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Call of Duty 3 Test

PlayStation 3 Test von Kristian Metzger

30 März, 2007

Konsolen-Launches sind die Hölle. Innerhalb kürzester Zeit müssen tonnenweise Testberichte zu hingeschluderten Exklusiv-Titeln und oft noch schlimmer vergeigten Umsetzungen geschrieben werden. Immer die gleichen Storysequenzen, Spielszenen und die nervtötende Suche nach Unterschieden im Next Generation-Grafikkleid, zermürbt selbst den härtesten Videospielfanatiker.

Dabei muss man aufpassen, dass man bei all der Gleichförmigkeit nicht außer acht lässt, dass die glücklichen PS3-Besitzer den besprochenen Titel vielleicht nie vorher gesehen haben. In der Praxis bedeutet das: Frust herunterschlucken, Joypad an der Hand festtackern und vollkommen objektiv den Titel nach bester Tester-Manier begutachten.

Nun also Call of Duty 3: Der Titel ist eine Konsolenexklusive Fortsetzung der berühmt-berüchtigten Call of Duty-Reihe, die gerade erst in einem Panorama-Beitrag als Versammlungsstätte für böse Neo-Nazis entlarvt wurde. Der Beitrag war zwar totaler Mumpitz, aber immerhin kennt jetzt jeder die Serie und auch worum es darin geht.

Wie schon bei den Vorgängern spielt Ihr in der Kampagne den Krieg gegen die Nazis aus den Augen verschiedener Soldaten nach. Wart Ihr im Vorgänger im kalten Russland und im heißen Nordafrika unterwegs, ist es diesmal vor allem die Normandie und die anschließende Operation Market Garden – da hat wohl jemand zu viel Band of Brothers geschaut. Ach ja, das Ganze wurde nicht von Serien-Erfinder Infinity Ward entwickelt, sondern von den Call of Duty 2: The Big Red One-Bastlern Treyarch.

Unwichtige Grafikdefizite und lineares Spielprinzip

'Call of Duty 3' Screenshot 1

Auch auf der PS3 gibt es schwankende Textur-Qualität.

Wie so üblich bei Serien-Titeln wurde nicht die große Gameplay-Keule herausgeholt, sondern mehr in homöopathischen Dosen an der bisherigen Erfolgsformel geschraubt. Neu sind ein paar Mini-Spiele, die wohl durch die Wii-Fassung ihren Weg auf die anderen Next Generation-Plattformen gefunden haben sowie eine verbesserte Physik-Engine.

Trotzten im zweiten Teil selbst einfache Holzkisten dem Beschuss durch ein Maschinengewehr, ist die Einrichtung nun zumindest teilweise zerlegbar. Zusätzlich gibt es jede Menge neue Effekte und tolle Panzer und tolle Knarren und tolle Gegner und tolle....... STOP! Ich kann nicht mehr. Lest bitte hier einfach den Artikel zur Xbox-360-Fassung. Ich werde im nächsten Absatz nur kurz auf die Unterschiede eingehen und dann ein Ende finden. Damit erspare ich Euch eine langweilige Wiederholung und mir den ganzen Stress.

'Call of Duty 3' Screenshot 2

Grau in Grau in Grau, die gefühlte Farbreduktion sorgt nicht gerade für mehr Abwechslung.

Wie schon anfangs erwähnt, gelang es den Entwicklern natürlich nicht, bis zum Konsolen-Launch wirklich signifikante Verbesserungen gegenüber der Konkurrenz umzusetzen. Unterm Strich sieht der Titel sogar einen kleinen Tick schlechter als die Xbox 360-Version aus. Mattere Farben, einbrechende Frameraten und etwas mehr Tearing fällt besonders den Grafik-Fetischisten schnell ins Auge. Im Gegenzug gibt es mit HDMI-Kabel – zumindest auf meinem Fernseher – ein deutlich klareres Bild.

Beim Gameplay wird brav der SIXAXIS-Controller mit eingebaut, was zum Beispiel der Ruder-Bewegung etwas mehr Sinn verleiht und man sich auch beim Eindrehen eines Zündstiftes nicht vollkommen bescheuert vorkommt. Leider muss man dafür auf die Rumble-Funktion verzichten, was bei den ganzen Explosionen, Maschinengewehr-Salven und Treffer-Anzeigen mehr als nervig ist. Ohne den direkten Vergleich sieht das Game aber unverschämt gut aus und weiß sowohl beim Sound als auch beim Gameplay voll zu überzeugen.

Auch das Fazit lässt sich recht zügig zusammenfassen. Da sich nur wenige Spieler wohl beide Konsolen leisten können, gibt es für den Titel auf der PS3 eine klare Kaufempfehlung. Luxus-Gamer fahren mit der Microsoft-Fassung einen Tick besser, wirklich bahnbrechend ist der Unterschied ganz sicher nicht. Das eigentliche Spiel ist ein wilder Adrenalin-Ritt, der sich manchmal zu wenig Zeit für Zwischentöne lässt. Dauer-Action und Skripte bis der Feldarzt kommt, führen den Spieler wie an einer Leine durch den Level. Wen diese Einschränkungen nicht stören, der wird mit vielen spannenden Stunden belohnt. Ich persönlich wünsche mir beim nächsten Mal deutlich mehr Freiheit oder zumindest ein paar maßgebliche Gameplay-Änderungen. Und bevor ich es vergesse - Tipp an Infinity Ward: Abgeschossene Ohrläppchen sind KEIN innovatives Feature.

8/10

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Call of Duty 3 erschien am 23. März für die PS3.

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Kommentare: 1-7 von 7

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BathiBoi
30/03/07 @ 14:43
#1
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da bringt er die ohrläppchen nochmal ;)

also ich kann für den mulitiplayer eine klare empfehlung aussprechen. gute arbeit.
der einzelspieler ist ganz nett.
wirkt auf mich aber trotz vieler skripts und action non-stop irgendwie schnell zusammen geschustert. er macht schon laune aber bei mir wollte irgendwie nicht richtig stimmung aufkommen. der funken wollte nicht wirklich überspringen.
Edited 1 times, most recently on 30/03/07 @ 14:44
deadlyphil
30/03/07 @ 15:01
#2
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cod2 fand ich klasse. wieso kam cod3 eigentlich nie auf pc? ist denen die knete ausgegangen? oder nur null bock auf mehr arbeit?
Kristian staff
30/03/07 @ 15:03
#3
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denke treyarch ist schuld. :) die jungs sind reine konsolen entwickler und infinity sitzt schon an dem vierten Teil....
Lea staff
30/03/07 @ 15:13
#4
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Ich verweise an dieser Stelle mal auf ein älteres Interview, zu dem diese Frage nach der PC-Portierung beantwortet wurde...

Kurz runterscrollen, liegt so in der Mitte

http://www.eurogamer.de/article.php?arti...
BathiBoi
30/03/07 @ 15:21
#5
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"ganz im gegenteil" ????
Heavy_Rain
30/03/07 @ 16:21
#6
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Nicht das der sich in dem Interview widerspricht oder so.

""Eurogamer: Der Grund für die nicht vorhandene PC-Version liegt also nicht daran, dass der Entwickler bisher noch keine Erfahrung in der PC-Produktion hatte?""
Peter Mucha: Nein,....Ja
Kristian staff
30/03/07 @ 16:33
#7
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ja, seine aussage klingt irgendwie verwaschen. ich denke das hat schon eine rolle gespielt. :)

Kommentare: 1-7 von 7

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