Borderlands: Die Insel der Zombies - Test
Leichenfleddern
Left 4 Dead, Resident Evil, Call of Duty: World at Wars Koop, S.T.A.L.K.E.R. und nun The Zombie Island of Dr. Ned. Hirnfressende Untote soweit das Auge reicht. Jeff Strain, Guild-Wars-Schöpfer und Designer eines frisch angekündigten Zombie-MMO, scheint recht zu haben. Die lebenden Leichen sind die neuen Nazis. Seelenlose Fleischsäcke, die wunderbar als Projektionsfläche für Ängste, Sorgen und Nöte fungieren. Draufhalten ohne Reue sozusagen. Und das Beste: Man kann sie auch noch gehörig auf die Schippe nehmen.
Während sich bei ihren stets mit rechts grüßenden Vorgängern eine humoristische Aufarbeitung angesichts des realen Schreckens verbietet, beweisen erstklassige Verarschungen á la Shaun of the Dead oder Zombieland, dass man sich über das hirnfressende Pack herrlich amüsieren kann. Selbst in sonst eher ernsten Ablegern, etwa Zac Snyders Dawn of the Dead, sorgen lustige Momente für eine Brechung des Endzeit-Horrors. Und auch The Zombie Island of Dr. Ned setzt auf eine dicke Portion Humor, um die Apokalypse in besonders bunte, abstrakte Bilder zu pressen.
Erschaffen von Dr. Ned, dem durchgeknallten Bruder von Dr. Zed, machen die Untoten die kleine Insel Jakob's Cove unsicher. Die Arbeiter von Jakobs-Industrie wurden nach und nach in eine modernde Horde verwandelt, die die Waffenproduktion des Herstellers stark behindert. Also werdet ihr per Schnellreise-Station ab Level 10 auf das einstmals idylische Eiland geschickt, um kräftig aufzuräumen. Das System erkennt dabei selbstständig, mit welchem Level ihr das Add-On betretet. Stärke und Lebensenergie eurer Kontrahenten werden beim Einstieg automatisch angepasst.
Jakob's Cove: Ein wirklich lauschiges Plätzchen
Aber keine Sorge: Wer fleißig Zombies metzelt, kann sich weit genug absetzen, um nicht von immer stärkeren Angreifern überrannt zu werden. Die Anpassung findet nur zu Beginn statt, danach bleiben die Levels statisch. Der Vorteil: Egal wann ihr die Insel betretet, ist das Add-On eine Herausforderung. Meine Wenigkeit begann mit Level 33 und verließ die Insel der Zombies mit Level 37. Dazwischen liegen ca. drei bis vier Stunden voller skurriler Missionen, durchgeknallter Gegner und herrlich sinnloser Dialoge.
Eine kleine Enttäuschung vorab: Die Waffen, die ihr findet, präsentieren sich relativ unspektakulär. Bis auf eine Ausnahme, den Schießprügel von Dr. Ned selbst, erwarten euch auf der Insel keine echten Überraschungen. Entwickler Gearbox setzt hier nahezu ausschließlich auf den Zufallsgenerator. Mal abgesehen von einem netten Säure-Raketenwerfer, einer Schrotflinte und den erwähnten Schießprügeln des Doktors landeten alle Knarren beim Händler. Angesichts der sowieso gigantischen Auswahl zwar kein echter Beinbruch, aber eine verpasste Chance.
Im Gegenzug gibt es eine ganze Palette an neuen Gegnern, die durch ihre ungewöhnliche Angriffstaktik für Abwechslung sorgt. Nahezu alle Untoten sind Nahkämpfer. Einige schleichen langsam, aber unaufhaltsam auf euch zu, während die blitzschnellen Psycho-Zombies ihren Vettern aus 28 Days Later nacheifern.
Dumm, stark und durchschlagkräftig: Der Tankenstein.
Damit ihr nicht einfach davonrennt, kotzen euch sogenannte Beschmutzer mit ihren Auswürfen voll, die eure Sicht und eure Bewegungen behindern. Außerdem erheben sich die ehemals fleißigen Arbeiter auch hinter euch aus dem Boden. Durch die schiere Masse an Kontrahenten entstehen chaotische Gefechte, die ein wenig an Left 4 Dead erinnern und auch für einige Framerate-Einbrüche sorgen.
Zusätzlich stürzen sich explodierende Kamikaze-Zombies und die beinharten Tankensteins auf euch. Diese gewaltigen Leichensäcke werfen elektrische Ladungen und explodierende Fässer auf euch. Attackiert sie auf keinen Fall mit Schockwaffen. Jeder Treffer mit Blitzenergie lädt über Kontakte an ihrem Kopf ihre Lebensenergie auf. Eine besonders schräge Variante der Giganten hat auf dem Rücken eine Waffenkiste befestigt. Kaum habt ihr sie erledigt, dürft ihr euch an der Auslage bedienen. Später trefft ihr noch auf Wer-Skags, gepanzerte Zombies und Skelett-Rakks. Gemeinsam mit den neuen Angriffstaktiken eine echte Abwechslung für müde Borderlands-Spieler.
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Kommentare (19) Latest comment vor 2 Jahren
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Gearbox kennt das Problem und prüft, wie bzw. ob man es lösen kann.
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Da muss ich mirn Ösi-Account machen, da das Geld drauf speichern, um dann F3-DLCs zu downloaden. Aber zum Glück kann man das Restgeld dann auch für etwas verprassen, was man mit anderen Accounts ebenfalls nutzen kann.
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heisst das, die PS3 uncut ist kompatibel zum deutschen DLC? Bitte, bitte, bitte :-)
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wenns nicht über den deutschen Store geht, dann würde ich sagen es ist nicht zum deutschen DLC kompatibel. Mist ...
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Ich verstehe aber nicht, wieso es nicht gehen Sollte. Fallout 3 und Left 4 Dead haben es ja schließlich auch bewiesen...
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als stolzer besitzer einer 360 und österreichisch version.
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so muß das sein und die 8 euro sind nicht wirklich teuer
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