Army of Two: The 40th Day Test
Xbox 360
PlayStation 3
Import Test
von
Kristian Metzger
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Im Prinzip hat EA Montreal bei Army of Two: The 40th Day eine Schippe draufgepackt: Langatmige Bestandteile des Vorgängers wurden gnadenlos eliminiert, die Inszenierung deutlich aufgedreht, die KI stark verbessert, der Multiplayer aufgewertet und die Steuerung eingängiger gestaltet. Während der Erstling sich zwar inspiriert, aber viel zu unausgereift präsentierte, ist Army of Two: The 40th Day in den eigentlichen Gefechten das deutlich bessere, spannendere Spielerlebnis. Doch an paar entscheidenden Stellen haben es die Kanadier mit den Kürzungen wohl etwas zu gut gemeint: Koop-Elemente wie die Hovercraft-Fahrsequenzen ließen sich zwar mies steuern, waren auf Dauer langweilig und nervig, doch sie unterbrachen auch das etwas eintönige Dauerfeuer der Deckungsschlachten.
Ja, selbst die übertrieben coolen, fast zynischen Freundschaftsbezeugungen passten zwar nicht so richtig zum beinharten Kriegsgeschäft, verpassten dem Shooter aber so etwas wie ein Markenzeichen. Beide Elemente wurden nahezu restlos gestrichen und nur unzureichend durch andere Bestandteile ersetzt. Das Spiel ist zwar unterm Strich besser, erreicht aber auch diesmal nicht ganz sein theoretisches Potential. Dabei fängt alles so gut an...
Rios und Salem, die beiden knallharten Helden aus dem ersten Teil, haben sich selbstständig gemacht. Mit der TransWorld Organisation, kurz T.W.O., sind sie global als Söldner unterwegs und müssen diesmal in Shanghai einen Auftrag erledigen. Doch was als einfache Attentäter-Mission begann, verwandelte sich mit einem Schlag in eine gewaltige Katastrophe. Während sich das dynamische Duo noch von seiner moralischen Entscheidung pro beziehungsweise contra Auftragsmord erholt, bricht in der chinesischen Vorzeige-Metropole die Hölle los. Bomben explodieren, Raketen schlagen in die glitzernden Glasfassaden ein und Flugzeuge stürzen vom Himmel.
Mit viel Lust an der Zerstörung inszeniert EA Montreal hier ein Katastrophenszenario, dass seinesgleichen sucht. Vor allem in der ersten Hälfte begeistert die dichte Atmosphäre. Sprachlos müsst ihr zusehen, wie sich über euch ganze Stockwerke abtrennen, nur um anschließend ein anderes Hochhaus zum Einsturz zu bringen. Gleich reihenweise werden Wahrzeichen wie der markante Fernsehturm in einem Meer von Explosionen geopfert. Hochhäuser stürzen wie Kartenhäuser zusammen und Bruchstücke schlagen eine Schneise der Zerstörung durch die einstmals prächtige Millionenstadt. Auf Deutsch: Eine Prise 2012, ein wenig Cloverfield und Armageddon, fertig ist ein Action-Spektakel mit Popcorn-Kino-Ambitionen.
Ermöglicht wird dieser Bombast aber durch die kräftig aufpolierte Grafik. Angetrieben durch die Unreal Engine 3, begeistert das Spiel durch zum Teil schicke Texturen, hervorragende Animationen und ungewöhnliche Schauplätze. Mal werdet ihr durch einen Zoo voller toter Tiere gehetzt, mal kämpft ihr euch durch einen auseinanderbrechenden Wolkenkratzer oder durch eine malerische Tempelanlage. Shanghai zeigt sich dabei von seiner besten Seite, auch wenn gelegentliche Ruckler, zu spät nachladende Texturen und nicht immer korrekt dargestellte Schatten der Euphorie einen Dämpfer verpassen.
Wer oder was hinter diesem brachialen Terrorangriff steckt, erschließt sich den beiden Söldnern erst nach und nach. Auf jeden Fall stehen sie auf einmal einer gut gerüsteten Truppe gegenüber, die sie auf ihrer Flucht unter Dauerfeuer nimmt. An der grundlegenden Spielmechanik wurde wenig verändert. Ihr steuert einen der beiden Kämpfer per Schulterkamera durch die Katastrophe, sucht Deckung und jagt den Feinden mit Maschinengewehr und Co. Kugeln hinterher. Auch das Aggro-System wurde nicht angefasst. Sobald ihr feuert, zieht ihr langsam die Aufmerksamkeit auf euch. Vor allem dicke Kaliber veranlassen die Feinde, euch in die Zange zu nehmen. Euer Partner kann dann die feindlichen Kräfte flankieren und so auch Maschinengewehr-Stellungen und schwergepanzerte Soldaten aus dem Weg räumen.
Die Steuerung wurde dagegen generalüberholt. Das Deckungssystem funktioniert nun über Annäherung. Euer Charakter klebt so nicht mehr an Betonpfeilern, Autowracks und Mülltonnen. Die Beweglichkeit wurde so stark verbessert, auch wenn ihr gerade zu Beginn immer wieder aus Versehen im Kreuzfeuer der Feinde landet. Außerdem könnt ihr endlich sprinten und auf Knopfdruck in Deckung hechten. Angesichts der gewaltigen Gegnermassen eine echte Erleichterung. Noch dazu lassen sich die Gegner rammen und im Nahkampf ausschalten. Die eigentlichen Gefechte gestalten sich so deutlich abwechslungsreicher und begeistern auch durch ein deutlich besseres Aiming.
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Kommentare: 1-33 von 33
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gigsen
15/01/10 @ 17:04
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captain-future
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Harvey_Dent
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Kristian
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Harvey_Dent
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pudel
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schaerd
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Kristian
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