Next-Gen-Xbox-Spezifikationen geleakt

Durango unchained.

Die Webseite vgleaks.com behauptet, weltexklusiv die kompletten Spezifikationen der kommenden Next-Generation-Xbox - Codename Durango - enthüllt zu haben. Und obwohl es offensichtlich keine offizielle Untermauerung dieser Informationen gibt, stimmen die wichtigsten Angaben der Spezifikationen der Hardware mit denen überein, die wir von unseren vertrauenswürdigen Quellen erhalten haben. Außerdem hat der Leaker sich mit Beweisen hinsichtlich des Ursprungs der Informationen zu Wort gemeldet - sie scheinen real zu sein.

Widmen wir uns zuerst den Elementen der Spezifikationen, von denen wir definitiv wissen, dass sie stimmen: Durango bietet eine Acht-Kern-CPU von AMD mit einem Takt von 1,6 GHz, wie auch die kommende Next-Gen-Konkurrenz - Orbis. Wie wir in der letzten Woche erklärt haben, basieren diese auf AMDs neuer PC-Technologie Jaguar, die für das Einstiegslevel im Laptop- und Tablet-Markt gedacht ist. Die anfänglichen PC-Jaguar-CPUs sind als Quad-Core-Setup aufgebaut - für die beiden Next-Gen-Konsolen verdoppelt sich das.

Bei Durango ist die CPU mit den 8 GB DDR3-Speicher verknüpft und arbeitet auch zusammen mit 32 MB von dem, was man als "ESRAM" bezeichnet - schneller Arbeitsspeicher, der direkt mit der GPU verbunden ist. Die zwei Memory-Pools arbeiten parallel und obwohl wir die gesamte Bandbreite nicht bestätigen konnten, erscheint der Durchsatz von 170 GB/s aus dem Leak sicherlich plausibel. Interessant am RAM-Setup ist auch, dass das ESRAM nicht ausschließlich mit dem Grafikkern verbunden ist wie bei den 10 MB eDRAM der Xbox 360 - bei Durango besteht eine Verbindung zur Northbridge (die Schnittstelle zwischen allen wichtigen internen Komponenten). Das bedeutet, dass das ESRAM auch anderen Komponenten abseits des Grafikkerns zur Verfügung steht.

Der Leak bestätigt auch unseren Bericht von letzter Woche, wonach der Grafikkern der PlayStation Orbis deutlich leistungsstärker als die GPU von Durango ist. Unsere Quellen lassen vermuten, dass die neue PlayStation 18 Radeon-GCN-Recheneinheiten mit einem Takt von 800 MHz bietet. Der Leak stimmt mit älteren Gerüchten überein, wonach Durango lediglich zwölf Stück mit der gleichen Taktrate bietet. Wenn man die angegebenen Daten zur Höchstleistung berücksichtigt, besteht ein deutlicher Unterschied zwischen den 1,23 Teraflops von Durango und den 1,84 TF von Orbis.

Der Leak behandelt auch die drei mysteriösen Hardwarebeschleunigungs-Module, die wir letzte Woche in unserem Orbis-Artikel erwähnt haben. Eines davon ist für den Audio-Bereich gedacht (inklusive Echo-Cancellation-Technik für Kinect), ein weiteres scheint ein Accelerated Hardware-Video-Encoder zu sein - das ist dahingehend interessant, da die Konsole den neuen Informationen zufolge auch einen HDMI-Input mit sich bringt, nicht nur einen Output. Theoretisch könnten Nutzer also TV-Sendungen direkt von ihren Set-Top-Boxen aus aufnehmen oder ihre Camcorder-Aufnahmen direkt auf Durango übertragen. Es ist eine bemerkenswerte Neuerung und deutet darauf hin, dass Microsoft sehr an den Multimedia-Fähigkeiten des Geräts interessiert ist. Das letzte Hardware-Modul ist am mysteriösesten und heißt einfach "Data Move Engine", wozu es allerdings keine weiteren Daten gibt.

Andere Bereiche der Spezifikationen zeigen auch einige positive Überraschungen. Kinect scheint seinen eigenen Input zu haben, was darauf deutet, dass die durch den USB-Anschluss der Xbox 360 verursachten Probleme der Vergangenheit angehören könnten. Die Tatsache, dass überhaupt ein Input vorhanden ist, lässt vermuten, dass der Sensor weiterhin ein separates Gerät bleibt, das an die Konsole angeschlossen wird. Die USB-Anschlüsse selbst werden auf den 3.0-Standard gebracht. Eine große Festplatte ist standardmäßig integriert (unsere Quellen sprechen von mindestens 500 GB), während außerdem von einem 6x-Blu-Ray-Laufwerk die Rede ist, das 50-GB-Dual-Layer-Discs unterstützt. Das Netzwerk läuft über einen schnellen Gigabit-Ethernet-Port, ebenso werden WiFi undd WiFi Direct unterstützt.

Die große Frage ist also: Wie zutreffend sind diese Informationen? Aufgrund unserer Kommunikation mit dem Leaker scheinen die Angaben wahr zu sein - die einzig wirkliche Frage ist, wie aktuell die Daten sind? Die von der Quelle vorgelegten Beweise deuten an, dass die Angaben höchstens neun Monate alt sind. Wenn man bedenkt, wie lange die Entwicklung einer Konsole dauert, besteht durchaus die Chance, dass es seitdem nicht viele Änderungen gab.

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