Face-Off: Enslaved

Ninja Theorys Abenteuer unter der Lupe

- Xbox 360 PlayStation 3
Discgröße 4,9 GB 5,07 GB
Installation 4,9 GB (Optional) Bis zu 3,5 GB (Dynamisch)
Surround-Support Dolby Digital 5.1 LPCM

Vor ein paar Wochen hat Namco Bandai die Demo zu Enslaved: Odyssey to the West und damit effektiv den gesamten ersten Level des Spiels veröffentlicht. Als Einführung in die grundsätzlichen Stützpfeiler des Gameplays, als Beispiel für den Grafikstil und als Chance, die beiden Hauptcharaktere kennenzulernen, funktioniert das einwandfrei. Was das volle Spiel anbelangt, habt ihr damit aber längst nicht alles gesehen. Ab dem zweiten Kapitel öffnet sich Enslaved massiv.

Es gibt vieles, das man an Enslaved mögen kann, und unser Enslaved-Test (8/10) hebt die entsprechenden Punkte, darunter die spannende Geschichte und die großartigen Charaktere, sowie die hochwertige Produktion hervor.

In puncto Gameplay hält euch das Spiel ein wenig zu sehr an der Hand, aber nachdem wir den Großteil der Woche mit dem manchmal sadistisch anmutenden Castlevania: Lords of Shadow verbracht hatten, war das für uns fast schon eine Erleichterung. Beide Spiele bewegen sich in einem Bereich, in dem Uncharted 2 der unbestrittene Meister ist. Und obwohl beide viel zu bieten haben, ist Naughty Dogs Epos seinen neuen Herausforderern noch immer einen Schritt voraus. Im Fall von Enslaved sind die Animationen der Charaktere und die Interaktion mit der Umgebung nicht so nahtlos wie in Uncharted 2 und die hervorragende Grafik wird manchmal durch einige offenstichtlich niedrig aufgelöste Texturen ruiniert.

Andererseits ist Uncharted 2 ein Exklusivtitel, während Enslaved für beide HD-Konsolen erhältlich ist. Da es auf der Unreal Engine 3 mit ihrem einheitlichen plattformübergreifenden Asset Management System basiert, sollte die Optik theoretisch gleich sein. Es gibt praktisch nichts, wodurch man beide Versionen des Spiels voneinander unterscheiden kann, mal abgesehen von ein paar kleineren Effekten, was entweder ein Versehen ist oder an einer unterschiedlichen Implementierung bestimmter Effekte innerhalb der UE3-Architektur liegen könnte.

Ihr könnt euch die Unterschiede mit unseren üblichen Goodies selbst anschauen - eine kolossale 720p-Vergleichsgalerie und ein Head-to-Head-Video. Drückt wie üblich den Full-Screen-Button für die höchste Auflösung.

Enslaved: Odyssey to the West - PS3-/360-Vergleichsvideo

Ein kurzer Blick darauf zeigt, dass sich die Unterschiede in Form eines stärkeren Bloom-Effekts auf der Xbox 360 und sich unterscheidenden Schatten manifestieren, was am häufigsten in Zwischensequenzen auffällt. Es scheint, als ob die Schatten auf der 360 korrekt gerendert werden, während es auf der PS3 offenbar ein paar kleinere Probleme gibt. Die tatsächlichen Differenzen kann man hier aber eher als technische Kuriositäten bezeichnen, weswegen sich ein weiterer Kommentar dazu erübrigt.

Was dem Auge wesentlich mehr auffällt, sind die unterschiedlichen Ansätze beim Motion Blur. Auf der 360 nutzt das Spiel mehr Samples bei der Verarbeitung und erschafft somit einen sanfteren Look, was sich insbesondere in den Zwischensequenzen zeigt.

Im Hinblick auf die Performance zeigte unsere Demo-Analyse vor ein paar Wochen, dass die Xbox 360 in detailreichen Innenarealen scheinbar merkliche Vorteile bei der Framerate und ein geringeres Screen-Tearing hat, während andere Szenen im Grunde genommen identisch waren. Die offensichtliche Schlussfolgerung ist, dass solche detailreichen Szenen in der UE3 eher die 360 begünstigen - das ist bei der Engine schon seit einer ganzen Weile der Fall. Ähnliches können wir auch in der Vollversion von Enslaved beobachten, wobei die Level in den nachfolgenden Episoden wesentlich anspruchsvoller sind als das, was man in der Demo sieht.

Den Anfang macht eine Analyse von Zwischensequenzen aus den ersten fünf Kapiteln des Spiels. Alle davon wurden mithilfe der UE3-Engine gerendert (der Großteil der Zwischensequenzen im ersten Kapitel besteht aus Bink-Videos) und es verschafft euch einen guten Eindruck davon, wie sich die Engine bei der Darstellung einiger sehr detailreicher Umgebungen mit zeitweilig großer Weitsicht verhält.

Enslaved - Vergleichsanalyse

Das Ergebnis scheint das zu bekräftigen, was wir anhand der Demo herausgefunden haben: Hochdetaillierte Szenen sorgen auf der PS3 für weit mehr Probleme als auf der 360, was sich deutlich bei der Framerate bemerkbar macht. In Enslaved gibt es Momente reiner optischer Erhabenheit. Die Entwickler haben hart daran gearbeitet, Trips und Monkeys Reise deutlich glaubwürdiger zu gestalten, indem sie die oftmals kolossalen Level erschufen, die den Fortschritt im Spiel wie eine lange und mühsame Aufgabe erscheinen lassen - ein echtes Abenteuer. Die Nutzung der enginegetriebenen Zwischensequenzen, um die Größe des vor einem liegenden Weges zu veranschaulichen, wird durch die Framerate und das Tearing etwas verwässert. Im Hinblick darauf ist die bessere Performance der 360-Version des Spiels signifikant und begehrenswert.

Kommentare (13) Latest comment vor 2 Jahren

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  • schaerd #1 vor 2 Jahren

    ahh.. fck.. hätte ich doch noch einen tag gewartet.. jetzt hab ich schon die PS3-Version.. :(

    Ich weiss eigentlich, dass MP-Titel auf der 360er nahezu ausnahmslos besser sind - aber ich dachte, Uncharted 2 war ja supi auf der PS3, dann kann das bei Enslaved nicht viel anders sein.. naja.. falsch gedacht :)
  • master198702 #2 vor 2 Jahren

    Naja soviel schlechter ist es ja nun auch nicht auf der Ps 3 in manchen Sachen ist wie erwähnt die Ps3 im Vorteil !
  • schaerd #3 vor 2 Jahren

    ja klar. aber wenn sich schon jemand die mühe macht die verschiedenen versionen auseinander zu nehmen und nicht auf die obligate konserve "jaja, beide versionen sind nahezu identisch" auszuweichen, dann trage ich dem auch rechnung und kaufe mir die bessere variante, nicht?
  • p1ng001n #4 vor 2 Jahren

    Wobei es in diesem Fall nun mal wirklich fst egal ist. Was anderes war es bei z.B. Bayonetta.
  • schaerd #5 vor 2 Jahren

    "Hochdetaillierte Szenen sorgen auf der PS3 für weit mehr Probleme als auf der 360, was sich deutlich bei der Framerate bemerkbar macht. In Enslaved gibt es Momente reiner optischer Erhabenheit. Die Entwickler haben hart daran gearbeitet, Trips und Monkeys Reise deutlich glaubwürdiger zu gestalten, indem sie die oftmals kolossalen Level erschufen, die den Fortschritt im Spiel wie eine lange und mühsame Aufgabe erscheinen lassen - ein echtes Abenteuer. Die Nutzung der enginegetriebenen Zwischensequenzen, um die Größe des vor einem liegenden Weges zu veranschaulichen, wird durch die Framerate und das Tearing etwas verwässert. Im Hinblick darauf ist die bessere Performance der 360-Version des Spiels signifikant und begehrenswert."

    Wirklich egal klingt für mich anders.
  • m_coaster #6 vor 2 Jahren

    Ja irgendwas müssen sie ja schreiben - und wenn der Unterschied noch so klein ist. Ich denke das ganze ist äußerst harmlos...
  • master198702 #7 vor 2 Jahren

    Dem würde ich zustimmen beide Versionen Nehmen sich nicht viel ,alles andere ist Haarspalterei !
    Editiert von master198702 um 12/10/10 @ 14:18
  • schaerd #8 vor 2 Jahren

    ja genau. signifikant ist ja ein synonym für haarspalterei ;)
  • master198702 #9 vor 2 Jahren

    Naja gut Ich möchte mal meinen Dank an den Redakteur aussprechen der sich hier so viel Mühe gemacht hat . Vielen Dank!
  • schaerd #10 vor 2 Jahren

    klar, jeder darf ein wenig mit zynismus um sich werfen, kein problem - ich mach das auch, wenn ich keine antwort mehr weiss.

    aber es ist doch so, dass jemand diesen job gemacht hat? vielleicht nicht dieser, vielleicht war dies ein copy/paste-job - fakt ist aber, dass bei den allerwenigsten tests auf die qualitätsunterschiede eingegangen wird. weils halt zeitintensiv und aufwändig ist. aber absolut und definitiv unterscheiden sich die MP-Titel zum teil eklatant. und ich kriege nicht alle spiele gratis - die meisten, aber nicht alle - und dann bin ich froh, wenn ich für mein teures geld auch die beste version zocken kann, nicht?
  • master198702 #11 vor 2 Jahren

    Ja sicherlich will man nur das beste haben^^ habe mir das Spiel gestern geholt für die Ps3 und lese heute den Bericht und bin etwas enttäuscht , fakt ist mir fällt schon noch was ein was ich sagen könnte aber wozu Sie haben völlig Recht mit dem was Sie sagen 59 € sind ja nicht wenig Geld und als Verbraucher kann man auch hohe Qualität verlangen !
  • m_coaster #12 vor 2 Jahren

    Nein - nicht! Weil ohne solche News wie diese, die minimale Sachen herrausfiltert, die meisten das überhaupt nicht sehen würden. Das Fazit spricht doch eine klare Sprache, beide Versionen sind Top, die eine nen bissl mehr Top. Und deswegen fühlst du dich jetzt betrogen um das Beste Erlebnis? Wenn es gravierende Unterschiede sind, sind solche Artikel wichtig, bei marginalen Sachen, wo einzelnde Frames analysiert und ausgemessen werden, ist das meiner Meinung nach übertrieben.
  • master198702 #13 vor 2 Jahren

    Jo Ich denke mal es sollte auch nur Leute ansprechen die das Spiel noch nicht für eine Konsole gekauft haben ^^.