PS4-Entwickler: Sony schreibt Vita Remote Play für alle Spiele vor

Sonys Shuhei Yoshida bestätigt den Bericht.

Das kommt dabei raus, wenn man in Photoshop Killzone: Shadow Fall mit der Vita kreuzt. Aber am Jahresende könnten wir den PS4-Exklusivtitel tatsächlich auf Sonys Handheld spielen.

Update (30.05.2013): Sony hat unseren Exklusivbericht über das Vita Remote Play und die PS4-Spiele bestätigt.

“Ja, es stimmt, sofern ein Spiel nicht irgendeine spezifische Hardware wie die Kamera benötigt“, schreibt Shuhei Yoshida, Chef der Sony Worldwide Studios, auf Twitter. „Es wird großartig sein, PS4-Spiele auf der PS Vita zu spielen.“

Originalmeldung: Eine vertrauenswürdige PS4-Entwicklerquelle, die bereits in der Vergangenheit einige richtige Hinweise gegeben hat, gab gegenüber Digital Foundry an, dass Sony Vita Remote Play für alle kommenden PS4-Spiele vorschreibt - ausgenommen sind diejenigen, die von der mitgelieferten Stereokamera PS4 Eye Gebrauch machen.

Diese Neuigkeit dürfte die angeschlagene PlayStation Vita beflügeln, die es bis jetzt nicht geschafft hat, den kommerziellen Erfolg zu erzielen, den sich Sony für das System gewünscht hat. Damit legt man den Grundstein dafür, dass der Handheld die gleichen Off-TV-Spielfunktionen bietet, die das GamePad der Wii zu solch einem nützlichen Gadget für das Spielen zuhause (und auch woanders) machen.

Remote Play funktioniert über ein Downscaling des 1080p-Framebuffers auf die native 960x544-Auflösung der Vita, wobei der integrierte h.264-Hardware-Video-Encoder der PS4 genutzt wird, um das Bild zu komprimieren. Via WiFi wird es dann an die Vita übermittelt, die das Video dekodiert und die Controllereingaben an die PlayStation 4 sendet. Effektiv ist es OnLive-Cloud-Streaming-Technologie für zuhause. Der Unterschied ist, dass Probleme mit der Bildqualität durch die viel höhere Bandbreite umgangen werden, durch die lokale Natur des Netzwerks werden auch Verzögerungen bei der Eingabe deutlich reduziert.

"Durch das Downscaling des nativen 1080p-Bildes für den Vita-Bildschirm verliert man zwar einige Details, im Gegenzug sollte der Downsampling-Effekt aber für ein großartiges 'integriertes' SSAA sorgen."

Remote Play selbst ist natürlich nichts Neues. Bei der PSP und Vita einen eher glanzlosen, schwerfälligen Support für eine Handvoll PS3-Spiele. Für die Vita selbst gab es praktisch keine zusätzliche Unterstützung, obwohl hier das hochqualitativere 480p-Protokoll eingeführt wurde. Diejenigen, die eine gehackte PS3-Firmware nutzen, hatten tatsächlich Zugriff auf die meisten Spiele. Das Problem ist, dass das PS3 Remote Play auf einer Software-Video-Encodierung über die SPUs des Cell-Prozessors basiert. Und die Entwickler sind nicht bereit, diese Leistung für Remote-Play-Support aufzugeben, während die Technologie selbst langsam reagiert und eine unzuverlässige Bildqualität bietet.

Die seltsamsten, dämlichsten und schlechtesten (und meist alles auf einmal) Simulatoren Ufo, U-Bahn, Sex, Chirurgie und sogar Simulatoren. Die seltsamsten, dämlichsten und schlechtesten (und meist alles auf einmal) Simulatoren

Bei der PlayStation 4 soll sich das alles ändern. Sie bietet das erwähnte Hardware-Video-Encoding für Remote Play, die Möglichkeit zur Aufnahme von Spielszenen und Screen-Sharing-Support mit allen Vorzügen von Gaikais Streaming-Technologie. Es ist ein Feature, das bereits ins Betriebssystem selbst integriert ist und die Entwickler nicht mit schlechterer Performance bestraft. Bis jetzt stellte sich die Frage, in welchem Umfang Publisher dieses Feature nutzen wollen - es wäre denkbar, dass das Angebot einer Vielzahl neuer Software die Verkaufszahlen der Spiele kannibalisiert, die speziell für das System entworfen wurden. Die Nachricht, dass Sony den Support für alle Spiele vorscheibt, die nicht das PS4 Eye nutzen, nimmt den Publishern die Entscheidung aus den Händen und gewährt gleichzeitig eine gewisse Konsitenz im Hinblick auf die Features, die die Mehrheit der Spiele bieten wird.

Dass Titel, die das PlayStation 4 Eye unterstützen, keinen Support bieten werden, ist nicht überraschend. Obwohl die Vita ihre eigenen Kameras hat, mangelt es ihnen doch an der Auflösung der bei der PS4 mitgelieferten Kamera (ganz zu schweigen von den stereoskopischen Elementen). Außerdem müsste natürlich jedwedes aufgezeichnete Material erst an die PS4 zur Verarbeitung geschickt werden - aus einer Plattform-Perspektive betrachtet ist das sicher keine freundliche Lösung. Es kann schlicht und ergreifend nicht einfach unterstützt werden, also sind Spiele, die das neue PS4 Eye nutzen - wir erwarten, dass es nicht viele sein werden - davon ausgenommen.

Wir freuen uns besonders darauf, die neuen Vita-Remote-Play-Features der PS4 auszuprobieren und die Bildqualität sowie die Latenz auf den Prüfstand zu stellen. Diese Neuigkeiten bedeuten, dass wir vom ersten Tag an eine Menge Möglichkeiten haben werden, um das Ganze auszuprobieren, wenn Sonys Next-Gen-Konsole später in diesem Jahr erscheint...

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