Falludscha-Spiel: Konami lässt den kontroversen Shooter fallen
Aufgrund der Proteste
Einem Asahi-Report zufolge, ist Konami der öffentliche Druck auf den Irakkrieg-Taktikshooter Six Days in Fallujah zu groß geworden. Der Spiele-Riese hat sich entschlossen, den Titel nicht zu verkaufen.
"Nachdem wir die Reaktionen auf das Spiel in den Vereinigten Staaten beobachtet und uns Meinungen über Telefonate und Emails angehört haben, haben wir uns vor einigen Tagen dazu entschlossen, das Spiel nicht zu verkaufen." Soll ein Konami-PR-Mann gesagt haben. "Wir hatten vor, die Realität der Schlachten wiederzuspiegeln, um dem Spieler zu vermitteln, wie es war, dabei gewesen zu sein."
Direkt nach der Ankündigung des durch Atomic Games entwickelten Taktik-Shooters hagelte es massive Proteste von allen Seiten, die den Verantwortlichen unter anderem Geschmacklosigkeit und schlechtes Urteilsvermögen unterstellten. Man darf gespannt sein, wer sich als nächstes traut, Geld und PR in diesen Titel zu pumpen.
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Kommentare (33) Latest comment vor 3 Jahren
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Alex
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""Da soll man in einigen Situationen sogar die Entscheidung treffen müssen, ob man nun Unbewaffnete erschießt oder nicht.""
soso.. ich dachte das basiert auf den aufzeichnungen von n paar soldaten.. könnte man die dann ja eigentlich vor n kriegsgericht zerren.. ^^
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Finde auch, dass es dieses Falludscha-Ding nicht braucht. Das hätte die Diskussionen um Egoshooter nur noch mehr angeheizt ...
Lg Woody
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GruZ
Mac ;)
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Kriege wurden schon immer irgendwie verarbeitet, sei's Buch oder Film... Warum sich ein Spiel ausgerechnet durch seine Interaktivität - oder isses doch die Aktualität dieses Konfliktes und das Trauma, das die USA davon getragen haben? - disqualifiziert, kapier' ich nicht. So lange es 'ne moralische Message überliefert, wär' nichts dagegen einzuwenden.
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Oh nej, bitte keine "moralischen Messages" in Kriegsspielen, wo dann parallel zu dem aufploppenden Achievement und großer Spielerfreude Ingame darüber geheult wird, wie schlimm das doch alles ist - oder noch besser: "Wir hatten keine andere Wahl". Hier klaffen Spiel und Message so weit auseinander. Spiel = Unterhaltung, Spaß, Spannung und ein Konflikt, in dem tatäglich immer noch Leute sterben, sollte einfach nicht Basis für ein Unterhaltungsprodukt sein.
Das eine ist Geschichte (WW 2 und 1), das andere leider noch Realität. Über jemanden, der zwanzig Jahre tot ist, kann man schon mal nen gemeinen Scherz machen, auf der Beerdigung hat man aber gefälligst die Klappe zu halten.
cheers,
Alex
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Natürlich ist der zweite Weltkrieg schon lange her, deswegen sind aber die Geschehnisse von damals doch nicht weniger schlimm. Im Golfkrieg kann man halt nicht auf "Heldentaten" zurückblicken...
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Nervt es euch nicht immer nur WW2, und dann noch immer aus Sicht der Ami´s? Am besten noch mit Zensierten Hakenkreuzen, da sonst unsere Nazis ja spass, am töten von Nazis bekommen.
Wir scheinen die Wahrheit einfach nicht zu verkraften.
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Nur weil man kontroverse Themen anpackt, entwickelt sich das Medium doch nicht weiter. Die meisten Games können ja noch nicht einmal eine anständig Räuber und Gendarm-Geschichte erzählen, ohne das kleine Einmaleins des Storytellings mit Füßen zu treten. Da kann man doch von einem Armee-nahen Entwickler keinen wertvollen gesellschaftlichen Kommentar erwarten.
Games sollten erstmal die Basics beherrschen. So etwas wie ein "Anti-Kriegsspiel" kann es IMO nicht geben, weil über allem immer der Unterhaltungszwang steht. Wenn man geschichtliche Ereignisse nachspielt oder fiktive, hat man dabei immer noch die wohltuende Gewissheit, dass alles entweder lang her ist oder nur inszeniert. Man weiß: Man fühlt sich gerade nicht auf Kosten von Leuten prächtig unterhalten, die JETZT GERADE immer noch um jemanden trauern.
Es gibt ja auch einen Grund, warum man gerne Actionfilme schaut, bei Nachrichtenbildern aus entsprechenden Gebieten sich einem trotzdem immer noch der Magen umdreht. Auch ohne krassen Splatter.
cheers,
Alex
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Filme, Bücher, Musik, ... sind primär auch Unterhaltungsmedien. Dennoch können sie Geschichten mit Tiefgang erzählen. Das jetzt von Atomic Games und ihren Spielen zu erwarten, ist vllt. wirklich zu viel. Dennoch müssen Spiele nicht immer "Ach, jetzt wurd' ich aber köstlich unterhalten und alles ist Friedefreudeeierkuchenhappy und zu lachen gab's auch"-mäßig sein... Warum darf sich 'n Spiel keiner aktuellen Themen - auch eines Krieges - annehmen? Filme tun's doch auch - und dabei geht's den Machern primär auch ums Geschäft und nichts anderes.
Ist es echt i.O. sich "auf Kosten" von jemandem, der vor sagen wir 20 bis 50 Jahren starb [oder es durchmachen musste], - um bei deiner Auffassung zu bleiben - zu amüsieren [ist doch das, was du primär von Spielen erwartest?], als "auf Kosten" von jemandem, bei dem es noch nicht ganz so lang' her ist? Muss man sich überhaupt "auf Kosten" von jemandem amüsieren? Haben Atomic das vor?
[Von den angesprochenen Achievements ganz abgesehen... v.a. der Weg, den MS mit der X360 gegangen sind, ist IMHO mehr als falsch. Aber das ist was gänzlich anderes.]
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Ich find's Schade, hatte damals auch gern "Black Hawk Down" gespielt und den Film dazu schaue ich mir fast monatlich an.
Ich hatte mich so auf ein realistisches Spiel gefreut. :(
GruZ
Mac ;)
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Mal davon abgesehen, wer würde ein solches Spiel überhaupt spielen wollen?
Wollen wir wirklich den "wahren Krieg" nachspielen?
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Was ist denn ein realistisches Spiel? Realistisch gesehen bist du tot wenn du erschossen wirst. Es gibt keine Savepoints!
In einem realistischen Spiel kommen deine Kameraden nicht zurück und in einem realistischen Spiel sterben auch Kinder.
Nein, ich glaube niemand von uns will ein realistisches Spiel...
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bin nur gegen das game weil ich ein schlecht gemachten 08/15 "taktik" shooter dahinter vermute der auf den "kriegstagebüchern" von son paar amis basiert.. alles sehr glaubhaft..
auserdem mag ich keine taktikshooter.. ^^
edit:
wenn das teil was getaugt hätte wäre es nicher nicht so schnell in den müll gewandert...
moralisch.. naja bohnsen hat da nicht ganz unrecht.. wirklich stören würde mich das aber nicht umbedingt.. bin eben ein abgestumpfter killerspielspieler hehe :)
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Wie ich vorhin schon geschrieben habe, ist es imo durchaus ein gravierender Unterschied, ob man an fiktiven oder geschichtlichen Schlachten teilnimmt oder ob man einen Konflikt, bzw eine (btw. sehr kontroverse) Schlacht nachspielt, deren Opfer derzeit noch betrauert werden. Das hat mit Doppelmoral Nullinger zu tun. Bei geschichtlichen und vor allem fiktiven Szenen ist einfach eine ganz andere Distanz da.
Alex
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WW2-Shooter sind eine genaue und realistische Representation des zweiten Weltkrieges... /rolleyes
Außerdem denke ich nicht das Kriegsveteranen schöne Erinnerungen an den Krieg haben.
Ich kenne einige Leute, die in einem echten Krieg (Balkankonflikt) gekämpft haben und die auch "wirkliche" Leute getötet haben.
Jeder von ihnen ist nur noch ein Schatten ihres früheren Selbst.
Mein Onkel, ein Freund und der Brunder eines Freundes wurden in diesem Krieg getötet.
Ich persönlich habe kein Interesse wahre Konflikte in irgend einer Form nachzuspielen. Ich habe nichts gegen eine Runde Gears, Killzone oder UT2004, aber den Irakkrieg oder irgend einen anderen Krieg unbedingt nachspielen zu wollen, finde ich irgendwie pervers.
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Legst Du immer gleich jedes Wort auf die Goldwaage und nimmst alles gleich wörtlich?
Dann wirst Du es in Deinem Leben noch sehr schwer haben. ;)
GruZ
Mac ;)
Übrigens gibt es sog. "one shoot - one kill"-Spielmodi, da bist Du nach einem Treffer i.d.R. sofort tot.
Ach ja und "ich glaube niemand von uns will ein realistisches Spiel..." war wohl nur ein lustiger, kleiner Gag von Dir.
Alle wollen immer realistischere Spiele, Filme, etc., das ist eine ganz normale Entwicklung auf dem Unterhaltungs-Sektor.
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Und nebenbei können wir uns noch am Leid der Opfer ergötzen.
Das Leben ist schön...
GruZ
Mac ;)
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ich glaube dieses Thema ist ein Diskussionsfaß ohne Boden - weil einfach Jeder eine andere Meinung zum Thema Kriegsspiele und Co. hat und das auch gut so ist! Fakt ist: Falludscha wirds nicht geben. Ob das gut oder schlecht ist, sei dahin gestellt. Fakt ist auch: Es wird neue Spielideen zu dem Thema geben, weil es die Menschen einfach interessiert und weil es sich eben damit viel Geld machen lässt. Der Spieleentwickler /-Produzent, der aus lauter reiner Nächstenliebe oder Gutmütigkeit oder sogar aus tieferen Beweggründen ein Blockbuster-Game auf den Markt wirft, schläft noch seelig im Nirvana ... ;)
Ich mag auf jeden Fall die Diskussionen hier ...
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Aber ein Spiel wie das hier braucht kein Mensch, genauso gut könnte man ein Spiel über Gaza machen, wo über 60% der ermordeten Kinder waren.
Außerdem ist Krieg voll böse.
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Entschuldige, ich dachte wir führen eine ernsthafte Diskussion.
@ Epilogue
Also muss ich zuerst virtuelle Kinder, Frauen und "Aufständische" töten um zu verstehen dass Krieg etwas schreckliches ist?
@ Kristian
"Saving Private Ryan" hatte ungefähr soviel mit einem Antikriegsfilm zu tun wie "Trainspotting" mit einem Antidrogenfilm.
"Apocalypse Now" wäre ein besseres Beispiel aber das würde ja als Spiel ja keinen Spaß machen :-/
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Übrigens versteh ich das mit dem Spaß nicht. Wenn man eine Geschichte mit auswegsloser Situation erzählt und mehr zeigt, als das übliche Schießbudengeballer kann auch solch eine Erfahrung "Spaß" machen und einen bereichern. Ich musste bei Platoon nicht die ganze Zeit weinen und hatte trotzdem hinterher das Gefühl, dass ich was über die Dramatik des Krieges und die Abgründe der menschlichen Natur gelernt hatte.
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Entschuldige, ich dachte man kann ernsthafte Diskussionen auch ohne Haarspaltereien führen.
Außerdem habe ich das Gefühl, Du bist hier für die Gags zuständig.
Ich zumindest habe, im Gegensatz zu Dir, nicht meine Meinung als die aller verkaufen wollen.
Oder bist Du so allwissend, das Du so genau weißt wer realistische Shooter spielen will und wer nicht? ;)
GruZ
Mac ;)
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Word!
GruZ
Mac ;)