, das nun nicht mehr vom Gehäuse abgehoben ist, sondern darin versenkt wurde. Größte Neuerung sind die verbesserten Schultertasten, die für noch bessere Griffigkeit und angenehmere Druckpunkte gegenüber dem Vorgänger sorgen. Darüber hinaus wurde den unteren Schultertasten Force-Feedback spendiert, was durch variable Vibrationsübertragung auf die Fingerspitzen für mehr Rückmeldung beim Zocken sorgt.

In puncto Materialstabilität sind ebenfalls Verbesserungen zu dem ohnehin bereits recht robusten Vorgänger zu spüren. Das Controllergehäuse aus mattem Kunststoff lässt sich weder verbiegen, noch wie das 360-Pad bei größerer Krafteinwirkung an den Seiten zum Knacken oder Knarzen bringen. Selbst leichte Schleifspuren/Kratzer verkraftet das neue Pad besser. Die Einrichtung, Inbetriebnahme und Individualisierung der Einstellungen des Xbox One Controllers läuft ohne Probleme ab - einfach einstöpseln und loslegen. Alles in allem wird man für den Preis von rund 50 Euro nur schwer einen besseren Controller finden.

Xbox One Wireless Controller (verschiedene Ausführungen erhältlich) - ab rund 55 Euro

Xbox One Wireless Controller (mit Wireless Adapter für PC) - ab rund 60 Euro

Mittelklasse für PC: Xbox 360 Controller (Kabelgebunden/Wireless)

Xbox_360

Der Controller der Xbox 360 gehört zwar eigentlich zum alten Eisen, allerdings ist er für PC-Zocker durchaus noch eine Überlegung wert. Dafür sprechen mehrere Gründe. Einerseits ist das Auslaufmodell sehr günstig zu haben. Auf der anderen Seite wurde das Design und die Software über mehrere Jahre hinweg stetig verbessert und sämtliche Schwachstellen und Materialprobleme beseitigt. Am Ende seiner Ära war es der wohl qualitativ hochwertigste Controller auf dem Markt und konnte mit seiner ausgezeichneten Ergonomie vor allem Spieler mit sehr großen oder sehr kleinen Händen überzeugen.

Für seine hohe Verarbeitungsqualität war er ohnehin weitbekannt. Es ist schon einiger Kraftaufwand von Nöten, um den Controller zum Knarzen zu bringen oder wirklichen Schaden anzurichten. Zudem überzeugt der Controller mit sehr präzisen Sticks und Aktionsknöpfen. Das drei Meter lange Kabel der kabelgebundenen Version reicht fast für jede Couch. Wem das immer noch nicht genug ist oder wer befürchtet, über das Kabel zu stolpern, und trotzt des Stolperschutzes etwas zu beschädigen, greift eben zur Wireless-Variante, die nur rund zehn Euro teurer ausfällt. Die kommt zwar mit einem auf den ersten Blick recht klobig wirkenden Batteriefach (2xAA) daher, das stört beim Spielbetrieb aber weit weniger, als man zunächst vermuten möchte. Zudem sind die austauschbaren Akkus ein echter Pluspunkt. Mit ordentlichen Akkus oder einem frischen Satz Batterien hält der Controller mehrere Tage lang durch - selten, dass das ein Gerät schafft.

Xbox 360 Controller (mit Kabel) - rund 30 Euro

Xbox 360 Wireless Controller (verschiedne Farben erhältlich) - ab rund 35 Euro

Mittelklasse für PS4 und PC: Hori-Controller FPS Plus

Hori

Der Hori-Controller ist eine günstigere Version des Standard-PS4-Controllers. Für den Preisnachlas fehlen ihm aber einige DualShock-4-Funktionen wie Kopfhöreranschluss, PC-Unterstützung, Rumble-Funktion, Leuchte, Sechs-Achsen-Bewegungssteuerung und der Lautsprecher. Davon abgesehen bietet der Hori-Controller alles, was auch der DS4 hat. Hinzu kommt sein besonderes Feature: Die Umkehrung der Lage von linkem Stick und Steuerkreuz, die jetzt den Xbox-Controllern entspricht, wobei auch die Größe des Hori denen recht ähnlich ist, sodass sich 360-/One-Spieler schnell daran gewöhnen werden.

Ein Button auf der Rückseite verändert direkt in drei Stufen die Empfindlichkeit des rechten Sticks, damit ihr so in Shootern besser zielen könnt. Es gibt eine Turbo-Taste, die eine solche Funktion für die Schulter- und Frontknöpfe einschaltet, was bei klassichen Shoot-'em-ups Sinn hat. Die beiden Sticks selbst beschleunigen nicht linear, sondern graduell, ihr startet bei vorsichtigen Bewegungen also erst langsam, was abrupte Zucker beim Zielen vermeidet. Der Hori ist nicht kabellos, sondern hängt an einem drei Meter langen Kabel. Das muss nicht unbedingt nur ein Nachteil sein, schließlich fällt damit auch das Aufladen oder das Problem eines zwischendurch leeren Controllers aus.

Insgesamt ist der Hori besonders für das Shootern besonders interessant, aber auch generell eine echte Alternative bei jedem Spiel, das eben nicht Lampe oder Bewegung unbedingt braucht. Die Verarbeitung ist hochwertig und er sollte euch lange begleiten. Sucht ihr also nach einer möglichst günstigen Alternative und könnt auf genannte Funktionen verzichten, solltet ihr euch den Hori einmal genauer ansehen. Derzeit gibt es den Hori-Controller FPS Plus nur als Japan-Gerät, ihn in Deutschland über Amazon zum Beispiel zu kaufen ist dank Drittanbietern kein Problem. Kompatibel ist er hundertprozentig zu deutschen Konsolen.

Hori FPS Plus PS4 - rund 48 Euro

Einsteigerklasse für PC: Speedlink Torid

Speedlink_Torid

Obwohl das Speedlink Torid mittlerweile in die Jahre gekommen und ursprünglich für die PS3 und den PC gedacht war, ist es für PC-Zocker immer noch eines der besten Einstiegsmodelle mit einem kaum zu schlagenden Preis-/Leistungsniveau. Das kabellose Gamepad, das wegen seiner Form und der Positionierung der Steuereinheiten eher an den Xbox 360 Controller erinner, löste das recht erfolgreiche und beliebte Xeox Pro ab. Dabei wurde nicht nur an der Optik geschraubt, sondern vor allem an den Schwachpunkten des Xeox - beispielsweise am D-Pad, das nun deutlich präziser ausfällt.

Das Gamepad wirkt recht stabil und liegt - trotz der fehlenden Griffmulden des Vorgängers - gut in der Hand. An diesem Punkt fällt auch direkt das geringere Gewicht des Torid auf. Die rot umrandete Gummierung an den Seiten des Controllers sorgen dabei für gute Griffigkeit, auch wenn die Griffhörnchen bei sehr großen Händen etwas zu kurz geraten sind. Die analogen Trigger verfügen über einen stärkeren Widerstand, als es beim Xeox Pro der Fall war, sind aber immer noch leichtgängiger als beim Xbox 360-Pad. Die Tasten erfreuen sich an knackigen Druckpunkten und bei den Schultertasten verzichtet man endlich auf Rubberdom. Die Vibrationsfunktion fällt sehr kräftig aus und die beworbene Akkulaufzeit von acht bis zehn Stunden stimmt ebenso wie die angegebenen zwei bis drei Stunden Ladezeit.

Die Inbetriebnahme am PC funktioniert denkbar einfach: Mitgelieferten USB-Empfänger einstöpseln, gegebenenfalls den Treiber von der mitgelieferten CD installieren (für den Direct-Input Modus nötig, für XInput werden die Microsoft-Standardtreiber verwendet), Pad einschalten, kurz warten und schon kann es losgehen. Wie das Xeox unterstützt auch das Torid wieder XInput wie auch Direct-Input-Modus, zwischen denen mittels der Hometaste umgeschaltet werden kann. Somit lassen sich aktuelle wie auch ältere Titel problemlos mit dem Pad am PC spielen

Speedlink Torid (Wireless) - rund 25 Euro

Einsteigerklasse für PC: Thrustmaster GPX Lightback

Die besten TV für PS4 Pro (4k, HDR, HD-TV) Das beste Bild mit Zukunft Die besten TV für PS4 Pro (4k, HDR, HD-TV)
Thrustmaster_GPX_Lightback

Wer ein günstiges und solides Gamepad ohne technischen Schnickschnack sucht, sollte sich das Thrustmaster GPX einmal genauer ansehen. Thrustmaster kennt man sonst eher aus der Lenkrad- und Joystickabteilung, mit dem GPX haben die Amis aber auch ein ordentliches Gamepad zustande gebracht. Die Unterstützung der Xbox 360 spielt zwar mittlerweile kaum noch eine Rolle, doch am PC verrichtet es weiterhin seine Dienste. Die Vorlage des GPX ist - deutlich erkennbar - der Controller der Xbox 360, von dem nicht nur die Formgebung oder die Position der Sticks und Tasten eins zu eins abgekupfert wurde, sondern auch die stärken und schwächen.

So zeichnet sich das GPX-Pad mit zwei griffigen und sehr präzisen Analogsticks sowie ordentlichen Druckpunkten der Aktions- und Schultertasten aus. Force-Feedback ist ebenfalls mit an Bord, das zugleich mit der Hintergrundbeleuchtung der Sticks gekoppelt ist. Das soll der genaueren optischen Anzeige dienen - beispielsweise bei einem Rennspiel: Je schneller man fährt, umso heller leuchtet die Hintergrundbeleuchtung. Zusätzlich sind zwei Viererreihen LEDs an der oberen Stirnseite verbaut, die unter anderem Beschleunigung und Bremskraft bei Rennspielen anzeigen können. Auch in Sachen Haltbarkeit übertrifft das GPX die Konkurrenz in diesem Preissegment. Allerdings sorgt der recht glatte Kunststoff der „rutschfesten Griffe" schnell dafür, dass es eben doch rutschig wird, wenn man mit stark schwitzenden Händen zu kämpfen hat.

Darüber hinaus kann auch beim GPX das D-Pad nicht vollends überzeugen. Es ist zwar deutlich besser als das 360-D-Pad - was keine große Kunst ist - allerdings hätte es durchaus etwas leichtgängiger und weniger schwammig ausfallen dürfen. Die Inbetriebnahme am PC funktioniert mit dem kabelgebundenen Pad (2,30m Kabellänge) in der Regel, wie es „Plug and Play" verspricht. Leider gibt es keine offizielle Software, mit der die Tasten nach eigenen wünschen belegt werden können. Das spielt zwar kaum eine Rolle, da es am PC wie ein Xbox 360-Pad behandelt wird (und auch so funktioniert), wer jedoch an der Tastenbelegung schrauben möchte oder mehr als die Standardfunktionen haben will, der muss sich auf Programme von Drittanbietern berufen.

Thrustmaster GPX Lightback - rund 33 Euro

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