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beyerdynamic CUSTOM Game - Test

Willkommen in der echten Einstiegsklasse.

So, jetzt ist es offiziell, ich bin ein Sound-Snob. Aus dem einfachen Grund, dass ich das beyerdynamic Custom Game Headset als ein wirklich gelungenes Einsteiger-Headset bezeichnen würde, das mit 200 Euro durchaus im Rahmen dessen liegt, was man als Minimum für vertretbaren Sound ausgeben sollte. Andere Leute haben kein Problem damit ein paar Hunderter Extra für eine gute Grafikkarte auf den Tisch zu legen und mit 50-Euro-Kopfhörern blechernen Minimal-Sound zu ertragen, ich dagegen bin völlig mit dem zufrieden, was bei Alex als Grafikkarte aussortiert wird, aber weigere mich, etwas auf den Kopf zu setzen, was unterhalb eines gewissen Bereichs liegt. Und der fängt ungefähr beim Custom Game an.

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Die für beyerdynamic-Verhältnisse fast schon poppigen Verpackung enthält nicht viel optionalen Krams, aber zumindest etwas mehr, als man von beyerdynamic sonst gewohnt ist: Ein Headset, ein Kabel mit Mikrofon und eingebauter Fernbedienung, ein Verlängerungskabel mit 3,5mm-Klinken-Weiche für den PC und einen 6,3mm-Adapter, natürlich in Gold, weil wichtig oder so. Außerdem fallen ein paar bunte Unterlegscheiben aus der Packung, auf denen man wunderbar sein Bier abstellen kann.

Das Headset ist natürlich das Wichtigste und der Ersteindruck könnt nicht besser sein. Das Custom Game fasst sich extrem wertig an und das trotz des an den Schalen genutzten, etwas grobschlächtigen Plastiks. Die Bügel sind die übliche Federstahl-Metallkonstruktion des Herstellers, die sich als praktisch unzerstörbar über die Jahre erwiesen hat, der sehr weiche Kunststoff der Bügelpolsterung ist von angenehmem Handgefühl, wenn es wenig mit dem Lederimitat gemein hat, nach dem es wohl ein wenig aussehen soll. Besser so, nehme ich an, Kunstleder hat häufig genug eine weniger erfreuliche Haptik als dieses Material.

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Stilvoller als das übliche Gamer-Headset.

Dass dieser Polsterkunstoff auf der Haut gut ankommt, ist auch insoweit wichtig, als dass die Ohrmuscheln ebenfalls aus diesem Material sind. Hier halte ich das aber nicht ganz für das Ideal, denn die Textil-Polsterung, die zum Beispiel mein sonstiger mobiler Go-to aus dem gleichen Hause - ein T70p - bietet, ist auf Dauer angenehmer. Das Custom Game ist deswegen aber noch kein Schwitz-Kopfhörer, es kommt genug Luft an die Ohren und auch eine siebenstündige Dauersession ließ sich ohne Probleme darunter aushalten. Was den Andruck angeht, wo das T70p sich etwas zu zaghaft an die Ohren drückt, hat das Custom Game für meinen Geschmack ein ganz klein wenig zu viel Druck - und ich mag es eigentlich, wenn die Hörer schon etwas fester sitzen. Dank der Stahl-Konstruktion könnt ihr den Andruck etwas rausnehmen, indem ihr die Muscheln vorsichtig etwas nach außen biegt, aber viel Spiel ist da nicht. Solltet ihr also unter leichter Klaustrophobie bei geschlossenen Sets leiden, dann ist das vielleicht nicht das richtige für euch.

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Die Seitenteile lassen sich abschrauben, damit ihr die Design-Plättchen austauschen könnt.

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Die etwas zu sehr nach Industriebauweise wirkende Aufhängung der Muscheln passt beim Custom Game dafür ausnahmsweise einmal recht gut, schließlich protzen auch vier Schrauben auf jeder Seite mit einem Stahlwerk-Look, der beim Anfassen dann doch durch das Plastik etwas Lügen gestraft wird. Nicht, dass das Custom Game nicht eines der robustesten Sets wäre, das ich in der Hand hatte - was es ist -, aber wirkt für mich vom Look her etwas zu bemüht sagen zu wollen "Ich bin ein Arbeitsgerät! Kein filigranes HiFi-Schnöselchen!" Das ist dann auch etwa s, das das Custom Game eh nicht zu laut sagen sollte, denn insgeheim scheint es solche Ambitionen auch zu verfolgen. Aber dazu später mehr.

Innen werkeln ein paar 53mm-Neodym-Treiber - keine beyerdynamic-Teslas, die sind teurer - sind insoweit extrem Signalaufnahme-freundlich, als dass die Impedanz mit 16 Ohm sehr niedrig für solche Hörer ausfällt. Das dürfte ein Kompromiss-Angebot an die geringe Ausgangsleistung von Gamepads und ähnlichen Quellen sein und es funktioniert ja auch. Die Custom Game liefern an ein Xbox-Pad angeschlossen entschieden mehr Punch, als die mit 32 Ohm ja auch niedrigen T70p, von 250 oder gar mehr Ohm bei HiFi-Kopfhörern ganz zu schweigen.

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Wenn ihr denn wirklich tauschen wollt. Was ihr natürlich auch machen könnt ist eigene Bildchen dahinterklemmen.

Beide Konsolen, Xbox und PS4, erkannten das Custom Game sofort und ohne Probleme als Headset und wie gesagt, da kam genug raus, dass ich freiwillig etwas leiser drehte. Und das bei Guardians of the Galaxy. Ein Film, bei dem "leiser" eigentlich per se fehl am Platz ist. Der Nachteil ist natürlich, dass eine hohe Ohm-Zahl bei guter und starker Quelle leiseste Störungen und Beeinträchtigungen von außen mildert oder ganz verschwinden lässt und eine ebensolche Quelle dann nur das gewünschte Signal durchpowert. Mit 16 Ohm ist da nicht viel, was solche Störungen filtern würde, aber das merkt ihr an keiner normalen Soundkarte und schon gar nicht an einem Gamepad. Die Kombination aus ASUS Essence STX II und beyerdynamics Kopfhörerverstärker A20 sieht da schon anders aus. Entsprechende Test-Tracks zeigen, dass es ein paar ungewollte Nebengeräusche gibt, die schon das MMX 300 ganz gut eliminiert und bei einem preislich ähnlichem DT990 mit 250 Ohm fehlen. Damit scheiden die Custom Game technisch schon mal als "echte" HiFi-Kopfhörer aus. An einem Pad aber oder einem schwach bestückten Laptop? Awesome! Alles, was die miese Quelle hergibt, verwandelt das Custom Game in etwas, das so gut ist, wie es dabei wird.

Mit einem 5-35.000 Hz Übergangsbereich liegt das Custom Game im Rahmen dessen, was so angegeben wird, wobei ich bei den Extrembereichen bei so etwas immer etwas skeptisch wäre. Sennheisers ebenfalls nieder-ohmiger PXC 450, der etwa das Doppelte kostet, gibt gerade mal 8-28k an. Selbst Ultrasone verspricht bei ihrem Zwölfhundert-Euro-Einstiegsmodell "nur" 6 Hz Minimum. Allerdings gehen die dann bis 42k hoch, vielleicht gibt es "unten" ja billiger. Egal, Zahlen sind nichts, Klang alles und das sind die Herstellerangaben. Und weil die nichts kosten, hier ein paar mehr: 96 dB Kennschalldruckpegel - genug, um euch die Ohren auf Dauer zu ruinieren, nicht ganz so übertrieben wie ein paar Konkurrenten -, Klirrfaktor < 0,2%, Isolierung nach außen ca. 18 dBA.

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An den Seiten habt ihr die 'Custom'-Schalter, die in vier Stufen ein wenig den Klang regulieren. Hier einmal komplett geöffnet und einmal komplett geschlossen.

Hier noch ein wichtiger Wert: 280 Gramm ohne Kabel und Mikro, 337 mit. Nicht gerade ein Fliegengewicht, aber leicht genug, um auch nach Stunden nicht zu stören. Was mich ehrlich gesagt überrascht hat. Fast 340 Gramm sind für einen Kopfhörer nicht ohne, aber selbst ausgiebige Sessions waren vom Gewicht her überhaupt kein Thema. Wenn es um Tragekomfort geht, gehört beyerdynamic auf jeden Fall zu den Besten.

Kurz zu den Kabeln: Es sind keine Textil-Kabel und inzwischen bin ich dafür ein wenig dankbar. So schick diese auch sind, sie kratzen gern an Hemdkragen oder Pullover. Kunststoffkabel haben dieses Problem deutlich weniger und so gut wie diese hier verarbeitet sind, habe ich bezüglich der Haltbarkeit wenig Sorgen. Ein am Set angestecktes Kabel , wie das hier der Fall ist, heißt natürlich, dass ihr auch andere nehmen könnt, was auch ratsam ist, wenn ihr das Custom Game auf der Straße nutzen möchtet. Das markante Mikrofon sieht schon etwas sehr retro aus. Die Weiche am Verlängerungskabel öffnet sich weit genug, um einmal um meinen Laptop zu reichen, der sinnvollerweise den Eingang auf der einen und den Ausgang auf der anderen Seite hat. Aber auch an solche Exoten hat das Custom Game scheinbar gedacht.

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So weit solltet ihr das Set normalerweise nicht zerlegen, aber ich wollte das Innenleben der Custom-Schalter sehen: Hier habt ihr den Schalter hinter dem Treiber auf der Seite mit dem Klinkenanschluss.

Aber warum "Custom"? Das ist nicht zu verwechseln mit "Manufaktur", was zum Beispiel für das MMX 300 angeboten wird und ihr euch beim Kauf eigene Farben zusammenstellt. Hier stellt sich, was das Äußere angeht heraus, dass die Bierdeckel aus der Packung doch anderes gedacht sind, nämlich, dass ihr die Schrauben an den Seiten öffnet und darunter eine dieser Plastik-Scheiben einspannt. Damit zeigt ihr, dass ihr eine einzigartige, einmalige Schneeflocke seid, wie auch euer Kopfhörer und der Latte-Edelnuss-Mocca vor euch. (Sprach er, betrachtet zufrieden den letzten Satz und nippte genussvoll an seinem Berliner Blut Double Smoked Red Ale, das er dann auf einer der Custom-Scheiben abstellte). Ganz ehrlich, wenn ihr es mögt, es ist da, ihr könnt es machen und für fünf Euro pro Doppelpack noch hässlichere Designs nachkaufen. Whatever.

Der andere Teil des "Custom" betrifft den Klanggenuss und hier wird es spannend. An beiden Hörern habt ihr jeweils einen Schieberegler mit vier Positionen und es ist absolut ausgeschlossen, dass ihr diese versehentlich benutzt. Mit ein klein wenig Gewalt lassen sich hier aber folgende Dinge einstellen: Die erste, geschlossene Stufe, lässt so wenig Umgebung wie möglich rein und schirmt vor lauten Quellen ab. Gut für Reisen zum Beispiel oder falls ihr euch doch mal auf eine LAN-Party verirrt. Die zweite Stufe ist besonders neutral - so neutral es bei der Firma wird, die Wanne mit etwas mehr Höhen und Tiefen ist nie wirklich weg -, die dritte Stufe würde ich als die normale bezeichnen. Die vierte gibt schließlich noch mal Extra-Bass drauf, ohne aber dabei zu übertreiben.

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Keine elektronische DSP-Schaltung: Alles, was die beiden Schalter tun, ist die Öffnungen verdecken oder öffnen, damit sich die Klangeigenschaften verändern. Erstaunlich, was so ein bisschen Dämmung und zwei kleine Löcher so ausmachen.

Alle diese Einstellungen funktionieren. In einem gewissen Rahmen. Auch geschlossen wird aus dem Custom Game kein Noise-Cancelling, auch komplett geöffnet wird aus ihm kein Beats (Gott sei Dank!). Neutral geht mehr in Richtung Studio-Kopfhörer, aber das ist der Custom Game auch in dieser Eistellung nicht. Es ist eine nette und durchaus brauchbare Spielerei, bei der ich in keiner Weise den Eindruck habe, dass sie wie manche DSP-Spielerein anderer Gaming-Sets den guten Klang ruiniert. Gerade auf der dritten, normalen Stufe, gibt sich der Custom Game wie man es von einem soliden HiFi-Kopfhörer dieser Klasse erwarten darf.

Es klang schon ein wenig durch, aber der Klangtest verlief für den Custom Game für das Geld superb. Sicher, es ist am Ende auch "nur" ein hochwertiger Kopfhörer mit einem Ansteck-Mikro im Kabel. Daher verwundert es nicht, dass der reine Stereo-Kopfhörer seine Domäne auch klar bei der Musik findet. Es fügt sich auch wunderbar, dass ich gerade ein wenig auf einem flexibel gestalteten Elektro-Trip bin, denn in einem Punkt hinkt der Custom Game zum Beispiel dem MMX 300 aber noch viel mehr dem T70p oder gar dem T90 hinterher: Er hat eine sehr kleine Soundstage. Der Klang sitzt sehr nah am Ohr, die Räumlichkeit bei zum Beispiel Klassik oder generell luftigeren, atmenden Stücken ist vorhanden, aber nicht sehr ausgeprägt.

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Es gibt zu wenige Kabel-Fernbedienungen mit analogen Reglern, hier ist zum Glück genau so eine verbaut.

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Das lässt sich schön an Jean-Michel Jarres Electronica 1 sehen. Ein sehr direkter Track wie Travelator, Pt. 2 geht auch sehr direkt los, Townshends Stimme nimmt keine Umwege, das Ding kracht gut auf dem Custom Game. Das eher sphärische Glory in Kooperation mit M83 dagegen fühlt sich dagegen etwas beengter an als es sein sollte. Ein Mischwesen wie 047s Bad Blood... Ich bin unentschlossen. Es zeigt zumindest, dass der Custom One weit nach unten kann, ob das nun 5Hz sind oder nicht. Er ist auch gut genug, schlechte Aufnahmen oder MP3s zu strafen und gute zu loben, wobei das noch nicht so ausgeprägt ist wie bei höherwertigeren HiFis. Dazu ist der generelle Klang des Custom Game einfach nicht präzise genug und das wäre mein zweiter Eindruck: Wenn man erst mal lange mit einem sehr hoch auflösenden Detail-Kopfhörer sein Leben verbrachte, dann ist der Schritt zurück immer ein wenig komisch. Als würde sich zwischen Kopfhörer und Ohr noch ein Blatt Seidenpapier geschmuggelt haben. Das merke ich jedes Mal zum Beispiel bei den Bose QS35, aber das ist auf Reisen, also whatever. Hier sind es dann Sachen wie Peter Gabriels hoffnungslos überproduzierte Lossless-Files aus einem Sony NWZ-ZX1. Seine Stimme hat hier bei den "richtigen" Kopfhörern immer eine gewisse Edge, eine spannende Schärfe, die bei den Custom One verschluckt wird. Wie gesagt, es ist ein Einsteiger-Set, das man vielleicht nicht unbedingt an einem 500 Euro-Player befüttern und messen muss. An meinem Handy klingen sie super.

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Das Mikrofon ist wie das Kabel, mit dem es verbunden ist, stabil und lässt sich bequem und sicher justieren. Wenn ihr möchtet, könnt ihr natürlich auch ein normales Audio-Kabel benutzen oder eine alternatives - dezenteres - Mikrofonkabel.

Kommen wir zu Film und Spiel und hier fühlen sich die Custom Game pudelwohl. Ja, in einem Witcher oder einem Horizon hat man in die Weite geblickt nicht diese irrsinnig weite Soundstage, die einem ein echtes akustisches Gefühl für die großen Entfernungen gibt. Die Auflösung ist aber hoch genug, um euch klar erkennen zu lassen, woher was kommt und das auch sehr präzise. Ich sage es immer wieder: Ein gutes Stereo-Headset bietet eine viel bessere Räumlichkeit als ein gewolltes aber nicht gekonntes 7.1 (und dazu zähle ich praktisch jedes 7.1. Headset). Genug Rumms gibt es natürlich auch, selbst über das Gamepad auf der Konsole kommt da immer noch genug an, um Spaß zu haben. Das gilt auch für Filme, aber hier, gerade bei einer BluRay mit HD-Sound, merkt man dann doch, wo noch mehr geht in Sachen Präzision. Heutige Filme sind solche Abmischungswunder, die man erst in gut ausgesteuerten Kinos, sehr teuren Heimkinos oder eben mit richtig guten Kopfhören zu schätzen weiß. Die Custom Game gehören in keine dieser Kategorien, aber immerhin geben sie sich genug Mühe noch in die dritte davon zu rutschen, sie haben so viel Spielfreude und Dynamik, dass ich nicht umhinkomme sie trotzdem für das, was sie sind, liebzuhaben.

Bleibt noch das Mikro und erfreulicherweise gibt es hier nichts Schlechtes zu berichten. Die Gegenseite freute sich durchgehend über sehr exzellente Sprachqualität wie auch sehr wenige Umgebungsgeräusche. Keine Klagen hier, zumal die Positionierung mit dem flexiblen Metallbügel ohne Tadel und exakt möglich ist. Das Mikrofon ist aber auch eigentlich eine separate Einheit, da es ja nicht mit dem Custom Game direkt verbunden ist. Ihr könnt für Unterwegs und mehr Dezenz auch ein Handy-Headset-Kabel mit Mikro anstecken. Dann habt ihr aber nicht den schönen analogen Lautstärkeregler, der hier verbaut ist. Es gibt einfach zu wenige analoge Lautstärkeregler auf der Welt. Bei all den digitalen liegt der Sweetspot irgendwie immer zwischen zwei Einstellungen. Also, hier analoges Rädchen, großer Bonus. Ansonsten bietet die Fernbedienung eine Rufannahme/Pause-Taste und einen soliden Schalter für die Stummschaltung des Mikros.

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Was in der Kiste sonst zu finden ist: Y-Kabel + 6,3mm Adapter, Hipster-Bierdeckel, Mikrofon-Fernbedienungs-Kabel.

Die schrägsten Charaktere, mit denen ihr geredet haben müsst! Soziopathen, Killerdroiden, Sexbomben und Zwiebelritter. Die schrägsten Charaktere, mit denen ihr geredet haben müsst!

Zum Schluss: Es gibt das MMX 300 ohne die Sound-Custom-Features - jetzt allerdings auch mit Absteckkabel + Fernbedienung - und vor allem ohne sechs praktische Bieruntersetzer, kostet aber 100 Euro mehr. Custom Game oder MMX 300? MMX 300. Bei allen Punkten im Sound, bei denen das Custom Game Abstriche macht, bietet das MMX etwas mehr, ohne anderweitige Kompromisse im Klang eingehen zu müssen. Daher würde ich persönlich sagen, dass ich die Mehrkosten in Kauf nehmen würde. Aber: Features und Extras sind nett und die des Custom Game auch gut. Und der Sound ist jetzt alles andere als verkehrt, daher und wenn der Geldbeutel nicht ganz so locker sitzt, ist das Custom Game immer noch eine echte Empfehlung.

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Was für eine wundervoll direkte Überleitung zum Fazit. Ja, ich empfehle das beyerdynamic Custom Game aus vollem Herzen. Für das Geld bietet es einen fantastischen Sound, ein paar witzige Features, die zumindest ein klein wenig über reine Spielereien hinausgehen, und absteckbare Kabel sind ein echter Bonus. Dazu kommt, dass ihr dank der niedrigen Ohm-Zahl das Ding wunderbar an einem Controller benutzen könnt - auch wenn es sich an etwas hochwertigeren Quellen wohler fühlt. Aus diesen liefert euch das Set dann einen sehr direkten, kraftvollen Sound, ohne in absurde Bass-gestörte-Bereiche abzudriften, die Gaming-Headsets so gerne ansteuern. Die Verarbeitung ist absolut tadellos und habe ich erwähnt, dass sechs Bierdeckel dabei sind? Absoluter Irrsinn. Spaß beiseite, das Custom Game ist der Einstieg in eine echte Klangwelt jenseits von Plastik-Bomber-Pro-Gamer-Verirrungen. Ehrlich, kraftvoll, ein harter Arbeiter an allen Fronten, die ihr im Wohnzimmer und im Mobilen so aufmachen könnt.

beyerdynamic CUSTOM Game - Test Martin Woger Willkommen in der echten Einstiegsklasse. 2017-03-29T16:13:00+02:00 4 5
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