Hellgate: London Tuning-Tipps
Performance aus der Hölle
Hellgate: London (unseren Test findet Ihr hier) ist eines der ersten Spiele, die das Potential eines Dual-Core-Prozessors perfekt ausnutzt. Viele Qualitätseinstellungen machen erst mit einer solchen CPU wirklich Laune. Das Spiel lässt sich zwar wunderbar skalieren, sieht aber in den unteren Qualitätsstufen sehr bescheiden aus. Wer also eine Prachtgrafik erleben möchte, muss wohl oder übel über ein relativ neues System verfügen. Unser Testsystem hatte in den ersten Stufen selbst mit den höchsten Einstellungen kaum Probleme, im dritten Akt brach die Framerate jedoch dramatisch ein. Besonders Effekt-aufwändige Charaktere wie der Evoker (Kampfmagier) sorgten im dritten Akt teilweise sogar für mehrere Sekunden Stillstand. Nur wenn man hier die Qualität deutlich reduziert, blieb der Titel spielbar.
Damit Hellgate: London aber nicht seine ganze Hässlichkeit in den unteren Stufen zeigt, wollen wir Euch hier eine ausführliche Anleitung liefern, wie Ihr auch mit älteren Systemen den besten Kompromiss zwischen Leistung und Aussehen findet. Dazu gibt es nach den 'Allgemeinen Tipps' erst einmal eine ausführliche Erklärung zum Grafik-Menü. Anschließend fassen wir noch mal die wichtigsten Hinweise zusammen, erklären Technik-Details und geben Tipps, welche Funktionen man an Hand unseres Referenzsystems nutzen sollte.
Anmerkung: Angesichts der geringen Verbreitung von DirectX10-Systemen und der gesteigerten Hardwareanforderung für eine nur minimal bessere Grafik, haben wir die Vista-exklusiven Grafikeffekte nicht in unseren Guide mit einbezogen. Kurze Tests haben ergeben, dass Nvidia-Karten wie die 8800GTX bei DirectX10 am stärksten einbrechen, wobei sie aber unter DirectX9 mehr Frames liefern als zum Beispiel die Radeon HD 2900 XT. Bei der Radeon-Karte machte es in Zusammenarbeit mit einem Dual Core also kaum Sinn, auf DirectX10 zu verzichten.
Den nächsten Abschnitt kennt Ihr ja schon von der anderen Tuning Guides. Veteranen sollten ihn also schnell überspringen. Trotzdem sollte man nicht vergessen, dass die dort enthaltenen Maßnahmen wirklich viel bringen können, da selbst ein superschneller Rechner ohne genug RAM keinen Blumentopf gewinnt.
Grundlagen schaffen

Für solch eine Pracht braucht man eine 8800er von Nvidia, 2 GByte RAM und eine Dual Core CPU..
1. Klassisch: Festplatte defragmentieren
Kein echter Tuning-Guide darf ohne den Tipp zur Festplatten-Defragmentierung beginnen. Die Auswirkungen machen sich zwar nur bei absoluten Schmutzfinken bemerkbar, die schon seit Jahren ihre Festplatte zumüllen, aber gerade bei wenig Arbeitsspeicher ein notwendiges Übel. Auf Maschinen mit weniger als 2 GByte RAM muss Hellgate ständig auf das Laufwerk zugreifen, was nach einer Weile ganz schön nervt. Um diesem Umstand Linderung zu verschaffen, VOR der Installation des Spiels das richtige Laufwerk defragmentieren! Wer nicht weiß, wo die Funktion zu finden ist, ein Doppelklick auf das Windows-Arbeitsplatz-Symbol genügt, dann Rechtsklick auf Lokaler Datenträger C: (oder D:) und einfach die unterste Option Eigenschaften auswählen. Im Menü Extras gibt es dann denn Button „Jetzt defragmentieren“.
2. Langweilig: Größe der Windows-Auslagerungsdatei festlegen
Noch so ein Tipp, den so ziemlich jeder PC-User wie die Pest hasst und dessen Wirksamkeit umstritten ist. Ja, Anwendungen, die viel RAM benötigen, zwingen Windows dazu, Daten in den sog. virtuellen Speicher auf Festplatte auszulagern. In der Standardeinstellung verwaltet Windows dessen Größe dann selbst - was theoretisch die Systemperformance ausbremst. Um wirklich auf Nummer sicher zu gehen, solltet ihr dem Betriebssystem eine feste Größe für die Auslagerungsdatei vorschreiben. Wer so etwas wirklich noch nie gemacht hat – soll es ja geben – folgt einfach dieser simplen Anleitung, und nehmt als Dateigröße den Wert 768 MB bei 512 MB Arbeitsspeicher und 1024 MB bei mehr RAM.
3. Teuer: Arbeitsspeicher aufrüsten
Hellgate verbraucht durch seine mehr oder minder großen Level enorm viel Speicher. Im Notfall reicht zwar 1 Gbyte aus, aber mehr ist auch hier deutlich besser. Um den Titel zu beschleunigen, sollte man sich eine Aufrüstung gönnen. Unter einem GByte verkommt der Titel zu einer Ruckelorgie. Um auch für die Zukunft gewappnet zu sein, sollte aber deutlich mehr drin sein. 2 GByte DDR-2-RAM gibt es inzwischen schon ab 49,- Euro. Mal abgesehen davon, dass dann auch andere Titel deutlich besser laufen, freut sich selbst das Betriebssystem über eine kleine Speicherspritze.
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Kommentare (27) Latest comment vor 4 Jahren
Die Kommentare sind nun geschlossen. Vielen Dank für deine Beiträge!
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Gab es in der Beta schon mal, wurde dann aber wohl für die Verkaufsversion zunächst deaktiviert.
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Ich kenne deine anderen Artikel nicht und möchte dir nicht zu nahe treten, aber meinst du den Artikel wirklich ernst? Ab Seite eins sagst du im Grunde genommen nur das, was jedes Kind weiß. Geringe Grafikeinstellung bei leistungsschwachen Grafikkarten, Hohe Einstellungen bei leistungsstarken Karten. Dazu brauche ich keine "Tuning-Tipps" (im Grunde genommen lieferst du mit Ausnahme, dass Beta-Treiber Schwierigkeiten mitbringen, keine einzige Information). Wirklich keine.
Außerdem sind einige Sachen inhaltlich falsch beziehungsweise mir grausen einige Sätze. Zum Beispiel zum Vergleich zwischen DirectX 9 und 10:
"Angesichts der geringen Verbreitung von DirectX10-Systemen und der gesteigerten Hardwareanforderung für eine nur minimal bessere Grafik, haben wir die Vista-exklusiven Grafikeffekte nicht in unseren Guide mit einbezogen. Kurze Tests haben ergeben, dass Nvidia-Karten wie die 8800GTX bei DirectX10 am stärksten einbrechen, wobei sie aber unter DirectX9 mehr Frames liefern als zum Beispiel die Radeon HD 2900 XT. Bei der Radeon-Karte machte es in Zusammenarbeit mit einem Dual Core also kaum Sinn, auf DirectX10 zu verzichten."
Streich das bitte aus dem Artikel. Das ist mit Abstand das Schlimmste. Die Tests müssen schon sehr kurz gewesen sein um zu behaupten, dass ein Dual Core samt Radeon HD2900 XT DirectX 10 unverzichtbar sind. Der Satz zu den Frameraten und dem "Stärkeeinbruch" bei DirectX 10 ist so allgemein wie die Aussage "zu später Tageszeit ist mit zunehmender Dunkelheit zu rechnen". Das geht gar nicht.
Neben diesen genannten Beispielen ist keine einzige Passage wirklich brauchbar. Ich habe mich extra für diese Kritik angemeldet, weil ich so einen Artikel nicht kommentarlos stehen lassen kann. Sorry.
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Das sagt der Artikel auch überhaupt nicht...
Dass die Framerate auf Nvidia unter DX10 noch so einbricht, ist ebefalls keine Selbstverständlichkeit. Seitens Flagship war eigentlich für den Release ein Patch angekündigt, der DX10 auf Nvidia-Karten nahezu so schnell wie DX9 macht.
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Doch, bei allen Spielen, die für DirectX 10 optimiert sind, hast du im Moment dieses "Phänomen".
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Und wie bereits gesagt, die Entwickler haben selbst angekündigt, dass DX10 genauso schnell laufen wird, und zwar mit dem Releasepatch. Ob man dem glaubt bzw. geglaubt hat bleibt jedem selbst überlassen, aber jedenfalls war es deshalb sinnvoll, in dem Artikel darauf hinzuweisen.
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Die Direct X 9 und 10 Geschichte haben so diverse andere Seiten bestätigt, ohne Patch sieht es noch genau so aus. Die HD Karten profitieren bei Hellgate genau wie bei vielen anderen DirectX 10 spielen von ihrer Shader Anzahl. Bevor du also uns zuflammst, bitte richtig recherchieren.
P.S.:
Zitat: Damit Hellgate: London aber nicht seine ganze Hässlichkeit in den unteren Stufen zeigt, wollen wir Euch hier eine ausführliche Anleitung liefern, wie Ihr auch mit älteren Systemen den besten Kompromiss zwischen Leistung und Aussehen findet. - Genau das möchte der Artikel machen, unerfahrenen Spielern die Möglichkeit zu geben, das Optimum aus der grafik heraus zu holen. Reine Zahlentabellen bringen bei der Vielzahl der Systeme kaum etwas.
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DX10 ist die neueste Version, die nur unter Windows Vista und mit entsprechend kompatiblen Grafikkarten funktionert. Hübschere Grafikeffekte (wobei die Unterschiede zu DX9 bislang nicht weltbewegend sind), wobei momentan sowohl die Treiber der Grafikkartenhersteller nicht ausgereift sind, als auch die erste Generation der Hardware selbst so ihre Tücken zu haben scheint.
edit: Vergiss es. :)
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Ich?
Ebenfalls Sydonai. "LouZeit", Guardian so um level 15. Dämlicher Name, aber nachdem meine ersten 7 Versuche schon vergeben waren, brauchte ich was Einmaliges. :)
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Deine Aussage passt 100%ig zur Xbox360. DirectX 9 mit Teilen von 10. Übrigens daher auch der Name "X"box :)
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Das lustige ist, das Dx10 keine großartigen, neuen Grafikeffekte mit sich bringt, sondern bestimmte "Effekte" einfach viel sparsamer berechnet, wodurch sie überhaupt erst interessant werden, z.B. realistische Lichtberechnung.
Bestes Beispiel ist momentan Crysis, da kann man ja mit ein paar veränderungen den Very-High Modus auch unter Dx9 nutzen, nur halbiert man sich dadurch die FPS.
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Die Modell-Sichtweite bestimmt auch wie weit weg man Kisten, Fässer etc. sehen kann, in denen oft auch Gegenstände oder Geld sind, bzw die teilweise ganz pratisch zur massenvernichtung sind. Auf minimaler Stufe der Modell-Sichtweite sieht man die nur noch wenn man quasi genau drauf steht, von daher würde ich eher davon abraten das nicht auf maximum zu haben. Ausser man braucht halt wirklich nix.
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Sorry, ich guck so selten in PC-Artikel.
Directx auf PS3? Wenn das mal der Bill wüsste... Directx ist eine von MS selbst entwickelte Schnittstellenlibrary und kein offener Standard. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die auf der PS3 zu haben ist.
Das dürfte auch einer der Gründe sein, warum einige der Umsetzungen so lange dauern, siehe Orange Box.
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Die Modell-Sichtweite bestimmt auch wie weit weg man Kisten, Fässer etc. sehen kann, in denen oft auch Gegenstände oder Geld sind, bzw die teilweise ganz pratisch zur massenvernichtung sind. Auf minimaler Stufe der Modell-Sichtweite sieht man die nur noch wenn man quasi genau drauf steht, von daher würde ich eher davon abraten das nicht auf maximum zu haben. Ausser man braucht halt wirklich nix.
Stimme dir da voll und ganz zu. Ich würde eher die dynamischen Lichter ausschalten und einige andere Sachen auf Mittel setzen. Die Sichtweite ist aber wichtig...