Dead Space 2 - Vorschau

Die unendliche Leichtigkeit des Schreiens

Mittlerweile ist Dead Space 2 erhältlich. Mehr Infos zum Spiel bekommt ihr in unserem Test zu Dead Space 2, benötigt ihr Hilfe, werdet ihr in der Komplettlösung zu Dead Space 2 fündig.

Kennt ihr das? Man erinnert sich an etwas, das man eigentlich schon wusste, und trotzdem trifft einen das Neu-Erinnern wie ein Sack fauler Nüsse ins Genick? Mir ging das vor wenigen Minuten so, als mir bei der Recherche zu diesem Artikel mal wieder einfiel, dass es sich bei Visceral Games einst um EA Redwood Shores handelte – jenem Studio, dem Film-Connaisseurs wegen ihrer Der-Pate-Versoftung gerne mal die Schienbeine versoften würden. Egal wie oft man dieses bisschen Trivialwissen auch verdrängt, wenn es einem aufs Neue dämmert, staunt man immer wieder darüber.

Noch viel beachtlicher und bestaunenswerter ist allerdings, dass es sich bei der Engine von Dead Space sogar noch um das gleiche Grafikgetriebe handelt, das schon vor vier Jahren der Open-World-Gaunerei auf ihre wackeligen Beine beziehungsweise verzogenen Räder half.

Immerhin ein Spiel, das gefühlt ohne nennenswerte Beleuchtung daher kam, was angesichts der blendenden Lichtspielereien des Survival-Horror-Überraschungshits gerade mal zwei Jahre später noch sehr viel lauter beklatscht hätte werden sollen als es ohnehin schon wurde.

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Der Stalker ist schnell, vorsichtig und jagt im Rudel.

Doch dies nur am Rande. Visceral scheint diesen Fakt schließlich mittlerweile selbst verdrängt zu haben und gab sich auf dem EA-Presse-Event in London am letzten Dienstag so selbstsicher wie ein Studio nur sein kann, das sich mit nur einem Spiel aus dem Mittelmaß in die dreifach A-gekrönte Riege der Spieleentwickler gehorrort hat. Der Ausführende Produzent Steve Papoutsis will uns heute beweisen, dass Visceral weiß, wie man ein gutes Spiel noch besser machen kann. Die Frage ist nur, ist sein „Besser" auch das unsere?

Der Anfang der Präsentation ist schon mal viel versprechend, denn Visceral weiß offenkundig um die Gefahr, an einer erprobten Formel herumzudoktorn. „Wir sind stolz auf die Menge an Awards, die wir für die Grafik und den Sound unseres Spiels bekommen haben. Die Atmosphäre, das Szenario, die Anspannung und die harten Actionszenen – das sind Dinge, die wir beibehalten werden. Wir bewegen uns kein bisschen davon fort", versichert Papoutsis. Dennoch sieht er Raum für Weiterentwicklungen – und hier nimmt er vor allem die Steuerung in die Pflicht.

„Unsere Kontrollen waren schon immer weicher und fließender als bei anderen Spielen in diesem Genre, wir wollen diese Evolution aber noch weiterführen." Wir durften es an diesem Tag zwar nicht selbst überprüfen, der Vorspieler mit dem Joypad in der Hand demonstrierte die neue Leichtigkeit des wiederkehrenden Protagonisten Issac Clarke und seiner Aktionen aber auch so schon recht überzeugend: Das Manipulieren der zahlreichen Objekte, von Munition oder herumliegenden Gegenständen gerät mit der verbesserten Telekinese deutlich schneller und direkter. „Die Kontrollen sollen eine Verlängerung des Spielers sein und nicht etwa dem Spaß im Weg stehen".

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Die neue Umgebung - eine Station auf dem Saturn-Mond Titan - erlaubt den Designern, abwechslungsreichere Räumlichkeiten zu gestalten

Diese Erkenntnis ist keine Raketenwissenschaft, besonders im Kontext des Genres erhält Papoutsis vermeintlich oberflächliche Feststellung aber ein sehr viel größeres Gewicht. Wie oft dachte man in kniffligen Situationen in anderen Survival-Horror-Spielen schon, „ich würde jetzt ja eigentlich dieses oder jenes machen", ging das Risiko aufgrund der trägen Steuerung und der nahenden Untoten dann aber doch lieber nicht ein?

Dead Space 2 löst dieses Problem auf die naheliegendste aller Methoden: Die direkteren Kontrollen sorgen dafür, dass eure Handlungen nahezu im Gleichschritt mit euren Gedanken durch das virtuelle Schlachthaus marschieren. Ihr habt einen zappelnden Necromorphen direkt neben euch um seine Beine erleichtert und wollt ihm noch mit einem Stampfer - auf Nummer sicher - den Rest geben, bevor ihr auf die anderen beiden heranwackelnden Schlitzer anlegt? Kein Problem. Auch die Nahkampfattacke und das Aufsammeln von Munition oder Medizin mit der genannten Telekinese passieren so schnell, dass ihr beinahe jede Konfrontation jetzt selbst gestaltet anstatt bloß auf die klingenbewehrten Wackel-Kadaver zu reagieren, die euch das Spiel entgegenwirft.

Kommentare (8) Latest comment vor 2 Jahren

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  • bwort #1 vor 2 Jahren

    Bitte bitte nicht zuviel Aciotn auf Kosten der Atmo...bitte bitte, für mich ist der erste Teil eines der besten Spiele der letzten Jahre, es hatte damals voll meinen Nerv getroffen.
  • Longbow #2 vor 2 Jahren

    Mich hatte Dead Space auch positiv überrascht. Hoffentlich können die das Niveau zumindest halten...
  • TattooZett #3 vor 2 Jahren

    Das wichtigste für mich ist, das es überhaupt erstmal für PC erscheint, da dies ja zumindest eine Zeit lang auf der Kippe stand...und dann sollte es in der Tat nicht zuviel stupide Action bieten, sondern sich eher am ersten Teil orientieren, da ich den echt genial fand...wie oft bin ich irgendwelchen Leuten auf den Sack gegangen, wenn ich gefragt wurde, was ich mache und ich in beschwördender Tonlage gesagt habe... Ich bin auf der Ishimura...Nachts...allein...uaahhhhhh.....
  • BruderTack #4 vor 2 Jahren

    Ich habe den ersten Teil schon ein halbes Jahr im Schrank liegen und jetzt doch mal angefangen. Eigentlich mag ich Shooter auf Konsole nicht so, aber bisher ist die Atmosphäre ja doch ziemlich beklemmend. Also nach 1,5 Stunden gefällts mir erstmal. :)
  • sokrates28 #5 vor 2 Jahren

    ich freue mich schon auf die E3 wenn es erstes gameplay-material geben wird.die vorschau war super eurogamer.de! schade das wir noch über ein halbes jahr warten müssen.
  • gigsen #6 vor 2 Jahren

    sind also all unsere sorgen das der resi virus dead space2 infizieren könnte unbegründet..?
  • Heartz_Fear #7 vor 2 Jahren

    Ach ja, Dead Space! Ohne Frage eines der geilsten Games der letzten Jahre aber ich wurde nicht warm damit! Ich bin einfach kein Freund der Survival-Action! Da hab ich lieber ein Siren Blood Curse, indem ich wirklich keine Chance habe, mich zu wehren!
  • Rachsucht #8 vor 2 Jahren

    Wie Großartig! Den ersten habe ich zugeschaut! Die Schock-Momente waren großartig! Der Endboss war auch klasse! Wie er einen herangezogen hat und man musste diesen dann befeuern! Klasse!. Mehr Action? Weniger Trägheit? Klingt doch etwas nach "versoftung". Aber dennoch ein klasse Spiel!
    Editiert von Rachsucht um 17/05/10 @ 11:24