EAs Matt Turner über MW2s Flughafen-Level: 'Wir hätten es nicht gemacht'

Sie haben versucht, etwas zu erreichen

Im Gespräch mit CVG spricht EA Montreals Matt Turner, derzeit als Produzent und Schreiber für Army of Two: The 40th Day tätig, über den kontroversen Flughafen-Level aus Call of Duty: Modern Warfare 2.

"Wir hätten es nicht getan, wir haben es nicht getan", sagt er. "Für mich persönlich gingen die Alarmglocken dabei im großen Stil los, weil es aus dem Kontext gerissen wurde. Als das Material im Netz auftauchte, sahen es Tausende von Leuten ohne zu wissen, was es war."

"Ich sage nicht, dass sie überreagiert haben, aber es entstanden diese ziemlich seltsamen Meinungen, obwohl sie nicht wussten, in welchem Zusammenhang diese Szene im Spiel steht. Man spielt als CIA-Agent und es wurde so entworfen, um die Gräueltaten zu zeigen... es ist ziemlich schrecklich. Und wenn man diese Seite davon nicht erkennt, versteht man auch das Gesamtbild nicht. Nichtsdestotrotz denke ich, dass es ein wenig zu weit geht. Aber es freut mich zu sehen, dass sie solch einen Mut haben."

"Vielleicht sind sie ein bisschen zu weit gegangen, aber in einer guten Art und Weise, weil das Medium Videospiele noch immer sehr jung ist", so Turner. "Wir müssen damit anfangen, die Grenzen zu erweitern, Aussagen zu machen und uns anschauen, welche Art von sozialer und kultureller Relevanz wir verwenden können, die bislang noch nicht entdeckt wurden."

"Ich denke, [Infinity Ward] hat genau diese Richtung angestrebt und versucht, die Leute etwas wirklich sehr Schreckliches erleben zu lassen. Die Entscheidung, ob sie damit erfolgreich waren oder nicht, überlasse ich den Spielern. Aber ich mag die Tatsache, dass sie etwas versucht haben, was bisher noch nicht getan wurde. Ich denke, das ist ziemlich mutig. Und ich ziehe meinen Hut vor Infinity Ward dafür, dass sie es zumindest versucht haben."

Kommentare (5) Latest comment vor 2 Jahren

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  • ömsch3:16 #1 vor 2 Jahren

    Nimmt das Flughafen-Gesülze nie 'n Ende?
    Es handelt sich hier immer noch um ein verkacktes Spiel. Ich hab in unzähligen Filmen tausendfach schlimmere Szenen gesehen.
    Aber Hut ab, der Typ drückt wenigstens mal nicht auf die Tränendrüse.
  • Lorrn #2 vor 2 Jahren

    film ist nicht realität ;) und lt. unseren poltikern sind alle pc spiele realität, und bilden amok läufer aus... also das thema wird nie enden, bis endlich die alten säcke das loch in der wand gefunden haben und unsere generation an die macht darf
  • syLv #3 vor 2 Jahren

    *kopfschüttel* entschuldigung Herr Turner.. ich kann nur hoffen das ihre Äußerungen, vor allem bezogen auf das "erweitern der Grenzen" keine Schule machen. Denn damit ist die weitere Verrohung der Gesellschaft besiegelt, und Gore & Sex sells weiter auf dem Vormarsch.. schade, schade.
    Editiert von 1 um 16/12/09 @ 11:56
  • Goldfinger72 #4 vor 2 Jahren

    @ ömsch3:16

    Darum geht es überhaupt nicht. Es geht nicht darum, wie brutal diese Szene ist oder auch nicht. Es gibt Spiele, die um ein vielfaches brutaler sind. Und jetzt kommt das grosse aber:

    Den Entwicklern fehlt(e) jegliches Fingerspitzengefühl. In einer Zeit, wo man als "ernsthafter" Videospieler um die Anerkennung seines Hobbys in der Öffentlichkeit kämpft, kommen die Jungs daher und treten einem mit ihrem toll durchdachten Level mit Anlauf in den Hintern, indem sie eine virtuelle Massenhinrichtung zelebrieren, wie man sie so in der Art bisher noch nicht gesehen hat. Das perfekte, hochauflösende Futter für jeden "Killerspiel"gegner. Wie auf Bestellung.

    Was glaubst du, welche Szenen man im TV beim nächsten Amoklauf irgendwo auf der Welt sehen wird?!

    Davon abgesehen ist der Flughafenpart auch vom Spielerischen her einfach nur sterbenslangweilig und schlichtweg überflüssig. Aber das ist auch ein wenig subjektiv, da ich persönlich auch den Rest des Spiels einfach nur sterbenslangweilig finde. Das ganze Spiel erinnert mich irgendwie an den Film Transformers 2. Der Film besteht auch nur aus Optik und der Rest verschwindet in Belanglosigkeit.
  • Blackflash #5 vor 2 Jahren

    @ Goldfinger72:

    Falsch!

    Die Szene ist in der Tat wichtig für den Verlauf der Story. Tut mir Leid, aber anscheinend hast du entweder das Spiel nicht gespielt oder du hast die Story nicht verstanden. Ich kann ja mal zusammenfassen warum sie so wichtig ist :
    Das Spiel beginnt in Afghanistan mit dem US Army Ranger Joseph Allen. Beeindruckt von seinen Leistungen rekrutiert der Kommandeur der Task-Force 141 General Shepherd ihn für einen CIA-Undercover-Einsatz. Mit dem Alias Alexei Borodin wird er in die Organisation von Vladimir Makarov eingeschleust. Während eines Anschlags auf den Flughafen in Moskau wird er von Makarov getötet und als Sündenbock zurückgelassen.
    Im Glauben gelassen, dass der Terroranschlag mit amerikanischer Unterstützung geschehen ist, startet Russland massive Luftangriffe gegen die USA und eine Invasion der Ostküste der Vereinigten Staaten. Der Spieler - in Form des Private James Ramirez - verteidigt daraufhin Washington D.C. während die Task-Force 141 in den Favelas von Rio de Janeiro nach Informationen zur Ergreifung Makarovs sucht.
    Im Großen und Ganzen eine sehr wichtige Szene, die überhaupt der Auslöser für die ganze Handlung ist!

    Abgesehen davon sind es für mich immer noch Pixel und Polygone auf die ich da feuer.

    Blackflash

    PS: Was soll diese Diskussion über diese Flughafen-Mission. Vor allem regen sich immer die Leute auf, die überhaupt keine Ahnung von der Story haben. Also: Informieren und Spielen, ansonsten geschlossen halten !