Barack Obama kritisiert erneut Medien-Bombardement und Spielekonsolen

Man kann sich anpassen

Nicht zum ersten Mal hat sich US-Präsident Barack Obama zum Thema Videospiele geäußert, kritisiert aber auch das generelle "Medien-Bombardement" der Jugendlichen.

"Sie wachsen in einem 24/7-Medienumfeld auf, das uns mit allem möglichen Inhalten bombardiert und uns allen möglichen Argumenten aussetzt, deren Wahrheitsgehalt nicht gerade hoch ist", so Obama während einer Ansprache vor Studenten der Hampton Universität in Virginia.

"Mit iPods und iPads und Xbox und PlayStations –von denen ich nicht mal weiß, wie sie funktionieren – wird Information zur Ablenkung, eine Form der Unterhaltung, mehr als ein Mittel zur Stärkung der Handlungskompetenz, mehr als die Bedeutung der Emanzipation."

"Wir können diese Veränderungen nicht stoppen... aber wir können uns daran anpassen", sagt er. Insbesondere "einige der verrücktesten Behauptungen" könnten durch Blogger oder Talkshow-Sendungen im Radio eine sehr schnelle Verbreitung erlangen.

"Ausbildung kann Sie schützen, so wie es bei früheren Generationen war, um die Herausforderungen Ihrer eigenen Zeit zu meistern", schloss Obama

Kommentare (20) Latest comment vor 2 Jahren

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  • fallingskyline #1 vor 2 Jahren

    With iPods and iPads and Xboxes and PlayStations, - none of which I know how to work - information becomes a distraction, a diversion, a form of entertainment, rather than a tool of empowerment, rather than the means of emancipation.

    "Mit IPods, IPads, Xboxs, Playstations (von keinem weiß ich wie sie funktioneren) wird Information mehr zu einer Ablenkung oder einer Form von Unterhaltung, als ein Werkzeug zur Ermächtigung oder ein Mittel zur Emanzipation."

    freie Übersetzung zum besseren Verständnis...

    Aber er hat nicht unbedingt unrecht in dem was er sagt.
  • Amasec #2 vor 2 Jahren

    Das er gegen die Blogger wettert, ist verständlich. Die posaunen die häßliche Wahrheit heraus ;)

    Aber gegen iPods und Videospiele? Die sind doch Opium fürs Volk und damit in Obamas Sinne.
  • sokrates28 #3 vor 2 Jahren

    Also was die Medienlandschaft im Bereich TV betrifft, gebe ich ihm völlig recht. Es wird nur noch geheuchelt, gelogen und es herrscht eine krude Doppelmoral besonders auf den Privatstationen. Aber komischerweise verlangt das allgemein Volk danach, sonst wären diese schwachsinnigen Sendung nicht mehr on air.
  • fallingskyline #4 vor 2 Jahren

    Die TV-Sender bestimmen doch hierzulande auch schon was uns "gefällt", und da das TV-Angebot dermaßen unter aller Sau ist bleibt einem nur sich entweder stumpf berieseln zu lassen oder die Kiste auszulassen (Option 2 ist meine Wahl). Wir übernehmen doch den ganzen Scheiß aus den USA, und mal ehrlich was wird denn im TV geboten ausser Castingshows, Elendstourismus und "wie koche ich was"?
  • m_coaster #5 vor 2 Jahren

    Blogger und häßliche Wahrheit?! Naja man sollte auch Blogger mit Vorsicht genießen, da gibst genau soviel "Bildzeitung" zu finden wie im gedruckten Bereich. Und oft geht es nicht um den Inhalt, sondern um Veröffentlichungsgeschwindgkeit der Infos und um Selbstprofilierung.
  • Aufziehvogel #6 vor 2 Jahren

    Ich finde gut das er sich mit der Thematiek kritisch auseinander setzt und es nicht direkt verteufelt!
  • KleinerMrDerb #7 vor 2 Jahren

    @fallingskyline

    Vertue dich nicht bei deiner ansicht!

    Der scheiss den im TV kommt ist NICHT das was der Sender uns aufzwingt sonder NUR das was wir sehen wollen!
    Jedesmal neue Einschaltquotenrekorde bei DSDS entstehen nicht durch mangelnde Alternativen sondern durch das komischerweise ständig steigende Interesse an solch einem Scheiss!
  • commanderz #8 vor 2 Jahren

    Entweder stehe ich auf dem Schlauch, oder die Übersetzungen sind sau schlecht oder...

    Aber ich glaube sogar der Kern seiner Kritik ist zweifelhaft. Ein Präsident einer Nation, die "freie Meinungsäußerung" und den absolut "freien Markt" sogar mit Waffengewalt eintritt, findet es scheiße, was diese Mechanismen produzieren? Aber vielleicht ist es einfach nur elitärer Mist den er da verzapft ;)
    Nicht dass Obama eine Diktatur errichtet und 5-Jahrespläne entwirft xD
  • easy #9 vor 2 Jahren

    Meiner Meinung nach sollte es mittlerweile schon längst in den Schulen ein "Medienkompetenz" Fach geben. TV/Zeitungen/Nachrichten/Internet und evtl. auch Spiele. Dies sollte damit umfassend abgedeckt werden. Besonders mit dem Internet im Rücken wird es immer wichtiger zu lernen mit dem gesamten Medienspektrum umzugehen.
  • fallingskyline #10 vor 2 Jahren

    @derb
    ich sagte ja mangels Alternative, wenn fernsehen, dann das geringste Übel und das ist dann wohl DSDS. Man muss ja wissen, was für tolle Beschimpfungen die Schreiberlinge sich für datt Dieter ausgedacht haben, mit denen er junge Backfischmädels dann desillusionieren kann...
  • CharonO #11 vor 2 Jahren

    Seltsam, dass eben dieser Mann so verstärkt auf Twitter, Blog und etc. setzt, sich gegen dieses irgendwie streubt. Es ist eigentlich einem Gutteil der Arbeit der neuen Medien zu verdanken, dass er zum Zug kommen durfte. Und wo ist bitte der Unterschied zwischen einem 24/7 Twitterkiddy und einem Zocker wie mir, der auch gerne stundenlang vor der Mattscheibe sein Gehirn zerschießt? :D
  • fallingskyline #12 vor 2 Jahren

    @Charon
    der wesentliche Unterschied zwischen dir und dem Twitterkiddy ist wohl der, dass du deine Fresse hälst und nicht wie das Twitterkiddy der Welt deine Meinung im Minutentakt vor die Füße kotzt. Und evtl. auch 1-2 mit deiner Kritik recht hast ;)

    Wobei Microblogging eh ne Krankheit für sich ist. Was interessiert es die Welt ob ich jetzt kein Klopapier mehr habe...
    Editiert von fallingskyline um 10/05/10 @ 14:41
  • m_coaster #13 vor 2 Jahren

    Ich esse gerade Schokolade :D

    Man muss sich das ja nur mal auf Facebook geben, hauptsache das was ich schreibe, verbessert mein digitales Ansehen. Es geht um Aufmerksamkeit, die man im Internet so schneller und leichter bekommt, als evtl. privat. Der Mensch hinter den Postings den lernt man so ja gar nicht kennen, nur seine Verblendete nach außen hin gefakte Darstellung.
  • fallingskyline #14 vor 2 Jahren

    @coaster
    wo darf ich das unterschreiben?

    ps ich trink gerade kaffee
    pps mit zucker
    ppps ohne milch
  • Praetorianer #15 vor 2 Jahren

    Diese These ist so alt wie die Massenmedien selber. Vor 20 Jahren hat Postman das hier anlässlich einer Versammlung der Gesellschaft für Informatik in Stuttgart gesagt:

    [link url=http://www.mat.upm.es/~jcm/postman-informing.html
    ]http://www.mat.upm.es/~jcm/postman-infor...[/link]

    Sehr lesenswert. Essenz: "That is, we don't know what information is relevant, and what information is irrelevant to our lives. Second, we have directed all of our energies and intelligence to inventing machinery that does nothing but increase the supply of information. As a consequence, our defenses against information glut have broken down; our information immune system is inoperable. We don't know how to filter it out; we don't know how to reduce it; we don't know to use it. We suffer from a kind of cultural AIDS."

    Ebenfalls basierend auf Postman, in Anlehnung an Orwell und Huxley, als comic strip und anstatt "Informing ourselves to death", "Amusing ourselves to death", basierend auf dem bahnbrechenden Buch aus dem Jahr 1986.

    [link url=http://www.recombinantrecords.net/docs/2009-05-Amusing-Ourselves-to-Death.html
    ]http://www.recombinantrecords.net/docs/2...[/link]

  • Saldek #16 vor 2 Jahren

    Was haben Videospiele mit der Informationsgesellschaft zu tun? Wer glaubt Videospiele sollen informieren und nicht unterhalten, der hat etwas missverstanden. Nein, Modern Warfare ist keine virtuelle Irak-Doku. God of War hat auch nur lose etwas mit greichischer Mythologie zu tun. Und wer etwas über Assassinen und Templer lernen möchte, der sollte nicht AC1/ 2 spielen.

    Ich stimme ihm zu das z.B. amerikanische Dokus mehr Effekhascherei, Aufstachelung und Unterhaltung sind. Geschnitten wie Actionfilme, Populärwissenschaftler mit Kamera-Rotationen inszeniert wie im letzten Matrix-Streifen. Auch hat, als relativ aktuelles Ereigniss, der Irak-Krieg gezeigt wie beeinflußt und unfrei die amerikanischen Medien sind.

    Das lese ich allerdings nicht heraus. Stattdessen poltert er gegen Xbox, PS und ipod. Das sind Unterhaltungsprodukte. Statt gegen ipod zu meckern könnte ein akzeptables Bildungssystem den US-Bürgern tatsächlich mehr "empowerment" verschaffen. Verdummung auf der einen Seite, eine kleine überbezahlte Elite auf der anderen Seite. Sein kommentar ist schwammig, ohne Sinn und Zusammenhang. Einzig lässt er Spielraum für Interpretationen.
    Editiert von Saldek um 10/05/10 @ 16:22
  • robert_zetzsche #17 vor 2 Jahren

    Ich liebe den ersten Satz des Telegraph-Artikels in diesem Kontext: "Mr Obama, who often chides journalists and cable news outlets for obsessing on superficial coverage rather than serious issues [...]".

    "To know how to work something" übersetzt sich in diesem Fall übrigens am besten als "etwas bedienen/benutzen können".
    Editiert von robert_zetzsche um 10/05/10 @ 16:48
  • BaBarracus81 #18 vor 2 Jahren

    @Praetorianer

    Der 2. Link bringt's ziemlich gut auf den Punkt, dass es Leute gibt bei denen das schon Alltag so ist sieht man ja zu genüge.
  • Mac555 #19 vor 2 Jahren

    Ich mag ihn nicht, aber Recht hat er irgendwie schon...
  • Andreas2402 #20 vor 2 Jahren

    Der Herr hat keine Ahnung, wovon er redet, er sagt es ja selbst. Games sind Unterhaltungsmedium und keine Bildungsinstrumente, wer den Unterschied nicht kennt, soll gar nix sagen. Frei nach dem Motto "Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten!"