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Battlefield: Bad Company Interview

Xbox 360 PC PlayStation 3 Interview von Kristian Metzger

29 April, 2008

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Es war ein Sieg. Ein großer Sieg. Die Community hat Publisher Electronic Arts in die Knie gezwungen und dafür gesorgt, dass bei Battlefield: Bad Company alle Waffen kostenlos sind. Keine gemeine Abzocke der treuen Fans. Keine unfaire Bevorzugung von Besservedienern und Mama-Söhnchen. Battlefield gehört den Fans und niemandem sonst.

Im Prinzip war DICE sogar froh, dass die Community das Spiel gerettet hat. Schließlich mussten sie die ganze Zeit schon bei Wasser und Brot eine Fortsetzung nach der anderen zusammen schustern, während ein Electronic Arts Controller mit der Peitsche hinter ihnen stand.

Wer es bis hierhin noch nicht gemerkt hat: Das war ironisch gemeint. In Wirklichkeit ist DICE nämlich ganz glücklich bei Electronic Arts, und Waffen zum Kauf anzubieten, ist nicht ein perfider Plan, um die Weltherrschaft zu übernehmen. Wie alle Publisher möchte auch EA nur die gestiegenen Kosten der Entwicklung abfangen und neue Erlösmöglichkeiten finden – sagt zumindest Bad Company Producer Karl Magnus Troedsson, der uns beim EA European Showcase in London zu einem Gespräch zur Verfügung stand.

Darüber hinaus haben wir ihn auf das Verhältnis zur Community angesprochen, über den neuen, anfängertauglichen Ansatz von Bad Company geredet und ihm ein paar Infos zur PC-Fortsetzung entlockt.

'Battlefield: Bad Company' Screenshot 1

Kar Magnus auf dem EA Games European Showcase.

Eurogamer: Nach dem Aufschrei der Community wegen den kaufbaren Waffen, der letztlich bis zu einem Boykott-Aufruf führte, scheint Ihr dem Willen der Fans nachgegeben zu haben. Nun geht Ihr sogar so weit und behauptet, es war nur ein Missverständnis und es sollte von Anfang an eine Promotion-Aktion sein. Mal ganz ehrlich, Ihr wolltet doch Waffen verkaufen oder nicht?

Karl Magnus Troedsson: Natürlich gab es dahinter eine Idee, aber zunächst ein paar Worte zum ersten Teil der Frage: Ja, wir haben uns von der Community und den Fans beeinflussen lassen. Nicht direkt vom Boykott, aber die gewaltige Menge von Unterstützern, die den Verkauf von Waffen ablehnen, war wirklich überwältigend. Dann möchte ich einmal über die Promotion-Waffen reden.

Die erste Charge war ja an PR-Aktionen geknüpft und so kostenlos erhältlich. Für die zweite Charge, die es in der Gold-Edition gegeben hätte, wollten wir natürlich etwas verlangen. Schließlich sollten die Käufer der Gold Edition auch eine vernünftige InGame-Gegenleistung für den Aufpreis bekommen. Wir wollten damit zeigen, dass wir eben mehr als nur ein paar schnöde Filme oder Poster in unsere Special Edition packen. Leider gefiel das den Leuten nicht, und nun kann man die Waffen eben nicht kaufen, sondern muss sie sich im Spiel erarbeiten.

Eurogamer: Einige Befürworter der Boykott-Aktion meinten, dass selbst die Rücknahme der kaufbaren Waffen nur ein kleiner Erfolg ist, weil dieser Schritt früher oder später sowieso von EA kommt?

'Battlefield: Bad Company' Screenshot 2

Karl Magnus Troedsson: Vor ein paar Jahren dachten alle, dass man mit Micro-Transaktionen später mal viel Geld verdienen wird. Für viele war es ein logischer Schritt und sollte die Produkte noch rentabler machen. Ich denke aber, dass es nicht so schnell geht, wie es sich viele vielleicht wünschen. Aber ich muss sagen, dass der Boykott einfach am Ziel vorbei schießt. Man muss bedenken, dass wir nichts verkaufen, was nicht auch von den Leuten gekauft wird. Und es gibt eine Menge Leute, die eben genau solche Mini-Produkte kaufen. Sie haben Spaß damit und denken, dass es ok ist, 50 Cents für eine neue Waffe auf den Tisch zu legen.

Deshalb werden die Firmen solche Sachen eben auch in Zukunft anbieten. Ich denke aber, dass der Preis im Verhältnis zu dem stehen muss, was die Leute als Gegenwert bekommen. Es geht nicht darum, die Käufer ausbluten zu lassen. Aber was die Leute da draußen nicht verstehen: Die Spiele kosten seit vielen, vielen Jahren immer das Gleiche. Aber die Entwicklungskosten haben sich im Vergleich zu früher verdoppelt, verdreifacht. Weil man nicht einfach nur ein normales Spiel, sondern gleich ein Next Generation-Spiel machen muss. Außerdem reicht es nicht, ein Single-Player-Spiel zu kreieren, nein, es muss auch noch einen Multiplayer haben.

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Kommentare: 1-8 von 8

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easy
29/04/08 @ 17:03
#1
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Er klingt irgendwie recht verärgert und eingeschnappt...aber ich kann mich auch täuschen.

"Sie haben Spaß damit und denken, dass es ok ist, 15 Cents für eine neue Waffe auf den Tisch zu legen." - Nur 15 Cents? Oder 4 Waffen 5 Euro. Jetzt verstehe ich garnichts mehr :S
Kristian staff
29/04/08 @ 17:56
#2
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Ups, da war ich wohl zu müde, sind natürlich 50 Cent. Ist geändert!
Jimpanse
29/04/08 @ 18:39
#3
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löl! ICH WILL ENDLICH HABEN DIE VOLLVERSION!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!


Bis dahin brauch ich erstmal gta, need gta, falls jemand ein zweites über hat, bitte mir einfach mailen und ich nehme es gerne :)

DANKE KRISTIAN FÜR DAS INTERESSANTE INTERVIEW!!!
Lorrn
29/04/08 @ 19:21
#4
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^^jimpi,geh in den wald und schnitz dir eins :-P

bad company fand ich schon ganz toll, hab die beta viele stunden genossen
C.R.1.S
30/04/08 @ 04:00
#5
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Bei der ganzen Entwicklungskostendiskussion vergessen die armen Entwickler leider immer zu erwähnen daß der Markt für Konsolenspiele auch gewachsen ist. Aber schon toll daß sie so aufopferungsvoll Spiele kreieren, und das dazu noch für einen Hungerlohn. Eine kleine Spende für DICE...
BathiBoi
30/04/08 @ 10:08
#6
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scho, will sich um jeden preis rechtfertigen.
ich finde so langsam sollte man mal das wort next-gen für aktuelle spiele streichen.
Kristian staff
01/05/08 @ 12:21
#7
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Danke :)
Jimpanse
06/05/08 @ 15:15
#8
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mei, da freut sich einer ^^

Kommentare: 1-8 von 8

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