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Donkey Kong Jungle Climber

Climb'n'Run

Vor gut 26 Jahren hatten Mario und Donkey Kong ihren ersten Auftritt in einem Videospiel - gemeinsam sogar, auch wenn der dicke Klempner damals noch Jumpman hieß. Das Spiel selbst hörte auf den Namen Donkey Kong, schließlich war dieser riesige Affe, der eine ganz unschuldige Prinzessin entführt hatte, die bestimmende Figur. Nicht dieser kleine, langweilige Mensch.

Dennoch hätten die Wege der beiden Charaktere kaum unterschiedlich verlaufen können: Mario, der strahlende Held, dessen Titel bis auf ganz wenige Ausnahmen sowohl kommerzielle als auch Kritikererfolge sind. Und Donkey Kong auf der anderen Seite ist inzwischen beinahe zur Randfigur verkommen, der mehr in Marios Sportspielen als mit eigenen Titeln auffällt. Seinen letzten echten Hit hatte er irgendwann zu SNES-Zeiten.

Auch Donkey Kong: Jungle Climber, soviel sei vorweg genommen, kann diesen Trend nicht brechen, aber es bewegt sich zumindest in die richtige Richtung. Was der Vorgänger für den GBA (Donkey Kong: King of Swing) allerdings ebenfalls tat. Aber der Reihe nach.

Das neueste Abenteuer des einstigen Bösewichts ist eine Art Jump'n'Run. Mit dem Unterschied, dass Ihr hier wenig vom Boden aus springt, sondern Euch vielmehr in höhere Gefilde schwingt. Denn weil Donkey Kong nun einmal ein Affe ist, hangelt er sich lieber durch die Levels anstatt zu hüpfen. Das Schwingen geht ganz einfach: Er hält sich einfach mit einem Arm an bestimmten Punkten in der Umgebung fest und dreht sich dann so lange daran, bis Ihr Mitleid habt - und ihn zum nächsten Hangelpunkt fliegen lasst. Vereinfacht formuliert. Tatsächlich ist das Ganze natürlich ein wenig komplexer.

Der vielleicht deutlichste Unterschied zu herkömmlichen Jump'n'Runs besteht nämlich darin, dass Ihr die Hände des Protagonisten über die beiden Schultertasten des Nintendo DS einzeln steuert. Drückt Ihr die linke Taste, schließt sich die linke Hand, drückt Ihr die rechte, schließt sich die rechte. Logisch, aber anfangs sehr ungewohnt, müsst Ihr doch immer auf die genaue Position achten, an der sich Donkey Kong gerade befindet.

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Gemeinsam mit Diddy kann Donkey fliegen.

Greift Ihr einfach auf gut Glück zu, fasst Ihr schnell mal ins Leere und schießt an dem geplanten Ziel vorbei. Gleichzeitig ist diese Steuerung aber wesentlich präziser, als wenn sich Euer Held automatisch die Hand aussuchen würde, die er verwenden will. Außerdem könnt Ihr ebenso mit beiden Händen zugreifen, so dass er nicht mehr schwingt, sondern sich komplett festhält.

Notwendig ist das vor allem bei Angriffen, denn mal eben so auf einen Gegner springen, um ihn auszuschalten, das geht nicht bei Donkey Kong Jungle Climber. Stattdessen müsst Ihr eine spezielle Attacke ausführen, die Euch mit Schwung gegen einen Widersacher schleudert und ihn so aus dem Verkehr zieht. Aber auch nur, wenn der nicht zufällig ein kleines bisschen stachelig ist und Euch selbst ins Jenseits befördert. Denn ein ungewollter Feindkontakt bedeutet für unseren Helden das sofortige Aus.

Die Levels und der allgemeine Spielablauf erinnern daher eher an ein Geschicklichkeitsspiel, an einen Hindernisparcour, denn an ein klassisches Jump'n'Run. Ihr könnt selbstredend versuchen, jeden Kontrahenten aus Eurer Bahn zu schleudern, aber häufig ist es sinnvoller, ihnen aus dem Weg zu gehen. Vor allem, weil Ihr auf diese Weise viel von dem teilweise recht verwinkelten Levels seht, die allerlei Geheimnisse und Gegenstände zum Sammeln verbergen: Neben Bananen, mit denen Ihr Euch Extraleben holen könnt, warten unter anderem Ölfässer, Buchstaben und DK-Logos in der Spielwelt darauf, gefunden zu werden.

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