Infinite Space

Unendliche Weiten...

Das schwierigste an der Raumfahrt ist das Abheben selbst. Als Amerikaner und Russen vor vielen, vielen Jahren Rakete um Rakete in den Weltraum geschossen haben, wurden die größten Ressourcen überhaupt für den Start benötigt. Ist die Rakete erst einmal in der Umlaufbahn, dann läuft`s wie geschmiert. Um dorthin zu kommen, ist aber ein monumentaler Kraftakt nötig. Und hier lässt sich eine wundervolle Parallele zu Infinite Space ziehen, dem Weltraum-RPG von SEGA, Platinum Games und Nude Maker.

Auch hier sind die ersten Schritte die schwierigsten. Infinite Space bietet eine Anfangshürde, wie man sie schon lange nicht mehr erlebt habt. Fragen wie „Hä?“, „Was sind das alles für Anzeigen?!“ und „Was will das Spiel jetzt von mir?!?“ sind an der Tagesordnung. Infinite Space ist komplex und macht daraus keinen Hehl. Zwar erklärt euch das Spiel in kurzen Tutorials die wichtigsten Grundlagen, aber sobald ihr tiefer in die Materie vordringt, müsst ihr euch auf eigene Faust durch das Regelwerk kämpfen.

Zum Glück ist das Spiel diese Mühe wert, nehmt ihr doch bereits nach kurzer Spielzeit im Kommandosessel eures eigenen Raumschiffs Platz – ein durchaus schneller Karriereschub für Held Yuri, saß der zunächst doch auf seinem Planeten fest, weil der örtliche Tyrann aus nichtigen Gründen seiner Bevölkerung die Raumfahrt untersagt hat. Aber mit Hilfe eurer Begleiterin Nia Lochlain lernt ihr im Schnelldurchlauf die Basics des interstellaren Abenteuers: Wie navigiere ich, wie baue ich mir ein neues Schiff, wie schlage ich eine Raumschlacht, wie fülle ich mein Konto... aber auch wenn ihr viele Freiheiten genießt, bietet das Spiel trotzdem eine zentrale Handlung, der ihr folgt. Yuri will herausfinden, was es mit diesem geheimnisvollen Weltraumartefakt auf sich hat, das ihm sein Vater hinterließ.

Infinite Space - Trailer

In der Anfangsphase prasseln derlei Informationen nur so auf euch ein und gemeinsam mit den stets gut gefüllten Bildschirmanzeigen fühlt ihr euch schnell ordentlich überfordert. Tatsächlich ist die Sache aber gar nicht mal halb so wild. Meist fliegt ihr von Planet zu Planet, sammelt Informationen und Aufträge oder gabelt neue Crewmitglieder auf. Unterwegs bekommt ihr es immer wieder mit Weltraumpiraten oder anderem üblen Gezücht zu tun.

In den Kämpfen gibt es eine Menge Faktoren zu beachten – wie ist der Abstand zum Gegner, wie ist die Aufstellung meiner Flotte, greife ich lieber mit einer schnellen Salve an oder leite ich ein Ausweichmanöver ein? Die Grundlagen sind aber nicht so kompliziert wie es zunächst den Anschein hat. Da die Schiffskämpfe beispielsweise auf einer 2D-Ebene stattfinden, könnt ihr euch zunächst an den Kampfstil und die anfangs verfügbaren Kommandos gewöhnen, freut euch aber dann im weiteren Spielverlauf, wenn neue taktische Möglichkeiten dazu kommen.

Einer der spaßigsten Aspekte von Infinite Space ist der Bau eigener Schiffe zur Ergänzung eurer Flotte. Da Infinite Space im Grunde ein RPG ist, nehmen die Kampfschiffe hier die Rollen der verschiedenen Gruppenmitglieder ein. Habt ihr die entsprechenden Blaupausen besorgt, könnt ihr die Hülle des Schiffs bei den auf verschiedenen Planeten zu findenden Werften direkt in Auftrag geben und dann umgehend gegen Bares die gewünschten Module einbauen. Brücke und Maschinenraum sind Pflicht, aber diverse Arten von Laserbatterien, Mannschaftsdecks, Landebuchten, Frachträumen oder Navigationszentralen sind allesamt optional und durch den begrenzten Platz in der Schiffshülle müsst ihr bald entscheiden, was euch bei den jeweiligen Raumern wichtig ist.

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