Eurogamer gamescom Awards

Das Netzwerk hat gewählt

245.000 Besucher strömten in den vergangenen Tagen zur ersten gamescom in Köln und wie Oliver P. Kuhrt, Geschäftsführer der Koelnmesse GmbH verlauten ließ, war die gamescom ein voller Erfolg. Und fürwahr, es war in der Tat ein recht vielversprechender Start. Zwar nicht mit annähernd so vielen und großen Ankündigungen bestückt wie die E3, aber dennoch mit einigen nicht zu verachtenden Schmankerl versehen.

Etwa Microsoft mit Fable 3, das wir uns vorab exklusiv zu Gemüte führen durften. Sonys Preisreduzierung der PlayStation 3 plus die Vorstellung der PS3 Slim. Und nicht zu vergessen die schiere Masse an Spielen, durch die wir uns in den fünf Tagen der Messe wühlen mussten und die in den nächsten zwei Wochen jeweils im 4er-Pack unsere Seite füllen.

Aber was davon waren die wirklichen Highlights der gamescom? Was hat uns vom Hocker gerissen, uns emotional berührt? Welche Titel würden wir zu den besten der Messe küren? Die Antwort: Wir haben abgestimmt. Und nicht nur unsere illustre Truppe hier bei Eurogamer Deutschland, sondern jede einzelne Redaktion des Netzwerkes. Sollte euch also unser „nationaler Gewinner“ und die vier Titel, die in die engere Wahl rutschten, nicht gefallen – klickt euch einfach zur nächsten Seite. Bühne frei für die Gewinner:

Best of the Nation: Diablo 3

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Und bis es kommt, spielen wir jetzt alle wieder Diablo 2.

Auch wenn wir nur jeweils 15 Minuten den Platz vor dem Monitor in Anspruch nehmen konnten – nebenbei bemerkt, wir haben den Hocker gleich für eine volle Stunde mit Zähnen und Fingernägeln verteidigt -, hinterließ das, was sich auf dem Bildschirm abspielte, einen mehr als bleibenden Eindruck. Es schürte die Vorfreude auf ein Spiel, das die selbe Leidenschaft und Gier entfacht, die einem bereits im Vorgänger dazu antrieb, Tagein- Tagaus vor dem Bildschirm zu hocken und Monster über Monster in die ewigen Jagdgründe zu befördern. Stets auf der Suche nach dem nächsten goldenen oder lilafarbenen Gegenstand, begleitet von der Hatz nach weiteren Leveln, der Voraussicht, einem wirklich fiesen Endboss ins Auge zu sehen.

Und das nun alles in Kombination mit einer ansehnlichen und detaillierten Grafik, der Möglichkeit, seinen Charakter sowohl als weibliche als auch männliche Version durch die riesigen Areale zu manövrieren, und jeder Menge Fertigkeiten und Gegenstände, die seeeeeeehr langen Spielspaß versprechen. Beispielsweise Runen, die, getragen, die eigenen Techniken verbessern. Einem Inventar, das zwischen Quest- und regulären Gegenständen unterscheidet. Sowie Gegnerhorden, die zum Teil mit Kratos-ähnlichen Animationen daherkommen.Und und und. Lange Rede, kurzer Sinn: Unser Eurogamer.de-Spiel der gamescom 09.

Nominiert

Final Fantasy XIII - Das wohl bestaussehendste Spiel, das die gamescom zu bieten hatte. Oder wie Yoshinori Kitase es im Interview (folgt am Mittwoch) mit eigenen Worten erklärte: Final Fantasy HD. Aber die Grafik ist nicht das einzige, was einen während der kurzen Präsentation mit anschließendem Gespräch in seinen Bann ziehen konnte. Die beschworenen Bestias, die in den Kämpfen euren Platz einnehmen, verwandeln sich via Gestalt-Modus zu einem Reittier. Odin beispielsweise als hühnenhaftes Pferd. Noch beeindruckender: Final Fantasy XIII verzichtet auf Textzeilen und fokussiert sich stattdessen auf die Vertonung aller Dialoge. Diverse Minispiele sind übrigens ebenfalls mit an Board, was genau, wollte man leider noch nicht verraten.

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Kristians neuer Liebling: Brink

Brink - Splash Damage lebte viele Jahre im Schatten von id Software und setzten vor allem mit Enemy Territory Zeichen. Doch sie können mehr. Viel mehr. Mit Brink verknüpfen sie geschickt Single- und Multiplayer-Gameplay. Ein innovativer Ansatz, der die Kampagnen von Enemy Territory mit Rollenspielelementen, Story-Sequenzen und dynamischen Missionen verbindet. Dazu noch ein frisches Bewegungssystem, das entfernt an Mirror's Edge erinnert, eine packende Story und ein wirklich einmaliger Grafikstil, fertig ist ein echtes Shooter-Highlight, das im Frühjahr die Welt der Ballerfreunde gehörig auf den Kopf stellen will.

Assassin's Creed 2 - Mehr Abwechslung, mehr Interaktion, mehr Dramaturgie. Gewürzt mit noch besserer Grafik und jeder Menge Einflüssen von Prince of Persia. Kurzum: Assassin's Creed 2 will sämtliche Fehler des Vorgängers ausmerzen und in jeder noch so kleinen Hinsicht zu einem Erlebnis avancieren. Und wie uns die halbstündige Präsentation verdeutliche, sind Patrice Désilets, Creative Director, Ubisoft Montréal, und sein Team auf dem besten Wege dahin. Beschränkte sich der Vorgänger noch auf die Städte im Allgemeinen, dürfte ihr beispielsweise unterhalb von Florenz ein riesiges Tunnelsystem erkunden. Selbst die Art und Weise, wie ihr eure Zielpersonen über den Jordan schubst, erfuhr eine Generalüberholung. Gift auf den Dolch, Aufpasser damit traktieren, Wache tötet den Auftraggeber. Sehr unterhaltsam.

Star Wars: The Old Republic - Sind wir mal ehrlich. Storytechnisch hat sich bei MMORPGs in den letzten Jahren wenig getan. Textwüsten, soweit das Auge reicht. Damit macht Old Republic nun endgültig Schluss. Auch wenn das eigentliche Kampfsystem wenig Neues bietet, sorgt die komplette Vertonung, spannende Zwischensequenzen und aufregende Missionen für echtes Star-Wars-Feeling. Jeder Auftrag ein kleines Wunder, das sich nahtlos in die Hintergrundgeschichte einfügt. Dazu noch detaillierte Planeten, abwechslungsreiche Klassen und spielbare Jedis und die Fans stehen Kopf. Für uns das beste MMO der Show, das sich einen Platz unter den Nominierten redlich verdient hat.

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