Österreichischer Importhändler Gameware gerät ins Visier der BPjM
Indizierungsantrag aus Bayern
Das Vorgehen gegen die so genannten "Killerspiele" nimmt immer abstrusere Formen an. Nun gerät der österreichische Importhändler Gameware ins Visier der BPjM.
Wie auf der Website von Gameware zu lesen ist, wurde von der Bayerischen Kommission für Jugendschutz der Landesmedienanstalten bei der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien ein Indizierungsantrag gestellt.
Laut der KJM würden auf der Seite "Gewaltvideos" gezeigt, ebenso drohe eine "sozial-ethische Desorientierung", die "Verrohung Heranwachsender" und "nachhaltiger Empathieverlust".
Auswirkungen auf den normalen Geschäftsbetrieb hätte das letztendlich kaum, da die Website erreichbar bliebe und Bestellungen weiterhin aufgegeben werden könnten. Werbung für Gameware wäre hierzulande somit aber beispielsweise nicht mehr erlaubt.
Das entsprechende Schreiben der BPjM könnt ihr euch hier anschauen.
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Kommentare (20) Latest comment vor 3 Jahren
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@Heartz hat keine auswirkungen auf den Versand nach Deutschland.
@Locke
Ja Gameware ist teurer aber definitiv zuverlaessiger.
Ist einer der wenigen Haendler die meinen heissgeliebten SF IV TE Stick auch termingerecht ausgeliefert hatten.
Es ist so peinlich was hier mittlerweile laeuft.
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Die spinnen die Deutschen...
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Welche deutschen Spieler kaufen bei Gameware und importieren sich Games?
Der "Casual Gamer" der eher Wii spielt oder Singstar oder eher die Hardcore Fraktion?
Ob die letzteren nicht eh wissen das es Gameware gibt und "Frischlinge" das in jedem Game Forum erfahren können?
Vor allem wird Gameware wohl auch weiterhin Games nach Deutschland schicken können/dürfen.
Ähnlich war es bei OnPSX. Die haben nun ihren Server in der Schweiz und die URL lautet OnPSX.net stat OnPSX.de.
Gebraucht hat es auch nichts. Außer nur wieder Kopfschütteln gegenüber solchen Jugendschutz Behörden. Besonders da die scheinbar eher gegen kleine Seite vorgehen.
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also könnte das nicht ein anderer shop sein, dem gameware zu groß geworden ist in deutschland?
mir ist es ja wurst, ich kaufe schon seit fast 10 jahren bei gameware ein und komm aus österreich.
nett ist das schon mit den gewaltvideos, frag mich wo die zu sehen sein sollen, bzw. auch waren?
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Und es ist tatsächlich peinlich, dass sich Politiker auf diese sinnlose (zwangs-)populitische Maßnahme einlassen. Kostet ja alles keine Kohlen...
@weigandwood Na, du willst doch nicht etwa in ein Klischee fallen - so wie die Bayern ;-)
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ich hab kein bock mehr auf einen überwachungsstaat, mittlerweile nimmt es ernste züge an! heute werden alle "killerspiel" seiten verboten, morgen alle spieler. ich hab gehört das die schon arbeitslager für die ganzen potentiellen amokläufer (spieler) bauen
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Ich stelle mir gerade vor, wie ein einsamer Politiker der CSU, CDU vor seiner Schreibmaschine sitzt und 20 mal den Antrag auf irgendwelche Verbote und Indizierungsmassnahmen tippen muss, da er auch ein gestörtes Verhältnis zu seiner Umwelt und Computern hat. Klopfe man diesen Menschen auf die Schulter und sage: "Willkommen im 21. Jahrhundert. Die mediale Steinzeit ist vorbei!".
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1. BWIN wegen Online Glücksspiel
2. Red Bull wegen Kokain im Cola
3. Gameware wegen ???
Willkommen in der EU :-S
ps: amazon.co.uk -> günstiger -> ungeschnitten -> originalsprache :-).
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Hauen die da noch irgendwelche Extra-Kosten drauf neben den schon ganz ordentlich hohen Versandkosten?
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3DCenter
Die einzige Indizierungsmöglichkeit besteht in der Tat darin, sich auf direkt auf der Webseite in Form von Bildern oder Movies vorhandenen "Jugendschutzgefährungen" zu berufen – was aber bei einem Onlineshop prinzipiell schwierig wird, da hierbei Bilder und Movies allenfalls Begleitwerk darstellen und ein einzelnen Bild wohl noch nicht ausreicht, um von einer unmittelbaren "Jugendgefährdung" zu sprechen. Der Punkt, daß der österreicher Onlineshop sich nicht perfekt den bundesdeutschen Regularien zum Versand indizierter Medien unterwirft, ist dagegen nicht indizierungsfähig, da es sich hierbei – im bundesdeutschen Recht – um eine Straftat handelt, welche dementsprechend auch von den Strafverfolgungsbehörden zu behandeln wäre.
Diese werden natürlich im Fall einer ausländischen Webseite sofort abwinken: Gameware.at verletzt kein Gesetz in Österreich und ist damit für die bundesdeutschen Strafverfolger unerreichbar. Insofern ist der Fall Gameware.at ergo doch etwas besonderes: Weil der Versandhandel selber nicht indizierungsfähig ist, versucht man Gameware.at mit konstruierten Vorwürfen über eine paar Screenshots und Movies loszuwerden – möglicherweise eine direkte Reaktion auf den Erfolg und die Beliebtheit von Gameware.at.