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Eurogamer wählt... Interview

PC Xbox 360 PlayStation 3 Wii
Interview von Kristian Metzger

30 Juni, 2009

Seite 1 von 4. Seite 2 ->

Die Jugend von heute. Dumm, unpolitisch, perspektivlos. Die verlorene Generation, die statt zu protestieren und an der Gesellschaft teilzunehmen, sich mit flacher Unterhaltung und künstlichen Welten durch das Leben schlägt. Übertrieben? Ganz sicher. Trotzdem ist für viele Wirtschaftswunderkinder, Alt-68er und Babyboomer die Altersgruppe der 18- bis 35-jährigen ein Rätsel. Gerade erst musste das politische Establishment staunend registrieren, dass die Einschränkung der Telekommunikations-Freiheit, trotz Feindbild Kinderpornographie, nicht klaglos hingenommen wurde.

Über 130.000 deutsche Bürger - uns eingeschlosssen - beförderten sich mit einer Petition gegen das Telemediengesetz in die Nähe von Kinderschändern, nur um auf die Gefahren solcher Sperrlisten hinzuweisen. Noch vor ein paar Jahren undenkbar. Während die ältere Generation die Neuen Medien trotz ihres Nutzen vor allem fürchtet, hat sich eine Internet-Gesellschaft gebildet, die ihren Alltag über Blogs, Facebook und Twitter regelt. Man chattet, spielt und lacht online. Trifft Freunde, taucht gemeinsam in die Welt von Azeroth ein oder diskutiert seitenlang über richtige und falsche Wertungen.

Ja, auf die Straße wird nur noch selten gegangen, aber ein Protest, wie die Petition gegen das neue Telemediengesetz, zeigt, dass die Internet-Gesellschaft sehr wohl politisch sein kann. Eure Reaktionen auf Themen wie Europawahl, Internet-Zensur und das leidige Killerspiele-Thema haben bewiesen, dass es nicht nur um Spaß geht. Ihr wollt verstanden, nicht verteufelt werden. Wer auf gewalthaltige Spiele steht, ist weder gestört noch gewalttätig. Und schon lange kein Kinderschänder.

'Eurogamer wählt...' Screenshot 3

Nun steht Ende September die Bundestagswahl an. Die einmalige Gelegenheit am politischen Prozess teilzunehmen, sich zu engagieren und durch die richtige Wahl vielleicht sogar etwas zu verändern. Aus diesem Grund haben wir allen größeren Parteien, aber auch der gerade im Internet omnipräsenten Piratenpartei, einen 15 Punkte umfassenden Fragenkatalog zukommen lassen, der sich explizit mit den Themen Neue Medien, Videospiele und Telemediengesetz auseinandersetzt.

Neben zusätzlichen, parteispezifischen Fragen soll ein kurzer Abriss des Parteiprogramms und der wichtigsten Eckpunkte bisheriger Entscheidungen dazu dienen, euch auch abseits der genannten Themen bei der Wahl unter die Arme zu greifen. Im Wochentakt veröffentlicht, mündet die Serie in unserem großen Wahlspecial, in dem wir euch selbst an die Urne bitten. Den Anfang macht die Piratenpartei. Viel Spaß und fröhliches Diskutieren.

Die Piratenpartei

Am 1. Januar 2006 von Rickard Falkvinge gegründet, sorgte die schwedische Piratpartiet gleich zu Beginn für Furore. Von vielen Kritikern fälschlicherweise mit den Betreibern der Torrent-Seite Pirate Bay in einem Atemzug genannt, gewann die Partei gerade in Schweden viele Anhänger. Angetrieben durch die Aufweichung des Datenschutzes durch die schwedische Regierung, konnte die Partei bei der Europawahl 2009 sogar mit 7,1 Prozent im Einzug in das europäische Parlament einziehen.

Ein Erfolg, den die vielen europäischen Ableger noch nicht wiederholen konnten. Nichtsdestotrotz wurde innerhalb kürzester Zeit über ein Dutzend ähnlich fokussierte Parteien an den Start gebracht. Zum Beispiel im Juli 2006 die österreichische Variante PPÖ und im September 2006 Die Piraten in Deutschland unter der Führung des Parteivorsitzenden Christof Leng. Doch auch in Argentinien, Chile, Frankreich und Großbritannien kämpfen Gleichgesinnte für einen freien Wissensaustausch, eine Reformierung des Patent- und Urheberrechts und die Informationsfreiheit.

In Deutschland erreichte die Piratenpartei unter der Leitung von Dirk Hillbrecht nach 0,5 Prozent in Hessen bei der Europawahl 2009 0,9 Prozent. Durch den Eintritt des ehemaligen SPD-Mitglieds Jörg Tauss, der nach der Absegnung des neuen Telemediengesetzes aus seiner Partei austrat, ist die Piratenpartei seit dem 20. Juni 2009 im Bundestag vertreten. Da sich der umstrittene Politiker – ihm wird der Besitz von Kinderpornographie vorgeworfen – nicht wieder aufstellen lässt, endet dieses Mandat mit der Bundestagswahl. Die Massenaufnahme von weiteren SPD-Mitgliedern wird momentan kontrovers diskutiert.

Das Wahlprogramm beschränkt sich im Augenblick noch auf die genannten Themenfelder Datenschutz, Informationsfreiheit und Bürgerrechte. Bis zur Bundestagswahl möchte die Partei aber das Programm weiter ausbauen und auch Bildung integrieren. Die Partei ist bisher noch nicht in allen Wahlbezirken zur Bundestagswahl zugelassen. Wer dies für den eigenen Wahlkreis erreichen möchte, sollte zur offiziellen Seite der Piratenpartei wandern.

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Autor
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Jimpanse
30/06/09 @ 08:10
#1
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super Artikel!
gigsen
30/06/09 @ 08:12
#2
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meine stimme haben sie.. die piraten... harharhar ;)
Kristian [staff]
30/06/09 @ 08:15
#3
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@gigsen: Warts ab, auch andere Parteien haben eine gesunde Einstellung zum Jugendschutz und zu den Neuen Medien.
gigsen
30/06/09 @ 08:20
#4
+1
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gut.. ich lass mich gern überaschen ;)
malik21
30/06/09 @ 08:33
#5
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man sollte jetzt nicht überhastet solche Parteien wählen, ich spiele selber sehr gerne und finde die Zensur ein absoluten Witz, jedoch gibt es wichtigere Dinge und da würde ich nicht auf eine Partei wie die der Piraten vertrauen.
DavidBoring
30/06/09 @ 08:43
#6
+2
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@malik

warum ? es ist im höchstenmaße unwahrscheinlich, dass die piratenpartei jemals mehr als 10 % erreichen wird, trotzdem denke ich, dass diese partei veränderungen anstossen kann (sofern sie mal ausserhlab schwedens mehr gewählt werden).

klar, du wirst im parteiprogramm wahrscheinlich keine lösungen zur weltwirtschaftskrise finden, aber das ist meiner meinung nach auch nicht die aufgabe dieser partei. vielmehr geht es darum einen, für viele personen, wichtigen lebensweltlcihen aspekt zu vertreten, der bei den anderen parteien entweder nicht berücksichtigt oder verteufelt wird .
Kristian [staff]
30/06/09 @ 08:49
#7
+1
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@Yoshi: Zum Thema Zensur: ich glaube darüber, dass es Gesetze gegen Mord und Totschlag gibt, brauchen wir uns nicht unterhalten. Entscheidend ist aber, ob der Staat Zensur in Kauf nimmt, um statt der Eltern die Jugend zu schützen. Schließlich ist das eigentlich die Aufgabe der Erziehungsberechtigten. Oder?
skinless
30/06/09 @ 08:49
#8
-3
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Yoshi hat vollkommen Recht!
DavidBoring
30/06/09 @ 08:53
#9
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@yoshi
ich weiss ehrlich gesagt den aktuellen gesetzesstand nicht, aber private kopien waren seit jeher legal. du darfst/durftest musik-cds brennen und an deine freunde verschenken. ich weiss nicht, wo der große aufreger an der sache ist.
BathiBoi
30/06/09 @ 08:54
#10
0
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als oder letzte absatz ist sehr blauäugig.
sonst schon ganz nett als protestpartei. aber wie wollen sie ernstgenommen werden wenn sie kein programm zur wirtschaftlich-
und sozialpolitik haben? das sind nun mal die wichtigsten themen in deutschland.
viele aus dem programm ist wünschens- und erstrebenswert aber wie gesagt, es fehlt einfach noch zu viel...
@David: also ich bin mir fast sicher das ich private kopien für mich machen darf. aber doch nicht für freunde. genau das ist doch raubkopieren.
Edited 1 times, most recently on 30/06/09 @ 09:55
DavidBoring
30/06/09 @ 09:03
#11
0
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wie gesagt, es war zumindest bis vor ein paar jahren erlaubt private kopien an freunde weiterzugeben (es gab da noch unterschiede zwischen musik, filmen und software)
Kristian [staff]
30/06/09 @ 09:06
#12
+2
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@DavidBoring: Ist es im Musikbereich noch immer, wenn die CD keinen Kopierschutz hat. Dafür zahlt man auf brennbare CDs GEMA-Gebühren.
malik21
30/06/09 @ 10:09
#13
0
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@DavidBoring
ich verstehe was du meinst und bin da auch recht da cor mit dem was du sagst, trotzdem sollte man das alles nicht unterschätzen.
escaP
30/06/09 @ 10:41
#14
+2
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@Yoshi
"" Diebstahl zu privaten Zwecken ist erlaubt? Ist klar. ""

Seit wann kann man Diebstahl und freies Kopieren einfach gleichsetzen? Bei Diebstahl hat der Urheber keine Möglichkeit mehr, die entsprechende Sache zu verkaufen oder zu nutzen, Daten lassen sich aber quasi unbegrenzt kopieren. Schon ein gewisser Unterschied...

"" Ach, so ist das. Wissen und Kultur bitte kostenlos für alle, aber diejenigen, die Wissen und Kultur erschaffen, sollen gefälligst von Hartz IV leben? ""

Das ist auch bei der heutigen Situation ein großes Problem. Viele Künstler haben keine Chance von ihrer Arbeit zu leben und müssen nebenbei arbeiten oder mit sehr wenig Geld auskommen. Ein paar wenige Menschen dagegen verdienen sich dumm und dämlich, auch mit den Werken von anderen Leuten.

In der Wissenschaft ist das nicht viel anders.
Viele arbeiten in dem Bereich auch zu extrem schlechten Bedingungen, veröffentlichen ihre Arbeit und profitieren davon kaum. Das tun dafür andere...
Übertriebener Schutz von "geistigen Eigentum" (ich halte nicht viel von dem Begriff) und Verwertungsrechten ist ein großes Hindernis für wissenschaftliches Arbeiten. Da gibt es so einige Beispiele dafür.

Das Internet ist ein zweischneidiges Schwert:
Die Künstler haben viel bessere Möglichkeiten, sich zu präsentieren und sind nicht so stark von Plattenfirmen o.Ä. abhängig.
Wenn kostenloses Downloaden möglich und erlaubt führt das natürlich auch dazu, dass sich nicht mehr soviel verkaufen lässt.

Tatsache ist, dass das freie Kopieren für den Privatgebrauch schon lange Realität ist, nur halt nicht legal. Das interessiert aber die wenigsten.

Wie soll man das aufhalten? Noch mehr Strafverfolgung, Internetsperren, Totalüberwachung des Datenverkehrs?
Damit könnte es vielleicht klappen, aber das hätte wohl doch etwas zu viele Nachteile...
DRM wurde mal als "Lösung" gesehen, aber das hat doch noch nie richtig funktioniert und ist mittlerweile quasi gescheitert.

"" Die Rechte von "mündigen Bürgern" werden von jeher eingeschränkt - zum Teil zu Recht, zum Teil nicht. Find's aber amüsant, dass sich erst so etwas wie milder Protest regt, als das kostbare Internet und Computerspiele bedroht werden. ""

Woher weißt du, dass die Leute, die gegen Internetsperren protestieren früher nichts gegen andere Einschränkungen gesagt haben oder sich vielleicht überhaupt nicht für die Realität interessieren?

Die Piratenpartei will ja Freiheit und Bürgerrechte in allen Bereichen vertreten.
Eine Einschränkung auf das Internet gibt es nicht, aber es ist einfach ein sehr wichtiges Gebiet, das heute in Hinsicht auf Demokratie und Freiheit unbedingt geschützt werden muss.

"" Besonders lustig ist in dem Zusammenhang, dass die PP (und andere) immer wieder davon spricht, dass "eine Vielzahl von innovativen Geschäftskonzepten" für die freie Nutzung existieren, aber keins konkret nennt. Warum nur? ""

Es gibt verschiedene Konzepte (und Kombinationen davon), über die diskutiert wird. Stichworte sind zum Beispiel "Gema 2.0", Kulturflatrate", "copycan" und "Pre-post release".

Ihre Nachteile und Risiken haben die Modelle alle; davon hat aber die aktuelle Situation mehr als genügend. Es kann für Künstler/Kreative/Wissenschaftler und Nutzer eigentlich nur besser werden...

Die "Traumlösung für alle Fälle" gibt es wie bei den meisten Themen leider überhaupt nicht und für gute Kompromisse ist noch etwas Arbeit erforderlich.
Kannst dich ja gerne beteiligen und dir auch was ausdenken oder (konkrete!) Kritik beisteuern...


"Vielleicht, weil es unmöglich ist, mit freier Nutzung Geld zu verdienen?"

Das glaube ich nicht...
Mit Open Source kann man eine Menge Geld verdienen. Das lässt sich sicher auch auf andere Bereiche übertragen oder zumindest als Anregung dienen.

"" Genauso könnte man fordern, Schlösser von Haustüren oder Autos abzuschaffen. ""

Eigentlich hat sich das System mit den Eigentumsrechten ganz gut bewährt, weil man die materiellen Dinge gut zuordnen kann und man einigermaßen klar sagen kann, wie der Eigentümer davon profitiert und welche Nachteile er hätte, wenn die Sache "weg" wäre.

Für Wissen, Information und Kunst ist das wesentlich schwieriger.

Wie hoch ist denn der "Schaden" durch illegale Downloads?
Dazu gibt es immer sehr lustige Hochrechnungen, aber man kann nicht wissen, wie viele sich das Werk gekauft hätten, wenn sie es nicht kostenlos bekommen würden.

"" Gehören Häuser und Autos nicht irgendwie auch allen? ""

Der Meinung bin ich nicht. Eigentum verpflichtet, aber privates Eigentum sollte erhalten bleiben.
Edited 1 times, most recently on 30/06/09 @ 11:44
OtaQ
30/06/09 @ 10:42
#15
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Danke für dieses Interview!!! Super Sache das. Danke EG

Ich darf zwar nicht wählen, aber ich unterstütze die Piratenpartei wo es geht.

Klar, sie haben nur paar weniger Punkte auf dem Programm, aber manch große Partei (Die Grünen z.B.) haben auch klein angefangen - schlimmer wäre es wenn man sich gleich an die Weltherrschaft machen würde ;)

Zudem sind diese wenigen Punkte von großer Bedeutung und gehen uns direkt/indirekt alle an (Zensur).

Zum Thema Urheberrecht denke ich dass man aufhören sollte zu glauben dass man als Künstler immer die dicke Kohle machen MUSS. "Kunst" und dazu zähle ich Musik und Film, sollte doch vor allem aus Liebe entstehen und Selbstverwirklichung - es passt schlichtweg nicht dass es eine "INDUSTRIE" gibt, die diese "Kunst" als "PRODUKTE" sehen und immerwährend die dicken dicken Millionen erwarten (verlangen). Es ist schlichtweg lächerlich wenn gejammert wird, dass die bösen Raubkopierer solch enormen finanziellen Schaden verursachen, dass man als Plattenfirma quasi dazu gezwungen wird 08/15 Platten wie von Queensberry, Bohlen und co auf den Markt zu werfen. Und sowieso behaupten jeder der raubkopiert, hätte sich die ganzen Platten auf jeden Fall gekauft. Früher aus dem Radio auf Kasette oder von TV auf Video aufzunehmen war dies gang und gebe - die Industrie hat den Trend "Internet" verpennt und will sich nun nicht nachträglich anpassen....

Ich vertrete keinesfalls die Meinung alles sollte frei zugänglich sein, jedoch sollte sich mal diese Industrie Gedanken machen um die Zukunft bzw. die "Zukunft" erkennen und die Veränderungen die mit der Zeit eingehen, statt auf die "gute alte Zeit" und damit auf die alten Methoden zurückzugreifen die vielleicht bei Platten bzw. Kasetten usw. funktionierten, aber im Zeitalter von Youtube.com usw. mehr als antiquiert sind...

Früher wurde Kunst eher aus tieferen persönlichen Beweggründen gemacht, heutzutage viel zu oft aus kühl kalkulierter Geld und Profitgier - dieses trifft auch bei Video-und PC-Games immer öfter zu.
NinthShakazuma
30/06/09 @ 11:23
#16
0
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Gute Idee, Eurogamer.

Also ich sympathisiere im Geiste auch mit der Bewegung. Aber die Eurogamer haben das zentrale Problem auch schon aufgedeckt: Die Beschränkung auf wenige Themengebiete.

Sicher wird die Partei einige Denkanstöße geben und ich wünsche ihr auch ein bis zwei Sitze im Bundestag, aber für mich sind sie so noch nicht wählbar. Allerdings hoffe ich, dass sich das in absehbarer Zeit ändert und das es nicht demnächst heißt: "viele Köche verderben den Brei."
easy
30/06/09 @ 11:43
#17
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@Bathi
Sozial und Wirtschaft ist nicht deren Fachgebiet. Sollten sie mal mehr als 10 oder 20 % bekommen, dann kann sollte man sich auch in diese Richtung erweitern. Vorerst geht es aber Urheberrecht, neue Medien, Bürgerrechte und eine Anpassung der Gesetze und Rechtsprechung an die moderne/digitale Zeit. Mehr kann eine so kleine Spezialpartei nicht leisten. Und will sie vorerst auch gar nicht. Dafür ist sie da. Sie braucht ein Mitspracherecht, damit Dinge wie die Internetzensur und Vorratsdatenspeicherung nicht mehr vorkommen. Zumindest jedoch intensiver diskutiert werden.
Meiner Meinung nach hat nicht mal die SPD, FDP oder Linke zur Zeit einen wirklichen Anspruch an eine vernünftige und soziale Wirtschafts und Sozialpolitik. Die CDU steht ja zu ihrer Wirtschaftsnähe. Die FDP sowieso. Die SPD tut nur so als würde sie für die Bürger sein und macht in Wirklichkeit den selben Kram wie CDU/FDP.

Was bringt es denn überhaupt dieses Jahr noch zur Wahl zu gehen, wenn man die Geschichte mit den Überhangmandaten diesen Freitag nicht regeln wird? Dann könnte das Ende der Wahl schon so gut wie feststehen. Grummel.
Edited 1 times, most recently on 30/06/09 @ 12:47
Kristian [staff]
30/06/09 @ 11:48
#18
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@Yoshi: Es bringt nichts in einer solchen Diskussion gleich wieder mit hungernden Kindern um sich zu werfen. Zwischen einem gewalthaltigen Spiel und Drogen gibt es immer noch Unterschiede, vor allem, wenn hier noch andere Elemente, wie Kunst- und Meinungsfreiheit dazukommen. Man kann jetzt allgemein über Recht und Pflichten eines Staates sinnieren oder aber sich im Ausland umschauen, wo versucht wird eine Kompromisslösung zu finden. Das aktuelle System ist genug Eingriff in die Meinungsfreiheit und genug Schutz. Weitere Verbote gehen zu weit. Um mehr geht es nicht. Mit Zensur meinte ich hier ganz klar Dinge, wie ein Killerspieleverbot, einige Indizierungen und ähnliches. Nicht die sehr sinnvollen Alterseinstufungen!!!
Edited 1 times, most recently on 30/06/09 @ 12:50
OtaQ
30/06/09 @ 13:27
#19
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"Dein gesamter Beitrag trieft nur so vor undurchdachter Polemik, aber warum um alles in der Welt sollen Musik und Film nur aus Liebe und Selbstverwirklichung (lol) entstehen? Bäckt der Bäcker seine Brötchen, weil er sich verwirklichen will? Nein? Warum nicht? Auch Brötchenbacken kann eine Kunst sein. Ich finde, wir alle haben ein Recht darauf, kostenlos perfekte Brötchen zu bekommen! Mir doch egal, wovon die Bäcker dann leben!"

Mir wäre neu dass Brötchen raubkopiert werden...
Um es mal einem Kleingeist wie Dir begreiflich zu machen:

Ich halte es falsch auf der einen Seite 2stellige Millionenbeträge für prominente Schauspieler zu zahlen und sich auf der anderen Seite über schreckliche finanzielle Verluste aufzuregen, wobei Film X immernoch das 3-4 fache der Kosten einspielt.

Ebenso mit der Musikbranche, da beschwert man sich dass man nicht mehr in Privat-Jets durch die Welt hoppeln kann und die bösen Raubkopierer die ganzen Einnahmen stehlen - nur beschweren sich selten die Musiker selbst, die immernoch gut leben können, sondern eher die Vertriebe bzw. Plattenlabels - trotz der erhöhten Einnahmen bei Konzerten und Mio Gewinne.

Ich verstehe nicht was Dein "LOL" hinter "Selbstverwirklichung" soll...
OtaQ
30/06/09 @ 13:57
#20
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"Okay, Du hast offensichtlich keine Ahnung, wovon Du schreibst. Und, schlimmer noch: Du übersiehst weiterhin, dass es weitaus mehr Filme, Studios, Produzenten, Schauspieler und Autoren gibt, als die, die an den 5-6 Hollywood-Blockbustern pro Jahr arbeiten, auf die Du hier anspielst. Dummerweise machen die nämlich nicht einmal ein Prozent aus."

Mann bist Du arrogant :)
Egal, weiter...

Ich habe schon mal davon gehört dass es mehr als die paar bekanten Filme im Cinemaxx-Kino jedes Jahr geben soll... angeblich... Aber worauf willst Du eigentlich hinaus!?
Die Filme, bei den gemeckert wird "Hey, böse Raubkopierer senken unseren Profit", sind doch gerade die bekannten.

Die anderen Filme, die Du ansprichst, die wohl in kleineren Kinos laufen, wenn sie denn überhaupt öffentlich rauskommen - werden wohl tatsächlich eher zur Selbstverwirklichung und der Kunst wegen erstellt und nicht des Profits wegen - also worauf willst Du denn wirklich hinaus @ Yoshi - Sag es doch :)
OtaQ
30/06/09 @ 14:31
#21
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"ist Dir bewusst, dass 80 Prozent der Hollywood-Filme (!) Verlust machen oder maximal Break Even erreichen?"

Jetzt fehlt nur so dass Du sagst "Das ist wissenschaftlich bewiesen" ^^

Würde gerne wissen wo Du solche Zahlen her hast, BEWEISE bitte.

Ich sage ja nicht dass die Industrie grundsätzlich böse ist, aber meistens eben elanlos, altertümlich und weltfremd.
Paar kleine Beispiele dafür die mir spontan einfallen: PSP GO Preis, EA´s Spielpreise, Kinopreise im Verhältnis zwischen Preis/Leistung, die Charts, Kopierschutz als Kundenkiller (Anno), Musik von der Stange, Popkomm-Ausfall und Begründung dafür, Indy 4 ^^, InternetStoppschilder etc.
Klar kritisiere ich den Kommerz. Weil Kommerz dazu führt dass man eine belanglose Melodie mit einer Quietche-Stimme zusammenführt, dies dann als Handyton, Musik-CD und und und rausbringt.

btw. Ist "Animal Crossing" immernoch Dein Lieblingsspiel ? ^^
Edited 1 times, most recently on 30/06/09 @ 15:34
Lorrn
30/06/09 @ 14:35
#22
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interessantes interview :) was für parteien werden sonst noch so interview't?
po1337iker
30/06/09 @ 14:36
#23
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es ist doch immer traumhaft, wenn viele zahlen wirr und herkunftslos durch den raum fliegen ^^

und in dem break even werden wohl schon margen kalkuliert sein, von denen man leben kann! ;)
Kristian [staff]
30/06/09 @ 14:42
#24
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@Lorrn: CDU/CSU, SPD, Die Grünen, Die Linke, FDP
JackBauersuchtFrau
30/06/09 @ 14:52
#25
+1
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Ich schliesse die politische Diskussion mit den Worten Pierre-Joseph Proudhons ab: "Eigentum ist Diebstahl"
escaP
30/06/09 @ 17:09
#26
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"" Um hier mal langsam zum Schluss zu kommen ""

Ach, einer geht schon noch...

"" Stell Dir vor, Du als Fan des Privateigentums kaufst Dir etwas. Einen neuen Computer oder einen Fernseher oder ein Auto zum Beispiel - und zig tausend Menschen würden es benutzen, ohne von Dir die Erlaubnis dafür zu haben und auch nur einen einzigen Cent zu zahlen. ""

Dazu habe ich schon genug gesagt. Das Eigentum an materiellen Dingen einfach auf immaterielle zu übertragen ist ja genau der Fehler, der viele Probleme verursacht.

"" Das ist Blödsinn, denn das, was tatsächlich tausend- bis millionenfach kopiert wird, stammt von Menschen, die dafür einigermaßen gut bezahlt werden können - bisher. ""

Blödsinn? Du hast es nicht widerlegt, sondern nur gesagt, dass es nicht allen so geht. Stimmt ja auch, sonst hätte ich statt "viele" "alle" geschrieben. Dass es Einbußen für die Künstler bedeutet habe ich auch schon erwähnt. Genau deswegen gibt es die Alternativmodelle.

"" Uhn, das "reale Leben" ist dann wohl doch das etwas wichtigere Gebiet, das in Hinsicht auf Demokratie und Freiheit geschützt werden sollte. ""

Eine freie Gesellschaft braucht freie Medien und das Internet ist wohl das Wichtigste davon. Man muss sich nur mal ansehen, welche Rolle das Internet bzw. dessen Zensur in China, Iran und Nordkorea spielen, um mal nur ein paar zu nennen.

Gibt da einen schönen Spruch von einem CSU-Politiker Uhl im Bezug auf die Internetsperren :"Was die Chinesen können, sollten wir auch können. Da bin ich gern obrigkeitsstaatlich."

Ein wenig Angst bekommt man da schon, auch wenn er es sicher nicht so gemeint hat...

"" Meine konkrete Kritik habe ich schon beigesteuert, Sherlock: Es kann nicht angehen, dass Wissen und Kultur frei für alle sein sollen und deren Entdecker wie Erschaffer im Gegenzug an der Armutsgrenze leben sollen. ""

Es kann nicht angehen? Es ist aber quasi schon so...

"" Diese Idee, dass durch das Internet auf einmal alles kostenlos sein soll, ist doch überhaupt nur dadurch entstanden, dass besonders in den Anfangsjahren keinerlei Strafverfolgung stattfand. Keiner sieht uns, also können wir uns alles nehmen. ""

Was willst du denn gegen die momentan illegalen Kopien unternehmen?
Gegen das einfache Kopieren von ganzen Festplatten voll Musik und anderen Dingen beispielsweise helfen nicht mal Internetsperren oder ein "Three strikes"-Modell.
Wenn der "Druck" im Internet zunimmt weichen die Leute auf immer schwieriger zu kontrollierende Systeme aus. Viel Spass bei der Verfolgung...

Die Modelle, die ich genannt habe sind gerade dafür da, den Künstler wieder eine angemessene Bezahlung für freie Kopien zukommen zu lassen, ohne den Teufelkreis der Strafverfolgung immer weiter zu treiben.
In bin da einfach mal realistisch: wer glaubt, das Ganze einfach mit etwas Überwachung und Verboten eindämmen zu können hat wirklich Illusionen...

"" Na, dann werd Du doch mal konkret! Sagen wir, Du schreibst / drehst / produzierst einen Film. Oder ein Computerspiel. Wenn Du nur Freelancer / Angestellter bist, hast Du im Moment noch Glück gehabt, Du bekommst deine Kohle vorab. Aber dein Arbeitgeber muss ein paar Millionen investieren, darunter geht kaum was. Der Film / das Spiel kommt eines Tages kostenlos ins Internet, jeder kann ihn / es frei herunterladen und tut es. Wie bekommst Du die Kohle wieder rein? Ich bin gespannt. ""

Da kann ich nur wieder auf die genannten Vergütungsmodelle hinweisen, die dazu da sind, um einen Teil davon abzudecken.

Auch wenn die Filme im Internet sind, kann man sich immer noch genügend Angebote ausdenken um das Ganze zu vermarkten.
Ein gutes Kinoerlebnis wird vielen Leuten immer noch Geld wert sein; mit dem Datenträger, der perfekte Bild- und Tonqualität bietet und vielleicht ein paar Extras in der Box mitbringt ist das nicht anders.

Die Kosten könnte man möglicherweise auch noch ein wenig reduzieren.
Dann wird das schon klappen, wenn sich die Filmindustrie nicht allzu blöd anstellt und mehr Energie in kreative Vermarktung als in Jammern und Klagen investiert...

"" aber warum um alles in der Welt sollen Musik und Film nur aus Liebe und Selbstverwirklichung (lol) entstehen?""

Dann würde ich echt gerne mal wissen, warum es dann seit Beginn der Menschheitsgeschichte Künstler gab, von denen viele die ärmsten Schweine waren und trotzdem (manche würden eher sagen: deswegen...) sehr kreative Dinge abgeliefert haben.

Das Kunst immer vermarktbar sein muss ist schon eine etwas seltsame und recht "moderne" Vorstellung.

Trotzdem gönne den Kreativen, die hart an ihren Werken arbeiten wirklich ihr Geld; mehr noch: mich stört es gewaltig, wenn die nicht genügend Lohn für ihre Tätigkeit bekommen und genau deswegen soll sich ja an der aktuellen Situation etwas ändern.
Ich persönlich versuche, meine Favoriten so gut wie möglich zu unterstützen; leider denken halt nicht alle so.
Edited 1 times, most recently on 30/06/09 @ 18:11
Nevis
30/06/09 @ 17:27
#27
+1
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Danke für den Artikel, freue mich schon auf die anderen Parteien...

Das die Piraten unwählbar sind halte ich für Quatsch, sie vertreten einen wichtigen Bereich und müssen keine eierlegende Wollmilchsau sein, dafür sind die großen Parteien da. Nur müssen CDU/SPD mal daran erinnert werden das in bestimmten Bereichen auch andere Meinungen existieren, die für viele Menschen wichtig sind. Dies geht am besten wenn sie Wählerstimmen an andere Parteien abdrücken müssen. Über die Wirtschafts- und Bildungskompetenz der großen Parteien lässt sich ebenfalls heftig streiten.

Etwas abseits des Themas, aber hier sehr schön zu sehen. Die Kommentare werden danach bewertet, ob man mit dem Verfasser einer Meinung ist oder nicht, was jedoch falsch ist. Lässt sich aber wohl kaum ändern, siehe heise Forum und co.
Auserdem sollten die Kommentare nicht schon bei einer Minusstimme ausgeblendet werden, somit werden vielleicht unliebsame aber gut argumentierte Kommentare unterschlagen. (das ständige klicken zum aufklappen nervt^^)
Syrok [mod]
30/06/09 @ 17:29
#28
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Du kannst oben einstellen hab wann (und ob überhaupt) Kommentare ausgblendet werden sollen. :)
Nevis
30/06/09 @ 17:37
#29
-1
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Well, danke für den Tipp, glatt übersehen.^^
escaP
30/06/09 @ 20:54
#30
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"" Sorry, aber das ist so ein unglaublicher Schwachsinn. ""

Also, bei starken Sprüchen bist du echt sehr gut.
Wäre mir lieber, wenn du mal auf meine Fragen eingehen würdest, dann hätte das Ganze vielleicht sogar einen Sinn...

"" Nur weil man etwas leichter kopieren kann, heißt das noch lange nicht, dass man das auch darf oder gar muss. ""

Hat ja auch niemand behauptet. Es ging nur darum, dass man das nicht einfach gleichsetzen kann.

"" In materiellen Dingen steckt Arbeit, in dem, was Du als immateriell bezeichnest, steckt Arbeit. Und was genau ist an einem Spiel oder einem Film bitte schön immateriell? Der Quellcode, den ein Programmierer geschrieben hat? Die Grafiken, die Designer entworfen haben? Das Set, das ein Bühnenbildner gebaut hat? Die Kameras, mit denen der Film gedreht wurde? Das alles ist materiell. Nur weil das Endprodukt all dieser materiellen Dinge (auch) in digitaler Form vorliegt, macht es das nicht immateriell. ""

Da wird dir keiner widersprechen. Ist ja alles schön und gut, ändert aber nichts an den Problemen, die man irgendwie lösen muss...
Locke89
30/06/09 @ 21:17
#31
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In Zeiten, in denen Film und Musik immer mehr ins kommerzielle abdriften, halte ich diese Einsteillung schon für wichtig. Man muss es nicht so drastisch sehen, sondern könnte erstmal damit anfangen, dass Musik von jedem genutzt werden darf. Das finde ich nämlich noch viel schlimmer, dass nicht einmal die Musiker darüber entscheiden, ob andere ihre Stücke entwenden dürfen, sondern das die Plattenfirmen riguros alles auf youtube löschen.

Dabei ist gerade diese Benutzung in anderen videos perfekte Werbung. Und das sogar kostenlos, ohne dass man den Clip selbst erstellen musste. Wenn ich einen Songs gekauft habe, dann sollte ich ihn auch benutzen dürfen. Legt fest, dass man einen Itunes-link zu jedem Song im video in die Bemerkung schreiben soll und gut ist.


Was jedoch komplett freigestellt werden sollte sind Fernsehsendungen. Es zeigt sich bereits mit dem immer größer werdenden Hulu-Netzwerk sowie der Seite von comedycentral, wo ganze Shows komplett bereit gestellt werden und frei zugänglich sind. Somit erreichen die Sender Leute aus aller Welt, nehmen Geld für Werbung ein und sehr viele Leute kaufen sich später die DVDs
Syrok [mod]
30/06/09 @ 21:26
#32
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Wo wir gerade bei Hulu sind das umsonst schauen ist bald vielleict vorbei. Link
Braincrack
30/06/09 @ 23:16
#33
-1
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Super Artikel :)

Ich werd aber trotzdem net wählen gehen...egal was man wählt bzw. wen man wählt man bereut es dann doch irgendwo. Zummal versprechen können ALLE Parteien viel vor der Wahl, danach sieht es eigentlich immer ganz anders aus.

(Ich hab noch im Hinterkopf: Merkel: "Ich werde die Bürokratie minimieren" - hab danach nie wieder mehr was davon gesehen bzw. gehört)
syLv
01/07/09 @ 00:49
#34
0
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Die einmalige Gelegenheit am politischen Prozess teilzunehmen, sich zu engagieren und durch die richtige Wahl vielleicht sogar etwas zu verändern.

gut das du noch das Wort "vielleicht" mit in den Satz genommen hast..
easy
01/07/09 @ 06:15
#35
0
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@Braincrack

Bürokratie verkleinern oder "minimieren" bezieht sich bei den großen Parteien (ganz groß: Westerwelle) nicht auf uns...die Bürger. Es geht um die Abschaffung der bürokratischen Hürden für die Wirtschaft. Z.B. weniger Steuern für Firmen oder zurückgeschraubter Arbeitnehmerschutz.
Die Entlastung der Bürokratie wird man also im Bürgerbüro Mitte oder im Rathaus also nie am eigenen Leib erfahren. Für uns bleibt alles so kompliziert wie immer.
escaP
01/07/09 @ 07:26
#36
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"" Eben, einen Teil. Bestenfalls. Gema 2.0 ist, wenn ich mich recht erinnere, ein simpler Spendenverein, und so etwas wie eine Kulturflatrate gibt es in Deutschland schon seit Jahrzehnten. Nennt sich Rundfunkgebühr und wird super akzeptiert. Die meisten wollen sie nicht zahlen oder zahlen sie sogar tatsächlich nicht, weil das Programm voll doof ist und so ""

Aber mit der Rundfunkgebühr wird eine Menge Geld eingenommen. Scheint doch zu funktionieren...

Bei den Konzepten ist es auch wichtig, eine transparente und möglichst von den Nutzern bestimmte Verteilung zu erreichen.

Das ist sicher ein großes Problem bei der GEZ: Man zahlt und hat keine Chance, zu beeinflussen, für was das Geld eingesetzt wird. Für das Gebotene sind die Kosten dazu noch erstaunlich hoch...
Kein Wunder, dass man sich über sowas aufregt.
Wenn man sich ein Pauschalmodell überlegt und das mal beispielsweise für Musik einführt sollte man die Nutzer in die Verteilung der Einnahmen integrieren.
Eine Kulturflatrate, die die Abgaben ohne viel Transparenz und Mitbestimmung der wirklichen Nutzer verteilt darf es natürlich nicht geben. Sowas führt natürlich zu Ablehnung und fördert sicher auch nicht die Qualität der Werke.

Wenn man allerdings einen Mindestbetrag festlegt und den Zahlern größtenteils freistellt, das Geld auf die Künstler zu verteilen hätte man immer noch einen Wettbewerb und die "Besten" (wie auch immer man das definieren will) würden den größten Anteil an den Einnahmen abbekommen.
Zusätzliche Spenden sind natürlich immer möglich und sollten auch gefördert werden, wie es bei gemeinnützigen Vereinen und Parteien der Fall ist.

Die Rundfunkgebühren könnte man auch durch so ein System ersetzen oder in das Ganze einbinden.

"" Du vergleichst Äpfel mit Orangen. Wer früher ein Bild malen wollte, brauchte ein paar Farben und ein bisschen Zeit. Wer heute einen Film drehen oder ein Spiel programmieren will, hat ungleich höhere Kosten, braucht (in der Regel) ein paar hundert Mitarbeiter und ein bis drei Jahre Zeit ohne nennenswerte Pausen. Siehst Du den Unterschied? ""

Bei Spielen und Filmen ist das sicher oft so (was aber nicht heißt, dass es auch anders geht).
Musik gibt es allerdings immer noch und in dem Bereich sind doch die Probleme durch die Kopierbarkeit am größten.

"" Aha, also soll man die Kosten für die Produktion eines Film reduzieren und noch mehr Kohle in die Vermarktung zu stecken? Na, das kommt dem künstlerischen Aspekt sicher zugute, den Schwerpunnkt noch mehr auf Vermarktung und Vermarktbarkeit zu legen. ""

War ja nur ein Vorschlag, das ist Sache der Filmindustrie.
Wie schon oft gesagt: was sind denn die besseren Alternativen und was will man denn gegen die Filmkopien im Internet unternehmen?

Außerdem ist es doch jetzt wohl schon so, dass eigentlich nur die Vermarktbarkeit interessiert. Wieviel das noch mit Kunst zu tun hat kann ich nicht wirklich beurteilen, da mich Filme nicht interessieren.

"" Das halte ich für ein Ammenmärchen. Das Kopieren im Internet ist ja überhaupt erst so populär geworden, weil a) keiner hingeguckt hat und b) es so einfach war. ""

Das ist sicher nicht falsch, aber man kann es eben nicht mehr ändern. Darüber zu jammern bringt nichts.

"" Je umständlicher, desto weniger Menschen machen es. ""

Beweis? ;-) Nach größeren "Eingriffen" gab es immer auffällige Einbrüche beim p2p-Traffic, was sich aber nach einer gewissen Zeit wieder normalisiert.

Es ist ja auch nicht besonders umständlich. Eine Software, die die Aktivitäten sehr geschickt versteckt und eine Verfolgung erschwert kann trotzdem einfach zu bedienen sein. Was an Komplexität dahintersteckt braucht die Nutzer nicht zu interessieren, wie es bei guter Software immer sein sollte...

Es hat bisher noch niemand das freie Tauschen in den Griff bekommen und das wird sich auch nicht ändern.

Außer vielleicht durch sehr gute legale Angebote, die dem Künstler auch noch etwas Geld verschaffen und möglichst unbeschränktes Tauschen ermöglichen...
Irgendjemand hat mal gesagt (war ein)


"" Es gab auch vor dem Internet freie Gesellschaften. ""
Hochinteressant, hätte ich nicht gedacht.
Das sieht heute etwas anders aus: wenn das Internet nicht frei ist, kann man wohl kaum von einer freien Gesellschaft reden.
Gleichzeitig kann es aber auch staatliche Kontrolle und Überwachung irgendwie immer umgehen, was politsch große Auswirkungen haben kann.
Darum gehts ja.

"" Von wem redest Du? Von Dir? Wer heute an einem Spiel oder einem Film mitarbeitet, verdient einigermaßen, gerade die kreativen Köpfe verdienen sehr gut. ""

Na, dann ist doch eigentlich alles in Ordnung. oder?
Warum soll man sich dann über freie Kopierbarkeit aufregen, wenn es trotz der massenhaften Verbreiten von illegalen Kopien gut läuft?

"" In der Musikbranche sieht's vermutlich gemischter aus, aber da klaffen IMO auch Angebot und Nachfrage auseinander. ""

Eben, für Musik eignen sich die genannten Verwertungsmodelle auch am besten.

"" Sonst noch Fragen? ""

Ja, es stehen noch ein paar aus...
Edited 1 times, most recently on 01/07/09 @ 08:30
Lea [staff]
01/07/09 @ 07:33
#37
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@escaP: Du hast da irgendwie ein Doppelposting IN deinem Posting - ab der Mitte.
Kain201
01/07/09 @ 09:07
#38
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Zur GEMA kann ich auch noch was beisteuern, ist sogar aktuell:

http://www.gulli.com/news/gema-s-ngerin-...

http://www.gulli.com/news/gema-konzertge...

GEMA und Fair, HA HA - Ich lach mich tot!
escaP
01/07/09 @ 10:13
#39
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@Lea
Ich habe es fast sofort korrigiert, aber du warst trotzdem schneller ;-)

@Kain201

Zur GEMA gibt es auch eine schöne Petition, die vom Bundestag verlangt, deren Geschäfte mal zu überprüfen::

https://epetitionen.bundestag.de/index.p...
Locke89
01/07/09 @ 11:13
#40
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@Yoshi.

Dir ist aber schon klar, dass das neben den normalen Werbeeinnahmen noch hinzu kommt? Ist ja nichts so, als ob die Leute die Sendung deswegen nicht mehr im TV gucken. Man sollte so ein Netzwerk aber auch auf die ganze Welt ausweiten. ICh meine, ich empfange so oder so kein ABC oder Fox. Darum verstehe ich auch nicht ganz, warum das System auf US-IPs beschränkt ist.

Aber der Erfolg von South Park im Netz ist dennoch nicht zu wiederlegen, der auch daher ruht, dass jeder, egal wo er wohnt, sich alle Folgen ansehen kann. Das vervielfältigt die Zuschauerzahlen enorm.
Edited 1 times, most recently on 01/07/09 @ 12:13
OtaQ
01/07/09 @ 11:50
#41
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"Aber ist das eine Begründung, sich illegal kostenlosen Zugang zu etwas zu verschaffen, für das andere Menschen hart gearbeitet haben - ohne ihnen irgendetwas zurückzugeben?"

Ach ja, hab ich voll vergessen das 80% der Hollywood-Film-Beteiligten wegen Raubkopien unterhalb der Armutsgrenze leben... ^^
Syrok [mod]
01/07/09 @ 12:16
#42
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"ICh meine, ich empfange so oder so kein ABC oder Fox. Darum verstehe ich auch nicht ganz, warum das System auf US-IPs beschränkt ist. "

Weil sie es aus rechtlichen Gründen nicht in anderen Ländern zeigen dürfen.
Kain201
01/07/09 @ 13:58
#43
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Die GEMA-Petition kenne ich, und habe sie auch schon unterschrieben.
Locke89
01/07/09 @ 15:13
#44
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@Syrok: Und warum dürfen es andere Sender auf ihren eigenen Seiten? Nur so aus Interesse. Wo liegen denn die rechtlichen Probleme?
Syrok [mod]
01/07/09 @ 15:29
#45
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Die liegen in den Verträgen die Hulu mit den Anbietern hat zum Beispiel.

Link
Locke89
01/07/09 @ 17:33
#46
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Das ist aber nichts, was sich nicht ändern ließe.

Ich würde auch monatlich eine gebühr bezahlen, wenn ich dadurch zu jeder Zeit auf alle Shows Zugriff habe.
Kain201
01/07/09 @ 18:21
#47
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Das Problem sind die unterschiedlichen Lizenzhalter. Ich bin mir ziemlich sicher, das z. B. Pro 7 den Teufel tun würde, ihre Programme mit denen von RTL auf eine Plattform zu stellen.
Mac555
02/07/09 @ 20:41
#48
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Gute Idee, wir wählen jetzt immer diejenigen, die uns die Versprechungen machen, die unseren Nerv am genauesten treffen.
Darum wählen Unternehmer ja auch die CDU. ;)
Jetzt kommt einer, der scheinbar "Pro Spiele" ist und schon wählt das spielende Volk den.
Wenn demnächst einer von der FDP ankommt und erklärt, dicke Autos sollten niedriger besteuert werden, wählen alle Fahrer dicker Autos den (mich eingeschlossen) :D.

Das könnte man jetzt beliebig fortführen, letztendlich ist aber alles Populismus.
Ich wähle die Piraten jedenfalls nicht.
Nur weil sie scheinbar auf meiner Wellenlänge liegen, heißt das noch lange nicht, das sie für die anderen Belange des deutschen Volkes etwas taugen.

GruZ
Mac ;)
Kain201
02/07/09 @ 21:19
#49
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Glaubst du nicht, es ist besser, die zu wählen die mit einem auf einer Wellenlänge sind, als die, die das Gegenteil darstellen?

Ich hoffe zumindest das du wählen gehst, denn wenn man nicht wählt kann man auch nichts ändern.

Ich wähle die Piraten. Weil die Piraten für das stehen, womit ich mich identifizieren kann.

Und wenn die anderen Parteien einen besseren Job machen würden (wozu sie viele gute Gelegenheiten hatten), bräuchte es ja keine Piratenpartei die ihnen erklären müsste was Bürgerrechte sind. Schonmal darüber nachgedacht?

Das die anderen es nicht können haben sie bewiesen, jetzt sind mal ein paar Newcomer dran.
Kristian [staff]
02/07/09 @ 22:13
#50
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@Mac555: Diese Serie ist ja dazu gemacht, klar fest zustellen, wie JEDE Partei zu diesem Thema steht, damit man dies mit der eigenen Einstellung in Einklang bringen kann und dann die Wahlentscheidung trifft.

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