Guitar Hero III: Legends of Rock
Kein hohles Geschrammel!
"Casual Games" ist für viele Hardcore-Gamer mittlerweile zum Unwort geworden, Marketing-Mitarbeiter sehen darin jedoch eine Goldgrube, einen Esel, den man schröpfen muss, so lange es geht. Was die Guitar Hero-Reihe damit zu tun hat? Nun, vielleicht hat kein Spiel der Industrie so sehr wie dieses gezeigt, dass man mit einfachen Konzepten Erfolg haben kann und ein breites Publikum auch außerhalb der eher eingeschworenen Spieler-Community erreicht.
Dabei wird Harmonix, der Erschaffer dieser Musikspiel-Serie, beim dritten Teil gar nicht mehr mit an Bord sein. Man übergab den Staffelstab an Neversoft und produziert stattdessen mit Rock Band ein anderes, viel beachtetes Musikspiel. Wir erhielten auf der Games Convention die Gelegenheit, Guitar Hero 3 auf der Xbox 360 anzuspielen und haben dabei durchaus Veränderungen im Vergleich zum Vorgänger festgestellt.
Diese Neuheiten sind auf den ersten Blick weniger spielerischer Natur, also dem Gameplay nicht sofort anzumerken. Die gravierendsten Neuerungen betreffen die Peripherie, den Controller, der bekanntlich in der Form einer Plastikgitarre daherkommt. Die vielleicht beste Nachricht: Das Spielgerät ist für die Next-Gen-Konsolen endlich kabellos verfügbar und so wird das Spielvergnügen nicht länger von einer störenden Strippe eingeschränkt.

Doch der Gitarren-Controller hat noch weiter reichende Veränderungen erfahren. So wurden beispielsweise die Zusatz-Buttons neu angeordnet, sodass man beim Spielen nicht mehr versehentlich mit dem Unterarm über das Steuerkreuz schreddert und damit ungewollte Aktionen auslöst.
Davon abgesehen wurde zudem das Design verändert. Statt im alten PS2-Kramer-Look, präsentiert sich das Spielgerät nun im feinen Les Paul-Body. Die Änderungen gehen aber noch ein wenig weiter, schließlich hat man sich dazu entschieden, einige der vormals kritisierten Design-Mängel abzustellen. Daher wurden die farbigen Notenbuttons nun kompakter konstruiert, was in der Praxis - wo wir den Die Tote Hosen-Song "Hier kommt Alex" spielten - für ein spürbar verbessertes und präziseres Spielfeeling sorgt und man die Buttons nun sauberer trifft. Soll heißen: Sie geben den Fingern besseren Halt und klappern nicht mehr so wie bisher.

Ähnliches gilt auch für die Anschlagstaste, die nun lange nicht mehr so hohl klackert und damit die Nerven der Nachbarn entlasten dürfte - oder man dreht zum Ausgleich einfach die Musik lauter, falls man die eh nicht leiden kann. Durch die Integration des Wireless-Mechanismus ist die Gitarre auch etwas schwerer und liegt folglich besser in den Händen. Eine Verbesserung hinsichtlich der Starpower-Aktivierung konnten wir jedoch nicht feststellen, nach wie vor wird nicht jedes Heben der Gitarre erkannt. Neu ist übrigens auch, dass man nun den Hals der Les Paul-Gitarre zum leichteren Transport abnehmen kann und außerdem unterschiedliche Faceplates den Plastik-Controllern einen individuelleren Touch verleihen.
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Kommentare (3) Latest comment vor 4 Jahren
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