BioShock 2 - Test

Von Brüdern und Schwestern

Eigentlich soll ja der Einstieg eines Spiels begeistern, mitreißen und den Spieler von Anfang an in seinen Bann ziehen. Einen kleinen Ausblick geben, was einen später erwartet und wo die Reise hingeht. Eine Regel, die 2K Marin bei BioShock 2 nur leidlich befolgt. Okay, der Beginn ist nicht ganz so dröge, wie es nach der Vorschau-Version den Anschein hatte. Eine lange, emotionale Videosequenz genügt, um zumindest ein neues Element erfolgreich einzuführen: Die Beziehung zu Eleanor Lamb, eurer Little Sister, die ihr als Big-Daddy-Prototyp Delta beschützen müsst.

Nachdem Eleanor von ihrer eigenen Mutter, der Diktatorin Sofia Lamb, aus euren Händen gerissen wurde, müsst ihr sie zehn Jahre nach dem katastrophalen Zusammenbruch des unterseeischen Utopias, namentlich Rapture, befreien und damit auch euch selbst retten. Denn ihr seid an sie gebunden, könnt ohne sie nicht weiterleben oder gar aus der Hölle fliehen. Es ist eine einmalige Verbindung, die im Laufe der Geschichte immer intensiver wird.

Doch leider hat sich eine Befürchtung aus der Vorschau bewahrheitet: Rein spielerisch lässt es 2K Marin diesmal extrem langsam angehen. Insbesondere Veteranen des ersten Teils werden sich über die vielen Wiederholungen ärgern. Per Elektrobolt Türen öffnen, via Telekinese Sperren lösen und mit Abfackeln Eisbarrieren entfernen. Ja, es ist nicht einfach, BioShock-Neulingen die fudamentalen Elemente des Spiels zu vermitteln, doch wer den ersten Teil gespielt hat, wird sich in den ersten Stunden ein wenig langweilen. Vor allem, weil ihr zwar einen Big Daddy mimt, sich dieser aber haargenau wie Jack, der Held des Vorgängers, anfühlt.

BioShock 2 - Gameplay-Trailer

Erst im dritten, vierten Level beginnt sich Bioshock 2 auf die eigenen Füße zu stemmen. Es findet seine eigene Geschwindigkeit, seine eigenen Ideen und Lösungen. Erst dann entwickelt sich ein komplexeres und doch eingängigeres Abenteuer, das allerdings bis zum Schluss ein gewisses Gefühl von Deja Vu nicht abwerfen kann. Über weite Strecken ist BioShock 2 damit eine sehr konservative Fortsetzung, die sich aber Mühe gibt, die Fesseln des Vorgängers abzulegen und vor allem im Multiplayer eine einmalige Erfahrung zu liefern versucht.

Während sich also BioShock-Veteranen durch den Einstieg kämpfen müssen, werden Einsteiger im wahrsten Sinne des Wortes ins kalte Wasser geworfen. Was Rapture ist, wieso es gebaut wurde und wie es zum Niedergang kam, erschließt sich zu Beginn nur Bezwingern des ersten Teils. Wer fleißig genug Audiorecorder sammelt und sich diese Informationsschnippsel auch wirklich anhört, wird dafür aber auch immer tiefer in diese aufregende Welt unter dem Meeresboden gezogen. Im Gegenzug präsentiert sich die Geschichte von BioShock 2 deutlich geradeliniger als beim brillanten Erstling. Ohne richtige Zwischensequenzen gilt es sich zwar das Gesamtbild zu erarbeiten, doch dafür bleibt am Ende das Stirnrunzeln aus. Wer sich jedoch Mühe gibt, wird jedes Detail der packenden Story verstehen und von den späteren Ereignissen in einem Sturm der Emotionen davongetragen. Auch wenn die Laufwege am Ende etwas in Arbeit ausarten.

Trotz einiger kritische Töne ist es also eine Freude, wieder nach Rapture zu kommen. Diese seltsame Unterwasserstadt, die von dem Industriellen Andrew Ryan als amoralische Wirkungsstätte von Wissenschaftlern, Künstlern und Sportlern gebaut wurde, fasziniert auch beim zweiten Durchgang. Nur das Gefühl des Neuen, Einmaligen hat sich inzwischen etwas abgenutzt. Schade: Die neuen Unterwassersequenzen außerhalb von Rapture wurden absolut öde umgesetzt. Statt hier etwas Gameplay zu liefern, einige Aha-Effekte einzubauen, stampft ihr lustlos durch die Flora und Fauna. Chance verpasst.

Unsere Wertungsphilosophie

Kommentare (51) vor 2 Jahren

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  • MrAnDeRsOnV6 #1 vor 2 Jahren

    Schöner Test, aber ich fand den 1. Teil schon nicht so toll und werde mir deswegen den 2. auch nicht geben.
  • TR0N #2 vor 2 Jahren

    design des vorgängers war wirklich gelungen.mir war das gameplay zu einfach.mal abgesehen von den doch vordernden kämpfen mit den splicern/bigdaddies auf höheren schwierigkeitsgraden.

  • jello #3 vor 2 Jahren

    Spiegelt in etwa das wieder, was ich erwartet habe: Nicht zu viel Neues im Vergleich zu Teil eins, der mich schon für nur einen Durchlauf begeistern konnte.
    Bleibt also weiterhin nur die Special Edition der Kaufgrund für mich.
  • crackajack #4 vor 2 Jahren

    So sieht's bei mir wohl auch aus. Die erste Hälfte war noch spannend, die zweite empfand ich schon relativ mühsam bis unnötig, weder Gameplay noch Story konnten da noch überzeugen, wobei der Schluss passte und die Fortsetzung diesen eig. zerstören dürfte.

    Ev. kaufe ich es mal später, aber irgendwie will ich mir ja eben den Schluss nicht verhunzen.
  • gigsen #5 vor 2 Jahren

  • easy #6 vor 2 Jahren

    Och nö...diesmal nicht. Es gibt dieses Jahr so viel wichtigere Spiele. Bioshock 1.5 bleibt vorerst recht lange im Regal. Egal, Regal.
  • OtaQ #7 vor 2 Jahren

    ...zum Budget-Preis beim An- und Verkäufer meines Vertrauens :)
  • pudel #8 vor 2 Jahren

    mich reitzt das jetzt auch nicht wirklich..
  • mtothew #9 vor 2 Jahren

    Habe meine Version bekommen und muss sagen, dass ich recht enttäuscht bin. Das Ganze ist zu einem langweiligen Shooter verkommen. Die Unterwasserszenen sind belanglos und langweilig. Das Balancing ist völlig in die Hose gegangen, da der Bohrer zu mächtig ist, die Splicer hingegen zu schwach. Die Grafik sieht sogar einen tick hässlicher aus, schlimme Texturen und ein Feuer wie zu PlayStation 2 Zeiten. Dazu gesellen sich ekelige Kanten und hässliche Charakterdarstellungen.
    Klar, Grafik ist nicht alles aber das Auge isst nunmal mit. Und wenn man auch abseits der Grafik nix besonderes zu bieten hat, was soll ich dann noch essen? :P Ich werde das Spiel wohl weiterverkaufen und evtl. mal bei einem Freund spielen.
  • Ultrasonic #10 vor 2 Jahren

    aua, ich hätte erwartet hier der einzige zu sein der auch bim 3ten Anlauf nicht über die hälfte von Bioshock 1 gekommen ist, weil die Story nun eigentlich doch nicht wirklich packt und es einfach etwas gestreckt wirk ab der mitte. Naja, evtl klappt es ja mit dem vierten Versuch ;-)
  • m_coaster #11 vor 2 Jahren

    Bioshock 1 fand ich nicht schlecht, das Setting war geil, die moralische Netscheidung, die Atmosphäre - mochte das Gegnerdesign trotzdem nicht und es war recht langatmig. Werde mir den zweiten teil auf keinen Fall zulegen...
  • R.K.J #12 vor 2 Jahren

    der erste teil war überbewertet!
    habs mir zum ralais aus AT importiert. musste
    mich beim letzten drittel zwingen zu ende
    zu spielen (hatte ja 50€ rausgeschmissen).

    wer es mag ok. setting war schon gut gemacht.
    aber definitiv kein "muss man gespielt haben"
    titel, wie die wertungen damals versprachen.

    gruß
  • Lea #13 vor 2 Jahren

    Überbewertet war BioShock in meinen Augen keineswegs. Und ziemlich viele Leser von uns waren scheinbar der selben Meinung, wurde ja 2007 auf den dritten Platz der Top 50 Spiele des Jahres gehievt :)
  • R.K.J #14 vor 2 Jahren

    ^^
    ^^
    aber es polarisiert schon sehr stark, die spanne
    war damals wie heute sehr groß, von genial bis
    beschi.. äh bescheiden war alles dabei.

    schwer sowas zu werten, ich seh es ein.

    gruß
    Editiert von 1 um 09/02/10 @ 17:46
  • Lorrn #15 vor 2 Jahren

    diesjahr wird es kein dritter platz in der top 50 leser wertung ;) aber sicher irgendwo erwähnt, ich werds mir auf jedenfall mal anschaun
  • Heavy_Rain #16 vor 2 Jahren


    Von der Presse überbewertet auf jeden Fall.
    Ist doch schon sehr interessant wie verhalten die Meinungen nur noch waren, nachdem der Hype einmal abgeklungen war.
    Und das sind ja auch nicht nur Einzelstimmen, sieht man auch jetzt wieder an den Comments unter vielen Bioshock 2 Tests.
  • schmalzimohr #17 vor 2 Jahren

    Man haette es trotzdem bei Teil 1 belassen sollen.
  • Lea #18 vor 2 Jahren

    @Heavy_Rain: Sorry, sehe ich nicht so. Schau dir dann auch gleich einmal die Usercomments dazu an, von denen massiv viele 10/10 gegeben haben und meist nur diejenigen zu schwachen Wertungen gegriffen haben, die ein Systemshock erwartet haben... Es ist nun mal so, dass kein Spiel der Welt JEDEM gefällt. Keines. Und die Leute, denen dieses oder jenes Spiel nicht in den Kram passt, schreien nun mal am lautesten, während sich die anderen damit still und heimlich vergnügen. War schon immer so, wird immer so sein..
  • schmalzimohr #19 vor 2 Jahren

    Naja aber Bioshock 1 nun abzustrafen?
    Halte ich fuer ungerecht.
    Eines muss man diesem Spiel lassen naemlich den Hintergrund nach der Frage des freien Willens.
    Man selbst wird zum Spielball und der Standpunkt des eigenen Handelns wird mehrmals nicht nur in Frage gestellt sondern verworfen.

    Welcher andere Shooter aus dem Jahr 2007 hat das noch gemacht?

    Das es dadurch bei nur einem Spieldurchlauf bleibt nehm ich dem Spiel nicht uebel,so ist das nun mal mit Spielen (und Filmen) die einen mit einem Mordstwist ueberraschen.

    BTW Neues Anachronox NOW!
    Editiert von 1 um 09/02/10 @ 20:17
  • Mac555 #20 vor 2 Jahren

    Ich bekomme es erst gar nichtr aktiviert.
    Bei mir steht da immer:

    "Ein Fehler ist während der Onlineprüfung des Erscheinungsdatums aufgetreten. Um die Onlineprüfung zu wiederholen klicken Sie bitte auf WIEDERHOLEN.

    Sollte der Fehler weiterhin auftreten, klicken Sie auf ABBRECHEN um die Aktivierung zu beenden und besuchen Sie unserer Support Webseite um eine Lösung zu erhalten:


    Hat einer von Euch eine Lösung für mich?

    GruZ
    Mac ;)
    Editiert von 2 um 09/02/10 @ 21:17
  • Fatum #21 vor 2 Jahren

    Da bleib ich liegen, dreh mich um und schlaf weiter.
  • KleinerMrDerb #22 vor 2 Jahren

    Ich mochte BioShock 1 sehr aber die unzähligen TOPWERTUNGEN konnte ich damals wie heute nicht nachvollziehen denn im Herzen war es ein 08/15 Shooter mit linearen und sehr begrenzten Levels.
    Und die ach so innovativen "Plasmide" sind auch nichts weiter als eine Sekundärwaffe/Zauberspruch und auch schon aus mehreren Spielen bekannt.

    Ausser dem tollen Scenario hatte Bioshock nichts wirklich aussergewöhnliches zu bieten.
    Die Story war ansich sehr gut aber sie wurde dafür recht "simpel" und "langweilig" präsentiert mit ihren Funksprüchen.
    Zudem bestand sie die meißte Zeit des Spiels aus einem riesigen FRAGEZEICHEN und gegen Ende gabs ne unerwartete Wendung.
    In meinen Augen ist das für ein Spiel keine gute Erzählstruktur!

    Alles in allem wohl ein Spiel das mangels guten Alternativen so hoch bewertet wurde!
    Editiert von 3 um 10/02/10 @ 08:14
  • Sevens #23 vor 2 Jahren

    Ich halte den ersten Teil auch für überschätzt. Von bemerkenswert guter Erzählweise zu sprechen finde ich orderntlich verfehlt. Die Kassettenrekorder singt Videosequenzen "offensichtlich" unterlegen, viel zu erzählen gab es ohnehin nicht und es handelt sich eigentlich lediglich um eine einzige, vollkommen klar einzustufende moralische Entscheidung. Das einzigste was das Spiel besonderes zu bieten hatte (der visuelle "Zeichentrickstil" hat mich aufgrund seiner Deformiertheit gänzlich nicht überzeugt, auch das Setting war für mich belanglos) ist eine überraschende Wendung angelehnt an eine bestimmte Phrase, und das im lezten Teil des Spiels. Der Hauptcharakter war nebenbei bemerkt mal wieder eine leere Hülle, was für mich selten gut geht.


    P.S.:

    "Es ist nun mal so, dass kein Spiel der Welt JEDEM gefällt. Keines. Und die Leute, denen dieses oder jenes Spiel nicht in den Kram passt, schreien nun mal am lautesten, während sich die anderen damit still und heimlich vergnügen. War schon immer so, wird immer so sein."

    "Fanboys" äußern sich also auf einzelne Themen (Spiel X) bezogen weniger als "Hateboys"?
    Editiert von 1 um 10/02/10 @ 07:56
  • Heavy_Rain #24 vor 2 Jahren

    Das es nur Leute sind, die ein neues System Shock wollten ist eben nicht so und es sind wie gesagt nicht nur ein paar Leute.

    Das nicht jedem, jedes Spiel gefällt ist logisch. Bleibt die Frage inwieweit ich die Euphorie über die Bewertung stelle, siehe passend dazu der DSA-Test. Und wenn man das Bioshock eben im Gesamtkontext betrachtet verliert es einfach gewaltig.

    Das sie ganz dreist von SS2 und Thief 2 geklaut haben, was anscheinend nur deshalb nicht negativ angekreidet wurde, weil diese Spiele schon etwas länger zurück liegen, mal gar nicht anzufangen.
  • Lea #25 vor 2 Jahren

    @Heavy: Wenn es nach dem "Klau-Faktor" geht, müsste man wirklich jedes Spiel abstrafen - die bedienen sich nämlich allesamt fleißig beieinander. Habe ich persönlich aber auch kein Problem mit, wenn das Spiel gut gemacht ist. Ich für meinen Teil liebe BioShock gestern wie heute, schon allein aufgrund der Atmo und der Inszenierung.

    @Sevens: Und bezüglich Hate- vs. Fanboys: Fanboys schreien nicht bei guten Wertungen. Die nicken zustimmend und das wars...
  • easy #26 vor 2 Jahren

    Der erste Teil war wirklich schön. Hat Spaß gemacht und nach einiger Eingewöhnungszeit gab es einen wirklich sehr schönen Spielfluss. Die Atmosphäre war schön/gruselig. Insgesamt wirklich ein Klassiker.

    Als reine Erweiterung ist es klar, dass Bioshock 1.5 den ersten Teil nicht übertrumpft. Was schade ist, da man es meiner Meinung nach hätte schaffen können. Aber so eine "Auf Nummer sicher" Nummer, zieht bei mir im Moment nicht.

    //edit...System Shock 2 war gruseliger als Bioshock 1. Ganz klar.
    Editiert von 1 um 10/02/10 @ 10:02
  • Heavy_Rain #27 vor 2 Jahren

    Aber wenn das "beklaute" Spiel halbwegs frisch im Gedächtnis ist, wird ja auch fleißig abgewertet, jüngstes Beispiel Dantes Inferno.
    Bei Bioshock geht es mir vor allem auch um die Dreistigkeit mit der da teils 1 zu 1 geklaut wurde.

    Und das ist ja auch alles andere als die einzige Kritik, das ist eher eines der Dinge die gar nicht angeführt wurden.
  • gigsen #28 vor 2 Jahren

    so is das halt bei fortsetzungen..
  • Lea #29 vor 2 Jahren

    Wieso wurde Dante abgewertet? Bei uns jedenfalls nicht. Aber wie gesagt: Wenn etwas gut gemacht ist, ist es imo ziemlich egal, von wem bzw. ob gemopst wurde. Ansonsten müsstest du nämlich 95% aller Spiele kritisieren.
  • easy #30 vor 2 Jahren

    Eigentlich können wir uns als Videospieler ja freuen, da bisher unsere Fortsetzungen, im Gegensatz zum Film, immer einen Ticken besser waren.
  • Kristian #31 vor 2 Jahren

    Ich versteh wirklich den Hass auf dieses Spiel nicht. Gerade der erste Teil war erfrischend und spannend. Ganz sicher nicht perfekt, aber ein gutes Beispiel für gelungene Unterhaltung. Ich habe vielmehr das Gefühl, dass einigen allein der Hype sauer aufstößt. Bei anderen Titeln bleiben sie ruhig, weil sie das Genre nicht mögen oder eben das Design nicht. Bei BioShock springen alle auf und fangen an zu schimpfen.
  • mikrowelle #32 vor 2 Jahren

    Seh ich auch so. Teil 1 war weder perfekt noch hat es das Rad neu erfunden, aber es war gutes Entertainment. Mal schauen, was Teil 2 so drauf hat.
  • easy #33 vor 2 Jahren

    Ich vergebe heute nur +1 Bewertungen
  • Oskorei #34 vor 2 Jahren

    @RKJ:
    "habs mir zum ralais aus AT importiert."
    Aua. Sollte das Release heißen?

    @Sevens:
    "Das einzigste was das Spiel besonderes zu bieten hatte ist eine überraschende Wendung angelehnt an eine bestimmte Phrase, und das im lezten Teil des Spiels. Der Hauptcharakter war nebenbei bemerkt mal wieder eine leere Hülle, was für mich selten gut geht.
    1. Es gibt keine Steigerung von einzig.
    2. Die Phrase ist die Manipulation, welche den Spieler steuert. Daher auch "die leere Hülle" des "Hauptcharakters": Jede Charakterisierung würde den Stellvertreter, den Avatar weiter vom Spieler selbst entfernen. BioShock ist nicht nur eine Geschichte, sondern auch eine Reflektion über das Spielen ... nicht immmer ganz glatt die Nummer, zugegeben, aber weiter gedacht als die meisten "kill the boss"-Stories. Bin gespannt, ob das bei BioShock beibehalten wurde.

    @Lea:
    Witzigerweise muss sich gerade der Literaturbetrieb mit dem Thema Abschreiben, Sampling und Remix beschäftigen ...

    @Easy:
    Dafür +1
    Editiert von 1 um 10/02/10 @ 14:25
  • Kristian #35 vor 2 Jahren

    @oskerei: Meinst du das Underground-Buch von der 17jährigen?
    Editiert von 1 um 10/02/10 @ 14:45
  • Heavy_Rain #36 vor 2 Jahren

    Grammar wars, yay.

    @Kristian

    Mal langsam, von Hass kann hier keine Rede sein. Wegen was auch? Sicher nicht wegen Bioshock.
    Natürlich stört der Hype. Vor allem dann, wenn er von den Leuten mitgetragen wird, von denen man erwartet, dass sie das ganze etwas kritischer Betrachten und die dafür bezahlt werden.
    Wie so oft beziehe ich mich nicht speziell auf EG.de.
  • schmalzimohr #37 vor 2 Jahren

    @Kristian Das ist der sogenannte Hegemanstyle :D
  • Oskorei #38 vor 2 Jahren

    @Kristian:
    Ullstein ist nicht wirklich Underground. ;-)
  • easy #39 vor 2 Jahren

    Ich möchte von der langweiligen Strg+c Hegemann ablenken und erwähnen, dass Schlingensief den Grundstein für seine Oper in Burkina Faso gelegt hat.
  • Gokzilla #40 vor 2 Jahren

    Ich habe bemerkt das ich fast keine Spiele mehr durchspiele. Bioshock, Fallout3, FEAR, Anno 1404, Dragon Age ,Mass Effect usw. liegen immer noch auf meiner Festplatte. Hatte schon komplett Januar frei und statt endlich die Games in Angriff zu nehmen, bleibe ich immer bei Phönix und Arte hängen.
    Langsam bekomme ich Angst, bin ich jetzt zu alt ?, langweile ich mich zu schnell ? keine Ahnung.
    Ich habe letztens einen 24 Zöller gekauft und was spiele ich am meisten ? Farmville auf Facebook.
  • Braincrack #41 vor 2 Jahren

    Damals als der Erstling angekündigt wurde, war ich Feuer und Flamme - als ich gezockt hab, war ich sehr sehr enttäuscht - konnte, wie manch andere auch, den Hype um das Spiel echt kein bissl verstehen. Es hat mehr als ein Jahr gedauert bis ich mich durchraffen konnte es durchzuzocken. Als ich es mir letztens für PS3 nochmal gekauft hatte (weil es im Angebot war) hatte ich nach 15 Min einfach keine Lust mehr. Finde das Spiel einfach stink langweilig.

    Um Bioshock 2 werde ich deshalb nen weiten Bogen machen.

    Was ich bei dem Test nicht verstehen kann, sicher jeder hat nen anderen Geschmack, es wird bemängelt das es eigentlich nur ein Aufguss des Erstlings ist, es einen lahmen Anfang hat, der Multiplayer nix anderes bietet als hunderte andere Spiele auch oder es halt nen haufen "Schauplätze" gibt die es im Erstling auch schon gab, also kaum neues usw. aber es gibt trotzdem ne (knappe) 8?

    Kann ich persöhnlich nicht nachvollziehen......
  • Kristian #42 vor 2 Jahren

    @Braincrack: Naja, der Erstling war und ist für mich ein hervorragendes Spiel, dass bei Design, Story und Spielmechanik Zeichen gesetzt hat. Und da diese Elemente auch diesmal passen bzw. zum Teil sogar verbessert wurden, gibt es trotz des nur durchshcnittlichen Multipayers und dem schwachen Einstieg eine 8. Das ist von einer 10 kommend ja schon ein recht großer Schritt.
  • Sevens #43 vor 2 Jahren

    "1. Es gibt keine Steigerung von einzig."

    Grammatikalisch nicht, yeah. Stilistisch durchaus. Z.b. gibt es eigentlich nicht den "allerblödsten" Kommentar. Trotzdem könnte man deinen "Bildungsausflug" als solchen bezeichnen. Belämmert würde auch passen, obwohl da wohl kaum Lämmer unterwegs waren. Es geht - wie dir ganz bestimmt klar sein dürfte - um die Ermittlung des Sinns hinter dem Wortlaut - ggf. auch hinter der Grammatik. Da fallen irgendwo auch Hyperbata und Polemik rein. Ähnlich - konzeptuell - Metaphern. Nimm dir doch einfach deinen Teenager Grammatik und Stilmittelkasten (oder deinen Chemiekasten -- keinerlei Sicherheitshinweise beachten) und spiel 'ne Runde. Mit "'ne Runde" meine ich übrigens keine Zirkelform, auch nicht eine einzige Spielrunde sondern möglichst lange Zeit. Das ergibt sich aus dem Kontext.


    "2. Die Phrase ist die Manipulation, welche den Spieler steuert. Daher auch "die leere Hülle" des "Hauptcharakters": Jede Charakterisierung würde den Stellvertreter, den Avatar weiter vom Spieler selbst entfernen. BioShock ist nicht nur eine Geschichte, sondern auch eine Reflektion über das Spielen ... nicht immmer ganz glatt die Nummer, zugegeben, aber weiter gedacht als die meisten "kill the boss"-Stories. Bin gespannt, ob das bei BioShock beibehalten wurde."

    Kaum. Auf die Beschränkheit der Regeln von Videospielen zu kommen ist lapidar. Da bedarf es wahrlich keines Bioshock. Allein die Ausführung war unerwartet, nicht der Inhalt. Am Rande bemerkt steuert die Phrase nicht den Spieler. Bezeichnenderweise fällt die Phrase kaum auf. Der Spieler verhält sich nicht aufgrund der Phrase. Die Zielvorgabe steuert. Nicht die Art und Weise der Darbringung. Die Phrase dient wohl kaum der Motivation des Spielers. Der Spieler wird durch die Phrase nicht manipuliert. Naja, dich hat sie wahrscheinlich dazu gebracht mehr Tomaten zu essen und einen Aufsatz über Steigerungsformen zu schreiben.
    Editiert von 1 um 11/02/10 @ 07:03
  • Oskorei #44 vor 2 Jahren

    @Sevens:
    Verzeih, mir war natürlich nicht klar, dass deine Elaborationen nicht als triviale Meinungsäußerung, sondern als Poesie, als Dehnung der dürren sprachlichen Grenzen aufgefasst werden müssen. Nun bekommt dein Werk natürlich eine literarische Tiefe, denn die feingeschliffenen Metaphern und die genuin postmodernen Ellipsen deines Werkes machen es zu einem Meisterstück der Kommentarkunst. Diese tiefsinnige Spiel mit Worten ist somit nicht nur eine Anmerkung zu einem Videospiel, sondern eine Reflektion über die Conditio Humana. Besonders prägnant in diesem Satz: "Die Kassettenrekorder singt Videosequenzen "offensichtlich" unterlegen, ..." Unglaublich, wie syntaktisch geschickt du das Verb "singen" hier unterbringst: Die Kassettenrekorder singt Videosequenzen, eine brilliante Kopplung, diese Verbindung von "Die Kassettenrekorder" durch das Einbinden des musischen "singen" mit "Videosequenzen". Dieser fast schon expressionistische Dekonstruktivismus erinnert an den jungen Arno Schmidt, da bleibt mir natürlich nur die Erwiderung:
    Krawil, krawil
    taubtrüber Ginst am Musenhain
    trübtauber Hain am Musenginst
    krawil krawil
  • easy #45 vor 2 Jahren

    Ich will ein Kind von dir, Oskorei.
  • Mac555 #46 vor 2 Jahren

  • Heavy_Rain #47 vor 2 Jahren

    @Kristian

    Gerade die Spielmechanik war aber doch schwach verglichen mit anderen FPS. Dürftiges Waffen- und Gegnerverhalten, Plasmide eigentlich kaum nötig und umständlich einzusetzen, sehr wenige Gegnertypen, Vita-Kammern...
  • jello #48 vor 2 Jahren

    Dass der erste Teil mehr Abwechslung hätte bieten können, steht außer Frage. Es gibt nur wenige Spiele, die vergleichbar wenige Gegner und/oder Waffentypen bieten. Allerdings zu sagen, Irrational hätten sich ihr Spiel aus Elementen anderer Spiele zusammengeklaut, ist schon sehr weit hergeholt... nicht zuletzt, weil heutzutage jeder Shooter bzw. seine Elemente recht austauschbar ist/sind.
    Irrational v.a. vorzuhalten, BioShock würde zu sehr System Shock (1/2) oder Thief (1/2) ähneln... Ich weiß nicht. Andere würden sagen, Irrational sind sich treugeblieben [was mitnichten etwas Negatives ist!], schließlich haben sie - zumindest teilw. - an SS2 und Thief 2 mitgewirkt - und die Aussage "SS2-Nachfolger im Geiste" wurde ja, IIRC, auch sehr für's Marketing des ersten Teils bemüht. ;)
  • Sevens #49 vor 2 Jahren

    "Diese tiefsinnige Spiel mit Worten ist somit nicht nur eine Anmerkung zu einem Videospiel, sondern eine Reflektion über die Conditio Humana."

    Yep, ganz genau das ist "diese Spiel".
  • mikrowelle #50 vor 2 Jahren

    Brötchen-über-der-Spüle-Aufschneider !!!
  • BathiBoi #51 vor 2 Jahren

    wer hat eigentlich böse und wer gut gezockt? also ich könnt den süßen kleinen dingern in beiden teilen kein haar krümmen. un das ende vom ersten hat mich echt berührt