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Lenovo Yoga Book - Der kleinste und leichteste Gaming-Laptop der Welt?

Was geht auf unter 700 Gramm, was nicht.

Sommerzeit, Reisezeit, oder so hörte ich mal. Nachdem das andere Gerät, das uns Lenovo letztens für einen Test zur Verfügung stellte, zwar technisch gesehen auch portabel war - in einem gewissen Rahmen... -, gehe ich diesen Test willentlich und wissentlich falsch an. Ich teste etwas als das, was es gar nicht ist. Und zwar: das Lenovo Yoga Book. Oder wie ich es nach ein paar Tage nenne: den kleinsten und leichtesten Spiele-Laptop der Welt. (Und mit unter 600 Euro sicher auch nicht den teuersten). Mit Einschränkungen.

Was ist das Yoga Book wirklich?

Wenn ich sage "willentlich falsch", meine ich natürlich im vollen Bewusstsein, dass sich Lenovo eine Menge dabei dachte, als sie ein weniger als 700 Gramm schweres Gerät entwarfen - 690 in der Windows-10-Ausführung ohne LTE -, aber eben nicht, dass jemand dieses auf seine Gaming-Tauglichkeit prüfen würde. Also schauen wir uns doch erst mal an, ob das Yoga-Book ist, was es sein soll - ein sinnvolles Arbeitsmultimediagerät -, bevor es daran geht, was es nicht unbedingt sein muss.

Außen!

Das Yoga Book wird beim Hersteller als Tablet und nicht als Ultrabook geführt, was eigentlich nur zeigt, wie fließend diese "Genre"-Grenzen so sind. Das Yoga Book hat ein 10-Zoll-IPS-Display mit 1920x1200er-Auflösung, das natürlich Touch bietet. Die Pixeldichte ist dabei hoch genug, dass aus normaler Distanz keine Punkte mit dem bloßen Auge zu erkennen sind. Die Leuchtkraft ist, dreht ihr die Helligkeit hoch, hervorragend und selbst bei Sonnenschein - selten genug dieser Tage - ließ sich noch was ausmachen, auch wenn angenehmes Lesen dann doch was anderes ist. Klappt ihr das Display um 360 Grad auf den Rücken, haltet ihr ein vollwertiges Windows-10-Tablet in der Hand, denn auf dem Gerät läuft keine abgespeckte Version, sondern ein ganz normales Windows 10 Pro, das für den Preis von etwa 500 Euro auch mitgeliefert wird. Es gibt eine um etwa 50 Euro günstigere Android-Variante, die ihr allerdings nicht ganz einfach auf Windows updaten könnt - die Community arbeitet noch daran. Wer LTE braucht: Gibt es auch, kostet dann etwa 50 Euro mehr.

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Unter 700 Gramm, um 500 Euro, über 1080p: Das Lenovo Yoga Book als Tablet und Laptop in der heute im Kleinstbereich nicht unüblichen Personalunion.

So weit, so Tablet, aber öffnet ihr die beiden dünnen Platten nicht um 360, sondern nur zum Beispiel um 110 Grad, habt ihr einen winzigen Laptop vor euch. Bei einer Höhe von weniger als einem Zentimeter insgesamt bleibt natürlich kaum Platz für normale Tasten. Stattdessen habt ihr vor euch eine schwarze Platte, die ihr entweder mit dem mitgelieferten Stylus-Stift nutzt - kann man machen, funktioniert tadellos - oder aber, und das wird meistens der Fall sein: Es wird eine vollständige Tastatur eingeblendet. Lenovo nennt das Ganze "Halo Keyboard" und es ist eine Hintergrundbeleuchtung für eine Art Overlay der Stylus-Oberfläche, auf der ihr dann direkt tippen könnt.

Das war auch der Punkt, an dem meine Skepsis am größten und wirklich riesig war. In meinem Leben habe ich so manche "Alternative" zum Keyboard ausprobiert, auch das Tippen auf einer iPad-Touch-Tastatur und andere, weit exotischere Dinge. Aber nichts davon konnte für auch nur für zehn Minuten als Konkurrenz für echte Tasten herhalten. Aber das Halo-Keyboard ist okay. Es ist erst mal ungewohnt, kein physisches Feedback in Form eines Tastenanschlags zu haben, auch wenn es ein optionales Force-Feedback-Brummeln bei jedem Anschlag gibt, wenn ihr das möchtet. Ich mochte es nicht - es ist auch laut genug, um Menschen um einen herum auf den Keks zu gehen - und so tippe ich ohne jede physische Rückmeldung auf einer beleuchteten Platte, was in der ersten Stunde ungewohnt war. Und immer wieder ist, wenn man zwischendurch mal wieder normale Tasten nutzt. Aber es geht gut. Nicht so gut, dass ich jetzt darauf 2000-Wörter-Artikel tippen würde, aber gut genug, um viele Absätze dieses Artikels direkt darauf zu schreiben, ohne Probleme längere Mails zu tippen und auch viele der Artikel, die ihr (vielleicht) gelesen habt, in unser System zu bringen. Arbeiten ist mit diesem Halo-Keyboard nach einer kurzen Warmwerdephase nicht nur gut möglich, sondern ziemlich genauso spaßig oder unspaßig, wie es das vorher auch war.

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Amiibos als alternativer Größenvergleich: Hätte ich noch zwei Marios, könnten sie ihn zu viert leicht wegtragen.

Auch das Maus-Touchpad ist hier nur eine eingeblendete Oberfläche, die sich ebenfalls weit besser bewährte, als ich es erwartetet hätte. Die Bewegungen sind präzise, ihr habt Multi-Touch-Gesten und sogar an das Markieren und Ziehen wurde gedacht. Dazu müsst ihr mit einem Finger die kleine Fläche links halten und dann ganz normal den Zeiger mit dem Pad bewegen. Klappt nicht schlechter als bei vielen anderen Laptops auch, besser sogar als bei manchen.

Zwischen Stift und Keyboard-Mouse könnt ihr jederzeit per Tastendruck wechseln und auch sonst sind alle Funktionstasten, die man bei Windows und Laptops so erwarten würde, vorhanden. Das Einzige, was eingespart wurde, sind die Pos-1-, Einfügen- und Ende-Tasten, Entfernen ist allerdings vorhanden. An der Seite blieb bei der winzigen Bauhöhe natürlich nicht viel Platz für Hardware-Tasten: Außer Power und Lautstärke ist da nicht viel zu holen. Ihr habt allerdings einen 3,5-mm-Klinken-Kombi-Eingang für Headsets und Kopfhörer, was mehr ist, als man von manchen neuen Geräten eines anderen Herstellers behaupten kann. Ihr findet auch einen sehr niedlichen Mikro-HDMI-Eingang, mit dem sich auch problemlos ein zweiter Monitor für den erweiterten Desktop-Betrieb ansteuern lässt. Der letzte Eingang ist der wichtigste und es ist sehr schade, dass er so einsam daherkommt: ein Mikro-USB-Eingang.

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Das Halo-Keyboard ist eigen, schon allein, weil es keine echten Keys hat. Tippen tut es sich trotzdem erstaunlich anständig. Spielen? Nicht so sehr.

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Über den Mikro-USB ladet ihr das Yoga Book auf, was ungemein praktisch ist. Wenn ihr euer Netzteil vergessen habt, macht das fast nichts. Ein Mikro-USB-Ladegerät gibt es manchmal schon im besser sortierten Spätverkauf. Jeder Laden, der was mit Technik am Hut hat, wird euch ein 2-Ampere-Schnellladegerät wie das hier mitgelieferte immer verkaufen können. Allerdings müsst ihr es euch schon aussuchen: Aufladen oder Peripherie, beides gleichzeitig unterwegs wird etwas schwierig. Wie ein Versuch mit einem passiven USB-4er-Port ergab, ist es zwar möglich, ein Gamepad, Keyboard und eine Maus an diesem einen Eingang zu nutzen - wenn Letztere keine besonders stromhungrigen Gaming-Geräte sind -, aber Aufladen geht dann nicht. Zumal ihr erst noch einen Mikro-USB-auf-USB-Adapter braucht, der leider nicht in der Box liegt. Unverständlicherweise, denn selbst wenn ihr nur einen USB-Stick anschließen wollt, kommt ihr nicht drumherum, und so ein Teil kostet gerade mal zwei Euro.

Innen!

Natürlich ist auch bei einem solchen Gerät das Innenleben spannend: Ihr habt einen Intel-Atom-Prozessor x5-Z8550 Quadcore mit bis zu 2,4 GHz am Werkeln, was die gute Desktop-Performance erklärt. Das und die 4GB LPDDR3-RAM, eine Stromsparvariante mit den gleichen Spezifikationen, die normaler DDR3-Speicher hat. Als "Massenspeicher" habt ihr 64 GB eMMC, von denen bei einer vollen Windows-Installation immerhin 52 nutzbar sind, aber sie sind auch langsam. 120MB/s beim reinen, sequenziellen Lesen sind keine Heldentat, von den 35 MB/s ganz zu schweigen. Das bewirkt schon mal, dass selbst ein Browser oder Word zwei Sekunden länger brauchen, um zu starten. Ganz sicher kein Beinbruch bei solchen Anwendungen, bei Spielen später werden wir sehen, ob das ein Problem ist.

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Hier das Lebenserhaltungssystem des Yoga Book in Form der Universal-Mikro-USB-Schnittstelle. Ich hätte euch gern das Innenleben gezeigt, aber das hätte bedeutet das vollständig geklebte Gerät ein für allemal zu öffnen. So spannend fand ich die Innereien dann doch nicht.

Natürlich ist ein Grafikchip vorhanden, aber der Intel 400 ist kaum ein Chip. Er ist so etwas wie ein Abfallprodukt der Celeron-Entwicklung. Immerhin läuft dieser mit dem Maximum von 640 MHz auf seinen 12 mageren Pipelines. Aber während die Leistung generell nicht berauschend sein mag, ist er in der Lage, sogar 4K-Videos flüssig abzuspielen. Nicht, dass es hier nötig wäre, die 1980x1200 kann er also voll nutzen, um euch Netflix-seitig zu erfreuen. Ein Soundchip ist wohl vorhanden, aber er wird nicht jenseits eines generischen Wave-Treibers ausgelesen. Erwartet kein fortgeschrittenes Hi-Fi auf dem Yoga Book.

Das alles ist bei der Größe und Ausrichtung zu erwarten, was aber natürlich bei weniger als 700 Gramm Sorgen machen muss, ist die Akku-Leistung. Aber siehe da, hier geschieht das Wunder. Wenn ihr die Helligkeit ein wenig runterschraubt und nicht Dauerfeuer im WLAN veranstaltet, sondern normal surft, nebenbei in Word tippt, sind zehn Stunden kein Thema. Zwölf sind es im Härtefall, aber dann wird nicht gesurft. Selbst im Netflix-Dauerlauf hielt er sieben Stunden und drei Filme durch. Tapfer und für das Gewicht fantastisch.

Das Yoga Book als Arbeiter? Unersetzlich!

Ziehen wir ein Zwischenfazit: Als so winziges wie vollwertiges Arbeitstier ist das Book der perfekte Immer-dabei-Begleiter. Nur wenig schwerer als ein 10-Zoll-Tablet - diese liegen je nach Hersteller um die 400 bis 600 Gramm -, habt ihr ein komplettes Windows mit all den Programmen, die ihr dafür so brauchen könntet. Sie laufen vernünftig bis sehr gut und die Tastatur ist ein sehr guter Kompromiss, aus der Not auf echte Tasten bei der Baugröße verzichten zu müssen und dem Wunsch, etwas Besseres als ein Touchscreen-Keyboard anzubieten. In der Manpurse verschwindet das Book fast, es lässt sich mit jedem Mikro-USB-Gerät der Welt aufladen, der Akku hält zwar nicht ewig, ist aber immerhin nah dran. Mit Bluetooth und Mikro-USB-Adapter schließt ihr an, was nicht drin ist, der Screen kann was... Ich vermisse nichts. Selbst wenn das "schon alles" wäre, für das Geld ist das Yoga Book für alle die ein Traum, die einen Laptop täglich mitschleppen müssen, aber eben keine Romane auf täglicher Basis drauf tippen.

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Idealer Gefährte.

Aber wir sind hier, um zu gucken, ob noch mehr geht. Und so viel sei vorweggenommen: Ja, da geht einiges. Aber nicht alles.

Das Lenovo Yoga Book als Gaming-Laptop

Ich habe eben Gaming-Laptop nicht in Anführungszeichen gesetzt, denn so viel sei vorweggenommen: Das Gerät lässt sich als echter Gaming-Laptop nutzen. Wenn man denn mit den richtigen Erwartungen herangeht. Was ihr natürlich gleich streichen könnt, ist der Wunsch, aktuelle 3D-Spiele zu starten. Ist nicht, teilweise heißt die Framerate 0,5 statt wenigstens 5. Aber was sind die Grenzen? Hier ein Blick auf verscheiden Games, damit ihr einen Eindruck habt, was geht und was nicht.

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Größenvergleich 1: Geklappt genauso dick wie Strip Fighter 2 (oder jede andere CD-Hülle).

Erst einmal: Ihr braucht einen Controller oder eine Maus, entweder per Bluetooth oder besser noch per USB. Mutige Menschen, die sonst auch RTS-Games mit einem Laptop-Trackpad spielen, dürften bei der Touch-Oberfläche des Book kapitulieren. Sie ist super, um einen Mauszeiger über den Screen zu schubsen, aber für nichts anderes. Das Keyboard ist okay, auch wenn selbst grundlegende WASD-Steuerungen viel Feingefühl erfordern, da ihr ja nicht fühlt, wo die Finger liegen. Es passiert schnell, dass ihr ein paar Millimeter zur Seite wandert und eine andere Taste trefft. Macht bei Sierra-Games der ersten und zweiten Generation nicht viel aus, bei einem Shooter wie Far Cry sind das Verhängnis und der Frust vorprogrammiert.

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Größenvergleich 2: Mein üblicher Begleiter, ein 1,4 Kilo schwerer Yoga Thinkpad hat zwar ein ganz klein wenig mehr Hardwarepower und echte Tasten, aber wiegt eben nicht nur das Doppelte sondern ist auch ein Riese in der Tasche. Relativ zumindest.

Die Akku-Laufzeit ist natürlich auch nicht auf Gaming-Dauerfeuer ausgelegt, jedenfalls hält sie hier nicht mehr die zehn bis zwölf Stunden ohne WLAN und mit halber Helligkeit, die ihr sonst erreicht. Aber immerhin die Hälfte, also sechs Stunden, sind bei 2D-Spielen mit diesen Voraussetzungen locker möglich. Wenn 3D und viel Rechenarbeit dazukommt, geht es schon mal auf drei bis vier runter. Immerhin, ist auch noch 'ne lange Bahnfahrt.

Hier erst mal die Benchmarks:

3DMark muss natürlich sein, diesmal zuerst mit dem Ice Storm Extreme, der eine Art Minimal-Bench für 3D-Gaming ist. Hier schafft das Yoga Book immerhin 13.072 Punkte. Weniger als ein einfaches Notebook, aber immerhin, sehr grundlegendes 3D ist flüssig möglich.

Graphics Score: 12.501 (61 / 46 FPS)
Physics Score 18.585 (59 FPS)

Cloudgate bringt es auf 2009 Zähler, was zeigt, dass es hier schon hart an die Grenzen der 3D-Leistung geht:

Graphics Score: 2213 (8,7 / 11 FPS)
Physics Score: 1520 (4,5 FPS)

Der letzte Test, für den der Shared-Memory des Grafikchips noch ausreicht, ist Skydiver mit mageren 1096 Punkten. Das bedeutet, dass selbst nicht ganz so modernes 3D-Gaming außen vor ist.

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Graphics Score: 1096 (4,5 / 4,5 FPS)
Physics Score: 1930 (24 Thread: 20,5 FPS)

Zum Schluss noch der Rundumschlag mit Performance-Test 9.0, der mit relativ elendigen 763 Punkten endet. Wer sind die zwölf Prozent, deren PCs noch langsamer sind? Sie sollten keine Benchmarks laufen lassen...

CPU Mark: 1870
2D Mark: 185
3D Mark: 251
Memory Mark: 627
Disk Mark: 583

Dass auch die 2D-Leistung hier katastrophal abschneidet, ist kein Wunder. Jede modernere Grafikkarte der letzten Jahrzehnte ist auch ein 2D-Powerhouse und hängt reine Low-End-Onboard-Chips locker ab. Die mäßige Plattenleistung war vorhersehbar, das Abschmieren in 3D auch. Mit anderen Worten: Die Startvoraussetzungen des Yoga Book als Gaming-Laptop sind eher mau.

Aber Testen geht über graue Theorie, hier also eine Reihe von gar nicht wissenschaftlich ausgewählten Tests, was denn jetzt im richtigen Leben machbar ist.

So laufen Spiele auf dem Yoga Book

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Geht immer. Im technischen Sinne. Ultima 4.

Ultima 4: Zu meiner endlosen Faszination ist das Yoga Book problemlos in der Lage, die Welt Britannias auf den Screen zu zaubern, in all seiner Gerade-so-post-ASCII-Tile-Glorie. Ein Gaming-Traum, sogar mit dem Keyboard direkt beherrschbar. Nicht, dass was anderes unterstützt würde.

Jedes MS-DOS-Spiel bis so ungefähr 1993: Classic-Gaming läuft. Egal ob Sierra oder LucasArts, dieser Rechner ist ein guter Begleiter, um all die in irgendwelchen Sales gekauften und nie installierten Schätze mal wirklich zu spielen.

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In Würde gealtert und universell lauffähig: Icewind Dale in der Originalfassung.

Planescape: Torment: Kein Problem, wenn ihr denn eine Maus anschließt. Ohne macht es deutlich weniger Spaß, das gilt auch für Icewind Dale oder Baldur's Gate.

16-Bit-Emulation: Kein Thema. Egal ob Mega Drive oder Neo Geo, wenn ihr ein wenig Retro-Konsolen-Spaß haben wollt, ist das Yoga Book ein perfekter Begleiter.

32-Bit-Emulation: Ich halte mich hier an die erste PlayStation, da die Emulatoren hier deutlich weiter sind als für den zickigen Saturn und siehe da, das Original-Bild ist natürlich kein Problem. Ein Hochskalieren auf 1080p ist etwas zu viel verlangt, aber ein 480p gefiltert sieht hat bei Rage Racer: Ridge Racer 4 auch noch nach was aus.

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Far Cry läuft fast so gut wie es das in 2004 (bei mir) tat.

Far Cry: Zeit, mal etwas moderner zu werden. Es geht per Sprung ins Jahr 2004 und ihr braucht einen Controller. Oder eine M/K-Bluetooth-Kombi, was übrigens für alle Shooter gilt. Das Keyboard des Book, so gut es zum Tippen sein mag, eignet sich nicht für WASD. Aber mit ein wenig Tweaking und niedrigen Details lassen sich 30 Frames in 1280x720 erreichen. Ein Wert, über den ich damals schon froh gewesen wäre.

Owlboy: Läuft ohne Wenn und Aber. Der extrem sympathische Metroid-Vertreter mit bezaubernder Grafik und Gameplay ist ein perfekter Begleiter auf dem Yoga Book.

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Das ist der Idealfall für das Yoga Book: Ein nicht zu hektisches 2D-Spiel wie Owlboy.

Hotline Miami 1 & 2: Ja, läuft, ohne Probleme. Schließt einen Controller an und habt morbiden Neon-Spaß der feinsten Sorte.

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Sonic Generations: Nein, das geht nicht. Selbst in 640x480, einer nicht ganz zeitgemäßen Auflösung, die der bunten Pracht nicht gerecht wird, kommt ihr kaum auf 30 stabile Frames, geschweige denn 60. Ist nicht.

Dark Matters Redux: Ein nettes, recht frisches, seitwärts scrollendes 2D-Shoot-'em-up, das, wenn ihr es auf das nicht weniger gutaussehende 1280x720-Grafikset stellt, niemals und auch im härtesten Bossfight nicht die 60 Frames verlässt. Lässt sich perfekt spielen.

Grimrock 2: Stellt ihr die Details ein wenig runter, bekommt ihr trotz der 3D-Engine in 1440x900 immer noch recht stabile 25 Frames. Für ein Spiel dieser Art vollkommen ausreichend, um den vollen Dungeon-Crawling-Spielspaß zu haben.

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Nein, sogar XCOM braucht mehr als 9 Frames.

XCOM: Enemy Unknown: Nope, 9 Frames sind nicht genug, und das bei der niedrigsten Auflösung, 1366x768. In der ersten Mission, wo noch nicht so viel passiert, ist das einfach zu wenig, das macht keinen Spaß.

Mirror's Edge: Wow, geht. 30 Frames lassen sich stabil mit einer 1280x600er-Auflösung und niedrigen Details herausholen. Auf dem kleinen Display sieht das dank des sehr plakativen Artdesigns aber immer noch richtig gut aus. Hat Spaß gemacht.

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Sicher, war schon mal schöner, aber spielt sich anständig: Mirror's Edge.

Und? Ist das Lenovo Yoga Book jetzt der kleinste Gaming-Laptop?

Ja und nein. Das Lenovo Yoga Book ist ein absolut faszinierendes Gerät insoweit, dass ihr ein komplettes, echtes und funktionales Windows 10 in einer ultramodern wirkenden Hülle bekommt. Hier nannte es jemand "wie etwas aus Deus Ex" und ja, das ist so. Der Touch-Screen ist in Verbindung mit der "improvisierten" Halo-Tastatur ein echter Gewinner beim Arbeiten und Surfen - wenn ihr nicht gerade große Bilder in Photoshop bearbeiten wollt.

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Wem Schwarz zu edel ist: Gold gibt es auch noch.

Und ja, wenn man nebenbei auch mal was zocken möchte, hat man eine große Auswahl an Titeln, die funktionieren. Nur sind es natürlich keine der großen Triple-A-Geschichten. Kein CoD der letzten zehn Jahre wird ideal auf einem Low-End-Onboard-Chip laufen. Kein Assassin's Creed, kein Bioshock. Das war auch nicht zu erwarten. Aber! 2D, gerade im Indie-Bereich, mit einer ganzen Reihe von echten Perlen unterwegs - Owlboy, Hotline Miami -, das läuft, ohne zu murren, und macht nicht viel weniger Spaß. Ältere 3D-Titel wie Far Cry oder Mirror's Edge sehen auf dem kleinen Display auch in niedriger Auflösung noch gut genug aus. Und es ist eine gute Gelegenheit, sich auf langen Bahnfahrten mal all diesen legendären RPGs wie Baldur's Gate oder Planescape zu widmen. Demnach, ja, es ist ein Gaming-Laptop, wenn man die Definition so erweitert, dass eine sehr solide Auswahl an Spielen auf dem Gerät laufen kann. Für 700 Gramm und einen Preis unterhalb eines iPads bekommt ihr hier also einen vollwertigen PC und eine Maschine, die euch zu unterhalten weiß, wenn ihr bei der Spielauswahl etwas außerhalb der berühmten Box denkt. Aber das muss manchmal nicht mal eine schlechte Sache sein.

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Für mich ganz persönlich gesprochen: Mit jetzt dem zweiten Gerät im Haushalt und ein paar Monaten Erfahrung mit dem Lenovo Yoga Book kann ich sagen, dass es wirklich ein herausragender Wegbegleiter ist, den ich nicht mehr missen möchte. Und jetzt weiß ich, dass ich auch damit spielen kann. Gut sogar.

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