Blizzard: DRM ein aussichtsloser Kampf

Piraten zahlenmäßig überlegen

Momentan überbieten sich die Hersteller von PC-Spielen mit immer restriktiveren Maßnahmen zur Sicherung ihrer Produkte gegen die Raubkopierer. Blizzard hat nun einen ebenso ernüchternden wie einleuchtenden Grund genannt, dass die Entwickler zu immer neuen DRM-Maßnahmen greifen müssen: Es ist schlicht ein Kampf, den man nicht gewinnen kann.

„DRM und die verschiedenen Technologien, mit denen man es bewerkstelligt sind für uns tatsächlich ein Kampf auf verlorenem Posten“, so Blizzards Frank Pearce gegenüber VideoGamer. „Denn die Community ist immer so viel größer und die Anzahl der Leute da draußen, die versuchen wollen, diese Technologie auszuhebeln - sei es um das Spiel raubzukopieren oder einfach nur aus eigener Neugierde - ist sehr viel größer als die unserer Entwicklungsteams.“

„Unsere Entwicklungsteams sollten sich auf Inhalte und coole Features konzentrieren, nicht auf Anti-Piraterie-Technologie”, fügt er hinzu. In Blizzards Battle.net sieht er eine potentiell patente Lösung: „Wenn wir unsere Arbeit gut gemacht haben und das Battle.net auf tolle Weise implementiert haben, werden die Leute damit verbunden wollen sein, selbst während sie die Einzelspieler-Kampagne spielen, um mit ihren Freunden im Battle.net verbunden zu bleiben und Achievements zu verdienen.“

„Der aus unserer Sicht beste Ansatz ist, sicherzustellen, dass man eine voll-unterstützte Plattform bietet, auf der die Leute spielen wollen, wo ihre Freunde sind, wo die Community ist.“

Und natürlich die Entfernung der LAN-Unterstützung aus allen künftigen Blizzard-Spielen, aber das ist ja ein alter Hut.

Kommentare (6) Latest comment vor 2 Jahren

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  • fallingskyline #1 vor 2 Jahren

    Ich stelle jetzt einfach mal kackfrech die Behauptung in den Raum, dass solange versucht wird einen Kopierschutz zu entwickeln der unumgehbar oder unknackbar ist, wird es Leute geben die versuchen werden dies zu widerlegen. Dementsprechend wird die Zahl der Leute die versuche dies zu widerlegen immer größer sein als die Anzahl der Entwickler. Ja, es ist ein aussichtloser Kampf aber bestimmt nicht sinnlos...
  • KleinerMrDerb #2 vor 2 Jahren

    Natürlich ist der Kampf sinnlos.....
    Aussichtslose Kämpfe sind immer sinnlos denn sie bringen niemanden weiter.

    Wenn ich zu 100% davon ausgehe, dass Kopiert wird.... warum dann überhaupt Kopierschutzmechanismen benutzen?
    Verschwendetes Geld..... mehr nicht!
    In den meisten Fällen spielen die Piraten sogar schon ne Woche Früher weil irgendwer im Presswerk oder spätestens beim Versandunternehmen schon eine Version abgestaubt hat.

    Es beschäfftigen sich eine Handvoll leute mit dem knacken den Schutzes und diese stellen das Ergebniss dann online wo es sich jeder problemlos laden kann.

    Ob das Spiel jetzt einen Kopierschutz hat oder nicht wird an der Anzahl der Raubkopien nichts ändern.
    Es stellt ja kaum Aufwand dar die .exe zu tauschen und jeder der imstande ist sich das Spiel aus dem Internet zu laden wird auch wissen wie man den Crack installiert.

    Ich kann mir beim besten willen nicht vorstellen, dass sich jemand ein Spiel KAUFT nur aus dem Grund weil es ein Kopierschutz hat... andersrum ist es einem ehrlichen Käufer doch scheiss egal ob ein Kopierschutz drauf ist oder nicht.... er wird es sich sowieso Kaufen.

    Die Musikindustrie hats verstanden.... hoffentlich kommt auch bald die Videospielindustrie dahinter, dass man niemanden zum Kauf zwingen kann.... schon garnicht wenn der illegale Weg trotz aller Sicherrungen Kinderleicht ist
    Editiert von 2 um 27/05/10 @ 09:09
  • fallingskyline #3 vor 2 Jahren

    Aber, den Kopierschutz ganz weglassen hieße sich geschlagen geben... Praktisch einen Freibrief auszuschreiben, was nicht im Sinne des Erfinders sein kann.
    Mit "nicht sinnlos" meinte ich aber was anderes, wieviele versierte Leute sind durch eben solche Aktion schon zu einem gutbezahlten Job gekommen, wieviele Dinge konnten aus eben solchen Gründen schon verbessert und sicherer gemacht werden, hier geht es nicht nur um Spiele im Einzelnen weil da der Gemeinnutzen ziemlich gering ist.
    Klar wird sich an der Anzahl der Raubkopien nichts ändern. Und das Leute Spiele schon Wochen vor Release spielen hängt mit der internen Sicherheit zusammen, hier wird bestimmt der Ein oder Andere auch schon gegangen worden sein, was aber das Problem nicht löst, dass es immer Leute geben wird, die anderen was "Gutes" tun wollen.
  • monkeyandme #4 vor 2 Jahren

    Ich erinnere mich noch an die rot auf schwarz gedruckten Codes in den Manuals (Pool of Radiance? Auf jeden Fall zu der Zeit) die man abtippen musste, um das Spiel zu starten.

    Seit über 20 Jahren arbeiten IT-Firmen mit riesigen Resourcen an DRM, und es gab noch keine Zeit, in denen die User nicht einen Schritt voraus waren. Warum also plötzliche Einsicht erwarten?
  • KleinerMrDerb #5 vor 2 Jahren

    Der Kampf gegen Raubkopien ist doch kein Prinziepchenkampf in dem es einfach darum geht sinnlos zu Kämpfen um letzendlich im Recht zu sein.

    Auf der einen Seite stehen die Kosten für einen Schutz mit X
    Auf der anderen Seite stehen die Erfolgschancen mit 0


    Die Musikindustrie hat doch auch die Kopierschutzmaßnahmen und den DRM eingestellt und sie lebt und gedeiht nach wie vor.

    Es hat auch nichts mit Freibrief zutun....

    Der Kampf mach soviel sinn als wolle jemand die Naturgesetze umgehen.
    Es wird nicht klappen... egal wie aufwendig und kostspielig das Unterfangen wird... letzendlich muss man sich damit abfinden.

    Die Priorität eines Spielepublishers sollte es sein Spiele zu verkaufen und nicht die Piraterie zu verhindern indem man den Käufer nervt.
    Wie würde es dir gefallen wenn du einkaufen gehst und dir auf Schritt und Tritt ein Ladendetektiv folgt und jede deiner Bewegungen genau beobachtet und dich ständig daran errinnert die Ware auch wirklich zu bezahlen.....
    Damit vergrault man nur die Kunden und verhindert nicht den Diebstahl
  • Sevens #6 vor 2 Jahren

    Pff. Hehe. "Nein, DRM halten wir für vollkommen daneben. Stattdessen werden wir einfach einen Online-Service forcieren der dann so langsam zur Pflicht auch für Singleplayer-Spiele wird. Ja, Ubisoft's DRM, der Spieler zwingt eine Verbindung zu einem "Online-Service" aufrechtzuerhalten ist echt vollkommen daneben."